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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-08-01 · 8 (Agosto, 1956) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
8 (Agosto, 1956)
Date
1956-08-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Agosto, 1956 BOLETIN INFORMATIVO 17 . O .111 ..I lili BOLETIN INFORMATIVO DE LA S. C. I. ADMINISTRACION Clasificador 567, Santiago ANNAHME DER ANZEIGEN BIS ZUM 14* AUGUST Bitte unter Groesse 1 2 cm. HANS KONOW u. FRAU "Glueckwuensche zum Neuen Jahr" $ 980 Gran Avenida... nachfolgenden Text einzusetzen Groesse 2 FERDINAND KRAL & SOHN 3 cm. Papier en gros $ 1.420 Gran Avenida... Tel. ... gratulieren herzlichst zum Neuen Jahr Groesse. Scheck anbei zu kassieren bei Groesse 3 4 cm. $ 1.750 GUNTER KORN und FRAU SCHNEIDER ZUBEHOER Gran Avenida ... Tel. gratulieren allen Kunden, Freunden u. Bekannten herzlichst zum Neuen Jahr REMBRANDT bis zu seinem Tode. Und doch ist vielleicht gerade diese Zeit die interessanteste seines Lebens. Erst war es nur das Ich bis er das Du fand und zuletzt gesellte sich ein Drittes hinzu, das menschlich Warme, das Zusammengehoerigkeitsgefuehl zur Masse Mensch. Und das findet er zuletzt. Seine Freunde waren Copperol, der Kaligraph und der Rabbi Menasseh Ben Israel. 30 Jahre wohnte Rembrandt in der Naehe der Judengasse und er fuehlte sich zu den Juden besonders hingezogen. Im Hause des Rabbi Menasseh Ben Israel, von Beruf Buchdrucker, denn damals mussten die Rabbiner noch profane Berufe ausueben um sich zu ernaehren, ging er als Freund ein und aus, mit ihm verband ihn einige innige, tiefe Freundschaft die nur mit dem Tode des Rabbi enden konnte. Vielleicht hat Rembrandt im Hause seines Freundes auch Spinoza kennengelernt, vielleicht hat der Maler auch hebraeisch gelesen und gesprochen oder zumindest verstanden. Er liebte die Juden, die von der Aussenwelt im Ghetto eingeschlossen, um ihres Verstandes Willen, er schaetzte sie hoeher als seine Umgebung, da er den Geist erkannte, der die Juden hochhielt, ihren Glauben an Gott. In seiner ■eigenen Abgeschlossenheit fuehlte er sich nahe diesen Abgesonderten die ihn besser verstanden als seine Umwelt. Im Juden viertel malte er seinen Freund den Rabbi Menasseh Ben Israel, er malt diesen grossen, klugen Kopf, mit der hohen Stirn, mit den alles verstehenden etwas schwermuetigen Augen die etwas sanftes, beruhigendes haben. Und er malt auch Moses mit (Fortsetzung von Seite 11) erhobenen Armen die steinernen Tafeln mit den zehn Geboten haltend, mit hebraeischer Inschrift. Wutentbrannt und wild ist das Gesicht seines Moses als er seines suendigenden, ums goldene Kalb tanzenden Volkes ansichtig wird. Und auf dem Bilde scheint er schon die heiligen Tafeln zerschmettern zu wollen. In jedem Werk, was es auch sei, malt Rembrandt nicht nur die zu malenden, sondern ein Stueck seines eigenen Ichs, eigene Verzweiflung, eigene ohnmäechtige Wut, er malt ein Stueck Seele “Seine” Wut des gemalten Moses, die schwermuetigen Augen des Rabbi sind “seine” Augen der Schwermut, mit denen er die Welt sieht. So war sein Leben. Er gelangte zu den groessten Gluecksguetern der Erde und verlor alles wieder, er liebte zwei Frauen, Saskia van Uhlenbur gh und Hendrik je Stoffels, beide starben vor ihm, ausgezehrt von seiner Liebe. Es starb ihm sein Sohn Titus, um den er Gott gebeten, nachdem ihm drei Kinder gestorben. Ganz arm, ganz einsam, ganz vergessen von der Welt starb er am 8. Oktober 1669. Einsam und verlassen starb Rembrandt beweint nur von Cornelia, seiner unehelichen Tochter, die jetzt 18 Jahre alt war, zur letzten Ruhe geleitet von