Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XX (1958)
- Issue
- 9 (Septiebre, 1958)
- Date
- 1958-09-01
- Page
- Seite 29 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre 1958 BOLETIN INFORMATIVO 29 JAHRE CISROCO Eine der Hauptaufgaben einer jeden juedischen Gemeinde ist die Wohlfahrtspflege. Von unserer frueheren Heimat her wissen wir, dass das Wohlfahrtsamt einer jeden juedischen Kultusgemeinde eine grosse Arbeit zu bewaeltigen hatte. Hier in Santiago wurde vor 25 Jahren, noch ehe unsere Gemeinde B’ne Jisroel gegruendet war, von einigen Maennem der alteingesessenen Gemeinschaft, ein “Hilfsverein” fuer einzuwandernde Juden gegruendet. Die Hauptaufgabe dieses neugegruendeten Hilfsvereins bestand darin, neuangekommenen Juden aus Europa zu helfen, und vor allem sie in das chilenische Wirtschaftsleben einzuordnen. Zunaechst war diese Einwanderung eine nur kleine, und der “Hilfsverein” wurde nur wenig in Anspruch genommen, weil die Einwanderer, die zu dieser Zeit ankamen, noch zum grossen Teil Mittel und Umzugsgueter ins Land brachten. Bald aber aenderte sich das Bild. Es kamen die Jahre 1938, 1939 und 1940, und es stroemten in Massen Juden aus allen europaeischen Laendern nach Chile. Jetzt zeigte es sich, wie weitschauend die Maenner waren, die den Hilfsverein gegruendet hatten. Sie standen vor einer kaum zu bewaeltigenden Aufgabe, diese tausende von Einwanderern zum grossen Teil zu unterstuetzen, bis sie sich selbst eine Existenz schaffen konnten, und zwar auch das meistens mit Hilfe der von dem Hilfsverein geschaffenen Darlehenskasse, die unverzinsliche Darlehen zur Existenzgruendung gewaehrte. Damals hat der “Joint” in grossherzigster Weise bedeutende Mittel zur Verfuegung gestellt, um das grosse Werk hier zu gewaehrleisten. Wer damals einwanderte, muss bestaetigen, dass die Einwanderer in der hervorragendsten Weise betreut wurden. Ein erheblicher Teil der Einwanderer ging in den Sueden, und an jedem Platz waren Vertrauensmaenner des Hilfsvereins, die den dort befindlichen eingewanderten Juden mit Rat und Tat zur Seite standen. Einige Jahre spaeter, — unsere Gemeinde “B’ne Jisroel” bestand schon, — wurde aus dem Hilfsverein, der jetzt bestehende “Cisroco”. Er wurde in der Hauptsache von den Juden unserer Gemeinde geleitet, und seine Aufgabe bestand darin, die Glaubensgenossen des deutschen Sprachkreises zu betreuen, ihnen in Beduerftigkeitsfaellen zu helfen, sie bei Krankheiten zu betreuen und zu unterstuetzen und ihnen Mittel zur Existenzgruendung zur Verfuegung zu stellen. Die Kinder von berufstaetigen Eltern wurden in dem neugegruendeten und von der “Liga de Damas Israelitas Caridad” betreuten Kinderheim untergebracht. Ausserdem wurden in den ersten Jahren in dafuer gemieteten Landhaeusern erholungsbeduerftigen Kindern ein wunderschoener Ferienaufenthalt bereitet. Die Devise des “Cisroco” lautete: Kein Jude unserer Gemeinde soll Not leiden. Der Vorstand des “Cisroco” wurde neu gewaehlt, und Bruno Lichtenstein wurde Praesident dieser Hilfsorganisation. Was der “Cisroco” unter seiner Fuehrung geleistet hat und noch bis auf den heutigen Tag leistet, kann in Worten nicht wiedergegeben werden. Die erste Arbeit bestand darin, dieses Wohlfahrtsamt der Gemeinde auf breite Basis zu stellen, Maenner unserer Gemeinde zu finden, die mit Herz und Liebe an diesem Werk mitarbeiten. Eine Organisation mit monatlichen Beitraegen wurde aufgezogen, die heute etwa 800 Gemeindemitglieder umfasst. Die Unterstuetzung, die regelmaessig von der Gemeinde gewaehrt wird und die als wichtigster Etatposten dieser Organisation aufgestellt ist, beweist, dass die Arbeit des “Cisroco” von der Gemeindeverwaltung besonders geschaetzt wird. Die Gemeinde kann sich anderen Aufgaben widmen und ist von den Sorgen der Wohlfahrtsarbeit befreit. Unsere Mitglieder gedenken unser, durch Zahlung erhoehter Beitraege, gedenken unser bei den Torahspenden und gedenken unser in Freud und Leid. Es ist dies ein Beweis fuer uns, dass unsere Arbeit besonders anerkannt wird. Ausserdem haben wir Summen, die wir von der “Claims Conference” erhielten, zur Verteilung gebracht und vielen Menschen Freude bereitet. ALTERSHEIM Das Altersheim ist eine Gruendung des Cisroco. Vor etwa zwoelf Jahren fasste das Direktorium des “Cisroco” den Plan, hier in Santiago ein Altersheim zu gruenden, da eine dringende Notwendigkeit vorlag. Darueber war man sich klar; nur die Mittelbeschaffung