Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVIII (1956)
- Issue
- 11 (Noviembre, 1956)
- Date
- 1956-11-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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T 1 Urámabm m- -■* f^E-T 1 H lWfQBM ATIV O ü i » Unsere bittere Alternative war ttiiner nur uie; entweder, zu warten, bis Aegypten mit russischen, und: amerikanischen , Waffen gedickt,, in em.ge- I Monaten oder Jahren Israel |. angreift, um es zu vernichten 1 oder aber vorher zu handeln, j Im ersteren. Fall haette uh2 vielleicht die Weltmemung be; mitleidet. Ob sie uns aber mehr geholfen haette als Xu der Zeit, da Nassers Meister sechs Millionen Juden in die Gasoefen schickte, bleibt dahingestellt. Wir wollten es nicht darauf ankommen lassen. Die Welt sieht nun in ih r. ein unschuldiges Opferlamm. Wir konnten es nicht vethindern. Aber es ist besser so. al umgekehrt. DIE GROSSE WENDUNG Trotz allem werden sich Be teiligte und Unbeteiligte mi der Tatsache abfinden mues- GUY MOLLET: ‘‘Nasser ist groessenwahnsinnig und wortbruechig. . (Foto: “Time”) sen, dass eine grosse Wendung eingetreten ist. Israel hat seine verwundbarste Grenze von Feinden gereinigt, den uns aufgezwungenen Krieg in dessen Gebiet getragen, die in Aegypten sinnlos aufgestapelten roten Waffenpyramiden sind zerstoert, Nassers militaerisches Prestige zerschmettert und der Mythos vom ‘‘Her- Fortsetzung von Seite 1 * V> W3& ' s MOSCHE DAJAN Oberbefehlshaber der Hagana mm mm ife'tfîS {yXvbXW mm ms mm mmm lägen Krieg wie eine Seifengrosse und schwere Probleme. blase gepia^zt. Den Gebietszuwachs, den wir nicht wollten, koennen wir fuer den Frieden, den wir brauchen, zurueckgeben. Das leidige Fluechtlings- Problem, das der faschistische Menschenschinder aus Propagandagruenden nie 1 o e s e n wollte, werden wir dank der Einnahme von Gaza human und anstaendig selbst regeln. Hatte Nasser den Fluechtlingen nicht immer versprochen, sie wuerden nach Israel zurueckkehren? Nun, es ist so weit; sie sind zurueckgekehrt. Gewiss, es muss noch einmal gesagt werden: wir sind kein Volk, das ueber militaerische Siege jubelt und niemand ist der Meinung, dass wir nicht dai unter auch eine Reihe neuer Probleme, vor uns haben. Aber die Wendung ist eingetreten und es ist eine Wendung zum Besseren. Von einer hoeheren Warte aus gesehen sind die weltpolitischen Projektionen nicht nur der siegreichen zweiten Runde, sondern vor allem der anglo - franzoesischen Intervention, natuerlich noch viel gewaltiger und ueberhaupt noch nicht zu ueberblicken. Im Moment, da diese Zeilen geschrieben werden, haengt noch vieles davonab, ob die beiden Westmaechte nun tatsaechlich in Aegypten landen werden, ob das amerikanische State-De- ■- n.’-tment í¡eine blind wuetige Oppoülub.n gegen seine Allliartenr et-./as mildert und vor allem, wie die Wahlen in USA. ausgehen werden. Einst ..eilen hat jedenfalls die Solidaritaet der freien westlichen Welt einen schrecklichen Bruch erlitten, schwerwiegender noch als der des Sowjetimperiums aufgrund der bestialischen Metzelei des russischen Untermenschentums in Ungarn. Der Bagdad-Pakt ist en. lich auseinandergefallen. Die Vereinten Nationen versuchen, ihre Impotenz zu ueberwinden, indem sie unter amerikanischer Fuehrung versuchen, Energie am falschen ilatz anzuwenden. England und Frankreich unternehmen einen letzten Versuch, den Zerfall ihrer Macht aufzuhalten und die amerikanische Vormund- «I xM, SIR ANTHONY EDEN Auch Er ist ein ‘‘Angreifer” (Foto: “Time”) schaft abzuschuetteln. Westeuropa tastet sich zu einer noch nicht definierten Einheit vor und in Osteuropa brodelt der heilige Hass gegen die russischen Unterdruecker. Wenn unsere Kinder einmal die Geschichte dieser Tage Lernen werden, so muss ihnen wahrscheinlich der Lehrer sagen: “Und damit beginnt ein neues Kapitel”. ATSCHEKA. SOLIDARITAET MIT ISRAEL Der Vorstand der Christlichjüdischen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz hat beschlossen, einen Aufruf an seine christlichen Mitbürger, darüber hinaus an alle Christen, insbesondere Europas, zu richten: “Vor acht Jahren wurde der Staat Israel auf dem Boden des Heiligen Landes gegründet. Sein Boden wurde und wird mit unsäglichen Opfern einer grösstenteils verwuesteten