Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXIII (1961)
- Issue
- 8 (Agosto, 1961)
- Date
- 1961-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Agosto 1961 BOLETIN INFORMATIVO 11 W** » i, DIE ENTWICKLUNG DER TOTEN MEER-WERKE Die Konzession der Toten Meer-Werke soll um 38 Jah re, das heisst bis 1999, ver Iaengert werden, und dei neue Konzessionsvertrag, dei demnaechst der Knesset vorgelegt werden wird, soll dann an d. Stelle des alter Konzessionsvertrags treten, der noch aus der Zeit der Mandatsmacht stammt. Diese Konzessionsverlaengerung ist im Rahmen der Entwicklungsplaene der Toten Meer-Werke erforderlich, zu deren Finanzierung auch auslaendische Finanz gruppen, darunter die Weltbank, mit herangezogen werden sollen. Nach den Erweiterungsplaenen soll die Kapazitaetder Toten Meer-Werke auf 400.000 Tonnen Jahresproduktion gebracht werden was eine Neuinvestition von IL. 85 Millionen erfordern wird. Die Erweiterung soll bis zum Jahre 1967 voll durchgeführt werden. Gleichzeitig werden aber auch Neuinstallationen eingerichtet fuer die Fabrikation von Magnesit — ein Material, das zur Erzeugung von feuerfesten Ziegeln benötigt wird — und die Produktion von Bromiten wird weiter intensiviert werden, sodass die Gesamtinvestitionen sich auf i£ 116 Millionen belaufen werden. Ein grösserer Teil der neuen Mittel soll auch durch Aktienausgabe am hiesigen Markt aufgebracht werden und andere Neuemissionen von Aktienwerten werden daher zunaechst zurückge stellt werden müssen, wie der Vorsitzende der Boersenzulassungskommission, Herr Schragai, bekanntgab. Fuei diese neuen Aktien dürfte sich ein lebhaftes Interesse auch seitens der Investment Korporationen und auslaendischer Kreise geltend machen. Auch fuer die Negev Phosphat-Company bestehen intensive Entwicklungsprogramme, die besonders eine Aufwertung der hiesigen Phosphate bezwecken. Hierfuer wurde vor kurzem gemeinsam mit einem grossen amerikanischen Werk eine neue Gesellschaft gegründet, bei der auslaendische Investoren, deren Name noch nicht bekanntgegeben wurde, 50% Anteil haben werden. Die neue Fabrik soll die hiesigen Phosphate im Wege eines neuen Kalzinationsverfahrens auf einen Gehalt von 38%aufwerten, da für diese hoch wertigen Phosphate der Weltmarktpreis ein viel höherer ist, als fuer Phosphate mit einem niedrigeren Gehalt an P2 05. Sowohl für Pottasche-Produkte als auch fuer Phosphate besteht praktisch ein unbeschraenkter Exportmarkt, da die Landwirtschaft in allen Laendern heute ihre Böden anreichern will. Die Gasleitung von Rosch Sohar nach dem Toten Meer, wird demnaechst in Betrieb genommen werden können und ermöglicht nicht nur d. Ausnützung dieser Erdgasvorkommen, die von der Naphtagruppe erschl o s s e n wurden, sondern auch eine billigere Stromerzeugung für die Toten-Meer-Werke, die bisher hohe Transportkosten fuer den Betriebsstoff ihrer Generatoren zur Stromerzeugung hatten zahlen müssen. Waerend die Toten-Meer- Werke bereits ihre Gewinn- und Verlustrechnung hatten aktiv gestalten können, ist dies bei den iPhosphatwerken erst knapp der Fall. Die neuen Entwicklungsplaene sollen die Gewinnmöglichkeiten der beiden Gesellschaften wesen 11 i c h steigern helfen und wichtige zusaetzliche Exporte ergeben. “Canfit”. DEVISEN EINNAHMEN DES STAATES STEIGEN AUF 796 MILLIONEN DOLLAR Die Einnahmen des Staates in fremder Waehrung stiegen im Finanzjahr 1960- 61 um 19% und erreichter 796 Millionen Dollar, gegen budgetaere Ausgaben von 78? Millionen Dollar — um 16% mehr als im Vorjahre, wie dies der Verantwortliche für d. fremde Waehrung im Finanzministerium, Dt. Z. Dienstein, der Presse