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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1956-01-01 · 1 (Enero, 1956) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVIII (1956)
Issue
1 (Enero, 1956)
Date
1956-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Enero, 1050 BOLETIN INFORMATIVO A el ■ > r Die Regierung Israels und, wie man annehmen darf, auch die arabischen Regierungen, studieren die Lage, wie sie die Rede Sir Anthony Edens vom 9. November geschaffen hat. Sir Anthony widmete einen bedeutenden Teil seiner Ausführungen den Problemen des Vorderen Orients und besonders den israelisch - arabischen Beziehungen, sowie der Notwendigkeit eines baldigen Frieddensabkommens. Sieben Jahre lang hat Israel den Arabern Frieden an. geboten und 7 Jahre lang haben diese ihn abgelehnt Leider besteht kein Grund zur Annahme, dass die Araber heute mehr als bisher bereit sind Friedensverhand. lungen zu beginnen, es sei denn, dass sie der von Eden unterbreitete Plan anzieht. Die Betrachtungsweise des britischen Premiers weicht von der bisher ueblichen insofern ab, als sie den territorialen Aspekt in das Zentrum der Diskussion rueckt. Zwar bezog er sich auch auf andere Fragen, wie die der Zukunft der Fluechtlinge und die Verteilung der Jordan- Wasser, aber er erweckte den Eindruck, sie als relativ leicht zu loesende Fragen anzusehen. Er sagte, es sei nicht realistisch seitens der Araber, auf der von den Vereinten Nationen im Jahre 1947 vorgeschlagenen Grenzziehung zu bestehen, so wie es anscheinend ebensowenig realistisch seitens Israels sei, die in den bestehenden Waffenstillstandsabkommen gezogenen Grenzen als Ausgangspunkt fuer Verhandlungen zu nehmen. Schlussfolgenri regt Eden offensichtlich eine von beiden “Extremen” gleich weit entfernte, auf halbem Weg zu suchende Loe. sung an. Die Resolution der Gene, ralve-sammlung der Vereinten Na+i'onen vom 29. Novem. ber 1947 sah die Teilung des ehedem unter Mandat stehenden Gebiets von Palestina in Uebereinstimmung mit dem folgenden Plan von vier Punkten vor: 1. ) EcrJohtune eines Juedi. schert Staates in Teilen des Geb’ets. 2. ) Errichtung eines Arabischen Staates in anderen Tehen des Gebietes. 3. ) Tnternationalisierung von Jerusalem. 4. ) Organisierung des Jue. disehen Staates, des Arabischen Staates und der Stadt Jerusalem in einer wirtschaftlichen Einheit. Dieser Plan wurde von den Arabern sofort bekaempft. die am Termin seines Jn. krafttretens, dem 14. Mai 1948. Israel Invadierten, um die Geburt des von den Vereinten Nationen geplanten Juedirchen Staates . zu verhindern. was danach geschah, ist bekannt. Israel verteidigte mutig seine Unabhaengigkeit und es gelang ihm, die arabischen Heere zurueckzuwei. DER EDEN PLAN o n y i Amitai sen. Als Folgeerscheinung, festigte sich Israels Existenz, waehrend andere Punkte des Beschlusses der V. N. durch die arabische Opposition unausgefuehrt blieben. Die Araber haetten ihren eigenen unabhaengigen Staat in den Sektoren Palestinas gruenden koennen, die in ihrer Hand blieben, aber sie zogen vor, es nicht zu tun. Ein grosser Teil wurde von Jordanien annektiert ¡und der Anschluss sofort von der britischen Regierung anerkannt, waehrend ein anderer Sektor, heute mit dem Namen Gaza-Streifen bekannt, von Aegypten militaerisch besetzt wurde. Das ist die Situation bis heute. Die arabischen Staaten, die den 1947-Plan 1947 ablehnten, erklaeren heute, mit Israel nicht in Verhandlungen treten zu koennen, wenn nicht Israel diesen Plan “a priori” als eine ihrer Friedensbedingungen annehme. Ihre anderen Bedingungen sind ebenso unmoegiich und in Wirklichkeit werden sie nur vorgebracht, weil die Araber genau wissen, dass sie unan. nehmbar sind. Dies ist die arabische Art zu sagen, dass man mit Israel unter keinen Bedingungen verhandeln wird und, um die Wahrheit zu sagen, haben sie es