war das grosse Problem. Da beging der verehrte Praesident des Cisroco, Herr Bruno Lichtenstein, seinen 50. Geburtstag und legte durch eine groessere Spende den Grundstock fuer die Gruendung des Altersheims. Ausserdem wurde sofort ein “Verein der Freunde des Altersheims” gegruendet, dem eine grosse Anzahl Mitglieder unserer Gemeinde angehoeren. Das Altersheim wurde in den Raeumen Catedral 2983 eingerichtet. Die erste Leitung bestand aus dem Ehepaar Slobotzki, das mit Herz und Liebe ans Werk ging. Der “Cisroco” waehlte eine kleine Kommission, die die Geschaefte des Altersheims fuehren sollte, Vorsitzender dieser Kommission wurde Herr Enrique Hirsch, der bis heute Praesident des Altersheims ist. Eine Gruppe von Damen stand ihm immer zur Seite, um ihn in der Geschaeftsfuehrung zu unterstuetzen. Bald zeigte sich, dass die gemieteten Raeume nicht ausreichten. Die Nachfrage nach Unterkunft in unserem Heim konnte nicht befriedigt werden. Ausserdem stand das Haus, in dem sich unser Altersheim befindet, zum Verkauf, und wir mussten es erwerben. Nun mussten wir allerdings daran gehen, neue Raeume zu schaffen, denn ein Teil des Hauses nach der Calle Maipü war in sehr schlechtem Zustand. Einige Jahre spaeter stand der erste Neubau. Wir hatten grosse Sorgen — aber es gelang dem “Cisroco”, den Bau zu finanzieren. Unsere Freunde halfen uns weiter, und dadurch erhielten wir den Mut und die Kraft, einen zweiten Neubau fertigzustellen. Auch hier unterstuetzte uns die Claims Conference durch wertvolle Hilfeleistung. Wir haben heute ein Altersheim, das vorbildlich genannt werden kann. Es sind ca. 70 Menschen zu verpflegen, und die Leitung bemueht sich, in jeder Weise allen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nachzukommen. Die Nachfrage nach Zimmern ist so gross, dass wir einen dritten Neubau ausfuehren muessten. Viele unserer Freunde haben durch Hergabe von Bau - Darlehen, auf deren Rueckzahlung sie verzichtet haben, dazu beigetragen, den Bau zu Ende zu bringen, und die Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” hat uns in Anerkennung unserer Wohlfahrtsarbeit und anlaesslich des 25 jaehrigen Jubilaeums des “Cisroco” eine grosse Spende, die von der Repraesentantenversammlung einstimmig beschlossen wurde, zur Verfuegung gestellt. Die Wirtschaftsfuehrung eines solchen Heimes verschlingt heute ungeheure Summen, Crittalheizung, streng rituelle Wirtschaftsfuehrung, das Bestreben, die Heimgenossen recht gut zu verpflegen, alles dies ist ungeheuer kostpielig, und das Defizit, das wir stets haben muessten, wird nur ausgeglichen durch Zuschuesse von “Cisroco” und durch den Anteil, den wir aus der Magbit erhalten. Wir werden auf dem bisherigen Wege weiter arbeiten; wir werden arme mittellose juedische Menschen vordringlich aufnehmen; wir werden versuchen, unseren Alten ein schoenes Heim, einen schoenen harmonischen Lebensabend zu verschaffen. Wirt stehen vor neuen Aufgaben und hoffen, dass unsere Gemeinschaft uns weiter so wie bisher unterstuetzen wird, dass wir auch in Zukunft an unserem grossen Werk werden arbeiten koennen, zum Wohle unserer juedischen Gemeinschaft. COMITE REPRESENTATIVO En la sesión plenaria del Ejecutivo del Congreso Judío Mundial, celebrado recientemente en Ginebra, el delegado señor E. Mintz, de Jerusalem, hizo aprobar dos resoluciones sobre el continente sudamericano. La primera, aprueba el establecimiento de un Consejo Intercomunitario de Cooperación y la segunda, sobre sometimiento a la próxima Asamblea General de un proyecto de creación del Cuarto Ejecutivo Zonal, denominado sudamericano, como rama del mencionado Congreso. Hizo notar que ambas iniciativas interesan a 700.000 residentes en la parte austral del continente. DAUNENDECKEN STEPPDECKEN Neubeziehen u. Umarbeitungen Importierte Inlets u. Moderne Bezugstoffe auf Lager Schlafsaecke f.Ausfluegler Rucksaecke MAX WETZSTEIN Av. M. MONTT 2656 Tel. 43379 ACHTUNG NEU-EROEFFNET Orthopaedische Schuhe Einlagen und Reparaturen werden schnell und billig geliefert. V. GROSSER Merced 750 - Fono 391892 MACO Soc. Ltda. Ahumada 89 Junger technisch gebildeter Kaufmann mit eingeführter INDUSTRIEKUNDSCHAFT sucht Verbindung mit Importfirma oder Industrie. Kleinere Kapitalbeteiligung möglich Gefl. Zuschriften an G 98 Clasificador 567 DIE ANZEIGEN ANNAHME FUER DAS BOLETIN INFORMATIVO Ist taeglich von 9 - 1 u. 5 - 7 geoeffnet. NUEVA YORK 52 Oficina 605 — Teléfono 87765