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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1958-05-01 · 5 (Mayo, 1958) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XX (1958)
Issue
5 (Mayo, 1958)
Date
1958-05-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Mayo 1958 BOLETIN INFORMATIVO 7 DER 10. JOM HAAZMAUTH IN CHILE Die Feierlichkeiten' aus Anlass des 10. Jom Haazmauth wurden ebenso wie in der ganzen freien Welt, auch in Chile in diesem Jahre mit besonderem Glanz begangen. Aus der Vielfalt der Veranstaltungen muessen besonders die folgenden hervorgehoben werden: IN SANTIAGO Am Donnerstag, den 24. April, morgens, fand die offizielle Kranzniederlegung am Denkmal des General Bernardo O’Higgins statt, die von Legationsrat Samuel Goren unter militaerischen Ehrenbezeugungen und bei Anwesenheit von Vertretern der Regierung sowie zahlreichem Publikum vorgenommen wurde. Sodann fand in seiner Wohnung ein privater Empfang der in Chile weilenden israelischen Staatsbuerger und der Fuehrer des Jischuw statt. Am Spaetnachmittag fand sich der Aussenminister, der Minister - Generalsekretaer der Regierung, das vor der Moneda akkreditierte diploma tische Korps, Mitglieder des Obersten Gerichtshofs, des Senats und der Kammer, Politiker und andere Persoenlichkeiten des offiziellen Lebens, sowie fuehrende Mitglieder der Kollektivitaet zu einem Cocktail im ‘‘Club de la Unión” ein. In einer Massenkundgebung im Teatro Pacífico gipfelte das reichhaltige Programm dieses Festtages. Der offizielle Festgottesdienst fand am Sonnabend, den 26. April vormittags in der Synagoge der “B’ne Jisroel” statt und war ausser von Mitgliedern unserer Gemeinde von Vorstandsmitgliedern der Schwestergemeinden, der Federación Sionista und des Comité Representativo, sowie von Vertretern des Diplomatischen Korps besucht. Die Zeremonie verlief in aussergewoehnlich feierlicher und wuerdiger Form. Das Instituto Chileno-Israelí de Cultura nahm an den Feierlichkeiten durch eine kulturelle Veranstaltung teil, die am 23. April abends in der Aula der Universitaet stattfand. Nach den Nationalhymnen und Ansprachen des Praesidenten des Instituto, sowie musikalischen Darbietungen, sprach der Praesident des Chilenischen Roten Kreuz, Dr. Agustín Inostroza ueber Eindruecke von seiner kuerzlichen Reise nach Israel. Ebenso fanden in der “Escuela República de Israel” mehrere Veranstaltungen statt, in denen die Bedeutung des Tages den Schuelern vor Augen gefuehrt wurde. IN DER PROVINZ Auch in allen Provinzstaedten, in denen Juden ansaessig sind, wurde des Israelischen Staatsfeiertags in wuerdiger Form gedacht. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die Kranzniederlegung am Denkmal Arturo Prat in Valparaiso, zu der Legationsrat Goren eigens hingefahren war, sowie das festliche Bankett im Casino von Viña del Mar. Im Verlauf der Feierlichkeiten in Concepción wurde der dortigen Universitaet im Namen der “Federación Sionista de Chile” eine Stiftung von mehr als fuenfzig Buechern juedischen Inhalts in spanischer Sprache ueberreicht. PRESSE, RADIO UND FILM Saemtliche grosse Tageszeitungen wuerdigten in besonderer Form die Bedeutung des Tages. Sowohl “El Mercurio” von Santiago wie Valparaiso, “La Nación”, “Las Ultimas Noticias” und “Ultima Hora” widmeten mehrere Spalten bezw. Seiten dem israelischen Staatsfeiertag. In ganz besonderer Weise gedachten “El Diario Ilustrado”, das der Kirche nahes t e h e n d e konservative Blatt, sowie das liberale “El Debate” die Ereignisse in ihren Leitartikeln. Das letztgenannte Blatt