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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-09-01 · 9 (Septiembre, 1955) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
9 (Septiembre, 1955)
Date
1955-09-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Septiembre, 1955 BOLETIN INFORMATIVO 11 Auslands Investitionen gestiegen Eine wesentliche Steigerung der auslaendischen Investitionen in Israel ist im letzten halben Jahr zu verzeichnen, erklaerte David Stern, der Leiter der Investizionszen. trale vor Pressever tretern in Jerusalem. Bekanntlich waren vorher die Investitionen zurueckgegangen. Im letzten halben Jahr (Januar—Juni 55) wurden 70 neue anerkannte Betriebe gegruendet (selbe Periode im Vorjahr: 44). In diesen werden 15 Millionen Dollar (5 Millionen Dollar) unä 12 Mill. IL (4 Mill. IL) investiert. In der gleichen Periode haben 46 Betriebe die Arbeit aufgenommen, in welchen 15 Millionen IL und 9 Millionen Dollar investiert wurden. Bis Ende 1954 waren 700 anerkannte Investitionsbetriebe gegruendet worden, in denen 70 Mill. Dollar und 50 Millionen IL investiert wurden. Es ist bezeichnend, das 92% aller Investitionen dem privaten Sektor zuflossen. Nur 8% gingen in den kooperativen Sektor. Neues Investitionsgesetz Am 20. Juni nahm die Knesset ein neues Gesetz zur Foerderung von Auslands- Investitionen an. Dieses Gesetz gibt dem Investor eine ganze Reihe neuer Erleichterungen. Die wichtigsten Erleichterungen werden jetzt auch in Fremdsprachen im Ausland verbreitet werden. Nach dem neuen Gesetz werden viele Erleichterungen, welche bisher vom guten Willen des Finanzministers abhaengig waren, automatisch erteil Ebenso werden die Erleichterungen d. verschiedenen Steuern festgesetzt. Auch alle anderen Fragen, wie die Auszahlung von Dividenden und der Abzug v. d. Einkommensteuer darauf wurden geklaert. Jarkon - Negew Wasserlinie in Betrieb genommen Seit einigen Tagen werden 100 Millionen Kubikmeter des Jarkonwassers jaehrlich dem Negew zugefuehrt werden — sagte anlaesslich einer Pressefahrt zur Besichtigung der Jarkon— Negew Wasserlinie, Jechiel Duvdevani, Leiter der “Mekoroth”-Gesellschaft. Die Anlegung der Wasser- 1 i n i e dauerte zweieinhalb Jahre, also viel weniger, als nach dem Arbeitsprogramm vorausgesehen wurde. Zweitausend Arbeiter waren hierbei beschaeftigt, die unter Leitung von mehreren technischen Experten, darunter einem aus Amerika und einem aus der Schweiz, ihre Aufgabe in aufopfernder Weise ausgefuehrt haben. Die Arbeiten haben zuerst auf einer Flaeche von 200 Dunam Boden in RoSch Haajin, bei den Jarkonquellen begonnen. Um das grosse Ueberleitungswerk Jarkon-Negew zu Ende zu fuehren wurden 30.000 Tonnen Stahl und Eisen gebraucht, sowie 120,000 Tonnen Beton. Auf einer Laenge von 10 Km. wurden 2S2-000 Wasserroehren unterirdisch angelegt, wobei jedes Rohr 10 Tonnen wiegt und 5 m. lang ist. 3 Millionen Kubikmeter Erde mussten aufgeworfen werden. Schon aus diesen Zahlen kann man sich ein Bild der grossen durchgefuehrten Leistung machen. Fuer den Bau des ganzen Umleitungswerks des Jarkons zum Negew wurde eine Summe von 45 Millionen IL. ein- DIE WAHLEN IN ZAHLEN f Von einer Gesamtzahl von 854.193 Wahlberechtigten gingen 675.619 Waehler zu den Urnen: fast 80%. 18 Listen warben um die Gunst der Waehlerschaft; 8 von ihnen gelang es nicht, die Mindestquote von 1% der abgegebenen Stimmen auf sich zu Vereinigen und blieben daher ohne Vertretung in der Knesset. Die Schluesselzahl zur Erlangung eines Sitzes im Parlament war 6938. DIE PROMINENTEN Die folgenden Spitzenkandidaten fuehrten ihre jeweiligen Parteilisten in die Wahlschlacht vom 26. Juli: MAP AI: Ben Gurion, Sharett, Sprinzak, Meyrson, Eshkol, Shitrit. ALLGEMEINE ZIONI¬ STEN: Bernstein, Rokach, Persitz, Sapir, Serlin, Ariav. MISRACHI - HAPOEL HAMISRACHI: Schapira, Dr. Burg, Rafael Wahrhaftig, Rosenberg. MAP AM (HASCHO- MER HAZAIR): Iaari, Chasan, Jizchak, Bentov, Dr. Rubin, Yehuda. CHERUTH: Begin, Dr. Bader, Avniel, Meridor, Dr. Altmann, Ben Elieser. KOMMUNISTEN: Mikunis, T u b i, Wilner, Sneh, Wilenska, Chawiwi. ACHDUTH A W O D A: Tabenkin, Bar Jehuda, Galili, Alon, Ben Aharon, Erem. PROGRESSIVE: Rosen, Kol, Harari, Foerder, Schocken. gesetzt, davon ein grosser Teil in Devisen. Das ganze Werk waere ohne die deutschen Reparation. u. ohne die technische Hilfe d. amerikanischen Regierung nicht zustande gekommen. Von 4,5 Millionen Ackerboden, der in Israel bewaessert werden muss, sind bereits eine Million Dunam Boden dem Bewaesserungssystem angeschlossen. Im Jahre 1958 soll noch eine weitere halbe Million Dunam Boden bewaessert werden. Durch die Ueberleitung des Jarkonwassers werden 120 landwirtschaftliche Punkte im Negew und viele andere Siedlungen entlang d. Wasserlinie bewaessert. Bald jedoch wird die Mekoroth- Gesellschaft, die zu ihren Jarkonarbeiten auch Bauunternehmer des privaten Sektors zur Arbeit zu gezogen hat, mit den Arbeiten der Jarkon- Linie B. beginnen, wodurch weitere 100 Millionen Kubikmeter Wasser nach dem Negew geleitet werden. Der bekannte Wasserfachmann Ing. Symche Blass, dessen Idee die Errichtung der Jarkon-Negew Wasserlinie war, gab naehere Erklaerungen bezueglich der gesamten Bewaesserungsplaene Israels, nachwelchen diejenigen Punkte des Landes, die ueber groessere Wassermengen verfuegen, den wasserarmen Punkten ihr Wasser mr Verfuegung stellen sollen. Der ganze Plan beansprucht zur Vollendung eine Summe von einer halben Milliarde IL. m s-mm BLICK IN DEN SUEDEN Strass« nach Elath. Israelische Gesellschaft erzeugt 25*000 Telefon - Apparate “Telrad”, eine Gesellschaft fuer die Herstellung von Telefonen und Radios in Compagnie mit “Koor” (Solei Bone) hat bereits 25.000 Telefonapparate erzeugt und verkauft, wie “Koor” mitteilt. Im letzten Jahre gelangte der Betrieb zur Selbstherstellung aller Bestandteile (bis auf einige wenige Dinge wie Kondensatoren, etc.) aus Plastik. Die innere Anlage des Apparats wird nach internationalen detailierten Vorschriften im Lande erzeugt. Die Jahreskapazitaet erreichte 12.000 Stueck, der Zusatzwert (added value) betraegt 75 Prozent. Der Preis entspricht dem der grossen Fabriken in anderen Laendern, und die Exportaussichten fuer die Zukunft sind guenstig. Telrad erzeugt auch automatische Telefonzentralen von kleinen Anlagen mit 5 Linien bis zu grossen v. 400 Anschluessen, wie jetzt eine an Regierungsinstitutionen geliefert wird. Das Werk wurde 1952 errichtet, befindet sich in Ludd, und hat 50 Angestellte, alles Oris-Einwohner. Eine Erweiterung und die Aufnahme neuer Arbeiter stehen bevor. In naher Zukunft sollen auch andere Geraete der Telekommunikation und sonstige feine Instrumente dort erzeugt werden. Auch fuer die Post wird das Unternehmen grosse Telefonzentralen errichten Telrad wird der Post auch die Telefonapparate liefern, die fuer die kommende Erweiterung des Fernsprechnetzes noetig werden. Grundsteinlegung einer Baumwollspinnerei In Kiryat Gad fand in Anwesenheit von Vertretern des Landwirtschaftsministeriums und der Sochnut, die Grundsteinlegung einer Baumwoll-Spinnerei statt. Diese Fabrik ist die zweite ihrer Art im Lande, nachdem ein aehnliches Unternehmen schon letztes Jahr im Emek Beth Schaan entstand. Kiriat Gad ist das administrative und industrielle Zentrum des Lachisch-Entwicklungsbezirks, und soll insgesamt eine Bevoelkerung von 15.000 Einwanderern erreichen. In dieser Woche wird mit dem Bau der ersten 150 Schikunim (Wohneinheiten) fuer die Bewohner von Kiryat Gad begonnen, sowie mit der Anlegung eines Strassen und Kanalisationsnetzes,. Die Einrichtung der Elektrizitaetslinien wird noch in diesem Monat beendet werden. Die amerikanischen Fachleute, die beim Anbau der Baumwolle als Berater fungierten, erklaerte, dass die im Chewel Lachisch erzeugte Baumwolle von erstrangiger Qualitaet ist, _ und vollkommen die hiesige Produktion decken kann.

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