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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-03-01 · 3 (Marzo, 1959) · p. Seite 19

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Marzo 1959 BOLETIN INFORMATIVO 19 ULTIMA NOVEDAD IMPORTADA para su recepción de radio sin ruidos - sin interferencias también para departamentos céntricos consulte su caso sin compromiso También llegaron Agujas Diamante para cambiadores de Discos WALTER GOLDSCHMIDT Radio-Técnico Gran Avenida 4311 — Paradero 9 Teléfono 50711 Distribuidor Autorizado RADIOS: PHILIPS DISCOS: Gran surtido recién recibido Disco 45 con 4 canciones judías. REFRIGERADORES: Philco.-.Interma.-.St. Electric ARTICULOS Marmicoc. -. Famela. -. Sindelen Grawor. -. Electron. -. 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Glaube und Humor, in richtiger Dosierung, geben dem Menschen die Haltung von Ehrfurcht, und Ironie, welche wohl die uns angemessene ist. Wie eine Ergaenzung zu dieser Buberschen These wirkt ein schmales Baendchen aus der Feder von Felix Weltsch „Religion und Humor im Leben Franz Kafkas”. Berlin 1957, F. A. Herbirg, Verlagsbuchhandlung (Walter Kahnert). Die gedraengte, aber inhaltsschwere Abhandlung ist in vier Kapitel geteilt: Der Mensch, Das Werk, Die Deutung, Der Humor, wobei zahlreiche Proben aus den Romanen, Erzaehlungen und Aphorismen Kafkas geboten werden. Diese Arbeit stellt sozusagen eine Erweiterung des Essays „Religioeser Humor bei Franz Kafka” dar, den der Verfasser vor nunmehr zehn Jahren als Anhang zu dem Buche von Max Brod „Franz Kafkas Glaube und Lehre” publiziert hat. Die Freunde Max Brod und Felix Weltsch waren ihrerseits durch gemeinsame Freundschaft mit Franz Kafka verbunden, und es ist heute von Bedeutung zu sehen, dass sie in ihrer Interpretation Kafkas weitgehend konform gehen. Damit bilden sie eine „Einheitsfront” gegenueber jeden Interpreten Kafkas, die in ihm einem Nihilisten und Nur-Pessimisten sehen. Gewiss ist der Humor Kafkas kein Humor im ueblichen Sinne, es ist die Kierkegaardsche Ironie des Glaeubigen, der den Trug der Welt durchschaut, gerade weil er, wenn auch unerreichbar, das Goettliche ueber und hinter der Welt und Zugleich das Daemonische in ihr erkennt. Staerker als aus dem Werke spricht der Kafkasche Humor aus den Briefen. Aus Felix Weltsch kleinem Buechlein tritt wiederum die traurig laechelnde Gestalt des grossen Prager Symbolisten Franz Kafka sichtbar vor uns hin. Die vielen Freunde und Bewunderer der Prosadichtung Kafkas, die immer wieder vor den Raetseln dieser undurchsichtigen Schoepfung stehen, werden dankbar nach der neuen Deutung greifen, welche bisher weniger beachtete Aspekte ins rechte Licht rueckt. Die Deuter Kafkas sind sich darueber klar, dass sein Werk, obwohl in ihm der Name Gottes nie genannt wird, nur unter religioesen Gesichtspunkten zu verstehen ist. Es ist ein gueltiger Ausdruck fuer das Gefuehl der Gottverlassenheit unserer Zeit, obwohl ein unterschwelliges Gottesbewusstsein noch vorhanden ist. Damit wurde Kafka sicher ein Repraesentant dieser unserer Zeit schlechthin, aber darueber hinaus in einem engeren Sinne ein Repraesentant juedischer Glaubensproblematik unserer Zeit. In diese Problematik fuehrt eine wichtige Publikation der World Union for Progressive Judaism ein, „Religious Experience in Judaism”, ein Report der 10. Internationalen Konferenz dieses Verbandes der liberalen, reformierten und progressiven Gemeinden des Weltjudentums, die im Sommer 1957 in Amsterdam stattgefunden hat. Unter den vielen beachtlichen Aeusserungen dieses Protokolls sind zwei grossangelegte Referate besonders hervorzuheben: „Die Entwicklung des modernen Denkens und ihr Einfluss auf das Judentum” von Prof. Hugo Bergmann, Jerusalem, und vor allem das Leitreferat der Tagung „Religioese Erfahrungen im Judentum” von Prof. Eugene Mihaly vom Hebrew Union College in