Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 7 (Julio, 1959)
- Date
- 1959-07-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Julio 1959 BOLETIN INFORMATIVO 19 DAS DORF DER VEGETARIER ROHKÖSTLER GRÜNDEN MUSTERSIEDLUNG IM GAUL Zum ersten Mal in der Welt gibt es ein Dorf der Vegetarier. Seine Einwohner nehmen nicht nur kein Fleisch, keine Eier, keine Milch und andere Tierprodukte zu sich, sondern essen ihre Speisen nur frisch und ungekocht. Das Dorf heisst Amirim, und liegt an der Landstrasse zwischen Akko und Sfad, im Norden Israels, dem Galil. Diese Rohköstler berichten, dass sie es nicht leicht fanden, nach ihren Ueberzeugungen zu leben, solange die Gemüse, Salate und Früchte, die sie brauchten, nicht, nach den ihrer Meinung nach richtigen Methoden angebaut wurden — jeden Zusatz von Chemikalien, sowohl in der Form kuenstlichen Düngers wie in der von Schädlings-Bekaempfungsmitteln halten sie für gesundheitsgefährdend. Die Idee lag deshalb nahe ein eigenes Dorf zu gründen, um die Landwirtschaft nach dem Grundsatz der “organischen Bodenbewirtschaftung” zu betreiben, die jede Abweichung von den natürlichen Prozessen des Pflanzenwachstums ablehnt. So haben sich denn vor ein paar Monaten Menschen aller Klassen und politischer Schattierungen, Menschen aus Stadt und Land, die aus vier Erdteilen stammen, zusammengetan, um in Amirim eine Mustergemeinschaft aufzubauen, in der sie nach ihrer Weltanschauung leben können. Das Dorf ist eine Kooperative, in der jedes Mitglied einen Anteil erwerben muss — nicht nur Geld, auch landwirtschaftliche Ausrüstung oder anderes Equipment wird als Anteil akzeptiert. Jeder Siedler bekommt sein Haus, dass das Dorf nach gewissen architektonischen und aesvon Herbert Freeden thetischen Richtlinien bauen lässt, mit einem Stück Land, wo er nicht nur Obst und Ge. müse für den Eigenbedarf sondern auch zur Vermarktung durch die Kooperative züchtet. Einen besonderen Wirtschaftszweig soll Sammlung und Verkauf von Heilkräutern bilden. Amirim wird ein Dorf ohne Tiere sein — selbst die Haltung von Pferden und Eseln bedarf der Genehmigung des Dorfkommitees, und da Traktoren und mechanisierte Pflüge eingesetzt werden, wird man kaum Zugtiere benötigen. An Plänen fehlt es nicht: Heimindustrie und Keramik soll dem Budget nachhelfen. Ein Hotelier will sein Hotel in Haifa verkaufen und in Amirim ein Erholungsheim eröffnen; ein anderer Plan sieht ein Kinderdorf vor und ein Sommer-Camp für Vegetarier. Der Sekretär des Dorfes ist Mordechai Tamari, aus einer Familie, die bereits seit vier Generationen in Palästina lebt. “Die Rückkehr zur Natur wird dem Menschen das Glücksgefühl wiedergeben, das er im Garten von Eden gehabt hat und ihm die Augen öffnen für die grosse Harmonie, die in der Natur herrscht”, meint der 28 jährige, dessen markantes Gesicht ein Bart schmückt. Frau Gila Guri, die Gattin des Vorsitzenden des Finanzausschusses der Knesseth (Parlament) sieht in dem Zweck des Dorfes die Schaffung eines vernünftigen, glücklichen, vor allem gesunden Menschentypus. Kein Einwohner von Amirim wird z. B. Fieber künstlich durch Pillen niederzudrücken suchen, oder Impfungen und Injektionen vornehmen lassen. Sie hofft auch, dass infolge der richtigen Ernährung keine Polio - Fälle im Dorf auftreten werden. Einige der Siedler waren einmal “unheilbar” krank, und verdanken ihrer Aussage nach ihre Genesung in erster Linie ihrer neuen Lebensführung und Diät. Der 71 jährige Herr Birigowski aus London, der ein Freund Gandhis war und sich seit einem halben Jahrhundert in Rede und Schrift für den Vegetarismus eingesetzt hat, ist vor kurzem mit Frau und