Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXI (1959)
- Issue
- 3 (Marzo, 1959)
- Date
- 1959-03-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Marzo 1959 BOLETIN INFORMATIVO 5 DIE SCHRIFTROLLE ESTHER Von Rabbiner Manfred Lubliner Unter den fuenf biblischen Schriftrollen, die im dritten Teil der Bibel Aufnahme gefunden haben, nimmt die Schriftrolle Esther einen besonderen Platz ein. Dem aufmerksamen Leser dieser aus zehn Kapiteln bestehenden Buchrolle wird es bestimmt nicht entgehen, dass in ihr an keiner Stelle der Name Gottes Erwaehnung findet. Er wird sich sichehrlich darueber Gedanken machen, wieso gerade diese, an sich so wenig religioese Schrift, dem biblischen Kanon einverleibt wurde. Wer sich mit dieser Frage beschaeftigt, wird umsomehr erstaunt sein zu erfahren, dass die Megillah vor einigen Talmudlehrern ueber die Thora und ueber die Propheten gestellt wurde —eine Auffassung, die sogar von Maimonides geteilt wird. In der Beurteilung dieses Buechleins gehen unsere Weisen soweit, dass sie fuer das Ende der Zeiten die Aufhebung aller Schriften erwarten, waehrend sie dem Buche Esther ueber diese Zeit hinaus einen Ewigkeitswert zusprechen. Eine sehr merkwuerdige und auffallende Auffassung!! Und das insbesondere, wenn wir an die Form denken, wie der Purim-Gedenktag seit Jahrtausenden vom juedischen Volk begangen wird. In unserem Volksleben ist Purim zu einem Begriff geworden; Frohsinn, Jubel, Ausgelassenheit ist sein Kennzeichen, alles Ausdrucksformen hoechster Lebensfreude. In der Galuth kannten und kennen wir den bekannten Purimball, oftmals als Maskenball durchgefuehrt; in Israel, und insbesondere im neuen Israel, ist er der Tag des juedischen Karnevals gewoiucu. im voiKsmunü naben die bekannten Sprichwoerter ihre Verewigung gefunden: “Purim ist kein Jomtow und Kadachat keine Kraenk”, oder “Heut ist Purim, morgen ist’s aus, gebt mir einen Taler und schickt mich nach Haus”. Unbegrenzte Froehlichkeit also ist die Note dieses Tages. Und sein Anlass: Ein historisches Ereignis, das ueber zwei Jahrtausende zurückliegt. In jenen Tagen sah sich der Jischuw in Persien in seiner physischen Existenz bedroht. Seine vollstaendige Ausrottung war geplant. Schlagartig an einem durch Lose bestimmten Tage —Purim heisst Lose— sollte der Vernichtungsfeldzug durchgefuehrt werden. Der Anlass fuer diese geplante Aktion bestand darin, dass der damalige Staatsminister Hamann sich von einem einzelnen Juden persoenlich gekraenkt und verletzt fuehlte und seinen Grimm und Groll auf die gesamte juedische Bevoelkerung uebertrug. Um seinem persoenlichen Motiv eine sachliche Bemaentelung zu geben, klagte er beim Koenig die gesamte juedische Bevoelkerung mit einem Vorwurf an, der sich leider nur allzu oft in unserer jahrtausend alten Geschichte wiederholt hat. “Da ist ein Volk zerstreut und abgesondert, inmitten der Voelker, ihre Gesetze sind anders als die der uebrigen und die Gesetze des Koenigs befolgen sie nicht”. In dieser Anklage sind in geschickter Form Wahrheit mit Luege gepaart. Wohl haben sich die Juden zu allen Zeiten in ihrer religioesen Lebenshaltung von der Umwelt unterschieden, aber niemals die Weisungen des Koenigs oder der betreffenden Regierungen ausser Acht gelassen. Denn der bekannte Ausspruch des Rabbis Samuel, “Das Gesetz des Landes ist fuer alle verbindlich” war ihnen stets Richtschnur in ihrer Einstellung zum Staate, auch dann, wenn sie weit mehr Pflichten, Lasten und Leiden als Rechte hatten. Die Weigerung des persischen Juden Mordechai, sich vor dem Minister Hamann zu buecken, beruhte auf der festen Ueberzeugung, dass der Mensch entsprechend der biblischen Auffassung im Ebenbild Gottes geschaffen ist und dass er daher sich nur vor seinem Gott, aber niemals vor Seinesgleichen, das heisst vor einem anderen Menschen, zu beu- Empieza nuevamente un año escolar y los padres de nuestra colectividad, que tienen hijos de cuatro a seis años, se enfrentan con el problema de cuál será el colegio más adecuado para sus niños. Hay padres que creen que sus niños, cuando grandes, seguirán una carrera universitaria; hay otros que desean que más adelante su hijo les ayude en la fábrica o el negocio; hay familias, donde los padres se educaron en un movimiento sionista juvenil y hay muchas otras familias, donde los padres tienen menos contacto con el judaismo. Pero cuando estas familias, tan distintas en su manera de pensar, buscan un colegio para sus ni¬ ños, todas ellas coinciden en una sola exigencia: Debe ser un colegio bueno, donde no solamente se aprenda lo que exige el plan de estudios del país en el que vivimos. Debe ser en primer lugar una escuela donde el niño se sienta feliz, una escuela que forme el carácter del niño, para que sea fuerte y sepa después labrar su vida en este tumultuoso Siglo Veinte.. Si examinamos los colegios de Santiago, encontramos que hay muchos que ofrecen una buena enseñanza. Pero hay un sólo colegio donde los niños de nuestra colectividad encontrarán un ambiente que verdaderamente corresponda a sus necesidades, y éste es el Colegio Hebreo. Este colegio, que nuestra colectividad ha creado sin escatimar sacrificio alguno, cuenta