Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-03-01 · 3 (Marzo, 1959) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
3 (Marzo, 1959)
Date
1959-03-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8553624-8557464-9194414--2502-8557517
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Marzo 1959 BOLETIN INFORMATIVO 13 COMITE REPRESENTATIVO A raíz de las vacantes y designaciones producidas últimamente, el décimo Ejecutivo del Comité Representativo de nuestra colectividad quedó formado como sigue: Presidente, Enrique Testa; primer vicepresidente, Kurt A. Hofmann ].; segundo vicepresidente, Felipe Guiloff; secretario general, Robert Lévy; prosecretario, Egon Rosenfeld; tesorero, Luis Schlesinger; protesorero, Enrique Alcalay; vocales Jacobo Bendersky, Marcos Dubinovsky, José Klein, Germán Lehmann, Isaías Pupkin, Gil Sinay, Matías Schapiro y Juan Will. Revisadores, David Dubinovsky y Fdo. Flesch. La Fundación Salomón Sack, por intermedio de la Facultad de Arquitectura de la Universidad de Chile, llama a concurso a todos los artistas que deseen participar para diseñar un mural en el nuevo edificio de la Escuela de Arquitectura, Avenida Pedro Aguirre Cerda 6655, Los Cerrillos. Ims bases y antecedentes se proporcionan en la Secretaría de la Escuela, de lunes a viernes, de 9 a 13 horas. Los trabajos deberán entregarse antes del 2 de mayo próximo, a las 12 horas. El Centro Universitario Judío, afiliado al Comité Representativo, ha quedado oficialmente afiliado a la Unión Mundial de Estudiantes Judíos con. sede en Ginebra, Suiza, cuyo décimotercer Congreso Universal se efectuará en la Universidad de Bar lian, en Ramat- Gan, Jerusalem, en agosto de 1961. ZENTRALHEIZUNG denken Sie schon jetzt an den Winter Einbau von Zentralheizung in bestehenden Haeusern Umbau auf vollautomatische OELHEIZUNG Warmluft - Petroleum Oefen fuer kleinere Haeuser alle einschlaegigen Arbeiten Kostenlose Beratung Rasch - Sauber - Preiswert ALFONSO WOLF Climas Artificiales Soc. Ltda. Nueva York 53 — 4? piso Tel. 69072 — Casilla 4078 Un experto israelí en servicio administrativo, Arieh Attir, ha sido enviado a Colombia para ayudar al Gobierno de Bogotá en su tarea reconstructiva. Lo envió la administración de Asistencia Técnica de las Naciones Unidas. Expertos israelíes de la Corporación de Potasio del Mar Muerto llegarán en breve al Brasil para supervigilar la industria de la potasa en dicha república sudamericana, cuyo gobierno formuló la correspondiente invitación. El vicepresidente del Instituto Chileno Israelí de Cultura, profesor Adolfo Tapia Moore, en declaración formulada al diario “El Mercurio”, manifestó, entre otros conceptos, que ha seguido la trayectoria de Israel desde su fundación, llegando a la conclusión de que Israel tan sólo desea convivir en paz con todos los pueblos, principalmente sus vecinos. La Junta General Ordinaria de accionistas del Banco Israelita de Chile, aprobó por unanimidad la Memoria y el Balance del segundo semestre 1958, presentado por el señor Manuel Litvak y colaboradores. A continuación, bajo la vigilancia de una junta escrutadora formada por los señores Isaac Goldstein, Kurt A. Hofmann e Isaac Weinstein, eligió como directores a los señores León Gomberoff, Miguel Maldavsky y Gil Sinay dos inspectores de cuentas en propiedad y dos suplentes. DIE WELT SCHOLEM ALEICHEM'S (Zum 100. Geburtstag am 2, Maerz 1959) von Kurt Wilk Die 100. Wiederkehr des Geburtstages dieses grossen Erzaehlers in der jiddischen Sprache ist der Anlass fuer zahlreiche Ehrungen seines Andenkens in der gesamten juedischen Welt. Hat doch Scholem Aleichem