Erde, abgerungen. Er ist das neue Zentrum des jüdischen Geistes, dem die Menschheitskultur so - unendlich viel zu verdanken hat. Die Vereinten Nationen haben dann mit grosser Mehrheit das Existenzrecht des Staates Israel ratifiziert und diesen als Mitglied aufgenommen. Dennoch wird dieses Existenzrecht Israels von seinen Nachbarn bestritten, und so steht es vom Tag seines Bestehens an im verhängnisvollen Zeichen des Krieges, der es immer wieder zu vernichten droht. Die Juden, die heute den Staat Israel aufbauen und verteidigen, sind unsere Brüder; sie sind unsere Gefährten durch die Geschichte — und sie bleiben es. Wer verstanden hat, was das Geschehen der nationalsozialistischen Ausrottungsaktion für die Christenheit bedeutet hat und bedeutet, der muss sich zu dieser Verbundenheit mit Israel in des Wortes doppelter Bedeutung bekennen. Wieder ist ein wichtiger Teil des Volkes des Alten Bundes ernsthaften Drohungen ausgesetzt, deren Durchführung Vernichtung und Ausrottung bedeuten würde. Und wieder ist die Christenheit, sind wir alle in die Schuld verflochten, die darin zum Ausdruck kommt. Das Bekenntnis zur unaufhörlichen Verbundenheit der Geschichte des Christentums mit der Geschichte des Judentums bedeutet heute ein Bekenntnis zur Solidarität fen die Christenheit dazu auf!” Für die “Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz”: Die christlichen Mitglieder des Vorstandes: Prof. Dr. theol. Hendrik van Oyen, Basel, Präsident; Prof. Dr. ing. mit dem Staate Israel, Wir ru- E. Bickel, ETH, Vizepräsident; Dr. Ernst von Schenck, Basel. Sekretär; Ida Frohnmeyer, Basel; Prof. Dr. E. Giovannini, Fribourg; Gertrud Kurz, Bern; Pfarrer P. Trautvetter, Zürich: Pasteur Paul Vaucher, Neuenburg; Pfarrer Dr. h. c. Paul Vogt, Grabs. (“Argus-Service”). Suspendidos Festejos Cincuentenario En vista de la situación internacional y obrando de consuno los per.soneros del COMITE REPRESENTATIVO y de la FEDERACION SIONISTA que integran la Comisión Organizadora de los Festejos del Cincuentenario de la Colectividad Israelita de Chile, JOVEL HAJAMIS, acordaron por unanimidad SUSPENDER TEMPORALMENTE todos los actos programados y pedir a los correligionarios de todo el país reafirmen su solidaridad con ISRAEL suscribiendo de INMEDIATO los REGISTROS de HONOR de HAGANA - MAGBIT 57171 — 1956 AM RANDE NOTIERT Am 38. Tuff nwtie Hausierte Nasser den Sttez-Kanal. Am 29-, Oktober rollten die israelische» Tanks nach Suez. Das musste natuerlich im "Boiettn” erscheinen: ein Wechsel auf SO Tage, der ihm geplatzt ist... Im Oktober wurde, nach 11 Jahren, Hitler von einem deutschen Gericht endlich tot erklaeit. Hoffentlich dauert es mit Gamal Abdolf Nasses nicht so lange... Nasser ist wie jener feige Luemmcl, der seinen Nachbarn in <her Schule unaufhoeriietv rj»aeCt- Wenn diesem aber die Geduld ( reisst und er »Ith' zur Wehr setzt, da»» laeaft er schreiend zu seine»» UW-ehe liehen Vater. Die A/afccr wollen Israels Ausschluss aas den U. N. beantragen. Sollte es soweit kommen, halben wir nur den eine» Wunsch: Israel toll so wohlhabend sein wie die Deutsche Bundesrepublik, so maeehtig wie Rot- China und so respektiert wie uie Schweiz... Warum kriecht Nehru dem Nasser so zu Kreuze? Vielleicht hat die Schuld sein Freund, Berater und Botschafter Krishna?.. . Der von den Stalinisten als Spion urngebrachte Laszlo Rajk ist vor Kurzem aus dem Massengrab ausgegraben und als Volksheld in ein Ehrengrab cingegraben worden. Sollte etwa ein alter Stalinist wie Molotow morgen Kruschew stuerzen und an die Wand stellen, so muesste man eben Rajk aus dem Ehrengrab wieder ausgraben und ins Massengrab eingraben. Auf dieser Welt und besonders im Sowjetreich, ist eben nichts... vergraeblieh... Mr. Fester Dulles war empoert ueber die anglafranzoesische Intervention in Suez. Was haette er eigentlich getan, wenn die Russen einen Nasser nicht in Suez, sondern in Panama gehabt haetten? Hat er denn ueberhaupt eine so weisse Jacke, was Intervention anbetrifft? Oder sind die Bananen von Guatemala wichtiger fuer die freie Welt als das Oel von Kuweit?. .. Die Russen erwaegen, Freiwillige nach Aegypten zu schicken. Die koennten sie doch eigentlich in Ungarn rekrutieren. Da haben sie doch mindestens 1.%?! der Bevoelkerung fuer sich... TUNICHTGUT.