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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1961-03-01 · 3 (Marzo, 1961) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXIII (1961)
Issue
3 (Marzo, 1961)
Date
1961-03-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Ma ií:o T 961 BOLETIN INFORMATIVO 15 s Die 42 an der Marokkanischen Kueste un yn L V¿e 79tedâe <tc/tve¿¿ú LAVONS RUECKTRITT “Dawar”: Ein grosses Drama in unserem oeffentlichen Leben ist mit Lavons Rücktritt zu Ende gegangen, dessen Echo gewiss noch lange Zeit zu fühlen und zu hoeren sein wird. Die entscheidende Sitzung der Exekutive der Histadruth fand in gedrückter Stimmung statt. Die Jahre der Amtszeit Lavons als Generalsekretaer der Histadruth waren durch den Versuch gekennzeichnet, das Verhaeltnis zwischen der Arbeitergewerkschaft und dem Staate zu klaeren, einen Weg zu finden und Probleme zu loesen, aber bei all der ideologischen Gaerung beibt immer noch die Frage offen und es ist noch zweifelhaft ob sie in richtiger Form gestellt wurde. Die Histadruth hat eine schwere Operation überstanden und es muss alles getan werden, damit die Wunden bald verheilen. -0O0- “Haboker’’: Lavons Rücktritt erfolgte nach einer Abstimmung von 58 gegen 4fi Stimmen bei 2 Enthaltungen in der Histadruth-Exekutive, wahrend die Mapei-Fraktion unter Disziplinzwang gegen ihn stimmte, obwohl innerhalb der Mapei 40% zu seinen Gunsten gegen seine Cheruth: Es hat keinen Sinn, die Sache vertuschen zu wollen und über diese Angelegenheit zu Tagesordnung überzugehen: Wir meinen die Beziehungen zu Afrika. Von Tag zu Tag wird es mehr und mehr offensichtlich, dass zu unserem grossen Bedauern, die gewaltigen Anstrengungen, die seitens der Regierung und der Histadruth zur Entwicklung guter Beziehungen mit den afrikaschen Laendern gemacht wurden, vergebens sind. In letzter Zeit mehren sich die An- Ausschaltung gewesen waren. In seiner Abschiedsrede fiel besonders ein Satz auf: “Wehe dem Volk, dass sein Schiksal von einem Manne abhaengig macht”. — und die Absicht ist klar. In Wirklichkeit haengt kei nes Volkes und keines Staates Schicksal nur von einem Manne ab. — aber manchmal wollen Gruppen diesen Eindruck erwecken, bis schliesslich die Einzelnen daran glauben. -0O0- “Kol Haam”: Die politische Tatsache die durch den erzwungenen Ruecktrit Lavons entstand, steht in Widerspruch zur politischen Bedeutung der Abstimmung in die sehr dramatischen Sitzung naemlich, dass sich die Histadruth gegen Ben Gurion gestellt hat. -0O0- Davar gibt der Ansicht Ausdruck, dass die gesamte Bevoelkerung des Staates und alle Parteien ohne Ausnahme die Hoffnung des Staatspraesidenten, teilen, dass eine stabile Regierung ohne weitere Diskussion d. “Af faire”, die Staatsgeschaefte lenken wird. Auch die Entschlüsse der Mapai-Leitung sind zum Teil Zeichen, die ersichtlich machen, dass die vielen Gelder, die wir im Rahmen der Afrika-Propaganda ausg eben, keinerlei positive Resultate gezeitigt haben. All die Seminare und Kurse, die technische Hilfe, der Beistand in jeder Hinsicht erwiesen sich als herausgeworfenes Geld und tatsaeohliche Vergeudung. Obwohl wir unsererseits stets guten Willen gegenüber den afrikanischen Voelkern und iLaendern gezeigt haben, der Forderung des Staatspraesidenten zu verdanken, schreibt das Blatt. -0O0- Haaretz sieht einen Waffenstillstand in der Krise, die unser Land einige Wochen in Bann gehalten hat. Das Blatt sieht in der Haltung der Mapaileitung ein “vorsichtiges Vor gehe n”, welches jedoch durch ein unbegrenztes Vertrauen zu Ben Gurion