wesentlich dazu beigetragen, den Juden Mittel-und Westeuropas ein ihnen oftmals sehr fremdes Milieu zu erschliessen, ein echt-juedisches Milieu, von dem heute freilich nur noch wenige Spuren vorhanden sind. Der Dichter hiess eigentlich Salomon Rabbinowitz, stammte aus dem kleinen Staedtchen Perejaslaw in der Ukraine und war in Voronkow erzogen worden, dem Schauplatze vieler seiner beruehmt —gewordenen Kurzgeschichten. Im Elternhause, in welchem Armut und Sorge herrschten, liess man dem Knaben die uebliche religioese und b i b 1 i s c h— talmudische Ausbildung zuteilwerden. Man gab ihm allerdings auch die Moeglichkeit, in die russische Bildungswelt einzudringen. Auf den 14-jaehrigen soll Defoes “Robinson Crusoe” einen gewissen Einfluss ausgeuebt haben; dies duerfte sein erstes weltliches Lesebuch gewesen sein. Zwei Jahre spaeter ist er bereits Lehrer gewesen und bald darauf Erzieher in einem reichen juedischen Hause, wo er ein junges Maedchen, fast noch ein Kind, unterrichten sollte. Auf diesem Landgute soll der Juengling eine recht glueckliche Jugend verbracht haben. Eine Liebesromanze, voll heimlichen Glueckes, verband ihn mit seiner Schuelerin, die nach manchen stuermischen familiaeren Auseinandersetzungen seine Lebensgefaehrtin geworden ist. Nunmehr, als Scholem Aleichem in die gute juedisch-russische Gesellschaft aufgenommen war, musste sich ihm eine neue Welt erschliessen. Er begann, in jiddischer, hebraeischer und russischer Sprache zu dichten. Es entstanden Gedichte, Erzaehlungen, Romane, Dramen und Aphorismen. 1883, also mit 24 Jahren, wurde der junge Mensch Mitarbeiter des in Petersburg erscheinenden “Jiddischen Folksblattes” und der “Folksbibliothek”, an die er die besten jiddischen Schriftsteller heranzog. Vielen von diesen half er auch finanziell. Er war bereits ein bek a n n t e r Autor, als er den Schriftstellernamen “Scholem Aleichem” (“Friede mit Euch”) annahm. Nach dem Ableben seines Schwiegervaters, Erbe eines betraechtlichen Vermoegens, erlitt er spaeter erhebliche Verluste, versuchte sich dann in verschiedenen geschaeftlichen Transakt i o n e n und unternahm zahlreiche Reisen, u. a. nach Amerika, wo man ihn bereits seit langem hoch schaetzte. Waehrend eines mehrjaehrigen Aufenthalts in New York liess er eine Reihe seiner reifsten Schilderungen des juedischen Lebens in Amerika entstehen. Noch einmal kehrte der Dichter nach Europa zurueck und hielt sich laengere Zeit in Russland auf. Ein Lungenleiden zwang ihn dann jedoch, fuer einige Jahre in der Schweiz und in Italien Aufenthalt zu nehmen, wo er vom Ausbruch des ersten Weltkrieges ueberrascht wurde. Es gelang ihm, noch rechtzeitig die Vereinigten Staaten zu erreichen, ehe die Seeverbindungen abgeschnitten wurden. Dort starb er, erst 57-jaehrig, am 13. Mai 1916. Je schlechter sein Gesundheitszustand im letzten Lebensjahrzehnt wurde, desto mehr entfaltete sich der Humor in seinen Schriften, das befreiende Gelaechter, das so viele seiner Werke kennzeichnet. In jener Epoche schuf er die tragikomische Gestalt von “Towje, dem Milchhaendler”, dem wundersamen Alten mit der Eulenspiegel - Natur, die sich nicht auf das Kleinstadtmilieu beschraenkt, sondern die ganze Welt umspannt und den Weg zum Goettlichen findet. Oft hat man seine Kleinstadtgeschichten mit den Erzaehlungen Gottfried Kellers verglichen; eine andere Gestalt sei¬ In Mexiko haben Historiker das Archiv der spanischen Inquisition gefunden. Mit der Durchsicht ist ein jüdischer Historiker beschaeftigt, der hierfür aus dem Spezialfonds des israelischen Presidenten Ben Zwi Subventionen erhalten hat. Prof. B. Lewin war früher Dozent