Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVII (1955)
- Issue
- 5 (Mayo, 1955)
- Date
- 1955-05-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/8553624-8556771-9194119--1567-8556842- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Nossen 1× ep/1045325
OCR text
Mayo, 1955 BOLETIN INFORM A T I V O Wir ©321 Zentrum haben uns bemueht, den Mietern unseres Hauses, den beiden Logen Bene Berith, dem Cisroco und der Wir zo, soweit es in unseren Kraeften steht, den Aufenthalt in unserem Hause so angenehm wie moeglich zu ge- SVÄ5 -» h«. ¡¿-ä-ÄS gefuehrten Einbau des Fahr. Le^en pulsieren soll und m Stuhls viele Misshelligkeiten welchem alle Institutionen fuer diejenigen unserer Mitals Freunde zusammenarbeiglieder, denen das Treppenten. P steigen schwer fiel, beseitigt worden sind und dass die Benutzung unseres Hauses in allen seinen Tellen nunmehr ermoeglicht ist. Es ist nach wie vor unser Ziel, dass unser Haus ein Haus fuer alle Institutionen unseres Sektors ist, rael gebracht werden muessen, um sie vor dem Schicksal zu bewahren, das Millionen unserer Menschen erleiden mussten. Seit Jahren bemuehen sich unsere Feinde, die Nachbarn Israels, den Staat Israel durch Boykott zu bekaempfen. Sie warten nur darauf, dass die Hilfe aus den Laendern der Welt ausbleibt, um ihr Ziel zu erreichen. Duerfen wir dies zulassen? Fuer unsere Gemeinde, wie fuer jede bewusst juedische Institution, ist die Magbit die Hauptaufgabe. Es ist fuer uns und fuer alle unsere Freun- -- Unsere Repraesentanz Von der Sozialarbeit unserer Gemeinde moechte ich er. waehnen, dass wir wie stets den Cisroco, unser Wohlfahrts amt, .nicht nur etatsmaessig unterstuetzen, sondern dass wirrl - . _0 UÜOCLCiii Kontinent ist, wird nach wie vor durchgefuehrt. Sie leidet darunter, dass nicht genug .... uMuiienen, dass auch beim Gottesdienst fuer diese Institutionen immer namhafte Betraege zur Verfuegung gestellt werden. Wir erkennen die Arbeit dieser Organisationen auf das Dankbarste an, wissen wir doch, welch segensreiche Tae. tigkeit sie entfalten und wie ihre berufenen Vertreter bemueht sind, die leider vorhandene Not zu lindern. Aus dem Fond fuer verschaemte Arme haben wir in vielen Faellen solchen Menschen Hilfe leisten koennen, die durch Krankheiten und deTn'schwierigkeiten geraten sind. Wenn wir erfahren, dass in irgendeinem derartigen Fall Hilfe notwendig ist, sind wir zur Stelle und warten nicht, bis man an uns herantritt Denken Sie an diesen recht juedlschen Fond bei freudigen und festlichen An. laessen. , - oul‘ucl“ Jugendliche bereit sind, zwei ebenso wie dem Al- bis drei Stunden an einem bPbi?env^v>U,^?c, £em.Kin^' Sonntag Im Monat fuer dieses dem Ergebnis Sammelwerk zur Verfuegung tp Rptrloü ™,neniienswer' zu stehen. Das Ergebnis iin?ertns«ewirU^lSeiiikoeilnen wuerde eän wesentlich bessedass b,e,mu.ehen> res sein, wenn nicht« immer noch einige unserer Mitglieder den gleichen Betrag fuer ein Mittagbrot spendeten, den sie vor 13 Jahren gegeben haben. Muessen wir gerade bei rliof.or unsere Gemeinde so ehrenvollen Sammlung vergessen, dass der Wert des Geldes sich in 13 Jahren wesentlich veraendert hat? Wenn Sie hierueber nachdenken, meine Damen und Herren, werden Sie sicher von der naechsten Sammlung an ihren Beitrag erhoehen. Sie helfen damit,. Sie'blttB' tuxr ¿in f dass sie uns beim Sammeln helfen. So erziehen Sie sie im Sinne juedischer Zusammengehoerigkeit und verschaffen ihnen eine innere Befriedigung, wenn sie durch ihr*. Taetigkeit dazu helfen, ihren Bruedern in deren Not beizustehen. U nsere ¿eitun Unser Boletin Informativo ist der beste Freund unserer Mitglieder geblieben. Es ist eine wesentliche Bindung zwischen Gemeinde und Mitglied und den juedischen Gemeinden des In—-und Auslandes. Es hat sich zu einer so beachtlichen Hoehe emporgearbeitet, dass wir mit Recht stolz darauf sein koennen. Die groesste Anerkennung fuer unser Gemeindeblatt ist die Tatsache, dass die schaerfsten Beschwerden bei uns . eingehen, wenn einmal eine Zeitung bei einem Mitglied nicht puenktlich oder garnicht eintrifft. Man vermisst dann "sein Blatt”, auf das man mit Sehnsucht wartet. Leider wird uns unser bisheriger Redakteur, Ben Kopf, stein, verlassen um nach Israel zurueckzugehen, wo