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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-09-01 · 9 (Septiembre, 1959) · p. Seite 27

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
9 (Septiembre, 1959)
Date
1959-09-01
Page
Seite 27 (sequence 29)
Language
German
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Septiembre 1959 BOLETIN INFORMATIVO 27 NACH SIEBEN JAHREN Seit der Zeit der Erzaehlungen von “Tausend und Einer Nacht” ist der Mittlere Osten als das Gebiet der Erde beruehmt, wo die Technik des Basarverkaeufers, des Ausrufers und Anpreisers, einen kaum zu uebertreffenden Hochstand erreicht hat. Einer der wuerdigsten Vertreter dieses Typus ist ohne Zweifel Oberst Nasser, der in diesen Monaten eine grosse Kampagne eingeleitet hat, um seinen arabischen Nachbarn sein “unfehlbares Regierungssystem” zu verkaufen. Anlass zu dieser Haupt - und Staatsaktion bildet die Tatsache, dass das Nassersche Regime nun seit sieben Jahren an der Macht ist. Der Oberst persoenlich hat die grosse Propagandaaktion eroeffnet, indem er in einer Anzahl laengerer Reden seinem Volk erzaehlte, wie er sie vom Joch des auslaendischen Kapitals befreite, den Imperialismus der Westmaechte besiegte und der Vereinigten Arabischen Republik ein unbesiegliches Heer geschenkt habe, unter dessen Schutz jetzt endlich die weitgehenden Reformen beginnen koennten, die sein Land endgueltig in eine “demokratisch-sozialistisch-kooperativistische” “Gesellschaft verwandeln sollten und damit alle Leiden des Volkes, von der Trachoma bis zur Ueberbevoelkerung, wie mit einem Zauberstab verschwinden lassen wuerden. Es ist fuer Aussenstehende schwer festzustellen ob nun die Aegypter und Syrer pflichtgemaess von diesen Reden begeistert waren und nicht lieber den Spatz in der Hand gehabt haetten, als auf die Taube auf dem Dach — das versprochene goldene Zeitalter Nassers — zu warten. Es gehoert ohne Zweifel viel intelektuelle Akrobatik dazu, diese Reden mit den wirklichen Verh aeltnissen in Aegypten und Syrien in Einklang zu bringen. Nicht etwa, dass nun das Volk dem Koenig Faruk nachweinen wuerde ■— aber es werden doch gewisse Zweifel laut, ob seine Nachfolger wirklich dazu berufen sind, die ungeheuren Probleme dieser Laender zu loesen. Die Geschichte der letzten sieben Jahre zeigt jedenfalls von Mashkit viele Tatsachen auf, die nicht gerade als Ruhmesblaetter in die Geschichte eingehen werden. Greifen wir doch einmal einige davon heraus: Erbaermliche Lebensbedingungen Die grosse Masse Aegyptens vegetiert weiterhin unter den erbaermlichsten Lebensbedingungen, die man sich vorstellen kann. All die schoenen Reden ueber Industrialisierung und Agrarreform sind nicht ueber das Stadium der Vorsaetze gediehen und das Gros der Bevoelkerung hat von ihnen nichts gehabt, ja, die Lage hat sich eher verschlechtert durch die Tatsache, dass der Stolz des neuen Regimes, die Armee, Unsummen verschlingt, die naturgemaess der produktiven Arbeit entzogen werden. Auch die patriotische Grosstat der Nationalisierung des staedtischen Geschaeftslebens hat als Folge nur die Zerstoerung des Mittelstandes gehabt, und es ist zweifelhaft, ob in einem so rueckstaendigen und korrupten Land wie Aegypten der Staatskapitalismus und die bureaukratische Kontrolle die Initiative, Fachkenntnis und internationalen Verbindungen dieses Mittelstandes ersetzen kann. Fehlen einer Repraesentativen Regierung Aus den Reden Nassers geht hervor, dass er sich gezwungen