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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-05-01 · 5 (Mayo, 1961) · p. Seite 21

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
5 (Mayo, 1961)
Date
1961-05-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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Mayo 1961 BOLETIN INFORMATIVO 21 FESTSCHRIFT DER BERLINER GEMEINDE EIN STREITER FUER ISRAEL... Von CURT WILK (Fortsetzung von Seite 17) Die unlaengst von H. G. Sellenthin im Auftrages des Vorstands der Juedischen Gemeinde zu Berlin herausgebrachte Festschrift, die zur Weihe des neuen Gemeindehauses erschien, erhebt keineswegs den Anspruch darauf, eine “Geschichte” dieser Gemeinde geben zu wollen, vermittelt jedoch auf 130 Buchseiten in sehr geschmackvoller Ausstattung einen gedraengten Ueberblick ueber die Entwicklung des juedischen Lebens in Berlin von dessen aeltesten Anfaengen bis zur Glanzzeit der Gemeinde zu Ende des 19. und am Beginn dieses Jahrhunderts, u m dann kurz die Vernichtungsjahre zwischen 1933 und 1945 zu behandeln und dann den sehr bescheidenen aber stetigen Wiederaufstieg aus den Truemmern, die das “Dritte Reich” hinterlassen hatte. In anschaulicher Weise werden die Lebensverhaeltnisse der Juden unter den brandenburgischen Kurfuersten geschildert, die wechselvollen Schicksale, der Kampf gegen Verleumdungen von aussen und der allmaehliche Uebergang vom “Schutzjuden” zum “Buerger”. Auch der innere, religioese, kulturelle Aufbau erfaehrt eine Wuerdigung, und es ziehen die Namen vieler bedeutenden Juden und Juedinnen am Leser vorueber, die zur Bereicherung des juedischen Lebens beigetragen haben. Nicht unerwaehnt bleiben selbstverstaendlich die Wich tigsten unter den zahlreichen Persoenlichkeiten, die, freilich zuweilen unter Aufgabe ihrer Verbundenheit mit dem Judentum, hervorragenden Anteil an den wissenschaftlichen und kuenstlerischen Leistungen hatten, die in der Reichshauptstadt zwischen 1812 und 1933 etwa vollbracht worden sind. Mehr als 70 Illustrationen unterbrechen die Texte, die bei aller Knappheit doch Wesentliches aussagen, waeh rend die Fotos so verteilt sind, dass alle Lebensgebiete beruecksichtigt werden. Ein erschuetterndes Kapitel stellt naturgemaess die Naziepoche dar, die inmitten all der Schrecken zwei Lichtblicke ausweist: Die Wiedereintritte bereits Abgefallener ins Judentum und die heroische Haltung der juedischen Menschen im allgemeinen, die in ihren Gemeinderabbinern, dem Gemeindevorsitzenden und den leitenden Maennern und Frauen an der Spitze der Organisationen leuchtende Vorbilder von persoenlichem Mut und Ausdauer hatten. So gibt die Festschrift eine Schilderung der Tragoedie von mehr als' einem Drittel der deutschen Juden, eine Geschichte aus der Epoche der Assimilatiota weitester Kreise, aber auch des Willens zur Erhaltung der ewige Werte des Judentums, in einer Darstellung, die mit der Hoffnung endet, diese sehr zusammengeschmolzene Gemeinde in Anknuepfung an die alten Traditionen der einstigen Grossgemeinde Berlin wiederaufbauen zu koennen. Ueber den Kreis der ehemaligen Berliner Gemeindemitglieder hinaus, darf dieses Buechlein das Interesse aller Juden jenes Kulturkreises beanspruchen, zumal es zu dem gewiss erschwinglichen Preis von DM. 4.