Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-06-01 · 6 (Junio, 1958) · p. Seite 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
6 (Junio, 1958)
Date
1958-06-01
Page
Seite 33 (sequence 33)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/8553624-8557203-9194377--2312-8557336
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Junio 1958 BOLETIN INFORMATIVO 33 STERNSTUNDEN ISRAELS... (Fortsetzung von Seite 77J eher gesinnten Britischen Mandatsregimes . Das Erbe von Theodor Herzl, von Nordau und Wolffsohn, Sokolow und Weizmann, Jabotinsky und Ussischkin, Ben Gurion und vielen Anderen treugehuetet, die alte Zionssehnsucht, immer neuerkaempit durfte in Lake S u c c e s s triumphieren. Man hoerte dort am 29. November 1947, so formulierte es ein Teilnehmer der historischen Sitzung der “Vereinten Nationen”, gewissermassen “den Fluegelschlag der Geschichte”. Juden nahmen vor der Weltoeffentlichkeit die Verpflichtung auf sich, fuer ihr eigenes Volk und zugleich zum Segen der Kulturmenschheit ein Werk zu vollbringen, das einer grossen Vergangenheit wuerdig sein w u e r d e, das, um ein Wort Weizmanns zu gebrauchen, beweisen wuerde, dass wir Juden, die Enkel und Urenkel von Propheten und Gesetzes - lehrern” seien. Waehrend nationalistisch-aufgehetzte Araberbanden, von europaeischen, im Trueben fischenden, Kriegstreibern zum Aufstand gegen das arbeitende Erez Israel angefeuert wurden, sprach das Weltforum mit eindeutiger Zweidrittelmehrheit ein von juedischer Arbeit zum erheblichen Teil erschlossenes Gebiet dem kuenftigen juedischen Staate zu, dessen Proklamation unter schweren Geburtswehen fast sechs Monate spaeter erfolgte, und der von Beginn an mit offener Feindschaft seiner besiegten Nachbarn zu rechnen hatte. Der Krieg der Hundert Tage und Zehn Jahre Staat Israel Der schwere Druck von aussen zwang Medinat Israel, sich zur Wehr zu setzen, indem es Das zweite Jahrzehnt (Schluss von Seite 5) zeichnen, Unser Boletín Informativo hat sich ausgezeichnet entwickelt, ein begabter Redakteur, ein gewandter Direktor, eine ruehrige Pressekommission wirken zusammen, um unser Blatt, das unentgeltlich an alle Gemeindemitglieder geht und von vielen Lesern ausserhalb Chiles mit Interesse erwartet wird, zu einer angesehenen Zeitung zu machen. Unser Sabbatgottesdienst ist gut besucht. Unsere Feiertagsgottesdienste sind wuerdig, unsere Rabbiner betreuen uns in guten und schweren Tagen, unsere Kinder erhalten den Unterricht, den ihre Eltern ihnen wuenschen, die traditionellen Gebraeuche bei allen Gelegenheiten werden gewahrt, die koschere Kueche in unserem Gemeindehaus ist die einzige in Santiago. Was will man noch mehr? Nun, man will noch viel mehr. Man will, dass etwas Verstaendnis aufgebracht wird fuer die unglaublich vielseitige und leider unglaublich schwierige Arbeit, die auf den Schultern des Praesidenten und seiner engsten Mitarbeiter ruht. Wer hat schon einmal daran gedacht, dass die Aufgaben einer ehrenamtlichen Gemeindefuehrung heute in Zeiten der Inflation anders aussehen als es in Deutschland der Fall war? Gewiss, auch dort war es schwer. Besonders in den letzten Jahren, mit der Gestapo hinter uns, mit den dauernden Vorladungen, mit Haussuchungen und Schlimmerem. Aber frueher, als wir von Staatswegen unsere Gemeindeabgaben erheben konnten, als wir keine finanziellen Sorgen kannten, als wir uns voll und ganz den kulturellen und sozialen Aufgaben widmen konnten. Wie selbstverstaendlich war es, dass Legate und grosszuegige Spenden von reichen Mitgliedern der Gemeinde zugefuehrt wurden. Manbrauchte nicht zu schnödem, der Wohlhabende kannte seine juedische Pflicht. Und wer soll den so gewaltig gewachsenen Aufgabenkreis noch bewaeltigen? Jetzt kommt die vielfache Arbeit fuer Israel zu den sonstigen Arbeiten dazu, jetzt kommen die Verbindungen zum aschkenasischen, zum sephardischen Jischuw dazu, zur Federación Sionista, zum Comité Representativo und vieles mehr. Und in dieser Situation fuehlt man ein gewisses Nachlassen des Interesses, eine gewisse Ermuedung. Eine Ermuedung, die sogar verstaendlich ist, wenn man weiss, dass jahrein jahraus dieselben Maenner sich zur Mitarbeit zur Verfuegung stellen. Deshalb zur Verfuegung stellen, trotz vorgerueckten Alters, weil sich kein Ersatz findet, weil die naechste Generation versagt. Und welch schwierige Probleme liegen noch vor uns! Die Gemeinde wird in absehbarer Zeit sich auf die Landessprache umstellen muessen, damit die Generation, die hier zur Schule gegangen ist, unsere Nachfolge wird antreten koennen. Deshalb muessen jetzt auch juengere Menschen in die Gemeindeverwaltung gehen. Zunaechst an der Seite der Alten, dann allein, nur so wird die Gemeinde fortbestehen. Wenn diese Zeilen in Druck gehen