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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-07-01 · 7 (Julio, 1961) · p. Seite 23

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
7 (Julio, 1961)
Date
1961-07-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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JULIO 1961 BOLETIN INFORMATIVO 23 - ELRY - Corsets — Mieder — Buestenhalter Feine Damen Perlon Waesche — Eigene Fabrikation — Moneda 858 - Fono 30217 La ma'quina de escribir mejor acabada SÇ? // Máquinas para sumar y saldar manuales y eléctricas IMPORTADORES: JOSE SCHARFSTEIN Y CIA. LTDA. Son Francisco H- 10-Fono 32976• Ça^illa 39S2 EINE WUESTENSTADT WIRD GEBOREN Staedte werden nicht jeden Tag geboren, und bestimmt nicht in der Wueste. So klein Israel ist, so gross sind seine unentdeckten, unbewohnten und unbearbeiteten Oedlaender. Eine solche Wueste ist das Arad Gebiet, im Sueden des Landes. Es gehoert teilweise zum Negev und teilweise zur judaeischen Wueste und erstreckt sich ueber 40.000 ha. Auf der Chaussee von Beersheba-Sdom sagt ein grosser Wegweiser optimistisch voraus: “Zum Zentrum des Arad Gebietes’’. Dort verliessen wir die Strasse - und damit die Zivilisation. Die Wagen ruejtt eiten und schuettelten auf der unebenen alten Wegspur, die noch aus der Zeit der Roemer stammt und wahrscheinlich schon frueher benutzt wurde. Eine biblische Landschaft tat sich auf: Da,war die Einfoermigkeit der Steppe. nur hier und da von den schwarzen Zelten der Beduinen unterbrochen. Ueber die monotone Weite bewegten sich langsam schwarze Ziegenherden, staubgraue Schafe und braune Kamelkarawanen, und um die Quellen herum lagerten Mensch und Tier im weiten Umkreis - und jede Herde wartete geduldig, oft halbe Tage lang, bis ihre Reihe zur Traenke kam. Es bedurfte nur einer Fahrt von ein paar Stunden, um zu wissen, was Wasser hier bedeutet. Das Thermometer war inzwischen ueber 40 Grad Celsius geklettert und die Staubwolken glichen einem Sandsturm. Mitten in dieser Wueste, aber auf einer Anhoehe von 600 m, die ein Wind vom Von HERBERT FREEDEN Westen kuehlt und von der man nach Osten hin das Tote Meer sieht, soll eine neue Stadt entstehen, Arad - eine altneue Stadt: denn hier stand schon in biblischen Zeiten eine Festung, von der aus der Koenig von Arad, ein Vasal des Koenigtums Juda, diese Gegend beherrscht und Tribut von den Karawanen gefordert hat. Das neue Arad wird eine Industriestadt sein, die die Bodenschaetze dieser Gegend wie Naturgas, Phosphate und andere Rohstoffe nutzen soll. Man hofft hier 10.000 Einwohner anzusiedeln, nicht nur neue Einwanderer sondern auch Techniker, Ingenieure und Facharbeiter aus anderen Teilen des Landes. Allerdings duerfte dafuer eine Investierung von 30-40 Millionen Dollar noetig sein. Der Loesboden des Aradgebietes ist potentiell fruchtbar und selbst die Beduinen haben Gerste, Getreide und Futtermittel in ihrer Art angebaut, d. h. sie kratzen mit ihrem Holzpflug den Boden auf und nach Regenfgellen im Fruehjahr bringen sie eine duerftige Ernte zustande. Sollte sich aber Grundwasser in Menge finden, dann wuerde dieses Gebiet zu einem der groessten landwirtschaftlichen Reservoiren Israels werden. Gegenwaertig plant man Wasserbohrungen bis zu einer Tiefe von 500 m. Im Falle positiver Ergebnisse wuerden auch die 10.000 Beduinen, die ein karges Dasein in den Arad-Steppen fristen, in einer Reihe von Doerfern sesshaft gemacht werden. Die Entwicklung eines solch abgelegenen Wuestengebietes haengt von den Verkehrsadern ab. Gute Strassen sind Lebenslirtien und tatsaechllch wird durch dieses Gebiet, von Beerscheba bis an die Kueste des Toten Meeres, eine Strasse gelegt, die zu den schoensten und interessantesten des Landes gehoeren wird. Mit einem Gefaelle von 1.000 Meter - die Kueste des Toten Meeres in die sie muendet, liegt 400 m unterm Meeresspiegel - wird sie durch die Steppen des Aradgebietes und durch die Mondkrater der Judaeischen Wueste fuehren. Allein die letzten 2% km. haben ein Gefaelle von 600 Metern. Fuer das Tote Meer bedeutet diese Strasse Leben. Die Entfernung nach Beerscheba wird um 60 km. verkuerzt werden, was neue Perspektiven fuer die Touristik und fuer die wirtschaftliche Ausbeutung seiner Naturschaetze ergibt. Es war ein denkwuerdiger Augenblick, als ein Knopf die Sprengung des ersten Teiles der neuen Strasse aus- 1 o e s t e. Die Rauchwolken schossen auf, Steinhagel gingen nieder und die Berge warfen das Echo der Explosion drei- und viermal zurueck. Was heute noch ein leerer Fleck auf der Landkarte ist, wird in ein oder zwei Jahren ein Siedlungszentrum werden. So ging es anderen Gebieten im Lande, die heute mit bluehenden Doerfern und Staedten besäet sind. In wenigen Jahren duerfte auch die neue Strasse durch Arad zum Toten Meer von Feldern und Waeldern umsaeumt sein. Wollen SIE wirklich einer der Wenigen sein, der kein Verstaendnis fuer die Notlage seiner Bnleder hat? Koennen SIE es vor Ihrem Gewissen verantworten, sich noch nicht in die Listen der MAGBIT eingetragen zu haben? Kommen SIE sofort und bekunden Sie Ihre Solidaritaet mit uns Allen.

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