in Polen. Er wanderte nach Argentinien aus, wo er eine Professur an der Universitaet von La Plata erhielt. Er wurde zugleich der Leiter des dortigen Historischen Instituts. Im Rahmen seiner Arbeit machte er ausgedehnte Reisen nach Zentral- und Südamerika. Ihn interessierten besonders die alten Archive. So fand er in Mexiko ein riesiges Archiv der Inquisition; darin befanden sich 600 Akten von Prozessen. Es war klar, dass man den Fund nicht ohne weiteres an die Oeffentlichkeit bringen konnte. Das Interesse, diese Akten zum Verschwinden zu bringen, ist in bestimmten Kreisen vorhanden. Praesident Ben Zwi, selbst ein Historiker, hat die grosse Bedeutung des Fundes sofort erkannt und die Mittel zu seiner Erforschung zur Verfügung gestellt. Prof. Lewin widmet nun seine ganze Zeit diesem Archiv und schickt woechentlich Berichte über die Ergebnisse nach Jerusalem. Aus einem der letzten Berichte ist zu ersehen, dass die Marranen eine erstklassig organisierte Untergrundbewegung aufgebaut hatten. Diese Bewegung war nicht nur in Spanien und Portugal, sondern auch in den von diesen beiden Laendern besetzten Gebieten in ner Dichtungen, der “Waisenknabe Motel Peise” ging in die Weltliteratur ein, wurde dem jiddischen Leser so vertraut, wie “Tom Sawyer” dem amerikanischen. Manche seiner Erzaehlungen wurden in Amerika dramatisiert und verfilmt und sind auch in fast alle Sprachen uebersetzt worden. In Osteuropa wurde Scholem Aleichem sehr verehrt; neben Mendele Mocher Sforim und Jizchak Leib Perez bildet er die ueberragendste Gestalt in der jiddischen Literatur, Im Jahre 1908 feierte man ihn in Russland anlaesslich seines 25-jaehrigen Schriftstellerjubilaeums durch grossartige oeffentliche Festveranstaltungen. H a e 11 e dieser Autor den Weltkrieg ueberlebt, so waere sein Werk wahrscheinlich spaeter mehr als zuvor bei den west-und mitteleuropaeischen Juden heimisch geworden. Doch auch so waren die deutschen Uebertragungen seiner Schriften verbreitet. Scholem Aleichem war ein Kenner der feinsten Regungen der menschlichen Seele, ein grundguetiger Schilderer von Lebensschicksalen, erfuellt von einem echtjuedischen Humor, der kein hoeheres Ziel kannte, als die Menschen gluecklicher zu machen. Zentral- und Südamerika taetig. Die Organisation brachte den verborgenen Marranen Hilfe und bei der Auswanderung erwarteten ihre Leute im neuen Land den gemeldeten Ankoemmling, um ihn sofort unterbringen zu koennen. Die Bewegung druckte auch Gebetbuecher, die zur illegalen Literatur der damaligen Zeit gehoerten. Teile solcher Gebetbücher, die man bei den Opfern der Inquisition fand, liegen bei den Akten. Aus den Akten ist ersichtlich, dass eine Widerstandsorganisation der Marranen vorhanden war, die Racheakte gegen Inquisitoren und Denunzianten durchführte. Trotz den schaerfsten Massnahmen ist es nicht gelungen, diese Bewegung zu liquidieren. Gaenzlich erhalten sind die Akten über den Prozess gegen Francisco Meldonara de Silva, der 13 Jahre im Gefaengnis sass und trotz aller Folterungen bei seinem Glauben blieb. Er wurde oeffentlich verbrannt, wobei sich ein Sturm erhob, wie man ihn noch nie erlebt hatte. Aus dem Archiv geht hervor, welche Methoden die Inquisitoren angewendet haben, um gegen verdaechtige Mitglieder von Behoerden, Kaufleute oder Bankiers Material zu sammeln. Auch die grausamen Folterungsmethoden sind zu ersehen, welche angewandt wurden, um ein Gestaendnis zu bekommen. Prof. Lewin wird in Kürze den ersten Band seiner Archivforschungen publizieren, der vor allem Dokumente enthalten wird. ARCHIV DER INQUISITION

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.