— durch die Berliner Gemeinde, J o a c h imsthalerstrasse 13, Berlin W 15 zu beziehen ist. Es handelt sich um einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Geschichte der Juden in Deutschland. Theologen Franz Delitzsch eines Menschen, der stets Sympathien fuer das Judentum gehabt hat, der den Ritualmordglauben bekaempfte und glaubte, durch seine hebraeische Uebersetzung des Neuen Testaments die Juden zum Protestantismus zu bekehren. Der Sohn dagegen war ein Fanatiker des sumerisch-babylonischen Heidentums. In seinem spaeter als Buch erschienenen Vortrag “Babel und Bibel” versucht er, unter Aufbietung aller journalistischer Tricks, nachzuweisen, dass die biblische Tradition nichts als ein verschlechterter Abk latsch babylonisch - sumeriSehen Wissens sei. Die Arbeit war Kaiser Wilhelm II gewidmet, dessen Interesse an der Archaeologie und Abneigung gegen die Juden ja bekannt waren. Gleich nach Erscheinen der Broschuere antwortet Hommel in seiner Schrift “Die altorientalischen Denkmaeler und das alte Testament. Eine Erwiderung auf Prof. Fr. Delitzschs Babel und Bibel”. Hier wird Delitzsch Missdeutung der archaelogischen Forschungsergebnisse vorgerechnet (1902) Im Jahre 1904 erschien der erste Teil von Hommels Hauptwerk “Grundriss der Geographie und Geschichte des Alten Orients”, eine Ue bersicht ueber die ethnologischen und geographischen Verhaeltnisse jener Welt, in der die Wiege unserer Kultur stand. Nun holte Meyer zum Gegenschlag aus. In einer Neuauflage seiner Geschichte des Altertums schreibt er: “Das an kuehnen Hypothesen und Kombinationen ueberreiche Werk von Hommel, Grundriss d. Geogr. u. Gesch. d. alt Orients,... kann ich 'nur als voellig verfehlt bezeichnen”. Das war ein schwerer Schlag angesichts des inzwischen internationalen Rufes Meyers. Es wurde Jahrzehnte lang still um Hommel, woran auch die waehrend des eisten Weltkrieges erschienene Hommelfestschrift -zunaechst nichts aenderte. DIE LETZTEN JUDEN ROMAN VON SIEGMUND LAST 366 SEITEN — VER LAG. J. P. PETERS/ROTHENBURG o. d. TAUBER Dieser Roman, oder besser gesagt Erlebnisbericht, zeigt an Hand des Schicksals einer kleinen Gemeinde das Los der ganzen rumaenischen Judenheit, vom Ende des ersten Weltkrieges an bis zu den tragischen Jahren 1942- 1943. Im Gegensatz zu West- und Mitteleuropa, wo die buergerliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Juden — jedenfalls bis zum Jahre 1933 — eine als selbstverstaendlich hingenommenen Tatsache war und kontrastierend zu Polen oder Russland, wo die Juden offen als Buerger zweiter Klasse betrachtet Wurden, war die Lage der Juden in den Balkanlaendern und insbesondere Rumaenien, nie klar definiert und festgelegt. Galten sie einmal als gute und gleichberechtigte Staatsbuerger, so konnte geschehen, dass sie am naeQhsten Tage schon wieder zurueckgedraengt und als laestige Auslaender behandelt wurden, um wenige Wochen spaeter, wenn man ihre finanzielle Unterstützung oder ihre grossen internationalen Verbindungen brauchte, als Patrioten in den Himmel gehoben zu werden. Diese schwankende Haltung der Behoerden, zusammen mit dem latenten Antisemitismus der Bevoelkerung, der beim kleinsten Anlass virulent wurde, brachte es mit sich, dass mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Deutschland es ein leichtes war, organisierte Judenhetzen, aufzuziehen, die denjenigen in Deutsland und besetzten Gebieten um nichts nachstanden und die dazu noch als Treuebeweis fuer das zwischen Rumaenien und Deutschland bestehende Militaerbuendnis gewertet werden konnten. Von dort an, bis zur voelligen Vernichtung der Juden war es nur ein kleiner Schritt. Wie diese Entwicklung vor sich ging, das Schwanken der Gemeinden und Einzelnen zwischen Hoffnung und Verzweiflung und die endliche, unausweichliche Vernichtung zeigt das vorliegende Buch. W. N. Als Hommel im Jahre 1928 den inzwischen fertiggestellten Grundriss in zweiter Auflage unter dem Titel “Ethnologie und Geographie des Alten Orients” veroeffentlichte, schrieb er verbittert: “Warum mir schon vorher, von 1908 an, fuer mehrere Jahre alle Lust, am Grundriss weiterzuarbeiten, geraubt wurde, kann