nannte den Staat Israel “Saat der Zivilisation in einer vom Orkan der Barbarei durchstuermten Welt”. Dem Direktor des “El Mercurio” von Valparaiso, Francisco Le Dantec, wurde in einer feierlichen Zeremonie ein Diplom ueberreicht, demzufolge in Anerkennung seiner Arbeit im Dienste der chilenischisraelischen Zusammenarbeit der Keren Kajemeth einen Hain auf seinen Namen pflanzen wird. Bekanntlich verleiht die israelische Regierung keine Orden und entsprechen solche Baumspenden dieser Kategorie internationaler Anerkennungen; nach Senator Julio Durán und dem ehemaligen Deputierten Sergio Salinas ist Herr Le Dantec die dritte chilenische Persoenlichkeit, der diese Ehrenbezeugung zuteil wird. Im Rundfunk wurde der Staatsfeiertag bei verschiedenen Sendern zum Anlass fuer spezielle Programme genommen. Besondere Erwaehnung verdient eine brillante Dissertation des bekannten Enzyklopaedisten Alfonso Stephens. Auch der Praesident der Federación Sionista, Miguel Maldavsky entbot der Kollektivitaet einen Gruss durch das Radio. Die nationale Wochenschau “Emelco” brachte in ihrem Bildbericht Nr. 88 einen ausgezeichneten Ueberblick ueber die verschiedenen Veranstaltungen, der den ersten Platz im Programm einnahm. Von deutschsprachigen argentinischen Zeitungen, die uns vorliegen, verdient das in unseren Kreisen vielgelesene “Argentinische Tageblatt” Erwaehnung, das zum Staatsfeiertag eine ausgezeichnete Sondernummer herausbrachte, sowie die “Juedische Wochenschau”. Selbstverstaendlich gelang es auch “Mundo Judío”, eine sehr reichhaltige Ausgabe herauszubringen; in der gleichen Richtung zielten die Bemuehungen der Redaktion des “Boletín Informativo” in der Ausgabe des vergangenen Monats. INNERHALB DER KOLLEKTIVITAET Vier grosse Veranstaltungen, die jede allein in ruhigen Zeiten genuegt haette, um die Aufmerksamkeit des Jischuw auf sich zu lenken, wurden in den Tagen der Feierlichkeiten angesetzt, was sowohl ersteren wie letzteren eine besondere Bedeutung verlieh. Zeitlich die erste war die Einweihung eines Steins zu Ehren des 1. Praesidenten des Staates Israel, Prof. Chaim Weizmann, auf dem Friedhof in Conchalí, im Rahmen einer Trauerfeier, bei der aller juedischer Maertyrer, der im Befreiungskrieg gefallenen Soldaten und der in Israel gefallenen chilenische Chaluzim gedacht wurde. Die “Banco Israelita” weihte den Rohbau ihres neuen Gebaeudes in San Antonio Ecke Moneda ein. Der Vaad Hachinuch uebergab das vierte Gebaeude seiner Schule in Macul offiziell seiner Bestimmung. Und schliesslich weihte der “Haschomer Hazair” das von der Federación Sionista gebaute neue Haus der Hachschara “Kidma” ein und uebergab es gleichzeitig der 8. Hachschara- Gruppe, all dies am 13. Jahrestag der Einweihung seiner ersten Hachschara, die auch die erste in Suedamerika war. DIE S. C. I. “B’NE JISROEL" Unsere Gemeinde war direkt und indirekt an allen genannten Veranstaltungen beteiligt, sei es durch Anwesenheit ihres Praesidenten und Herren des Vorstands, sei es durch Beteiligung ihrer Mitglieder oder Benutzung ihrer Raeumlichkeiten. Letzteres trifft besonders auf den bereits erwaehnten Festgottesdienst zu, der dank unseres Tempels in einem besonders schoenen Rahmen stattfinfolg sichern, auf den sie Anspruch hat. Ich sage bewusst “Anspruch hat”, denn es ist eine Pflicht, die wir zu erfuellen haben und keine Bitte, der wir gnaedigst entsprechen. Wenn auch, wie gluecklicherweise in jedem Jahre, die Mehrheit unserer Freunde ihre Verpflichtungen, schnell und angemessen erfuellt, so sind es doch immer wieder die Gleichen, die