charakterisiert wird. -0O0- Jerusalem Post findet, dass der Staatspraesident im richtigen und entscheidenden Moment eingegriffen hat. “Die Affaire darf kein Wahlthema werden und aus diesem Grunde müssen wir in diesem Moment Neuwahlen vermeiden, da sie die Sicherheit des Staates gefaehrden koennten”, meint das Blatt. -0O0- Al Hamischmar würdigt die Intervention des Staatpraesidenten und ruft BG auf, alle Beschlüsse der Regierung und der Siebener-Kommision azuerkennen. -0O0- Cherut fordert den Rücktritt Ben Gurions, der kein Vertrauen des Volkes mehr beanspruchen kann. hat man uns unsere gewaltigen Bemühungen nicht in entsprechender Weise vergolten. Trotz aller Bereitschaft, unserer Freundschaftt und Sympathie gegenüber den jungen Staaten in Afrika Ausdruck zu geben, kann Israel doch nicht jede Beleidigung und Missachtung einfach hinnehmen. Wir koennen unsere nationalen Interessen und unser nationales Prestige nicht unbegrenzt und unbeschrankt aufs Spiel setzen. Dawar: Die 42 Opfer, die bei dem Schffsuntergang an der Küste von Marokko zu beklagen waren, sind ein neues Glied in der Kette der vielen Opfer, die unser Volk im Laufe der Geschichte zu bringen hatte. Ebenso wie aus den früheren Opfern dieser Art wird auch diesmal das Volk aus ihnen Kraft und Staerke schoepfen, um auf dem Wege der Erloesung weiterzuschreiten. Aber auch dieses traurige Ereignis wird den Entschluss der Juden Marokkos zur nationalen Freiheit zu gelangen, nicht einschraenken. Sie werden weiter alle Anstrengungen machen, um Israel zu erreichen. Diese Opfer sind die Konsequenz der Diskriminierung, welche die Regierung von Marokko den Juden ihres Landes auferlegt. Bevor Marokko seine Selbstaendigkeit erhielt, versprachen die Behoerden dieses Landes all den Juden, die das Land verlassen wollen, Freiheit, das zu tun, was sie wünschen Marokko verpflichtete sich auch ,als es in die UNO aufgenommen wurde, alles zu tun, was im UNO-Charter Dawar: Die Freundschaftsbeziehungen zwischen Ghana und Israel werden weiterhin bestehen bleiben, wie der Präsident von Ghana, Dr. Nkrumah, ausdruecklich erklaert hat. Der israelische Botschafter in Ghana hatte vor Abgabe dieser Erklaerung wegen der antiisraelischen Beschlüsse der Casablanca - Konferenz protestiert, und nunmehr wurde, versucht, die Sache in Accra aufzuklaeren Die Casablanca- Konferenz war an sich nicht zur Eroerterung der israelisch-arabischen Beziehungen einberufen worden, sondern auf der Tagesordnung standen Angelegenheiten, die den afrikanischen. Kontinent angehen. Doch dann wurde Israel und “Palaestina” in die Verhandlungen einbezogen, obwohl geschrieben steht. Die marokkanischen Behoerden gingen inzwischen so weit sogar die Postverbindungen mit Israel abzubrechen, sodass die Juden aus Marokko, die in Israel leben, keine Verbindung mehr mit ihren Familien haben. Die Marokkaner leugnen die Diskriminierung und behaupten, (dass (jeder Jude sich an die Behoerden wenden koenne, um einen Pass zu bekommen. Das Schiffsunglück beweist, dass die marokkanischen Juden bereit sind Gefahren auf sich zu nehmen, um nach Israel zu kommen. Die oeffentliche Meinung der Welt wird hier ein Wort zu sprechen haben. HABOKER: Der Schiffsuntergang an der Kueste von Marokko, bedingt, das wir uns wieder an die Zeiten der illegalen Einwanderung und Auswanderung erinnern. Wenn es sich auch hier um ein kleines Motorboot handelt, muss doch die Weitoeffentliohkeit auf diesen Umstand hingewiesen werden Diese Tragoedie sollte der Welt als ernste Warnung dienen. die Gebiet gewiss nicht zu Afrika