Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 10 (Octubre, 1955)
- Date
- 1955-10-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Octubre, 1955 BOLETI» INFORMATIVO & /i /Qm ffe*f€e/*u¿eie¿e*e / Aus der Repraesentanz Einfaehviges Bestehen dev BOMBA “ISRAEL” Vor kurzem feierte unsere Bomba “Israel” ihr einjaehriges Bestehen. Aus diesem Anlass besuchten mehrere Mitglieder dieser Feuerwehrgruppe den Freitag-Abendgottesdienst, in dem sie von Herrn Rabbiner Loewenstein begruesst und zu dem Geburtstag der Bomba “Israel’ ’beglueckwuenscht wurden. In der Ansprache wurde das Feuer als Symbol des Segens und der Zerstoerung charakterisiert. Vor allem unsere Generation hat das Feüer als eine moerderische Kraft kennen gelernt. Umsomehr ist es zu begruessen, dass junge juedische Menschen sich bereit gefunden haben, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Die Bomba “Israel” traegt mit ihrer segensreichen Taetigkeit dazu bei, dem Namen Israel in der nichtjuedischen Welt Glanz und Wuerde zu verleihen. RichtSest Beim Vaad Hachinuch Am Vormittag des 15. August trafen sich zahlreiche Mitglieder aus allen Gemeinschaften des chilenischen Jischuw auf dem Gelaende des “Colegio Modelö” des Vaad Hachinuch in Macul, um dort das Richtfest von 2 Gebaeuden fuer den Kindergarten und eines weiteren fuer die Vorschule zu begehen. * i Ais Ehrengast war eigens zu dieser Feier der Israel-Gesandte Dr. Kuoovy aus Buenos Aires gekommen. Die Feier begann mit dem Hissen der chilenischen und der israelischen Flagge und dem Abschreiten der Front der in Paradeaufstellung angetretenen Bomba “Israel”, die wiederum einen ganz vorzueglichen Eindruck machte. Beide Handlungen wurden von den Klaengen der chilenischen Nationalhymne und der Hatikwah begleitet, die eine Militaerkapelle spielte. Nach einem Rundgang durch die fertiggestellten Gebaeude hielt der Praesident des Vaad Hachinuch Herr Israel Pollak, die Einfuehrungsrede, die wir an anderer Stelle des “B. I.” wiedergeben . Hierauf wandte sich Herr Gesandter Dr. Kubovy in zuendenaen Worten an die Anwesenden, die er auf die grosse Bedeutung des juedischen Erziehungswesens hinwies. Wir hoffen, in kurzem eine Abschrift dieser Rede zu erhalten un'i werden sie dann auch in unserem Blatte veroeffentlichen. Im Anschluss sprachen noch verschiedene Redner, die ebenfalls die Bedeutung des Schulbaus unterstrichen una die Anwesenden zur Mitarbeit an diesem grossen Werke kufri6f6n« Nach" Beendigung der Reden wurde fuer saemtliche Anwesende ein Cocktail serviert, bei dem noch bedeutende Spenden gesammelt wurden. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass von der von unserem Gemeindevorstand gegründeten Kommission Pro Vaad Hachinuch im Laufe der naechsten Zeit alle unsere Mitglieder besucht und um Mitarbeit an diesem fuer die Zukunft unseres Jischuv ,und des gesamten juedischen Volkes so ueberaus bedeutungsvollen Werkes gebeten werden. , ■ * Keiner schliesse sich aus, jeder helfe nach seinen Kraeften, damit der Bau des “Colegio Modelo” baldigst vollendet werden kann. Verlaengevung dev AnmeldeSvist (uev das Bundesentschaedigungsgesetz Die Anmeldefrist fuer das Bundesentschaedigungsgesetz, die am 30. September ds. Jahres ablaufen sollte, ist bis zum 1 Oktober 1956 verlaengert worden. Das entsprechende Gesetz, das der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen hatte, wurde am 10. August verkuendet und trat am 11. August in Kraft. An der Sitzung vom 18. August nahmen als Gaeste die Herren Major Dornberger und Dr. Wirklich, der Leiter des Departamento Económico der Agencia Judía mit Sitz in Buenos Aires, teil. Herr Dr. Wirklich berichtet ueber die Gruendung eines Bueros in Argentinien, das von ihm betreut wird