unter allen moeglichen Vorwaenden versuchen, so billig wie moeglich “davonzukommen”. Es ist nicht besonders ehrenvoll fuer mich, dies feststellen zu muessen, aber glauben Sie mir, meine verehrten Damen und Herren, dass es einem weh ums Herz wird, wenn man an Verhandlungen teilnimmt und die Ausreden anhoeren muss, die Viele gebrauchen. Im vorigen Jahre, als es sich um die Sinai-Aktion handelte, wollten sie nicht zahlen, weil sie Pazifisten sind und dieselben erwaehnen in diesem Jahre, dass man ja nicht so viel zu geben brauche, weil in unserem Lande Frieden herrsche. Darf Jemand, der Jude ist, und sich Jude nennt, darf ein Mitglied unserer Gemeinde sich so verhalten? Ist es moeglich, dass immer noch ein Drittel unserer Mitglieder sich zur Zeichnung nicht gemeldet hat? Ist es zu verantworten, dass wiederholte Mahnungen, Anrufe, Aufrufe und Besuche noetig sind, um einen Menschen an Erfuellung dieser elementarsten Pflicht zu erinnern? Muessen immer wieder neue Kosten fuer Porti ausgegeben, muss immer wieder unnoetige Schreibarbeit geleistet werden, muessen die ehrennamtlichen Leiter der Magbit monatelang vergeblich auf die Zeichner warten? Ist das wuerdig? Entspricht das dem guten Ruf unserer Gemeinde? Helfen Sie uns, meine Fruende, sorgen Sie dafuer, dass Ihre Bekannten sofort ihre Pflicht erfuellen und sorgen Sie auch bitte dafuer, dass die Zahlungen so schnell wie moeglich erfolgen, denn das Geld wird dringend, sehr dringend gebraucht . So wenig glaubhaft es Ihnen erscheinen moege: Wir haben auch noch Aussenstaende aus der Magbit 5717 und Aussenstaende von Mitgliedern, dis den konnte. Am 26. April abends veranstaltete die Gemeinde, zusammen mit “Wizo” und “Liga de Damas” einen Ball, der einen bis in die fruehen Morgenstunden dauernden festlichen Verlauf nahm. Die zahlreich erschienenen Anwesenden, besonders Jugendliche, fuellten nicht nur den grossen Saal, sondern auch das Restaurant und die eigens geoeffneten Raeume in den oberen Stockwerken des Gemeindehauses. MINISTER CARMEL Einen erneuten Hoehepunkt erreichten die zahlreichen Zusammenkuenfte dank der Ankunft des Verkehrs- und Transportministers von Israel, General Mosche Carmel. Wir berichten ueber die Anwesenheit von Minister Carmel an anderer Stelle dieser Ausgabe und \verden auf seine Taetigkeit noch im naechsten “B. I.” zurueckkommen, da dieselbe praktisch erst bei Redaktionsschluss begann. (Fortsetzung von Seite 6) wirtschaftlich nicht in der schlechtesten Lage sind. Sie koenen sich ausrechnen, dass diese Zeichnungen, die vor mehr als einem Jahre erfolgten, bei der inzwischen eingetretenen Geldentwertung nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes darstel-, len. Ist das juedisch? Hoffentlich wird das Gewissen unserer Mitglieder es einmal ermoeglichen, dass wir eine Magbit, wie es sein muss, in laengstens drei Monaten durchfuehren. Dann werden wir uns mit Stolz Mitglieder der S.C.I. nennen duerfen. ALLGEMEINES Der efektive Mitgliederbestand war am 1. April dieses Jahres unter Beruecksichtigung der 51 Neuaufnahmen 1491 Mitglieder-Familien, also 27 mehr als im Vorjahre. Die Zahl der Geburten betrug 40. Die Zahl der Sterbefaelle belief sich auf 46, gluecklicherweise. 