werden, Werde ich wieder auf dem Wege nach Israel sein. Auf dem Wege in das Land, in dem man Ermuedung nicht kennt, in dem man mit Problemen fertig wird, neben denen unsere Probleme Winzigkeiten sind. Moege etwas von dem Elan, moege ein wenig von der Opferfreudigkeit unserer Schwestern und Brueder in Israel sich bei uns zeigen, dann koennen wir zuversichtlich in das dritte Jahrzehnt gehen. versuchte, die Ruhe an seinen langen und stets gefaehrdeten Grenzen wiederherzustellen. In einem Kriege von nur 4 Tagen, dem Sinaifeldzug, welchem die Weltmaechte durch ihr formelles und die Tatsachen verschleierndes Veto ein jaehes Ende setzten, zeigte Israel, zu welchen heroischen und militaerisch-genialen Taten es faehig ist. Der Erfolg, teuer erkauft, ist nicht ausgeblieben. Ohne volle Erreichung der politischen Ziele hatte die Moral gesiegt; viele Sympathien wandten sich dem Staate Israel zu und der Weltjudenheit, die ihm ihre tiefe Solidaritaet bekundete. Der 10. Jahrestag des jungen Staates, vor knapp zwei Monaten mit unendlicher Freude, aber auch starkem Verantwortungsbewusstsein, festlich begangen, wurde von der nichtjuedischen geb i 1 d e t e n Welt beachtet und begruesst. Das juedische Volk hat Freunde in- AUS DEM JISCHUW Am Dienstag, den 27. Mai, sprach der bekannte Schriftsteller Manuel Eduardo Hübner im Instituto Chileno-Israeli de Cultura ueber das Thema; “Gabriela Mistral y el Pueblo Judlo”. Legationsrat Goren ist zur Benennung des am Ende der Strasse Los Talaveras (Nunoa) gelegenen Platzes als “Plaza nerhalb der Menschheit, die begreifen, dass dort im Heiligen Lande eine Kulturtat erster Ordnung vollbracht wird, deren Früchte einst Allen zugute kommen werden, die guten Willens sind. Inmitten einer Welt voller negativer Erscheinungen wird dort Positives geleistet, ein Werk der Humanitaet und Voelkerversoehnung. Die Gemeinde B’ne Jisroel in Santiago de Chile darf am 20. Jahrestage ihres Bestehens mit Stolz darauf hinweisen, dass sie in diesen zwei Jahrzehnten ihren vollen Anteil daran genommen hat. República de Israel” von vielen Seiten beglueckwuenscht worden. Den Jahrespreis des Instituto Nacional erhielt als bester im Jahre 1957 mit Universitaetsreife promovierter Schueler, Ernesto Bendersky Guiñerman. Unser Mitarbeiter Walter Baron (Avner Bar - On), der als Schaliach des Haschomer Hazair in Chile weilte, ist nach Israel zurueckgekehrt. Der Bischof von Iquique, Mons. Pedro Aguilera, befindet sich unterwegs auf einer Reise nach Europa und Israel. Die Alijah-Gruppe des Hanoar Hazioni wurde in der Legation von Israel am 20. Mai feierlich verabschiedet. Die Gruppe verliess Chile am 25. Mai; ihr Ziel ist der Kibbuz “Kfar Glikson”, Die Feuerwehr von ftunoa, zu der auch die “Bomba Israel” gehoert, feierte ihr 25-jaehriges Bestehen. DIE WELT IST RUND... “Ich bin so faul, dass ich aus Angst, morgen viel arbeiten zu müssen, lieber heute alles erledige”, das ist die jüngste Stilblüte von Jean Cocteau. '—> "A"'—* Peter Ustlnov, Schriftsteller u. Filmschauspieler, kennt seine Landsleute: “Die Engländer gehen niemals am Samstag in eine Lustspielaufführung, weil sie Angst haben, dass sie am Sonntag noch darüber lachen könnten...”, meint er. Wann ist ein Star ein Star? Wenn ihn die Taxichauffeure mit Namen ansprechen und die Ober auf die Rechnung ein Autogramm haben wollen. Kleine Völkerkunde: Der Engländer tut alles, was er für seine Pflicht hält. Der Russe hält alles für seine Pflicht, was man ihm zu tun gibt. Der Franzose tut alles, wenn es nicht seine Pflicht ist. Der Deutsche tut bei allem als wäre es seine Pflicht. —{ ☆ I— “Wie kommt ea eigentlich”, fragte ein Ausländer einen französischen Schrifts t e 11 e r, “dass Frankreich so wenig Denkmäler von seinen Dichtem hat. Fehlen vielleicht die Steine dazu?” — “Ja”, antwortete der Befragte, “man wirft nämlich die Steine auf die lebenden Dichter!” Und die Frauen? — Als eine Malerin gefragt wurde, was sie von den Männern halte, meinte sie: “Es gibt nur sehr wenig Männer, die genügend Geist haben, um es sich leisten zu können, eine Frau mit Geist zu haben”. Eine Frau hat immer zwei Begründungen,"wenn sie etwas kaufen will: Entweder sagt sie: “das hat noch niemand” —oder — “das haben alle”. Die Franzosen wünschen eine deutsche Armee, die kleiner ist als die französische u. grösser als die russische. Aufruf der Magbit- Kommission Wir kitten diejenigen Mitglieder unserer Gemeinde, die ihre Zeichnung fuer die Magbit 5718 noch nicht abgegeben haben, dies sofort zu tun, und sich damit in die Reihen derer zu stellen, die mithelfen an dem grossen Werke des Aufbaus der Medinat Israel und der Rettung von Hunderttausenden unserer Brueder aus akuter Lebensgefahr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.