gehoert. Dies geschah auf Veranlassung des aegyptischen Diktators Nassers, und die übrigen Tagungsteilnehmer unterwarfen sich dem Diktat Nassers. Aber der Praesident Ghanas sollte verstehen, das die oeffentliche Meinung in Israel in Empoerung geriet nachdem Nkumah den anti-israelischen Beschluss in Casablanca mit unterzeichnet hatte die Resolutionen der erwaehn ten Konferenz wurden in aller Welt veroeffenlicht, und es waere jetzt an der Zeit, dass die Israel ge genüber beruhigende Erklaerung des Praesidenten von Ghana nunmehr ebenfalls aller Welt bekannt gemacht wird. INDIEN UND ZYPERN ISRAELS BEZIEHUNGEN ZU AFRIKA FREUNDSCHAFT MIT GHANA BLEIBT BESTEHEN ZYPERN GIBT EIN BEISPIEL Jerusalem Post. Als der erste Botschafter Israels in Nicosia dem Praesidenten Makarios sein Beglaubigungsschreiben übergab, traten die bereits bestehenden guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarlaendern in eine neue Phase. Diese Freundschaft wuerde bereits gelegt, als Tausende von sogenannt illegalen Einwanderern in den Jahren 1946-48 in den britischen Lagern m Zypern interniert wurden, spaeter hat die israelische Oeffentlichkeit mit tiefer Sympathie den Freiheitskampf der Zyprioten verfolgt und die Vertraege begruesst welche das Zusammenleben der griechischen Majoritaet mit der tuerkischen Minoritaet in Zypern garantierten. Es war zu erwarten, dass Kairo Druck ausüben würde, um die israelisch-zypriotischen Beziehungen zu stoeren. Versprechungen sehr vager Art wurden gemacht, versteckte Drohungen mit eingeflochten, um die Errichtung normaler Beziehungen zwischen Zyper und Israel zu verhindern. Aber sowohl Praesident Makarios als auch Vize-Praesident Kutschuk lehnten es immer wieder ab, sich diesem Drucke zu fügen, das ein. zige Zugestaendnis lag darin, das man dem Botschafter der VAR chronologisch den Vorrang bei der Ueberreichung seines Beglaeubigungsschreibens gab. Aber auch diese Ereignisse zeigen wieder, das Nasser, wenn man ihm scharf und stark entgegentritt, sich zurückzieht. Nummehr kann Zypern damit rechnen, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen unseren Nationen auf vielen Gebieten zu verzeichnen sein wird, und die kommerziellen Beziehungen werden ebenfalls ausserordentlich gefoerdert werden. Wir hoffen, dass diese Beziehungen ein Beispiel für alle Faktoren in dieser Region bilden werden. Haarez: Diplomatische Beziehungen zwischen zwei Voel kern sind nicht alles, und solche bedeuten keineswegs die Aufnahme einer wirklich freundschaftlichen und fruchtbaren Beziehung. Aber andererseits muss not gedrungen die Abwesenheit solcher Beziehungen eine moegliche Freundschaft zwischen zwei Nationen im Kei me ersticken, und aus diesem Grunde ist es dankbar zu begruessen, dass sich Zypern der erpresserischen Versuche der Araber erwehrt hat, und unser Botschafter am „vergangenen Freitag sein Beglaubigungsscheiben dem Praesidenten Makarios ueberreichen konnte. Die Araber haben aus dieser Tatsache nicht die geringsten Schlussfolgerungen gezogen und sind voraussichtlich froh, dass ihre eigenen Beziehungen zu der jungen Republik sich in nor maler Weise entwickeln. Sollte dies nicht wiederum eine Lehre fuer Indien sein, dass sie von einer formellen t.ufnahme der Beziehungen u Israel seitens der Araber nichts zu fürchten haben? Sollte sich schliesslich auch Indien dazu bequemen, dem Beispiel Zyperns zu folgen, so würden die Araber bestimmt nichts unternehmen, was die Inder als eine Repressalie betrachten koennten. 7I/I7TGB ttmitMüeMt

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