einigen Unbekannten. Verweht ist sein Grab, seine sterblichen Reste sind verstreut, doch sein geistiges, gemaltes Erbe erstand wie der Phoenix aus der Asche und nach Jahrhunderten ging sein unsterblicher Ruf ueber die ganze Erde, als Einer, der auf ihr lebte und schuf, das Neue, Unbekannte. LOKALE PRODUKTION DES SALKSERUMS AUFGENOMMEN Die Produktion von Salk- Serum gegen spinale Kinderlaehmung (Polio) wurde aufgenommen und wenn keine unerwarteten Schwierigkeiten auftreten, wird man in einigen Monaten mit den organisatorischen, Vorbereitungen fuer die allgemeine Impfaktion der kleinen Kinder beginnen, erklaerte Gesundheitsminister Barsilai gestern, als er in Jaffa die Laboratorien besuchte in denen das Serum hergestellt wird. Dr. Nathan Goldblum, Leiter der Laboratorien erklaerte dem Minister die Taetigkeit des Laboratorium die zur Zeit ganz der Erzeugung des Salk-Serums gewidmet ist. Die Produktion wird unter der Fuehrung einer Gruppe von Fachleuten durchgefuehrt, die im Laufe des letzten Jahres auch die meisten der Laender besuchte, in denen Salk-Serum hergestellt wird und sich dort mit den Produktionsmethoden bekannt gemacht hat. Obwohl die Produktion schon angelaufen ist, wurden bisher noch nicht die Genehmigungen erteilt, das erzeugte Serum zu verwenden, da noch eine Reihe von Kontrollen vorgenommen werden muessen. Fuer die Organisierung der Impf - Aktion besteht schon seit geraumer Zeit eine ministerielle Kommission, die alle Vorbereitungen trifft. NEUES AUTO •— INSTITUT IN BNE BRAK Im Industrieviertel von Bne Brak wurde das “Institute of automotive Engeneering”, ein von suedafrikanischen Investoren errichteter Betrieb eroeffnet, in denen Motore ueberprueft und “eingelaufen” , werden koennen. Das “Einfahren” eines Autos mit Hilfe eines Dynamometers nimmt nur 9—10 Stunden *in Anspruch, wodurch Zeit, Treibstoff, Pneus und andere Ausgaben gespart werden. Die modernen Apparate des Instituts ermoeglichen eine gru-endlicihe Uieberpruefung von Motoren und Bestandteilen . RUECKGANG DER ARBEITSLO¬ SIGKEIT Der Tagesdurchschnitt an Arbeitslosen bis zu der Woche, die am 18. Mai endete, betrug 10.800, was einen Rueckgang um 800 bedeutet. Von dieser Zahl sin 8435 Schwarzarbeiter und 2486 Frauen. Die groesste Zahl registrierter Arbeitslosen ist in Haifa mit 1572 zu verzeichnen, gefolgt von Tel Aviv mit 1293 und Jerusalem mit 694. NEUE SIEDLUNGEN IM NORDEN UND SUEDEN Eine neue Siedlung im Norden des Landes, in der Gegend von Bet Netufa, im Sueden der Landstrasse Akko — Safed, wurde gegruendet. Die Siedlung, die den Namen Schagew traegt, ist die zweite Siedlung in dieser Gegend. Eine Gruppe von Neueinwanderern aus Nordafrika die mit der “Jerusalem” eintrafen uebernahmen die Siedlung. Ausserdem soll eine Gruppe von demobilisierten Soldaten sich in der Siedlung niederlassen. Aussenarbeit wird in einer Grube von „Solei Bone” gesichert werden waehrend andererseits Arbeit bei der Vorbereitung der Boeden und Bewaldung von der Sochnut gesichert werden soll. Die Siedlung in dieser Gegend konnte errichtet werden, nachdem eine Wasserquelle gefunden wurde, die 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde ergibt, und so die Bewaesserung von 1000 Dunam Boden ermoeglicht. In den naechsten Tagen wird eine neue Siedlung im Lachisch-Bezirk, im Rahmen der Bewegung „Von der Stadt aufs Land” gegruendet werden. Es wird die 23. «Siedlung in diesem Entwicklungsbezirk sein. Die neuen Siedler werden ueber 3500 Dunam Boden verfuegen und Wasser fuer die Bewaesserung dieser Boeden erhalten. J 88248649 4722

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