sieht, des Fehlen einer wirklich repraesentativen Regierungsform wegzuerklaeren, wobei er es an dunklen Redensarten ueber “wirkliche Demokratie”, im Gegensatz zur “Scheindemokratie” des Westens nicht fehlen laesst. Es ist jedoch bedauerlicherweise nicht abzuleugnen, dass, sieben Jahre nach der Revolution, Aegypten noch immer ein Polizeistaat ist, ohne die Spur einer parlamentarischen Regierung und dass die ganze Macht in Haenden einer selbsternannten Gruppe liegt. Aegyptische Vorherrschaft Mehr als je ein Mensch vor ihm, hat es Nasser verstanden, Unruhe, Zwiespalt und Verwirrung in die arabische Welt zu bringen. Der Grund liegt auf Sw«? ... L» Q V* Schuhreparatur nur in Schnellreparatur Merced 773 Gut — Billig — Rasch der Hand. Nassers Politik ist die der Einheit der Araber; das bedeutet natuerlich: Einheit unter der vaeterlichen Schutzherrschaft Aegyptens. Sollte ein arabisches Land dieser Auffassung widerstreben, wie es ja auch tatsaechlich von Tunis bis Bagdad der Fall ist, so werden diese Regierungen als Verraeter an der geheiligten Sache und Werkzeuge des Imperialismus gebrandmarkt Dennoch hat Nasser bisher noch keine Erfolge verzeichnen koennen; mit Ausnahme von Syrien, einer Tatsache, die nicht alle Syrer mit ungetruebter Freude erfuellt. Positive Neutralitaet Im Namen seiner “positiven Neutralitaet” ist es Nasser gelungen, die Sowjetunion definitiv in den Mittleren Osten hereinzubringen, und aus dieser Zone eine der heissesten im “kalten Krieg” zu machen. Ob die Tatsache des Eindringens der USSR in den Mittleren Orient zu begruessen ist oder nicht, liegt natuerlich im Auge des Beschauers. Fragwuerdig bleibt auf jeden Fall, ob denkende Aegypter oder Syrer von der stuendig wachsenden militaerischen und wirtschaftlichen Abhaengigkeit vom Ostblock, die Folge der Politik Nassers, sehr erbaut sind. Nichts .vergessen und nichts gelernt Nasser hat das Moeglichste getan, zu keinem Modus Vivendi mit Israel zu gelangen, um so die allgemeine Lage zu entspannen. Obwohl seine Haltung, seine Angriffshandlungen und Provokationen schon einmal die Sinaiaktion zur Folge hatten, hat er anscheinend nichts gelernt und nichts vergessen. Nach einer Pause von zwei Jahren versucht er nun wiederum der Druck zu erhoehen, indem er Schiffen mit Waren aus Israel die Durchfahrt durch den Suezkanal verweigert oder sie einfach beschlagnahmt, kriegerische Reden vom Stapel laesst und einen groesstmoeglichen Druck auf alle Laender ausuebt, die Beziehungen mit Israel unterhalten. Der Grund zu dieser neuen Aktion ist nicht schwer zu fassen: Der Fehlschlag seiner Politik im Inneren, der Mangel an Begeisterung, mit welcher die arabischen Laender seine Regierungsform aufgenommen haben, muss mit dem Vorgehen gegen den “Erzfeind” wettgemacht werden, besonders, wenn diese Reden das Volk von der taeglichen Misere ablenken koennen. Viele Freunde Israels glauben daran, dass diese Reden nur fuer den inneren Bedarf bestimmt sind und keine tatsaechlichen aggressiven Absichten bestehen Die Erfahrung jedoch lehrt, dass viele arabische Regierung die Geister, die sie riefen, nicht mehr bannen koennen und sich ploetzlich in einer Lage sehen, die sie urspruenglich gamicht gewollt hatten, ja, dass sie zu Gefangenen ihrer eigenen Phrasen werden. Es waere daher verfehlt, diese ganze neue Aktion nur auf die leichte Schulter zu nehmen, r W. I. z. o. Die wichtigste Aufgabe, die wir für Wizo zu erfüllen haben, ist und bleibt die Aufbringung von Geldern. Ohne