hoy entre los mejores establecimientos de enseñanza de la capital. No solamente el colegio en Macul, con su edificio de lujo, sino también el colegio en Copiapó, más modesto, pero con un ambiente muy acogedor, tienen fama de enseñar todo lo que exige el plan del Ministerio de Educación, en tal forma que un niño que egresa del Colegio Hebreo para matricularse en un Liceo Fiscal, generalmente tiene conocimientos muy superiores a los exigidos para su aceptación. Las Hugen hat. Mordechais Haltung ist die eines aufrechten Mannes und Kaempfers, eines stolzen Juden, der fuer die Menschenwuerde, fuer die Anerkennung der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz traegt ohne Ansehen des Standes, der Religion des Volkes sich eingesetzt hat. Diese Idee richtig erkannt zu haben, ist das grosse einmalige Verdienst jener Gelehrten, die aus diesem Grunde diesem kleinen Buechlein schon vor Jahrtausenden seinen Ewigkeitswert zugesprochen haben. In dieser Welt, die uns als Gabe und Aufgabe uebergeben ist, steht die ewige unerschuetterliche Forderung fuer alle Zeiten an -erster Steile: “Menschenwuerde”. Das Hassgefuehl gegen den Menschen im allgemeinen und gegen den Juden im besonderen ist bis auf den heutigen Tag leider nicht verschwunden, auch nicht dort, wo es in den letzten Jahrzehnten in einer kaum menschlich vorstellbaren Form pewuetet hat. Wenn man die in Deutschland erscheinende juedische Presse liest, stellt man mit grosser Besorgnis fest, dass die dunklen Elemente beginnen, wieder ans Tageslicht zu gelangen, manidades, que tienen un director con muchos años de experiencia en los mejores liceos del país, también han tenido gran éxito con su plan de ense¬ ñanza y cabe mencionar que, de doce alumnos que se presentaron el año pasado para el bachillerato, 6 obtuvieron más de 30 puntos, lo que significa un resultado muy honroso. Pero, como decíamos más arriba, la calidad de la ense¬ ñanza es solamente uno de los dn<? aspectos fundamentales que tiene un padre en su mente, cuando elige un colegio para sus hijos. Un padre consciente —y nuestra colectividad tiene entre sus mejores tradiciones el gran interés que los padres siempre han tenido en la educación de sus hijos— buscará en primer luga? un colegio en el que sus hijos se sientan bien, en el que aprendan a vivir una vida armoniosa. El alma del ni¬ ño es todavía muy indefensa. Cuando un niño chico nota que todos sus compañeros celebran una fiesta de la que él pueda estar excluido, cuando sus comum offen ihre Hassparolen zu predigen. Wohl haben die Aufrechten und Edelgesinnten, die wahren Vertreter der Menschenwuerde, den festen Willen, die neue heraufkommende Gefahr im Keime zu ersticken, wie aus dem letzten Gespraech mit dem Bundeskanzler hervorgeht. Es ist nicht unsere Absicht, in jenen Fehler der Verallgemeinerung zu verfallen fuer die wir Juden ja in allen Zeiten genuegend Lehrgeld bezahlt haben. Dennoch sind wir mit Recht zutiefst betruebt, dass nach all dem grausigen Geschehen der Durchbruch zu wahrer menschlicher Gesinnung und Anerkennung menschlicher Wuerde so wenig Fortschritte im letzten Jahrzehnt gemacht hat. Bei aller Froehlichkeit, die uns jeder Purimtag mit dem Gedenken an die wunderbare Rettung eines Teiles unserer Brueder und Schwestern im alten Persien schenkt, duerfen wir nicht vergessen, dass die Lehre der ewigen Estherrrolle “Tretet mannbar, wo immer Ihr auch seid, fuer Menschenwuerde ein”, als eine sehr ernste Mahnung auch fuer unsere Tage bestehen bleibt. pañeros de clase hablan de los ritos y creencias de una religión que no es la suya, él no puede participar en todas las actividades de sus amigos; cuando eso pasa, el niño empieza a sentirse inferior. Por eso, si les deseamos a nuestros hijos un ambiente feliz, lo encontraremos solamente en el Colegio Hebreo. Para que crezcan sanos y fuertes nuestros hijos, con el alma entera y con la espina dorsal recta, es necesario que ellos conozcan el valor de las tradiciones judías, que sepan que hay belleza en nuestras fiestas, que tengan una idea clara por qué nuestras creencias son distintas de las creencias y tradiciones de otros. La familia, en general, muy poco puede ayudar en esta tarea. Es por eso que formulamos un llamado a todos los padres de nuestro sector: Envíen sus hijos a los Colegios Hebreos para darles esta firmeza interior, que todo hombre necesita para una vida feliz. WALTER LEVY. Klavierkonzert vor einem ausgewaehlten Publikum. S^íí.f li '&M mm Mitteilung der Religionschule der S.C.I. "B'ne Jisroel". Wir bitten alle Mitglieder und Freunde unserer Gemeinde, deren Kinder im Schuljahr 1959 am Religionsunterricht teilnehmen werden, am Sonntag, d.15. Maerz vormittag lOh-llhim Gemeindehaus die Anmeldung vornehmen zu wollen. Die persoenliche Anwesenheit der Interessierten ist erforderlich, damit wir auf Grund der uns erteilten Informationen moeglichst bald die Kurse zusammenstellen und den regelmaessigen Unterricht aufnehmen koennen. Wir bitten uns dies, durch puenktliche Einschreibung zu ermoeglichen. Wir danken Ihnen im Voraus fuer ihre Mitarbeit. Der regelmaessige Unterricht beginnt am Sonntag, d. 22.Maerz. NUESTROS HIJOS