14 weniger als im vorigen Geschaeftsjahre. Es fanden 12 Trauungen und 39 Barmizwoth- Feiern in unserem Mitgliederkreise statt. Es besteht noch ein weites Feld fuer Werbung neuer Mitglieder. Es duerfte heutzutage keinen Juden mehr geben, der nicht einer juedischen Gemeinde angehoert. Ich bitte Sie daher im Namen des Direktoriums um Ihre Mitarbeit. Bringen Sie uns Ihre Freunde. Ihre Bekannten und wir werden es Ihnen danken. Wir hoffen auch, dass Ihre Freunde, wenn sie einmal Mitglieder sind, es Ihnen danken werden. Insbesondere sollte dafuer gesorgt werden, dass alle verheirateten Kinder unserer Mitglieder der Gemeinde beitreten, da sie ja automatisch mit der Verheiratung aus der Familienmitgliedschaft ausscheiden. Um Ihre Mithilfe, um Ihr Interesse, meine Freunde, bitte ich Sie. Jeder soll einmal darueber nachdenken, was er seiner Gemeinde schuldig ist, was er tun kann, um ihr die Moeglichkeit zu geben, einer Gross-Gemeinde entsprechend zu wirken. Und verzeihen Sie mir, wenn ich mir gestatte, Sie daran zu erinnern, dass unsere Gemeinde dank der Bemuehungen eines unserer Vorstandskollegen steuerfrei ist, also Trotzdem koennen wir noch darauf hinweisen, dass er am Montag, den 5. Mai abends, einem Cocktail beiwohnte, zu dem der Vorstand der Gemeinde zu seinen Ehren geladen hatte. Nach Begruessungsworten von Herrn Dr. Landau ergriff Minister Carmel das Wort und umriss in praegnanten Saetzen die Aufgaben der Bonds - Campaign, die ihn zu seiner Reise veranlasst hatte. Ausserdem sprachen die Herren José Klein und Amitai. Auch mit den anderen Gemeinden nahm Minister Carmel waehrend seiner kurzen Anwesenheit in Chile engen Kontakt. Im Verlauf seiner Fuehlungnahme mit der Aussenwelt wurde er in einer Sonder- Audienz von Praesident Ibanez empfangen und tauschte mit Wirtschaftsminister C o r r e a Prieto Gedanken ueber chilenisch-israelische Handelsbeziehungen aus. weder fuer Erbschaften noch fuer Vermaechtnisse Abgaben zu leisten hat. Denken Sie bitte daran, dass es in Europa ueblich war, testamentarisch einen Teil seines Nachlasses den Gemeinden, Wohlfahrtsaemtern und Altersheim im wesentlichen beibehalten. Warum sollen wir auf dem eben erwaehnten Gebiete uns nicht ebenso verhalten wie wir es frueher taten? Sollten nicht insbesondere alle diejenigen, deren wirtschaftliche Lage sich durch glueckliche Umstaende wesentlich verbessert hat, daran denken, dass es den juedischen Begriff des “Maasser” gibt? Sie helfen hiermit Ihrer Gemeinde und das ist eine grosse, wichtige Aufgabe. Bevor ich meinen Bericht schliesse, moechte ich meinen besonderen Dank allen ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie Kollegen im Direktorium, der Repraesentanz und allen Beamten der Gemeinde, den Herren Rabbinern, den Herren des Kultus und den Damen und Herren der Verwaltung aussprechen, die durch ihre interessevolle Mitarbeit dazu beigetragen haben, die nicht geringe Arbeit des vergangenen Jahres zu bewaeltigen. Meine verehrten Damen und Herren, ich glaube, Ihnen so einen Ueberblick ueber die Taetigkeit unserer Gemeinde im verflossenen Geschaeftsjähre gegeben zu haben. Es war unser Bestreben, etwas zu leisten. Wir sind davon ueberzeugt, dass auch fuer Gemeindearbeit das Wort gilt “Wer rastet, rostet” und infolgedessen haben wir uns bemueht, auf neue Ideen zu kommen, neue Anregungen zu geben, fuer den Weiterauf bau und die Vergroesserung unserer Gemeinde zu arbeiten. Wenn es uns nicht auf allen Gebieten gelungen ist, den von uns so gewuenschten Erfolg zu erzielen, so liegt es nicht allein an uns- Wir hoffen, dass es mit Ihrer wertvollen Mitarbeit im naechsten Jahre moeglich sein wird, zu sagen: Es war ein Erfolg auf allen Gebieten, auf juedisch religioesem, auf nationalem, auf kulturellem und vor allem auf dem Gebiete der Gewinnung und Mitarbeit unserer juengeren Generation. EIN JAHR GEMEI NDET AETIGKEIT

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