Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1959)
- Date
- 1959-12-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Diciembre 1959 BOLETIN INFORMATIVO 21 VOM JOR UND VOM DAN NEUES AUS ALTEN PALAESTINA - BUECHERN Da waere also zunaechst der alte Schiitberger aus München. . . Den ' kennen einige wahrscheinlich, denn dessen „Wunderliche und kurzweilige Historie, wie. . . einer aus der Stadt München in Bayern von den Türken gefangen, in die Heidenschaft geführt und wieder ist heimgekommen” ist in neuerer Zeit nochmals vom Inselverlag auszugsweise, herausgegeben worden, und wer in unser Antiquariaten fleissig sucht, mag sie eines Tages dort finden. Der brave Schiitberger ist 1394 von seiner Heimatstadt München ausgezogen, um Koenig Siegmund von Ungarn gegen die Türken zu helfen, und als er schliesslich wieder daheim anlangte, war das Jahr 1427 da. Bei seiner Odyssee ist er auch zweimal nach Jerusalem gekommen und zwar, wie er schreibt, „mit einem Soldaten der Jussuf hiess”. Mit ihm besichte er das Heilige Grab und viele andere geweihte Staetten, und dann sagt er im allgemeinen Teil seiner Schilderung: „Der Berg Sion ist in der Stadt Jerusalem und ist hoeher als die Stadt. Unten am Berg ist eine schoene Burg, die hat der Koenig Sultan machen lassen. Auf dem Berg sind Koenig David und Salomon und viele andere Koenige begraben „Von Jerusalem an das Tote Meer sind zweihundert Stadien, und es ist hundertundfünfzig Stadien breit. Der Jordan rinnt in das Tote Meer, und ein wenig bass hinauf, da baden sich gemeiniglich die Christen in dem Jordan. Er ist nicht gross und nicht tief, hat aber gute Fische. Er kommt von einem Gebirge und entspringt von zween Brunnen, der eine heisset Jor und der andere Dan. Und von den zween Brunnen hat er den Namen. Und rinnt durch einen See und unter einem Berg hin und kommt auf eine schoene Weide, darauf haben die Heiden oefter im Jahr Markt. Auf der. selbigen Weiden ist Sankt Jakobs Grab, und wir lagen auf ihr zu Felde mit einem jungen Koenig und wohl mit dreissigtausend Mann. Es sein auch viele Christen um den Jordan und haben viele Kirchen.” Nun wollen wir weiter kramen, gleich um vierhundert Jahre weiter. In einem als Schulbuch geschriebenen „Kurzen Entwurf zur alten Geschichte“ von Friedrich Achat Nitsch, der zuerst gegen Ende des 18. Jahrhunderts erschienen ist, werden die blühenden Weiden Palaestinas bereits als eine Sache der laengst versunkenen Vergangenheit dargestellt —- damals bestand diese Einschaetzung wohl zu Recht. Vor mir liegt die „Achte umgearbeitete und durchaus verbesserte Auflage” des in dem damals sehr bekannten Leipziger Verlag Johann Friedrich Gleditsch veroeffentlichten Schulbuchs. ’’Nitsch ist für die Litteratur zu früh gestorben”, klagt Neubearbeiter Konrad Männert, aber ob nun Nitsch oder Männert es war, der das letzte Wort über Palaestina hatte — hier ist es: „Palaestina gehoert unter die fruchtbarsten Laender der alten Weit. Wein, Salz, wilder Honig, die Baisamstaude, der Oel-, Palmen, Feigen- und Granatbaum, nebst zahlreichen Herden von Schaf- und Rindvieh, waren seine Produkte. Die Abwechslung der Berge und Ebenen, die gemaessigte Luft, die vielen Baeche, der Frühlings- und Herbstregen, schafften seine Fruchtbarkei. Galilea war am meisten fruchtbar. Die Gegend von Jerusalem, von der Strabo redet, war es am wenigsten. Noch weniger die heisse Gegend jenseits des Jordan. Seine jetzige Unfruchtbarkeit entspringt von dem Unfleiss der Einwohner, die entweder Raeuber sind oder von den Pilgrimmen leben . . . “ Dieser abschliessenden Bemerkung geht eine zwoelfseitige Beschreibung des aeltesten und neueren Palaestina voraus, wobei die Grenzen Ur-Palaestinas folgendermassen beschrieben werden: „Vom Ursprünge des Jordans ohnwcit Dan, bis zur aeussersten bpitze des Salzmeers, oder Bersaba. Gegen Westen das Mittellaendische Meer, gegen Osten laesst sich die Grenze nicht bestimmen, weil sie sich in der Wüste verliert. Die Herrschaft Davids und Salomos reichte viel Von Erich Gottgetreu weiter als Palaestina, bis zum Euphrat.“ „Der Jordan”, heisst es, „entspringt ohnweit Caesarea, aus dejm kleinen See Phiala, laeuft durch die Seen Samochonites und Tiberias und ergiesst sich nach einem langsamen Lauf in das Tote Meer...