erklaerte. <- Dr. Dinstein praesentierte den Bericht seinen Abteilung und bemerkte dass im vorigen Jahre die Tendenz der Liberalisierung der Wareneinfuhr anhielt; ferner bestuenden jetzt groessere Moeglichkeiten für die freie Disposition von Devisen durch Banken und (Gesellschaften. Unter den Massnahmen seiner Abteilung ’ ur Befreiung der Wirtschaft v. den Beschraenkungen, die bisher in Kraft waren, hob Dienstein die Erhoehung der Dollarzuweisung an Auslandsreisende bis auf 150 Dollar, und die freie Disposition über 30 Dollar pro Person für Buecher oder Zahlungen an Klubs und Organisationen im Ausland hervor. INVESTITIONEN STIEGEN Das Devisenbudget weist em betraechtliches Anwachsen der budgetaeren Einnahmen aus, die hauptsaechlich das Resultat von Kapitalueberweisung und des Exporte' sind. Im Ausgabenetat ist ein Anwachsen der Kapitalinvestitionen zu vermerken, das sich in vergroessertem Import von Ausruestung für Ind u s t r i e, Landwirtschaft. Kraftwerke und Transportwesen bemerkbar macht. Die Ausgaben für Diensleistungen stiegen ebenfalls. EXPORT — $ 330 MILLIONEN Die Einnahmen vom Export — direkter oder indirekter Art — beliefen sich auf 330 Millionen Dollar gegen 267 Millionen im Vorjahre. Aus Deutschland erhielten israelische Buerger 'Entschaedigungszahlun gen und Kapitalueberweisungen in der Hoehe von 102 Millionen Dollar, gegen 78 Millionen im Jahre vorher, waeh rend Reparationszahlungen an den Staat sich auf 131 Millionen Dollar beliefen; dieser Betrag schliesst den Gegenwert von 11 Schiffen mit einer Verdraengung von 163.000 Tonnen ein. Dr. Dinstein erklaerte, dass im Rahmen des Abkommens mit Deutschland, Israel weiter0 4 Schiffe erhalten soll, davon 3 im Jahre 1961. Insgesamt erwarb Israel mit Hilfe der Schilumim 45 Schiffe für einen Gesamtwert von 110 Millionen Dollar. SCHULDEN BETRAGEN 650 MILLIONEN Die Schulden Israels in fremder Waehrung beliefen sich am 31. Maerz 1961 auf 650 Millionen Dollar, erklaerte Dinstein, darunter 398 Millionen für die Entwicklungsanleihe. Jm {Rechnungsjahr 1960-61 wurden Bonds im Werte von 53 Millionen Dollar erworben, doch im selben Jahr zahlte Israel den Gegenwert von 30 Millionen Dollar Bonds, davon 26 Millionen in israelischer Waehrung. Dr. Dinstein erklaerte, es waere ein weiteres Ansteigen der Kapitalanlagen aus dejp Ausland zu erwarten, angesichts der Tatsache dass die Investionszentrale 503 Projekte für Kapitalanlagen deren Durchfuehung 107 Millionen $ und 87 Millionen IL. verlangen, ausgearbeitet habe. Bisher wurden 95% dieser Projekte durchfuehrt. “Canfit”. EL-AL WURDE ERSTE BOEING-MASCHINE UEBERGEBEN In den Boeing-Werken in Seattle (USA) wurde einer 17-köpfigen Mannschaft der El-Al das erste Boeing-Duesenflugzeug übergeben. Die Mannschaft wird nun unter Aufsicht werkeigener Einflieger sich in den USA mit dem Flugzeug vertraut machen, bevor es von ihnen nach Israel geflogen wird. Bisher hatte sich die El- Al gecharterter Boeing-Maschinen bedient. “Canfit”. HAIFA WILL EINE SEILBAHN BAUEN Die Planung einer Seilbahn vom Zentralkarmel u. dem Westkarmel nach Bath Galim ist im ersten Stadium erklaerte der Haifaer Buergermeister Aba Chuschi. “Canfit”., NEUES KRANKENHAUS DER "HADASSA" IN EIN ~KEREM IN JERUSALEM EINGEWEIHT Eine der grössten “Uebersiedlungen” seit Staatsgründung wurde in Jerusalem durchgefuehrt, als man d:e Kranken aus dem alten Hadassa-Krankenhaus in das neue Gebaeude der Hadassa in Ein-iKarem transferierte. 