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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1959-02-01 · 2 (Febrero, 1959) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXI (1959)
Issue
2 (Febrero, 1959)
Date
1959-02-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Febrero 1959 BOLETIN INFORMATIVO 17 i r EUROPA OHNE KINDER Die Pläne der Nazis zur Biologischen Vernichtung. Von Dr. M. Dvorzizki — "Jad Washem" -Verlag. — Jerusalem 1958. Es ist ein erschütterndes Buch. Das Herz krampft sich zusammen und die Schilderungen lassen einem die Haare zu Berge stehen. Aufs Tipfelchen genau vorgearbeitet waren die Vorbereitungen zur Massenvernichtung und ihre Durchführung, an der sich Professoren und Aerzte, aus der Nazi-Bewegung in den verschiedenen Lagern beteiligt haben. Ganze Völker sollten auf biologischem Wege vernichtet werden. Seit Menschengedenken hat solch eine systematische Vernichtung noch kein Volk der Erde ins Auge gefasst. Noch sind in der Geschichte der Menschheit nicht Wissenschaftler zu solch einem moralischen Tiefstand gelangt, solchem Verlust jedes menschlichen Gefühls, wie im Deutschland Hitlers. Deutscher Geist und deutsche Wissenschaft stellten die Grundlage für dieses Verbrechen dar und haben bei ihrer Durchführung Hilfsdienste geleistet. Der Verfasser stützt sich in seinem Buche auf Tatsachen- und Beweismaterial, in denen die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und SS- Mannschaften klar zu Tage kommt. Die Pläne waren für den “tausendjährigen Staat” gedacht, der dem volkommenen Siege folgen sollte, und ihre Absicht ist gewesen, die besiegten Völker zu Sklaven zu machen ohne Fähigkeit von Fortsetzung und Vermehrung. Sie sollten d. von ihnen bewohnten Böden verlassen und mit der Zeit “Lebensraum” für das deutsche Volk schaffen. Medizin und Mediziner haben in diesem Apparat von Massenmord mitgewirkt. Als am Wenigsten würdig zum Weiterleben war das juedische Volk ausersehen. Die anderen Völker erhielten noch eine gewisse Schonzeit... Im Staate der Nazis erhielt der Begriff Gnadentod eine besondere grausame Auslegung. Wer dem Staate (der Nazis) keine Vorteile mehr zu bringen imstande ist, ist überflüssig. Wer noch isst und nicht in der Stunde der Not imstande ist, den Verbrauch vermindern zu helfen, hat zu sterben. Als 1939 der Krieg ausbrach, ist man an die Verwirklichung dieses Planes herangegangen. Es wurde die Aktion Völkervernichtung eröffnet, besonders durch Vernichtung in Gaskammern und Verbrennungsöfen. Auf Grund grausamer und krimineller medizinischer Versuche, wurden unter unsäglichen Qualen und Folterungen Millionen Erwachsene, Kinder, Frauen und Greise umgebracht. Der Ruf des deutschen Arztes wurde in tausenden Lagern, die in Deutschland und den eroberten Gebieten errichtet worden sind, zu dem eines grausamen Mörders. Chemische und biologische Versuche, Versuche mit Medizinen und durch Operationen, durch Bazillen und Viren, durch kaltes Wasser und Salzwasser, durch Aufenthalt in luftlosen Räumen, durch grausame Entmannung haben diese Aerzte an Menschen gewaltsam in den Konzentrationslagern durchgeführt. Die letzte Instanz bei diesen Versuchen am lebenden Menschen in allen Phasen war Heinrich Himmler, der Führer der SS. In seiner Hand konzentrierten sich alle Vorschläge von Aerzten, Versuche am 'lebenden Menschen durchzuführen und er war es, der darin ein wichtiges Hilfsmittel im deutschen Kriegseinsatz und für die Verwirklichung der Grundidee des Nationalsozialismus sah. Dr. Dvorzinski zählt die Namen der Aerzte und Professoren auf, die sich an den Verbrechen beteiligt und die Arbeit engeleitet haben. Er bedient sich