Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXII (1960)
- Issue
- 5 (Mayo, 1960)
- Date
- 1960-05-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Mayo 1960 BOLETIN INFORMATIVO 27 AUCH IM KÖNIGREICH JUDA WURDEN STEUERN EINGEZOGEN SARCHIN- APPARATUR ARBEITET BEFRIEDIGEND Ein Brief aus der Zeit König Joschiah Auch im Königreich Juda wusste man Steuern mit harter Hand einzutreiben. Dies geht aus einem auf Tonscherben geschriebenen Brief hervor, der bei den Ausgrabungen in Javne Jam vor kurzem gefunden wurde. Dieser Brief, der 14 Zeilen in althebraeischer Schrift enthaelt, stammt aus der Zeit des Königs Joschian in der zweiten Haelfte des 7. Jahrhunderts vor der üblichen Zeitrechnung. In dem Brief beschwert sich ein Bauer bei dem Gouverneur, dass man ihm die Kleider gepfaendet habe. Er beteuert seine Unschuld und erklaert, dass auch alle seine Brueder, die mit ihm Megillot aus der Zeit des Bar Kochba-Aufstandes u. ein Arsenal an Waffen, besonders Pfeilspitzen aus dieser Periode wurden bei einer Expedition unter Leitung von Dr. Aharoni von der Universitaet Jerusalem in der Wüste in der Naehe von Nachal Zelim gefunden . Die beiden Megillot umfassen 16 Zeilen des Buches “Schemot” (2. Buch Moses) und sind identisch mit unserem heutigen Bibeltext. Auch einige Papyrusstuecke die Erntearbeiten durchgefuehrt haben, dies bestaetigen. Sichtlich hatte der Steuerbeamte die Ernte zu hoch angeschaetzt und als der Bauer die sich darauf aufbauende Steuerschuld nicht zahlte, die Pfaendung vorgenommen. “Es gibt nichts Neues unter der Sonne”, sagte schon Kohelet. Das Interessante ah den Funden aber ist, dass daraus hervorgeht, dass König Joschiah nicht nur, wie aus der Bibel bekannt ist, den Syrern Gebiete im Norden des Landes und den Negev abnahm, sondern auch — was bisher nicht bekannt war — bis zur Suedkueste Palaestinas durchkonnten geborgen werden. Sie sind in ihren Ivrith-Buchstaben, denen gleich, die aus der Zeit Bar Kochbas im Jahre 1950 gefunden wurden. Dr. Aharoni erklaerte in Jerusalem, dass bekannt wurde, dass jordanische Beduinen, die auch in Jordanien in den Höhlen Jagd auf Pergamentreste (Megillot) gemacht hatten Dies war der Grund für diese Expedition, und Dr. Aharoni wies auf die Notwendigkeit hin in beschleunigtem Masse weistossen und dort die Feste “Javne Jam” nehmen und besiedeln konnte. Die Feste selbst scheint, soweit dies aus den bisherigen Ausgrabungen geschlossen werden kann, nicht von den Juden, sondern von den Syrern oder den Philistern errichtet worden zu sein. Es wurde auch ein anderer Tonscherben gefunden der die Inschrift traegt “Lehaschavjahu Ben Ja...” “Gehoerig dem Leschavjahu, dem Sohne von...” ein weiterer Beweis, dass zu dieser Zeit juedische Bauern hier ansaessig waren, in einer Provinz, die vorher als die Provinz Aschdod den Assyrern gehört hatte. tere Suchexpeditionen zu unternehmen. Aus den gefundenen Waffen u. Schriftstücken laesst sich erkennen, dass hier Anhaenger Bar Kochbas einen Stützpunkt gefunden hatten und vermutlich sich fast ein Jahrhundert bis zur Zeit der Hadrianischen Verfolgungen dort gehalten hatten was auch durch eine römische Muenze aus der Zeit Hadrians bewiesen wurde. (“CANFIT”). Die Apparatur Sarchins zur Entsalzung von Wasser wurde in Betrieb genommen und arbeitete zur vollen Zufriedenheit. Es wurde dadurch zunaechst einmal erwiesen, dass das System mindestens vom technologischen Standpunkt aus arbeitsfaehig ist. Es muss nun eine Zeitlang weitergearbeitet werden, bis man fetstellen koennen wird, ob das System auch wirtschaftlich rentabel sein kann, Zunaechst wird Die Abteilung für Oeffentliche Arbeiten in Ankara Unterzeichnete mit Israel einen Vertrag auf auf Lieferung israelischen Asphaltes, im Werte von 1.250.000 Dollar. Seitens Israels unterschrieb “Paz” (Vertreterin der exportie- EXPORT VERGROESSERT . .Im Februar dieses Jahres stieg der Export um 7 millionen Dollar. Er erreichte 26 Millionen Dollar. Die grösste Exportsumme, 8 Millionen Dollar, erzielten Industrieprodukte . Dies gab das Handelsministerium bekannt. (“CANFIT”) STARKE STEIGERUNG DER ZAHL DER TOURISTEN LY1 FEBRUAR eine Quantitaet von 1000 Kubikmeter im Tag destilliert. Die gesämten Apparaturen wurden im Lande selbst in verschiedenen Werkstaetten und Fabriken hergestellt. Bis zu dem jetzigen Versuch waren nur einzelne Teile der Apparatur in Betrieb genommen worden. Es herrscht daher grosse Genugtuung, dass nunmehr der ganze Versuchsapparat sich als arbeitsfaehig erwiesen hat. (“CANFIT”) renden Firmen), Delek, Sonol und Raffinerien. Dieses