1300 Bedienstete des neuen Krankenhauses empfingen die 300 Kranken, deren erster ein aus Persien eingewanderter Jude war. Die Geburtsabteilung des Krankenhauses verbleibt vorlaeufig auf dem alten Platze. Besonders lobend hervorzuheben ist die aktive Hilfe der Armee, welche ausser Personal und Krankenwagen auch Tragbahren zur Verfügung stellte. Um 7.15 begann die Aktion, die sich nach vorher gefasstem Programm genau abwickelte. Die militaerischen Ambulanzen trugen kleine amerikanische Faehnchen zum Dank für die grossartige Spendenaktion der amerikanischen “Hadassa”-Mitglieder, welche den Bau des modernsten Hospitals de1* Mittleren Ostens in unserer Hauptstadt ermöglicht haben. Jede halbe Stunde fuhren die 20 Ambulanzen, immer wieder mit neuen Kranken, hin und zurück. 120 Sani' taetssoldaten nahmen an der Aktion teil. Aus Amlerika traf eigens aus diesem Anlass Frau Florence Perlman im Lande ein. Sie hatte die. Ehre, das blaue Seidenband zu durchschneiden, welches den Eingang zu dem neuen Krankenhaus freigab. Zwei Studenten, Meir Berger und Towa Siegler, die Medizin studieren, hissten um diese Zeit die Fahne des Staates und die Hadassa- Flagge auf dem Dach des Krankenhauses. Wie gross das neue Gebaeude ist, geht aus der kleinen Detail hervor, dass es 3400 Fensterscheiben hat, die taeglich von den Sanitaetern zu putzen sind. “Canfit”. MAN ISST BESSER IN ISRAEL Der durchschnittliche Israeli gab im vorigen Jahre endend im September 1960 IL. 457 fuer Lebensmittel aus, wie aus einer Statistik der Forschungsabteilung de" Landwirtschaftsministeriums hervorgeht. Dies stellt eine Steigerung um 7,3% gegenueber dem Vorjahre dar, in dem nur IL. 426 dafuer aufgewandt wurden. Von dieser Steigerung entfallen 3,1% auf Preissteigerungen und 4,2% stellen einen wirklichen Mehrkonsum an Lebensmitteln dar. (Luxusgetraenke sind bei d. Aufstellung nicht in Rechnung genommen). Es zeigt sich aber auch, dass der Mehrkonsum darauf zurueckzufuehren ist dass unsere Bevoelkerung sich mehr und mehr teureren Lebensmitteln zuwendet. So stieg der Konsum an Instant-Kaffee allein um 82% gegenueber dem Vorjahre. Ebenso stieg der Fleischkonsum weiter stark an, um 19%, um 11% der an Gefluegel und um 31% dervon Frischobst. Insgesamt wurde an Lebensmitteln fuer IL. 955 Millionen konsumiert gegen nur 870 Millionen Israelpfun de im Vorjahre. NEUE INVESTITIONEN BEI AMPAL In den ersten drei Monaten 1961 wurden durch Ampal und ihre Tochterorganisationen 3 Millionen Dollar < in!-«Form tvon Aktien ¡und Darlehen neu investiert. Diese Investitionen erfolgten im Rahmen des Plans bis zum Jahre 1963 15 Millionen in den Ampalgeseiischaften und den mit ihnen affiliierten Organisationen zu investieren. Diese Inv°- stitionen sollen in Form der Uebernahme von Aktien u. langfristigen Obligationen durchgeführt werden. Bereits im Jahre 1960 stieg das Eigenkapital der Ampal und ihrer Gesellschaften uro eine Million Dollar. Die Bankdarlehen, die amerikanische und kanadische Banken dem Ampalkonzern zur Verfügung stellten, wuchsen in diesem Jahre um 9 Millionen Dollar, langfristige Obligationsdarlehen um 5 Millionen Dollar. Aktien der Ampal - Corporation ‘wurden im Werte von 1 1/4 Millionen Dollar in den Monaten Januar bis Maerz dieses Jahre« verkauft. Die Gesamtbilanz des Kon zerns stieg von 50 Millionen Dollar im Verlaufe des Jahres 1960 auf 65 Millionen Dollar. Alle Gesellschaften des Konzerns bezahlten ihren Aktionaeren Dividenden, die sich insgesamt auf eine Million Dollar. beliefen. “Canfit”. NEUE POTTASCHE PHOSPHAT FABRIK Die Errichtung {eines neuen Unternehmens, das mit IL. 4 Millionen Kapital ausgestattet wird, wurde von der Regierung in Zusammenarbeit mit auslaendischen Investoren beschlossen. Es soll ein Produkt, aus Pottasche und Phosphaten gemischt, in Oron hergestellt werden, “Canfit”.