und will ich hier nicht weiter auseinandersetzen; es geschieht vielleicht einmal an einem anderen Ort”. Ich weiss nicht, ob er es noch getan hat, auch fehlt es mir an Nachrichten ueber das leben des laengst emeritirten Professors unter dem Dritten Reich. Am 17. April 1938 ist Hommel gestorben. Was ist nun von seinem Lebenswerk geblieben? Viele seiner oft etwas voreilig entworfenen Theorien habeh nicht standhalten koennen, so etwa seine Erklaerung der hamitischen Sprachen als semitisch-nichtsemitische Mischsprachen. Andererseits ist vieles was seinerzeit abgelehnt wurde teils heutzutage fast allgemein akzeptiert teils erneut aufgegriffen worden. So hat Martin Noth neues Material zu dem von Hommel behaupteten aramaeis c h e n Ursprung der Israeliten bei gebracht. Albright, heute der fuehrende Fachmann auf dem Gebiet der Archaeologie Israels, hat den Wert von Hommels Personennamenstudien anerkannt. Dass die Traditionen ueber die Urspruenge Israels zwar nicht in allen Einzelheiten, aber doch im Grossen und Ganzen ein richtiges historisches Bild liefern, bestreitet heute niemand mehr. Hommels Idee den Ursprung des Alphabets aus der Astronomie oder Astrologie herzuleiten, wird erneut nachgegangen. Der Dominikanerpater Lagrange, Begruender der Jerusalemer Bibelschule hat Hommels Arbeiten sehr geschaetzt und der Orientalist Charles F. Jean hat ihm im Supplement des Dictionnaire de la Bible eine gerechte Wuerdigung zukommen lassen. Der Protestant Hommel der sich Zeit seines Lebens fuer die Kultur der Juden eingesetzt hat, hat die meiste Anerkennung von katholischer Seite erfahren. Er war ein streitbarer Geist und hat oft genug, wenn er glaubte in der Hitze des Gefechts einem Gegner Unrecht getan zu haben, Abbitte getan. Anlaesslich seines Todes sagte einer seiner Kollegen: “Fritz Hommel war einfach ein guter Mensch”. Wir Juden dieser Zeit, sollten diesen Streiter fuer Israels Vergangenheit nicht vergessen. Er hat sich um uns verdient gemacht. LATE SUMMER FRUIT ESSAYS VON DR. ISAAC LEWIN BLOCH PUBLISHING CO. NEW YORK Vor uns liegt ein Buch, das besonders fuer den Leser interessant sein wird, der leider nicht die Moeglichkeit hatte, das einstige polnische Judentum von innen her kennen zu lernen. In ihm wird von einem der hervorragendsten Repraesentanten des orthodoxen Judentums im Vorkriegs-Polen das religioese Leben mit seinen Institutionen und Problemen dargestellt. Der Verfasser, der an der Jeschi wa-University in New York 'juedische Geschichte lehrt, ist auch Vertreter der Agudat Israel im wirtschaftlichen und sozialen Ausschuss der Vereinigten Nationen. Der tragische Untergang des polnischen Judentums wird sachlich und gerade darum erregend beschrieben. In einer liebevollen Biographie zieht das Laben des Autors, Rabbiner Aaron Lewin, der Mitglied des polnischen Parlaments (Sejm) war, vor unseren Augen vorueber. Von besonderem Interesse ist die Beschreibung des religioesen Lebens der juedischen Fluechtlinge in Sowjet-Russland, 1939-1941, sowie auch des Kampfes um die Erklaerung der Menschenrechte in der Nachkriegszeit und der Verteidigung des Rechts der Schechita innerhalb der internationalen Koerpersehaften und vieler anderer aktuellen Probleme. So ist dieses Buch ein wehmuetig stimmendes Echo des polnischen orthodoxen Judentumsin seinem tragischen Niedergang, aber auch des ermutigenden Ringens um den Neuaufbau juedischen Lebens auf der anderen Seite des Ozeans. E. I. L. IMPORTADORES: /HäfttiMtr/Q/oHatta? La ma'quina de escribirj mejor acabada Máquinas para samar y saldar manuales y eléctricas ' * i JOSE SCHARFSTEIN Y CIA. LTDA. San Francisco N? 10-Fono 32976- Ça ai lia J9S?

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