und die Beratung des Mittelstandes in allen Fragen, die Israel betreffen, zum Gegenstand hat, insbesondere Gruendung und Anlage von nationalen Industrien unter Beihilfe der Regierung Israels. Herr Rosenthal dankt Herrn Major Dornberger fuer seine besonders erfolgreiche Taetigkeit im Interesse des Staates Israel. Herr Dornberger dankt fuer die ihm geleistete Hilfe und hebt insbesondere die tatkraeftige Mitarbeit von Herrn Siegfried Hollaender hervor, dem er in Anerkennung seiner besonderen Verdienste im Aufträge der Regierung Israels ein Ehrenzeichen ueberreieht. 1. ) Nunmehr wird das Protokoll der Sitzung vom 21. Juli verlesen und genehmigt. 2. ) Bericht des Vorstands: Herr Feldmann berichtet, dass zu dem am 13. bis 15. August stattgefundenen Zionisten-Kongress die Herren Abramczyk, Heinemann, Hollaender, Landé und Rosenthal als unsere Delegierten entsandt wurden und bittet zu der am 28. August stattfindenden Generalversammlung des Comité Representativo die Herren Feldmann, Friedmann, Heinemann, Kurt Hofmann, Rudi Hofmann, Landé, Lehmann, Netaen. schoss, Réich und Rosenthal zu Delegierten zu ernennen. Er berichtet weiterhin, dass bei dem am 3. September beginnenden Kinus des Vaad Hachinuch die Herren Walter Levy, Kurt Loebel, Herbert Schnapp, Walter Vasen und Emil Weintraub und im Ccnsejo General der juedischen Poliklinik Herr Schindler die Gemeinde vertreten werden. In die Presse-Kommission wurde Herr Werner Lechner zugewaehlt. Er teilt ferner mit, dass wir die Jevra Kedischa gebeten haben, an der Eingangstuer des Friedhofs ein Schild anzubringen, durch das das Publikum gebeten werden soll, nach Beginn der Trauerfeier den Friedhof nicht mehr durch die Vordertuer zu betreten, um dadurch Stoerun-, gen zu vermeiden. Schliesslich berichtet er noch, dass der Gemeindeball, der fuer den 15. Oktober vorgesehen war, erst Ende des Jahres anlaesslich Chanukah stattfinden soll. Nach Beendigung des Berichts des Herrn Feldmann werden die von dem Vorstand als Delegierte fuer das Comité Representativo vorgeschlagenen obengenannten 10 Herren von der Versammlung ernannt. 3. ) Bericht der Kommis, sionen: a) Kultus: Herr Aoramczyk berichtet, dass die Kultus-Kommission :n ihrer letzten Sitzung u. a. die Frage der Funktionaere an den HJohen-Feiertagen jehandelt hat. Die Besetzung st aehnlich wie im Vorjahre. an diesem Zusammenhang bittet er, dass auch die Mitglieder der Repraesentanz waehrend des Gottesdienstes fuer Ordnung sorgen. Er teilt weiterhin mit, dass der letzte Jugendgottesdienst am 30. Juli'-von ca. 45 Kindern und Jugendlichen besucht war und dass die Jugendlichen selber als Vorbeter und Prediger amtiert haben. Herr Abramczyk berichtet weiterhin, dass am letzten Freitag-Abend Vertreter der “Bomba Israel” zur Andacht erschienen sind und dass Herr Rabbiner Loewenstein die Gruendung dieser juedischen Compagnie in einer Ansprache gewuerdigt hat; namens. der Gemeinde hat Herr Abramczyk selbst die Vertreter der “Bomba Israel” offiziell begruesst. m) Hauskommission: Herr Hofmann berichtet ueber die Reparatur —und Ausbesserungsarbeiten, die in unserem Hause vorgenommen worden sind. Anlaesslich eines unangenehmen Vorkommnisses bittet er die Mitglieder der Reoraesentanz, die Autobesitzer sind, darauf zu achten, dass ihre Autos so geparkt werden, dass dadurch die Bewohner der Nachbar, und ge- •genueberKegenden Haeuser, nicht bflaestigt werden. c) Vaad Hachinuch: Herr Dr. Reich berichtet, dass von unseren Mitgliedern ein ansehnlicher Betrag fuer den Neubau des Vaad Hajinuj gezeichnet worden ist und weist auf die am Montag, den 15. August stattfindende Teileinweihung hin, an der auch der Gesandte Israels, Dr. Kubovy, teilnehmen wird. Er bittet den Vorstand, doch