Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1960)
- Date
- 1960-09-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre 1960 BOLETIN INFORMATIVO 23 0 0 0 L OKA L INTERNA TI ON A L ISRAEL KINUS DES VAAD HAJINUJ Am 3. und 4. September wird der 16. Kinus des Vaad Hajinuj de Chile in den Raeumen der juedischen Schule abgehalten werden. DR. BARUCH BEN JEHUDA IN SANTIAGO Im Auftrag des Keren Kayemth Lejisrael besuchte der bekannte Schulfachmann, Professor der Universitaet Jerusalem und Rektor des Herzlia Gymnasiums, Dr. Baruch ben Jehuda, unseren Jischuw. DR. ISRAEL DRAPKIN IN DER UNIVERSITAET In der Universidad de Chile sprach Herr Dr. Israel Drapkin ueber das Thema “Nuevos rumbos de la Universidad de Jerusalem”. WAHLEN ZUM WELTKONGRESS Die Wahlen zum 25. Zionistischen Weltkongress werden in Chile am 23. Oktober abgehalten werden, wie das Departamento de Organización der Federación Sionista de Chile bekannt gab. BIBLIOTHEK FUER DEN VAAD HAJINUJ Das Comité de Damas pro Vaad-Hajinuj hat uebernommen, Buecher fuer die dringend notwendige Schulbibliothek zu sammeln. ZIONISTENKONGRESS IN SANTIAGO Der diesjaehrige lokale Zionistenkongress wird waehrend der Woche vom 10. bis zum 15. September durchgefuehrt werden. FRIEDENSPREIS FUER VICTOR GOLLANSZ Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels fuer das Jahr 1960 wurde dem Londoner Verleger Victor Gollancz-verliehen. ■ VON MANSTEIN BEIGESETZT Ernst von Manstein, ein Bruder Generalfeldmarschalls von Manstein, der zum Juaentum uebergetreten und zusammen mit seiner Gattin den Verfolgungen des N. S.-Regimes ausgesetzt war, wurde auf dem juedischen Friedhof in Wuerzburg zur letzten Ruhe gebettet. Auf Wunsch der Familie war von Manstein urspruenglich auf dem staedtischen Friedhof beigesetzt worden und erst nach langen Bemuehungen gelang es die Genehmigung fuer die Ueberfuehrungen zu erhalten. NEUES KRAFTWERK In Eilath wurde der Grundstein zu einem grossen Kraftwerk gelegt, das 5.000 Kw- Strom erzeugen kann. URUGUAYISCHE DELEGATION Eine 22-koepfige landwirtschaftliche Studien-Mission aus Uruguay besuchte Israel fuer die Dauer eines Monats. IN TERNA T ION ALE R SEGELFLUGWETTBEWERB Eine israelische Mannschaft nahm am internationalen Segelflugwettbewerb in Koeln teil. PROF. ELIAS AUERBACH Der bekannte Historiker Und Archaeologe Professor Elias Auerbach wurde zum Ehrenbuerger der Stadt Haifa ernannt. LENIN-PREISTRAEGER Die Liste der diesjaehrigen Leninpreistraeger wurde in Moskau bekannt gegeben. Unter ihnen befindet sich eine erhebliche Anzahl von Juden, dabei auch der bekannte Geiger David Oistrakh. BERLINER GEMEINDE Der Mitgliederbestand der juedischen Gemeinde von Berlin belief sich im Maerz 1960 auf 6.164 Mitglieder. BENEDIKT KAUTSKY GESTORBEN Benedikt Kautsky, der wie sein Vater Karl Kautsky aktiv in der Sozialistischen Internationale taetig war, starb in Wien im Alter von 65 Jahren. PLANUN GS-MINIS TERIUM Es verlautet, dass seitens der Regierung Israels die Absicht besteht, ein Planungsministerium einzurichten. ABBA - EBAN - ERZIEHUNGSMINISTER Abba-Eban, frueherer Botschafter in Washington wurde zum Erziehungsminister ernannt. NEPALESISCHER STAATSBESUCH B. P. Koirala, Ministerpraesident von Nepal, besuchte Israel in offizieller Mission. ISRAELISCHE AERZTE IM KONGO Drei von der israelischen Regierung nach dem Kongo entsandte Aerztegruppen haben in Leopoldville die Arbeit aufgenommen. BLINDE KINDER IN ISRAEL bedürfen Eurer Freundschaft und Hilfe Unlersluelzl das Blindenheim in Jerusalem Asociación de los Amigos de los Ciegos Israelitas "TORMEI - OR" Portugal 810. Casilla 2487 YESO ROMERAL TABIQUE PROMONTA Progreso y Economía para las Construcciones Dístrib.: SODIMAC - S.A.C. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S.A.C. GEDANKEN ZWISCHEN 2 UND 3 Allen Ernstes, gestern hat man mir ein Grundstueck auf dem Mond angeboten; Die der Erde zugewandte Seite sei allerdings schon ausverkauft, doch auf der neuentdeckten Kehrseite gaebe es noch einige Einzel-Sitios mit Krater-Schwimmbecken. Ich vermute, bis diese Zeilen lesereif werden, sind Venus, Mars und Saturn schon parzelliert, und der Mond keine feine Gegend mehr. Die ruhigen Zeiten, als der Mond noch einfach “aufgegangen” ist, als die “lichten Sternlein nur prangten”, als man naiverweise seine Kinder fragte: “Weisst Du wieviel Sternlein stehen?”, sind vorueber. Die Romantik des weiten Firmaments existiert nicht mehr; die frueher sehnsuechtig angedichteten und besungenen leuchtenden Fensterchen des Nachthimmels sind Spekulations-Objekte im Wettkampf der voelker geworden. Die sanft geschwungene . Mondsichel wurde zum politischen Wahrzeichen, auf deren Spitze man, statt der maerchenhaften Koenigin der Nacht, eher eine flatternde Fahne sucht. Die heilige Scheu vor der Unendlichkeit des Universums, vor der Majestaet der Schoepfung wird durch wissenschaftliche Kurven, Zahlen und Formeln, durch, laienhafte Plattitueten getoetet. Voll Staunen liest man, dass der Nobel-Preis der Dichter nicht einer warmherzigen Fiktion des Gedankenreichtums und der schoepferischen Origina- .itaet verliehen ward, sondern der kuehl-sachlichen Vers- Fassung, materieller, politischer Geschehen um Mond und Duesenraketen. Selbst fuer die tiefe Erbauungs- Stunde des Gottesdienstes unseres hoechsten und besinnlichsten Feiertages wurden Begriffe, wie Sputniks und Sateliten Predigt-Thema. “Peterchens Mondfahrt” hat ihren Zauber verloren, der prickelnde Reiz der Utopie haftet ihr nicht mehr an. Die raschlebige Jugend hat den nahen Mond bereits hinter sich gelassen und greift nach der Milchstrasse. Wohl erlebt man den Stolz des Fortschrittes bewusst mit, doch machen die sich uebers t u e rzenden Geschehnisse nachdenklich. Die Frivolitaet des Griffes nach dem Heilig- Unmoeglichen laesst uns erschauern. Ein grosser Reichtum an Geheimnis und Zartheit, an Wunder und Fantasie ging uns Menschen durch diese fast unbarmherzige Eintschleierung verloren. Der Traum von Weite und Unendlichkeit ist zur sensationellen Zeitungsnachricht degradiert, wurde vom sehnsuechtigen Wunsch zum simplen Faktum. Unser Planet ist klein geworden, ist nicht mehr fester Standplatz und stolzer Besitz, er wurde zum wippenden Sprungbrett in andere Welten, die nicht nur zu erforschen, die zu erobern reizen. Leicht verschiebt der Blick ins Weite die Proportionen; er ist geneigt, wichtige Details der Naehe in Ueberheblichkeit zu uebersehen. Vergessen wir Menschlein nicht, dass wir noch viel zu leisten haben, um erst einmal die goettliche Leihgabe unserer schoenen Erde zu verdienen. K.... g.