Exportgeschaeft stellt einen grossen Erfolg dar, da es erst nach grosser internationaler Konkurrenz abgeschlossen werden konnte. BAU EINES FRACHTERS IN FRANKREICH Israel bestellte in Frankreich den Bau eines Fischereibootes mit Kuehlungsanlagen. Das Boot wird in Dieppe errichtet und ‘Dagit’ heissen. Dies ist das erste Fischereiboot, welches in Frankreich in Auftrag gegeben wurde, - - (“CANFIT’L SCHRIFTROLLEN UND WAFFEN AUS DER ZEIT BAR KOCHBAS GEFUNDEN ISRAELISCHER ASPHALTEXPORT NACH DER TUERKEI AUSBAU DER EISENBAHN In den naechsten 5 Jahren wird das Bahnnetz in Israel um weitere 120 km. erweitert werden. Bis 1970 wird die Eisenbahn bis nach Eilat fahren. Durch ein neues Verfahren des Schweissens der Schienen wird die Schienenlaenge auf 600 Meter verlaengert, was das Stossen der Raeder waehrend der Fahrt beim Ueberspringen der Nietstellen verringern wird. Die moderne Signalanlage der Bahn wird auf vollautomatischen Betrieb umgestellt werden. Spaeter werden zwischen den Staedten bis zu 60 Zuege im Tage verkehren. Bis 1965 wird die Sitzkapazitaet in den Waggons auf 12.000 Sitzplaetze erhöht. Die Bahnverwaltung wird auch zwei moderne Speisewagen anschaffen, die auf der laengsten Strecke Haifa-Jerusalem eingesetzt werden. Bis zum Jahre 1965 wird die Zahl der Fahrgaeste im Jahr 6,5 Millionen, die Frachtbeförderung 2,5 Mill. To. erreichen. 1965 werden auf der Strecke Haifa-Tel-Aviv 16 Züge in jeder Richtung, zwischen Tel-Aviv und Jerusalem 9 bis 10 Zugpaare, zwischen Jerusalem und Haifa 4 Zugpaare verkehren. Die Ausbauplaene der Eisenbahn sehen in den naechsten 5 Jahren Investitionen von 51 Millionen IL für neue Geleise, Lokomotiven und Waggons, Telekommunikation u.a. vor. Um die beiden grossen Projekte der Bahn, die Verlaengerung der Strecke bis Eilat und die Durchquerung v. Tel-Aviv, zu verwirklichen, sind weitere 70 bis 75 Mill. IL nötig. (“CANFIT”) ISRAEL ERHAELT "VOLKSAUTO" Ein viersitzitziges Kleinauto, das ganz in Israel hergestellt und, einschliesslich Steuern, mit etwa IL 2.700 bis IL 3.000 zum Verkauf kommen wird, soll bis Ende 1960 auf dem Markt erschei nen. Dieses Auto soll bei Kaiser Frazer in Verbindung mit amerikanischen Autogesellschaften hergestellt werden. An den Plaenen wird in den USA bereits gearbeitet, und Israel hat unter vier Gesellschaften zu waehlen, welche Vorschlaege am günstigsten sind. Zwei dieser Gesellschaften haben bereits sehr positive Vorschlaege gemacht. Daneben soll Kaiser-Frazer auch einen mittelstarken Wagen erzeugen, der auch als Taxi dienen kann. Er wird vier Türen haben und sich unter Einschluss der Steuern auf IL 9.000 stellen. Auch Lastwagen u. Autobusse sollen hergestellt werden. Das Kleinauto selbst wird bereits im ersten Produktionsabschnitt ganz von Kaiser-Frazer hergestellt werden. Es kann auch exportiert werden. (“CANFIT”). OSTWISSENSCHAFTLER ZUM RECHOWOTER KONGRESS Die Nationalen Wissenschaftsakademien dreier osteuropaeischer Staaten werden durch Vortragende bei dem Internationalen Kongress über die Aufgabe der Wissenschaft bei der Förderung junger Staaten vertreten sein, der im August in Rechowot stattfinden wird. Minister Eban erhielt offizielle Bestätigungen der Akademien von Bulgarien, Ungarn und Polen, in denen mitgeteilt wurde, dass Prof. Zoltan Csuros, Chemiker u. Prof. Bruno Straub, Mediziner und Biologe, Ungarn vertreten werden Die Wissenschaftliche Akademie von Polen wird durch ihr Praesidialmitglied Prof. Hugon Kowarzyk und einen Repraesentanten der Wroclawer Medizinischen Akademie vertreten sein. Die Bulgaren werden ihren Vertreten demnaechst namhaft machen. Unter den jüngst eingegangenen afro-asiatischen Nominierungen zur Konferenz befindet sich Dr. Rochefort L. Weeks, Praesident der Universitaet von Liberia. (“CANFIT”). Die Zahl der Touristen im Februar 1960 helief sich auf 5318 gegenueber nur 3705 im gleichen Monat des Vorjahres, meldet das Stitistisfche Zentralam. “Die Zahl der, Besucher, die sich nur einen Tag im Lande aufhielten, stieg ebenfalls vou 1154 auf 1890. Die Zahl der Olim stellte sich auf 2064 gegen 1717 zurgleichen Zelt des Vorjahres. Von den Ausreisenden deklarierten sich 374 als Auswanderer gegenueber 403 im Februar 1959 (“CANFIT”) ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN AMCOR UND TUERKISCHEN FABRIKEN Die tuerkischen Behörden bestaetigten ein Abkommen zwischen, “Amcor” und einer Gruppe von türkischen Fabriken, die eine Fabrik für Kuehlschraenke in der Türkei errichten. “Amcor” wird dabei beratend zur Verfügung stehen und Teile liefern. (“CANFIT”) AM UFER DES KINERETH