Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1960)
- Date
- 1960-09-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
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Septiembre 1960 BOLETIN INFORMATIVO 25 "Im Dienste einer fremden Macht" von Dr. Abner Neehushtan, Tel-Aviv Spionage ist die Trumpfkarte geworden, die die Gross maechte seit Wochen und Monaten im Kalten Krieg gegeneinander ausspielen. Kann es Wunder nehmen, dass der Staat Israel von Agenten, die im Zwielicht auf Informationen aus sind, gleichfalls heimgesucht wird? So klein er ist; er verfuegt im Institut von Rechowoth, das vor Jahren auf den Namen des verstorbenen Chemikers und zionistischen Füehrers Prof. Weizmann geschaffen wurde, heute ueber eine Staette, in der beispielsweise anerkannte Nuclearforscher ihren Geheimnissen nachgehen; einige Kilometer davon entfernt haben sie den einzigen Atomreaktor des gesamten nah— und mitteloestlichen Lgendergebiets gebaut —und im Norden des Landes, auf den Hoehen des Karmel bei Haifa, wird in den Laboratorien der Technischen Hochschule genau so verschwiegen experimentiert. Unter Zwang oder aus freien Stuecken? Vor etwa sechs Jahren war der Gelehrte, dem das Haifaer Technikum den Grossteil dieser Experimente anvertraut hatte, aus Brasilien hierher gekommen, Prof, Kurt Sitte, ein sudetendeutscher Nichtjude, der als Geg ner Hitlers seinerzeit im Lager Buchenwald interniert worden war. Als Physiker von erstem Rang hafte er nach Kriegsende zunaechst an englischen Hochschulen doziert, um im Jahre 1948 einem Ruf an die Universitaet von Syracuse, im Staate New York, zu folgen. Fuenf Jahre spaeter hatten sich iiil p§l§ji mm mMm «"¿à die amerikanischen Einwanderungsbehoerden geweigert, als der McCarthyismus seine schlimmsten Blueten trieb, ihm seine Aufenthaltsgenehmigung zu verlaengern; so hatte er ueber Sao Paulo seinen Weg in die Haifaer Technische Hochschule gefunden. Zuerst hatten die immer haeufigeren Reisen, die ihnin die Tschechoslovakei als sein Ursprungsland und auch nach Moskau fuehrten, umso weniger Verdacht erregt, als ihm vom Kommando der amerikanischen Luftwaffe gleichzeitig Forschungsauftraege erteit wurden, die so vertraulicher Natur wie Untersuchungen ueber die Wirkung kosmischer Strahlung auf Lebe wesen oberhalb der Stratosphaere waren; damit schien sich zu bestaetigen, dass die Lan desverweisung aus den Vereinigten Sttaten seinerzeit tatsaechlich unberechtigt gewesen und nicht erfolgt war, weil er ein “security risk” darstellte. Seit etwa dem Beginn dieses Jahres aber fiel den Beamten des h i e s igen Sicherheitsdienstes auf, dass sich Prof. Sitte in abgelegenen Haifaer Cafes von Fall zu Fall mit einem Auslaender traf, den sie seit laengerem “beschatteten”. Als sich ihr Argwohn mehr und mehr verdichtete, schritten sie zur Vernehmung, verhoerten den Wissenschaftler in seiner Wohnung und beschlagnahmten dort, als er sich in Widersprueche verwickelte, Schriftstuecke, deren Inhalt bis jetzt geheimgehalten wird. Sollte es zu einem foermmm ÜS Äl PIÄ ÜÜÜ mm mm i am Toten Meer liehen Landesverratsverfahren oder nicht dazu kommen, dass der mittlerweile in Untersuchungshaft genommene Professor aus Gruenden der Staatsraison unter der Hand veranlasst werden wird, Israel zu verlassen, so wird sich zeigen, wie weit von einem echten Verschulden hier ueberhaupt gesprochen werden kann. Der Oeffentlichkeit wurde inzwischen nur bekannt, dass Kurt Sitte jene Cafe-Gespraeche im wesentlichen als Unterhaltungen rein akademischen Charakters bezeichnet, die er mit einem in diesen Wissenszweigen hochgebildeten Auslaender gefuehrt habe zwar habe ihm der Fremde die eine oder andere Frage ueber die Forschungstaetigkeit der Technischen Hochschule gestellt, aber seinerseits auch Mitteilungen gemacht, die dieser Forschung durchaus zugute gekommen seien. Die Untersuchungsbeamten scheinen es fuer moeglich zu halten, dass Prof. Sitte in der Tat mit solchen ¡Methoden nach und hach, ohne sich dessen bewusst zu sein, zur Enthuellung seiner wissenschaftlichen Geheimnisse verleitet worden ist. Eine andere Lesart — nicht ohne Praezedenzfall Ebenso denkbar duerfte es aber auch sein, dass der Gelehrte nicht aus lebensfremder Gutglaeubigkeit in diese uareraS aSeq etpi^uepaq ist, sondern dass er sich ungefaehrso, wie es Dr. Klaus Fuchs im beruehmtesten all dieser Faelle vor einigen Jahren in England getan hat, aus weltanschaulichen Gruenden zur Preisgabe seiner Kenntnisse bereit gefunden hat. Eine Stuetze findet diese Vermutung darin, dass Kurt Sitte sich im Konzentrationslager mit den nach Buchenwald gebrachten Kommunisten angefreundet hatte, wie inzwischen festgestellt worden