ganz klar immer und immer wieder festgestellt. Israel hat seine eigene Stellungnahme klar dargelegt. i SIR ANTHONY EDEN “Auch keine Bedingungen von dritter Seite...” Es ist bereit, mit den arabischen Staaten einzeln oder zusammen zu verhandeln, um den Frieden —oder auch ein weniger vollkommenes Abkommen— zu erreichen. Aber diese Verhandlungen, wenn sie echt sein sollen, muessen frei sein, ohne vorherige, von einer der Parteien oder einer dritten Partei aufgezwungene Bedingungen. Im Verlauf der Verhandlungen waere Israel bereit, alle Punkte zu diskutieren, die die Araber Vorbringen wollten, in einem ehrlichen Versuch, einen gemeinsamen Boden zu finden ruer den Frieden, den der Vordere Osten so sehr braucht. Israel hat sich wiederholt dazu bereit erklaert, Grenzverbesserungen als Teil eines Friedensabkommens zu diskutieren, da es nie behauptet hat, dass die jetzigen, den Waffenstillstandslinien entsprechenden Grenzen perfekt sind. Aber wozu Israel gewiss nicht bereit ist, sind Verpflichtungen in Bezug auf Gebietsabtretungen wie diese Sir Anthony Eden in Betracht zu ziehen scheint. Der Kern der Frage besteht darin: Sind die Araber bereit, mit Israel zu verhandeln? Es besteht nicht der geringste Anlass zu glauben, dass sie es sind. Die britische Regierung fuerchtet, dass die Lage im Vorderen Osten kritischer geworden ist, seit Aegypten Waffen von der Sowjet-Union mit dem offensichtlichen Zweck erhaelt, sie gegen Israel zu verwenden. Sie hofft daher, dass Aegypten und die anderen arabischen Staaten mit Israel Frieden schliessen werden und damit gleichzeitig ihren Appetit nach mehr und mehr Waffen verlieren. Israel teilt diesen Wunsch, wenn ihm auch die Erfahrung der vergangenen sieben Jahre nicht erlaubt, sehr op. timistisch zu sein. Wenn die Araber verhandlungsbereit sein werden, wird Israel versuchen, eine gemeinsame Grundlage zu finden, auf der sich ein Ausgleich erreichen laesst. Die Lcesung der Frage ist vollkommen in Haen. den der Araber. (“JADLA” — Service; Uebers, B. I.) DE LA COltCt'VfOAO fSAAtA.t'A GOTTESDIENST Jeden Freitag um 19.00 Uhr. Jeden Samstag frueh puenktlich um 9.00 Uhr. Ausserdem Gottesdienst an Jahrzeiten, jedoch muessen diese Daten rechtzeitig an die Casilla 984 oder bei Herrn Ricardo Wolff Telefon 6240 mitgeteilt werden. Verkuendung des Neumondes; SCHWAT Rösch Jodesch Schwat am Schabbos den 14 Januar 1956. EN LA ASAMBLEA GENERAL DE LA NU. El señor José Maza, de Chile, Presidente del actual Período de Sesiones de la NU., con el señor Moshe Toff, miembro de la delegación de Israel. (Foto; “Israel y América Latina”) MITGLIEDERBEWEGUNG: Neu-Auf nähme: Herr Paul Kulka. An der am 26. November 1955 stattgefundenen Generalversammlung wurde ein- 'timmig beschlossen; den Mitgliedsbeitrag ab 1. Januar 1956 auf Pescs 400, monatlich zu erhoehen. Wie wir in der vorigen Nummer mitteilten, beging am Donnerstag, den 17. November Herr Max Aufrichtig, im Kreise seiner Familie in voller Ruestigkeit seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Anlass veranstaltete unsere Gemeinde einen Oneg Schabbat. Die grosse Anzahl von Gemeindemitgliedern, die an dieser Veranstaltung teilnah. men, bezeugte die grosse Beliebtheit, deren sich der Jubilar und seine Gattin erfreuen. Reden und Vortraege wechselten sich ab und brachten die Verdienste und menschlichen Qualitaeten von Herrn Max Aufrichtig und seiner Familie um das juedische Leben zum Ausdruck. Namens der Gemeinde Habonim sprach ihr Praecident Enrique Roger, namens des Cisro. co, Santiago, und anderer Institutionen Herr Leon Ro* senthal, namens des Cisroco, Valparaiso, Herr Walter Russ und abschliessend nahm Rab- Herr Josef Tichauer gab biner Loewenstein das Wort, durch seinen schoenen Kiddusch dem Ganzen seinen schabbatlichen Inhalt. Ab- (Fortsetzung Seite 11)

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