“. Es werden dann noch andere Wasserlaeufe beschrieben, aber ’’alle diese Flüsse sind Baeche gegen den Jordan”. Der Samochonites wird spaeter als der Merom-See bezeichnet, aber von ihm als auch vom Phiala heisst es: „Beyde sind klein“. Hingegen hat “der See Genezareth oder Tiberias, auch das galilaeische Meer... über acht deutsche Meilen im Umfange und ist sehr fischreich. . . Der See Asphaltites, das Tote oder Salzmeer. . . hat über 30 deutsche Meilen im Umfange. Seine Entstehung ist bekannt. Er soll keine Fische, eine stinkende Ausdünstung haben, um sich her viel Erdpech auswerfen, auch kommen, wegen des salzigen Bodens, keine Gewaechse daselbst fort. Die angrenzende Gegend war aber aeusserst fruchtbar und brachte vorzüglich den besten Balsam hervor...“ Interessant ist, dass Nitsch noch an anderer Stelle seines Buches ein spezielles jüdisches Reich erwaehnt — in Südarabien. Er schreibt, „unter den Homeriten“ tan der Südküste Arabiens) „hatten die Juden einst ein Koenigreich und verfolgten noch im sechsten Jahrhundert daselbst die Christen, welche hierauf selbst einige Zeit Besitzer des Landes wufden”. Homeriten ist ein anderer Ausdruck für Himyariten, die ISRAELISCHE PAVILLONS AUF INTERNATIONALEN MESSEN Der schwedische Ministerpraesident eroeffnete den Israel-Pavillon auf der St. Eriks Messe in Stockholm, der bedeutendsten Handelsmesse Nordeuropas. Die Besucher - Kaufleute sowohl als offizielle Persoenlichkeiten, waren von dem Pavillon begeistert, der ausstellungsmaessig wie auch in der Auswahl der gezeigten Waren, dem hohen Niveau der Messe entsprach. Der Generaldirektor der Messegesellschaft Dr. Justice-Dayan, der den Pavillon leitet, hatte bereits vor Eroeffnung der Messe die . wichtigsten Importeure und Agenten am Platz aufgesucht, und die ersten, vielversprechenden Geschaeftsverbindungen angeknüpft, und auch eine Reihe grosser Laeden in Stockholm veranlasst, “Israelische Schaufenster” waehrend der Mes?e einzurichten. In Thessaloniki wurde der neue israelische Pavillon eroeffnet, den Architekt Akady plante, und der den neuzeitlichen Geist israelischer Architektur zu schoenem Ausdruck bringt. Gezeigt werden auf dieser Messe hauptsaechlich verschiedene Chemikalien und Medikamente, Autoreifen und Bestandteile, Rohtextiüen und Konfektion. Vor der offiziellen Eroeffnung veranstaltete der Leiter des Pavillons, Lehrer, eine Presseführung, bei der er die Verbundenheit der beiden Staaten betonte, denen die westlichen Welt ihre hoechsten geistigen Werte verdankt. Auch in Zagreb, Bari und Marseille werden Israel-Pavillons auf internationalen Messen eroeffnet. (CANFIT). Bewohner des Landes Himyar, wie der Jemen in praerislamischer Zeit genannt wurde. Auch moderne jüdische Historiker, darunter Praesident Jizchak Ben-Zvi, wissen von einer jüdischen Glanzperiode in dieser Epoche im Jemen zu berichten, wenn auch Nitsch’s Behauptung von Christenverfolgungen durch die Juden mit groesster Skepis aufzunehmen ist. Im 6. Jahrhundert, so wird berichtet, hat ein jüdischer Koenig. Juseph Dhu-Nuwas, den jemenitischen Thron bestiegen, aber nach seinem Tod verschlechterte sich die Lage der Juden. In den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kam eine „Geographische Laenderfibel“ auf den deutschen Büchermarkt mit „21 illustrierten Kaertchen und Text in Versen von J. Loewenberg” (Verleger war Stern & Comp, am Werderschen Markt N1? 6 in Berlin). Von Palaestina im allgemeinen hat Loewenberg nichts mitzuteilen, von Jerusalem in der ’’Asiatischen Türkei" weiss er aber doch zu sagen, dass es „wie für Christ, für Jud und Türk auch heilig ist“. Im einem anderen Gedicht, das sich hauptsaechlich mit den politischen Aussichten der 1 ürkei beschaeftigt, heisst es: Doch wie gross ihr Laender- gürtel, Ihr Mond steht schon im letzten Viertel. Russlands liebe Nachbarschaft Dem Sultan keine Freude schaft Oesterreich im Nord herum Stellt sich meistens nur so dumm, Im Ost und Westen auf dem Meer Drohen Franken, Briten sehr. Am Ende wird sich, wie von Polen, Jeder hier ein Stückchen holen. Moeglich auch, dass sich in Haufen, Die Türken, wie die Juden, taufen.“ Und an anderer Stelle wird berichtet, wie der Zerfall der „Europaeischen Türkei” bereits eingesetzt hat, denn Griechenland hat neuester Zeit Vom Türkenjoch sich erst befreit, Athen ist Residenz jetzt hier Mit Griechenthum und bayerisch Bier. UNO-Soldat holt Zeitungen beim israelischen Grenzposten am Gazastreifen. (Foto: "Die Zeit") ÿÿlj; mm HANS GOSSELS Einziges Spezlaigeschaefi für âuioradios und Äuioaniennen Kleine import. Radios in allen Preislagen REPARATUREN High - fideiiiy äniagen Industrias eléctricas y musicales "AGO" Av. Antonio Varas 2597 — Telefon 41754 Jetzt auch in Chile die gute TT direkt vom Alleinimporteur Grosse Auswahl in Büro u. Reise Schreibmaschinen Alle Wagentypen am Lager Emanuel Hutschnecker & Cía. Ltda. Casilla 9678 Santiago — Estado 260, 5° Piso