diese grundlegende Hilfe unsererseits ist es Wizo in Israel unmöglich, den unzähligen Anforderungen gerecht zu werden, die tagtäglich an sie herantreten. Im ständigen Bemühen, unser Problem weitgehendst zu lösen, hat unsere Abendgruppe “Golda Meir” zu einer Arbeitssitzung eingeladen, in der die Frage zur Diskussion stand “Was kann ich für Wizo tun?” Man ging von dem Gedanken aus, dass viele kleine Beträge letzthin auch eine Summe ergeben, die uns auf unserem Wege wieder einen Schritt weiter führt. Die Diskussion ergab mehrere Vorschläge, die teilweise schon in die Tat umgesetzt worden sind, teilweise noch weiter besprochen werden sollen. Als erstes fand bereits im vergangenen Monat im Haus von Frau Edith Goldschmidt eine Schallplattenwiedergabe des “Faust” statt. Jede Chawerah zahlte $ 500 Eintritt und der erzielte Betrag steht Wizo ohne jeden Abzug zur Verfügung. Es war eine weitere Uebertragung von “Nathan der Weise” geplant, doch konnten die Platten bisher nicht zur Verfügung gestellt werden. Frau Hilde Rosenbaum ist bereit, Bridgeunterricht zu geben; der Kursus, an dem auch Herren teilnehmen können, kostet 15.000.— und die Hälfte des Betrages steht ebenfalls der Wizokasse zur Verfügung. Frau Edith Heymann macht Gesichts und Körpermassage, jede erste Sitzung, gleich 2.000, soll an die Wizokasse abgeführt werden und ist auch bereits abgeführt worden. Ferner haben sich Chaweroth dem Wizoshop zur Verfügung gestellt, um zu Hause Handarbeiten herzustellen. Wir bitten die übrigen Gruppen, dem Beispiel der Abendgruppe zu folgen und ähnliche Programme aufzustellen, die der Wizokasse zusätzliche Einnahmen verschaffen können. Eine wichtige Einnahmequelle ist nach wie vor unser Wizoshop. Es werden sehr hübsche Gegenstände hergestellt, die sich vorzüglich für Geschenke eignen. Wir fertigen auch gern Handarbeiten nach Wunsch an und bitten die Chaweroth erneut um ihre Aufträge. Ebenso wichtig ist aber, dass sich Chaweroth melden, die gewillt sind, bei der Herstellung der Arbeiten mitzuhelfen. Die Chaweroth Grete Ripper und Grete Landau geben jederzeit gern Auskunft, wann die Handarbeitsnachmittage stattfinden. PROGRAMM GRUPPE HENRIETA SZOLD Donnerstag, 17. Sept. 59, nachmittag 5 Uhr Donnerstag, 8. Okt. 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE GOLDA MEER Montag, 28. Sept. 59. abends 9 Uhr Montag, 19. Okt. 59, abends 9 Uhr GRUPPE HANNAH MAISEL Dienstag, 22. Sept. 59, nachm. 5 Uhr Dienstag 6. Okt. 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE VERA WEIZMANN Dienstag, 29. Sept. 59, nachm. 5 Uhr Dienstag, 13. Okt. 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE AHAWAH Mittwoch, 23. Sept. 59, nachm. 5 Uhr Mittwoch, 14. Okt. 59, nachm. 5 Uhr GRUPPE HANNA STEINER Montag, 28. Sept. 59 nachm., 5 Uhr Henrieta Szold: 50 Jahre Jugend alija Frau Ilse Lewin Jerusalem, die geteilte Stadt Frau Trude Stein Mahatma Gandhi Herr Hans Jonas Jerusalem, die geteilte Stadt Frau Trude Stein Sechstausend Jahr Brot Frau Else Gans Mahatma Gandhi Herr Hans Jonas Bunter Nachmittag Wass kann ich für unsere Wizo tun? Allerlei aus unserer bunten Welt. Frau Lene Back Eine Unterhaltung ueber unsere biblischen Frauen Kunst und Musik in Israel Frau Dully Kleiner sondern Israel muss, obwohl es sich nicht leicht provozieren laesst, wachsam bleiben, denn der Mittlere Osten ist nicht unbedingt der geeignetste Ort um mit Feuer zu spielen. 7IOTGBIT (ISRAEL DIGEST)

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