Cincinnati, das auch als Sonderdruck (London 1957, The World Unión for Progressive Judaism) erschienen ist. Einer der wesentlichen Grundgedanken dieses Referats ist es, dass die Diaspora das nationale Element im Judentum wieder staerker betonen muesse, waehrend Israel den universellen Aspekt zu unterstreichen habe. In Wirklichkeit liegen die Dinge wohl gerade umgekehrt. Jahrzehntelang stand Rabbiner Dr. Leo Baeck an der Spitze der World Union for Progressive Judaism. Seinem Gedenken ist nunmehr ein Band „In Memoriam Leo Baeck” gewidmet, das die Nummer 1 der Schriften des Zentralrates der Juden in Deutschland darstellt. Duesseldorf 1957. Das Baendchen enthaelt die Reden, die bei der Gedenkfeier fuer Baeck im Dezember 1958 von Rabbiner Dr. Robert Raphael Geis, Dr. Hendrick G. van Dam, Rabb. Dr. Georg Salzberger und dem Presidenten der Berliner juedischen Gemeinde Heinz Galinski gehalten wurden. Botschaften der Deutschen Bundesregierung und eine besonders herzlich und schoen gehaltene Botschaft von Bundespraesident Prof. Heuss sind beigefuegt. Vom Standpunkt christlicher Theologie wuerdigt der Professor fuer Neues Testament an der Universitaet Muenchen. D. Karl Heinrich Rengsdorf, die geistige Gestalt Leo Baecks im theologischen Gespraech. Den Abschluss der beachtlichen Sammlung bildet ein Essay Leo Baecks ueber Maimonides, und so schliesst sich der Kreis der Jahrhunderte, wobei uns etwas von der Ewigkeit des Gespraeches um das Ewige ins Bewusstsein gerueckt wird. Leo Baeck gehoerte zu den grossen Humanisten unserer Zeit. Etwas von diesem Geist spricht aus dem eigenwilligen Buche von David Abba Gideoni „Haisavon hanischkach” (Das vergessene Erbe). (Jerusalem 1955. Verlag Haskala). Das vergessene Erbe ist der klassische Zionismus. Gideonis Arbeit strebt eine Erneuerung der zionistischen Ideologie in ihrer urspruenglichen Reinheit an, und die Schaffung der Voraussetzung dafuer, durch die Grundlegung einer neuen Politik. Gestuetzt auf Quellen und Tatsachen gelangt der Verfasser oft zu verblueffend neuen Resultaten. Auch wo man damit nicht uebereinstimmt, ist dieses Werk ein Beitrag zur inneren Klaerung in Israel, ueber den man nicht mit Stillschweigen hinweggehen kann. Vor allem alte Zionisten, die -sich fragen, ob die Ideale ihrer Jugend im heutigen Israel noch Bestand haben koennen, werden ihre eigene brennende Sorge in den Aeusserungen Gideonis wiederfinden. Die Klaerung ins Allmenschliche vorzutragen, ist das Anliegen des Buches von Dr. med. Wilhelm Rudolphson, das den etwas ambitioesen Titel „Ein Ausweg aus der Menschenkatastrophe” t r a e g t. (Frankfurt 1957, Verlag August Steinkopf). Der Verfasser lebte laengere Zeit in Israel und ist heute in Santiago de Chile taetig. Ueber Analysen der Gesellschaftsstruktur und der Individualstruktur kommt er zu einer Therapie, die in einer neuen Betonung des sensorischen Elements „Ich fuehle, also bin ich”, liegt. Rudolphson will den Menschen durch klarere Zielgebungen zum Herrn seines eigenen Lebens und Schicksals machen. In seiner Analyse der Religion freilich kann ich Rudolphson nicht zustimmen. Er erkennt richtig, dass fuer den modernen Menschen die Religion ihren wichtigsten, weil ihr eigentliches Wesen bildenden Bestandteil verloren hat, die Heiligkeit! Daher kann sie ihm, so meint der Therapeut, keine Heilung von seiner Angst und Unsicherheit bringen. Diese Schlussfolgerung ist insofern unrichtig, als Rudolphson gar nicht den Versuch macht, etwa in Anschluss an das beruehmte Buch ueber „Das Heilige” von Rudolf Otto (1929) dem heutigen Menschen diese verschuettete Kategorie wieder zugaenglich zu machen. Gerade hierin laege ein wirklicher Ausweg aus der Krise unserer Zeit. YESO A JLÜkOMERAL para TERMINACIONES PERFECTAS Gran RENDIMIENTO Distrib: SODIMAC - S. A. C. SAAVEDRA BENARD AGENCIAS GRAHAM S. A. C.

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