ist. Dann wuerde er — wenn auch vielleicht nicht insgeheim zu den Parteikommunisten — so jedenfalls zur Gruppe der “fellow-travellers” gehoeren, an denen auch hier im Lande kein Mangel ist. Hier waere vor allem Aron Cohen aus dem Fuehrer kreis einer der hiesigen linkssozialistischen Parteien zu nennen, ein Mann, der sich in der Gemein schaftssiedlung, in der er lebt, jahrelang damit abgegeben hat, mit eigenwillig geschriebenen Buechern fuer weitgehende Zugestaendnisse des juedischen Staates an die arabischen Nachbarlaender einzutreten. Statistische und sonstige Unterlagen die er sich als Hintergrund- Material fuer seine publizistische Taetigkeit zu beschaffen gewusst hatte, scheint er vor etwa zwei Jahren einem Auslaender anvertraut zu haben, der ihn im Schutz der abendlichen Daemmerung wiederholt in seinem Kibbuz besuchte. Die Beamten des Sicherheitsdienstes hatten eingegriffen, als ihnen aufgefallen war, dass ein Luxusauto mit dem “C D” auf dem Nummernschild wieder und wieder auf dem Feldweg am Eingang dieser abgelegenen Siedlung haltgemacht hatte. Noch immer laeuft das aus vielerlei Gruenden uferlos verzwickte Verfahren gegen diesen Intellektuellen, der sich damit verteidigt, dass ihm zur Foerderung seiner politischen Ideen auch das Mittel recht gewesen sei, die Regierung Ben Gurion auf dem Weg ueber die Hergabe des vertraulichen Materials an gewisse Freunde der arabischen Feinde Israels zu beeinflussen. .. BALLET DE LA INDIA Primer programa — Danzas folklóricas — Ballet Ramayana Comentar el espectáculo ofrecido por el conjunto que nos visitó en misión oficial de acercamiento cultural, es punto menos que imposible, ya que no hay parangón con ninguno de los grupos que conocemos y que habitualmente actúan en nuestro medio, de modo que la presente reseña deberá limitarse por fuerza a relatar impresiones que, desde luego, son sólo subjetivas. Hace aproximadamente unos diez años, tuvimos oportunidad de ver en nuestro primer coliseo al Ballet Hindú de “Mrinalina Sarabay”, si mal no recordamos, grupo aue en aquél entonces nos impresionó profundamente. Creíamos v aún lo seguimos creyendo, que aquellas veladas nos transportaban a través del tiempo' y del espacio hacía un terreno donde nos era dado admirar un arte que, aunque nos resultaba en muchos aspectos incomprensible y era totalmente aieno a nuestros conceptos estéticos, no por ello dejaba de fascinarnos como expresión auténtica de una cultura antigua y evolucionada. En la presentación del Ballet de Ranga Sri, a la que acabamos de asistir, no sentimos este embrujo. Por el contrario, la labor del conjunto nos impresionó como algo que en muchas facetas fue adoptado al gusto del público occidental. Desde luego es posible que estamos profundamente equivocados. pues sabemos que en este vasto subcontinente que e.s la India, se han desarrollado variadísimas tendencias dentro de la danza. Sin embargo, esta impresión de falta de autenticidad persistió a través de todo el espectáculo, particularmente durante el desarrollo del Ballet Ramayana . Aunque dicha adaptación a nuestros cánones estéticos —si es que la ha habido— haya contribuido a la mejor comprensión de esta historia danzada, restó encanto al espectáculo. La primera parte, dedicada a la danza folklórica —con mucha estilización suponemos— era demasiado reducida como para permitirnos una apreciación más detenida y posiblemente más justa, por lo cual, el comentario se ha limitado exclusivamente al Ballet Ramayana. Habría sido de desear que este cuento, de por sí excesivamente largo, se habría acortado y el director del conjunto habría prestado mayor importancia a la presentación del arte folklórico propiamente tal. Este cuento —Ramayana—, es una historia extractada de las leyendas de amor de Sita y Rama, Príncipes-dioses hindúes, si comprendimos bien el programa, con intervención de dioses, animales, brujos, guerreros y todo lo habido y por haber en el mundo de la fábula india. Aunque, tal como dijimos anteriormente, demasiado largo y lento en su desarrollo, amén de parecemos muy confuso, lográbamos después de cierto tiempo adentrarnos y pudimos seguir el argumento tal como se desarrollaba en el escenario. Profundamente nos impresionó la belleza de los trajes y máscaras, que dieron ai espectáculo un brillo excepcional. Ello, sumado a la destreza asombrosa de los bailarines, los que realmente vivían sus papeles, contribuyó a que la velada tuvo un éxito y una resonancia pocas veces alcanzada últimamente. El acompañamiento musical, en instrumentos típicos, también nos parece haber sido adaptado a nuestro sentido estético. H. E. mm ¡ftáttl MâmMà A orillas del Lago Kinereth