Sohn nach Israel gekommen, um sich in Amirim niederzulassen. Nach seiner Ueberzeugung haben bestimmte Speisen bestimmte Krankheiten zur Folge. “Fleisch und Fisch sind giftig, weil sie Harnsäure enthalten, und Milchgenuss kann zur Krebsbildung führen”. Als Beispiel gibt er England an, wo viel Milch getrunken wird und Krebs häufig ist, während in Indien seltener Milchgenuss und seltenes Krebsvorkommen Hand in Hand gehen. Amirim ist, wie gesagt, erst wenige Monate alt, aber von allen Seiten mehren sich' die Anfragen von Menschen, die in dem Dorf siedeln wollen. Solte die Anzahl der Bewerber weiterhin steigen, so ist geplant, ein zweites Dorf dieser Art in Israels Süden, bei Migdal, zu errichten. BUSCO señora extranjera, culta, que hable alemán o inglés, para cuidar 4 tardes por semana a dos niñitos (7 y 6 años). Tel. 41724 SCHULAUFGABEN FUER VATER... UND WIR DUERFEN IHM HELFEN! Auch die erwachsenen Neueinwanderer muessen die Landessprache erlernen und die Kinder sind ihre besten Lehrer. Israel steht... ( Fortsetzung Die arabischen Fluechtlinge sind die Konsequenz des arabischen Angriffs gegen Israel. Dass es arabische Fluechtlinge gibt, ist Schuld der arabischen Fuehrung. Die arabischen Laender erhalten grosse Geldsummen fuer ihr Petroleum. Warum verwenden sie nicht einen kleinen Teil dieses Geldes zur Loesung des arabischen Fluechtlingsproblems? Warum fuehlen sie sich nicht verantwortlich fuer die arabischen Fluechtlinge, wie Israel die Verantwortung fuer die juedischen auf sich nimmt? Die arabischen Laender brauchen dringend Menschen, um sich weiter entwickeln zu koennen. Grosse Landstrecken in den arabischen Laendem liegen brach, weil die Menschen feh- L *!/&* huérfanos 874 von Seite 5) len, um sie zu bearbeiten. Der Leiter des Fluechtlingswerkes der Kirchen hat erklaert, dass das arabische Fluechtlingsproblem das am leichtesten zu loesende von allen diesen Problemen auf der ganzen Erde sei. Denn, sagte er, die arabischen Fluechtlinge leben in Laendern wo ihre Sprache gesprochen wird und in denen Mangel an Arbeitskraeften herrscht. Und es stehen reichliche Geldmittel zur Verfuegung, um sie in den arabischen Laendem einzuordnen. Aber die arabischen Regierungen sind nicht bereit, die Loesung dieses Problemes zu ermoeglichen und tun alles, um die arabischen Fluechtlinge weiter in ihrer bedauernswerten Lage zu halten. Waehrenddessen leben heute in Israel 200.000 Araber als freie gleichberechtigte Buerger des Staates, mit allen Rechten eines solchen. Es gibt arabische Abgeordnete in der Knesseth, die Araber ueben ihr Wahlrecht aus, die arabischen Kinder besuchen die Schulen und besonders die Frauen haben ein Leben, wie es die Frau der arabischen Laendem sich nur ertraeumen kann. Ueber den Zweck ihres Besuches in Chile befragt, antwortete Golda Meir, dass es sich um einen Freundschaftsbesuch handele. Sie sei hocherfreut ueber die herzliche Aufnahme und ueber das grosse Interesse, welches in allen Kreisen fuer Israel vorhanden sei. Sie hoffe, dazu beitragen zu koennen, dass die Beziehungen zwischen den beiden Laendem, welche schon sehr freundschaftliche sind, in kultureller und oekonomischer Hinsicht noch inniger gestaltet werden koennen. Es war deutlich spuerbar, dass Golda Meirs starke Persoenlichkeit, sowie auch die Klugheit und umfassende Deutlichkeit ihrer Antworten, auf die Anwesenden grossen Eindruck machten. So ist es si eher, dass auch diese Zusammenkunft mit den Vertretern der Presse, wie alle anderen Aktivitaeten Golda Meirs waehrend dieses Besuches in Chile, wesentlich dazu beigetragen hat, Israels Ansehen zu erhoehen und seine Position zu staerken.