nochmals die Frage zu pruefen, ob nicht seitens de- Gemeinde dem Vaad Hachinuch mit Rueeksicht auf die grossen Aufgaben, die dieser zu erfuellen hat, eine groessere Subvention als im Etat vorgesehen, gewaehrt werden kann. 4.) Comité Representativo: Die Herren Rosenthal und Lehmann berichten ueber die Vorbereitungen zur Generalversammlung des Comité Representativo. Die Vorchlaege zur Zusammensetzung des neuen Vorstandes insbesondere des Presidenten des Comité Representativo liegen noch nicht vor. Die Delegierten des Comité Representativo bemuehen sich um die Wiederwahl des Herrn Isidoro Dimant. HAUSSAMMLUNG Die naechste monatliche Haussammlung zu Gunsten des “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt”, findet am Sonntag, den 23. Oktober 1955 statt. VORTRAG JOSEF DOMBERGER Am 2. August sprach Herr Major Josef Domberger aus Israel in unserer Gemeinde und erzaehlte interessant und amuesant von den Problemen und Notwendigkeiten unserer jungen Medinah. Eine sehr lebhafte Diskussion schloss sich seinen Auszehrungen an. Last not least erzaehlte Herr Dr. Dornberger von seiner Bondsaktion und gab sehr aufschlussreiche Ziffern ueber die Verwendung der Gelder. Herr Rabbiner Loewenstein dankte dem Redner fuer seine Ausführungen und wuenschte ihm viel Erfolg in seiner Mission. AENDERUNGEN IM MITGLIEDERBESTAND a) Neuaufnahmen: Justos Adler Kurt Gunther Samuel Grauer Joseph Hellwing Kurt Herdan Kurt Jacobsohn Herbert Lewin Conrad Marcuson Francisco Rosenthal Gerardo Simon Pedro Tarrasch Erich Tichauer b) ausgetreten: Werner Schueftan EIN FEIERTAG DEM MUT ZU EHREN Rede des Praesidenten des Vaad Hachinuch Herrn Israel Pollak zur Feier der Bau- Arbeiten im Colegio Modelo Macul am 15. August 1955. Sehr geehrte Anwesende! Ein Bibelvers sagt: “Wenn Dein Sohn Dich fragt, was wirst Du ihm antworten? Diese Frage bedeutet: auf welchen Grundlagen und in welcher Form duerfen wir unsere Jugend ueber die Existenz —und Kontinuitaetsprebleme unseres Volkes aufklaeren? Nach der Entstehung des juedischen Staates ist unsere Aufgabe, diese Probleme zu beleuchten, viel leichter. Wir koennen auf die historische Rolle des Volkes Israel hinweisen, auf die grosse ethische Vitalitaet, die es im Verlauf vieler Generationen bewiesen hat. Das lebendige Zeugnis der Lebendigkeit des juedischen Volkes, ist doch die Geburt des juedischen Staates, ist zu allererst die Faehigkeit, mit der Israel sich in unserem historischen Heim auf allen Gebieten des menschlichen Lebens entwickelt. So koennen wir unseren Kindern auf alle Fragen unserer Existenz eine Antwort geben. Wir koennen auf das Ziel unserer Erziehungsarbeit zustreben. Unser Wille ist, in ihre kindlichen Herzen Liebe und Treue zum juedischen Volk einzupflanzen, zum juedischen Leben und zur Medina. Wir haben unseren Kindern etwas zu erzaehlen. Wir koennen unseren hartnaeckigen Kampf um unsere Kontinuitaet verantworten, wir koennen sie ueber die Geheimnisse unserer stuermischen Geschichte aufklaeren und ihnen unsere kulturellen Schaetze zeigen. Wir koennen eine Antwort darauf geben, warum wir ‘ gekaempft und gelitten haben, um Juden zu bleiben. Worauf wir unseren Kindern keine Antwort geben koennen, wird die Frage sein: “Warum habt Ihr uns nicht die Moeglichkeit dazu gegeben, dass wir unter normalen zivilisierten Bedingungen lernen und die Vergangenheit unseres Volkes kennen lernen? Unsere Kinder werden niemals verstehen, warum in einem Land, in dem die Eltern in Bequemlichkeit leben, die Schulen in einem aeusserlich so schlechten Zustand sind. Es ist doch unbedingt notwendig, dass unsere Schulen sich in einem Zustand befinden, der den grossen Aufgaben entspricht, die sie erfuellen sollen, damit sie auch (Fortsetzung Seite 7)