der Dokumente und besonders der Zeugenaussagen beim Nürnberger Prozess, besonders der Opfer der Versuche. Das Ziel war, einfach ein System der geschlechtlichen Sterilmachung auszuarbeiten, die eine Kastrierung von Millionen Menschen in einer möglichst kurzen Zeit ermöglichte, und dadurch in den eroberten Ländern die kommende Generation ausrotte. Diese Versuche sind in den Konzentrationslagern durchgeführt worden. Aus den Dokumenten ergibt sich, dass sie bis Januar 1945 fortgesetzt wurden, zur Zeit, da die Nazis begannen, die eroberten Länder zu räumen. Selbst der Warschauer Ghettoaufstand brachte keine Unterbrechung in die Versuche in Polen. Noch eineinhalb Jahre später, als schon die letzten Reste der jüdischen Opfer in den Lagern dahinsiechten, haben die Operationen noch angedauert, und bis zu den letzten Augenblicken vor der vollkommenen Niederlage haben sie nicht von der Hoffnung eines Sieges auf diese Art abgelaSsen, mit der Absicht, sofort nach dem ersehnten militärischen Sieg die Pläne auf der wissenschaftlichen Front in vollem Tempo einzusetzen, und die Völker Europas unfruchtbar zu machen. Der Verfasser dieses Buches deckt den ganzen verbrecherischen Plan auf und rollt ihn vor dem Leser von verschiedenen Gesichtspunkten aus auf: Vom historischen, vom medizinischen, vom moralischen, vom politischen und vom juristischen. Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zum Studium der Nazi-Greuel dar. Wir stellen uns gemeinsam mit dem Verfasser die Frage: Wie lässt sich die Gefahr bannen, die der menschlichen Kultur und der medizinischen Wissenschaft von dieser Wissenschaft ohne Gewissen droht? Gibt es eine Wiedergutmachung für Qualen, die Menschen zugefügt wurden, welche nichts verbrochen haben? MQ8CHE GOLD8TEIN. WER MACHT MIT? Das erste Foto - Preisausschreiben fuer Amateure. Es werden die drei besten Ferienfotos praemiiert. Die Fotos sind im Mindestformat von 9 x 12 auf glaenzendem Papier in schwarzweiss oder farbig bis zum 15. Maerz 1959 einzureichen. Das zu erwaehlende Motiv ist jedem Teilnehmer ueberlassen. Wir bitten hoeflichst, auf der Rueckseite eines jeden Bildes Namen und Anschrift des Einsenders und bei Jugendlichen unter 16 Jahren auch das Alter anzugeben. Die praemierten Bilder werden wir in unserem Boletín Informativo veroeffentlichen und bei entsprechend grosser Beteiligung saemtliche Einsendungen in einem Zimmer unseres Gemeindehauses ausstellen. 1. Preiss Ein Geschenk im Werte von $ 10.000.— 2. Preis: Ein Geschenk im Werte von $ 6.000.— 3. Preis: Ein Geschenk im Werte von $ 4.000.— 5 Trostpreise. Wir bitten um rege Beteiligung. Felix Mendelssohn Burtholdy (3.2.1809 — 4.11.1847) Am 3. Februar wird man sich ueberall des 150. Geburtstages des weltberuehmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy erinnern, auch bei uns Juden, obwohl dieser Grosse aus unserem Kreise herausgetreten ist. Als Kind von 13 Jahren war er von seinem Vater, Abraham Mendelssohn, idem Christentum zugefuehrt worden. Fast gaenzlich ist die Nachkommenschaft von Moses Mendelssohn dem Judentum verlorengegangen und die Lebensschicksale der beruehmten Familie umweht ein Schleier von Tragik. Der grosse Ahnherr des Hauses (1729 bis 1786), welcher einer ganzen Epoche seinen Stempel aufpraegte, Moses {Mendelssohn, der Freund Lessings, durch “Nathan” auch fuer die Nichtjuden verewigt, der Philosoph der Aufklaerung, Bahnbrecher der Emanzipation, Uebersetzer der Bibel ins Deutsche, der einfache, schlichte, fromme Jude der alten Zeit, hatte es nicht vermocht, das Judentum in seinem eigenen Hause lebendig zu erhalten. {Die aelteste Tochter, Dorothea, hatte sogar zwei Male den Glauben gewechselt, und das Elternhaus des spaeteren Komponisten zu Berlin, war zu einem Mittelpunkt geistigen {geselligen Lebens geworden, wo nichts Juedisches Geltung hatte. Man darf schon von einem Verhaengnis um diese Familie sprechen. Der Enkel des Komponisten, der Berliner Handelskammerpraesident Franz von Mendelssohn-Bartholdy, wurde von den Nazis aus seiner hervorragenden Position verdraengt und seine Tochter Eleonora, die einstige Berliner Staatstheater - Schauspielerin, also Urenkelin des Komponisten, gelangte zwar ins freie Amerika, machte aber dort vor etwa zehn Jahren freiwillig ihrem Leben ein Ende, weil sie in jener seelischen Zerrissenheit nicht zu existieren vermochte. Der ganz junge Felix Mendelssohn - Bartholdy hatte das Glueck gehabt, von Goethe hochgeschaetzt zu werden. Sein Leben war das eines genialen Menschen; mit 38 Jahren starb dieser Meister der Musik. Das Genie des Grossvaters kam im Enkel nochmals zum Durchbruch. Das juedische Volk gab ihn an die Weltkultur ab und er gehoert ihm nicht mehr, weil die Familie den Weg in die Abtruennigkeit ging. c. w. DUESEN - JAGDBOMBER (Fortsetzung von Seite 15) se betraegt die Steigfaehigkeit des neuesten „Mystere”-Typs nur 55 m/Sek., die der Mig 15, 52 m und die der Mig-Iaeger des Typs 17 und 19 71 m/Sek. Die Operationshoehe der Vautour liegt bei 15.000 m, also hoeher als die des Iljushin - Kampfflugzeuges, von dem dreissig in Syrien und Aegypten stationiert sind. Zwar liegt die Operationshoehe anderer Flugzeuge hoeher, aber dafür sind ihre Leistungen in dieser Hoehe geringer als die der Vautour. Das heisst, dass der Vautour-Düsenjaeger unschlagbar ist und jedes andere Düsenflugzeug bei dem gegenwaertigen Stand zur Strecke bringen kann. Dazu kommt der Vorteil, dass die Vautour nur eine 800-m-Start- und Landebahn benoetigt. Ihre Tragfaehigkeit bewegt sich zwischen 15—20 V2 Tonnen, je nach gestellter Aufgabe, das Eigengewicht belaeuft sich auf 10 Tonnen. Die Vautour ist also imstande, Treibstoff und Munition an Bord zu nehmen, die ihrem Eigengewicht entsprechen, was eine respektable Leistung darstellt. Der Operationsradius der Vautour betraegt 4.500 km, er kann aber durch zusaetzliche Treibstoff- Tanks in den Flügeln auf 6.000 km erweitert werden. Das Iljushin- Kampfflugzeug kann zwar bis zu 6.000 km weit operieren, entwickelt dabei aber eine um 40 Prozent geringere Geschwindigkeit. Ersetzt man die IJomben der Vautour durch weitere Treibstofftanks, so kann die Operationsfaehigkeit auf 7.500 km ausgedehnt werden. Die Vautour kann bis zu 137 Minuten in der Luft bleiben, die Mig 15 nur 60 Minuten, die Mig 17, 95 und die Mig 19, 30 Minuten, die Mystère 72 Minuten. Im Bodenkampf wird die Vautour mit zwoelf 250 Kilo-Bomben oder sechs 500-Liter-Napalm-Bomben sowie mit panzerbrechenden Raketen und Pak - Granaten bestückt. Die Lieferung dieser modernsten Flugzeuge an Israel ist ein Beweis der engen Freundschaft, die Frankreich und Israel miteinander verbindet. OE U tOUOiVIDAO ytajüMtm "de cariuwa •%« - GOTTESDIENST Jeden Freitag abend um 19.00 Uhr. Jeden Sonnabend morgen um 9.00 Uhr. Ausserdem auf Wunsch an Jahrzeiten. Jedoch muessen dieses Daten rechtzeitig an unsere Casilla 984 oder persoenlich an eines der Vorstandsmitglieder gemeldet werden. * Wivutuuung UCÖ iVCUUiUUUUi) AI/AA Uxl. Sonnabend den 7. Maerz 1959. ROSCH JODESCH ADAR SCHENUH: 1. Tag am Sonntag den 8. Maerz 1959. 2. Tag am Montag den 9. Maerz 1959. TANIS ESTER (Fasten Esther): Montg den 23. Maerz 1959. PURIM: Dienstag den 24. Maerz 1959. AENDERUNG IM MITGLIEDERBESTAND Austritt wegen Wegzug Herr Enrique Keiler.

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