er seine Dozententaetigkeit wieder aufnehmen wird. Wir wissen was wir an ihm verlieren. Hat er es doch in den 2y2 Jahren seiner Redaktionstaetigkeit verstanden, durch seine Intelligenz, sein Temperament und seine Liebe fuer unser Blatt dieses auf ein hohes Niveau zu bringen und ihm den guten Ruf zu ver. schaffen, den es geniesst. Nur die Tatsache, dass Ben Kopfstein wieder in Israel taetig sein wird, troestet uns darueber hinweg, dass wir ihn als Redakteur verlieren, Es sei ihm an dieser Stelle fuer seine so erfolgreiche Taetigkeit unser waermster Dank und unser innigster Wunsch fuer ein glückliches, ihm Befriedigung bringendes Leben in Israel ausgesprochen. MAGBIT Und jetzt, meine verehrten Damen und Herren, ein Wort zur Magbit. In einer der letzten Nummern des Aufbaus wurde zur neuen Magbit fuer das Jahr 1955 aufgerufen. Es wurde dort angefuehrt, dass zehntausende unserer Brueder und Schwestern, die noch in Zelten leben, endlich menschenwuerdig untergebracht, dass noch zehntausende von Waisenkindern verpflegt und zu nuetzlichen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden muessen, dass Alte und Kranke zu versorgen sind, dass Israel grosse Bewaesserungsanlagen braucht, um duerre Landstriche fruchtbar zu machen, da.es nur auf diese Weise auf dem Gebiet der Ernaehrung vom Ausland unabhaengig werden kann. Es wird darauf hingewiesen, dass in vielen Laendern, insbesondere in Nordafrika, noch Progromstimmung herrscht und dass die Bewohner dieses Landes —ueber 50,000 an der Zahl nach Isa? +!eine, Ehrenpflicht,"dieser Aktion den Erfolg zu sichern, Unsere Sonntagssammlung ten rinVcsk°^Li!!Chfc Bit' berechtigte Forderungen an uns, die wir in freiem Lande! sorgenlos leben und in der Läge sind, zu helfen. Nicht mildtaetige Gaben erwartet die Magbit, sondern bewusste Opfer, eine moralische Selbstbesteuerung. Vergessen w i r nicht, dass wir unser Letztes hergegeben haetten, um unsere eigenen Verwandten zu retten, die wir leider nicht retten konnten —und ' sind wir Juden nicht alle - Muess»" —- *-.**' einer fuer anderen da sein und ihm helfen, wenn er unserer Hilfe bedarf? Der Delegierte der Soch. nuth, Herr Josef Tjornitzky, der die diesjaehrige Magbit in Chile eroeffnete, hat instaendigst gebeten, d i e Durchfuehrung dieser Aktion zu beschleunigen, wir haben uns die denkbarste Muehe ge- Sie es mir, meine verehrten Damen und Herren, dass es mir ausserordentlich schwer faellt, festzustellen, dass trotz aller unserer Bemueiiungen, aller unserer Vorstellungen, aller unserer dringenden Bitten immer noch ein Drittel unserer Mitglieder ihrer Verpflichtung der Magbit gegen-, ueber noch nicht nacngekommen ist. Der bisnenge Verlauf der Magbit 5115 ist bei allen denen als erfolgreich zu bezeichnen, die ihre Beitragspflicht erfuellt haben Vertraegt es sich aber mit dem Ruf unserer SCI, dass immer noch 1|3 unserer Mitglieder, die sich nach ihrer wirtschaftlichen Situât ion beteiligen koennen, es noch nicht getan haben, dass sie alle Aufforderungen unbeantwortet Hessen? Wie viele Ko. st en, wie viel Muehe, wie viel unnoetige Schreibarbeit koennten erspart werden, wenn das Interesse aller unserer Mitglieder an dieser lebenswichtigen Aktion groesser waere? Wir waren immer stolz darauf, dass unsere Freunde auf die erste Einladung hin freiwillig ihre Zeichnung vollzoegen. Muss es denn wirklich sein, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Magbit - Kommission monatelang mittags und abends, Wochentags 'wie Sonntags auf die Zeichner warten? Muss es denn wirklich sein, dass diese Mitarbeiter gezwungen sind, zahlreiche Besuche bei den noch saeumigen Mitgliedern zu machen, ihre Zeit zu opfern und in unzaehligen Faellen die Besuche wiederholen zu muessen, weil sie die Betref. fenden nicht antrafen oder sie wegen anderweitiger Beschaeftigung nicht sprechen konnten? Nur diejenige Zeich nung Ist in juedischem Sinne ethisch, die schnell und Landau, Siegfried Feldmann, Alfredo Ebstein, Adolfo Abramczyk, Heimann Levy, Boris Michel, Martin Rosenthal, Leon Friedmann, Fernando Lande, Alejandro Reich, Hans Heinemann, Helmuth ZU STELLVERTRETERN: ■ Windmueller, Luis ’Nossen, Rodolfo ► Barón, Hermann Pincus, Rodolfo Lehmann, German Hofmann, Kurt A. Bab, Juan Schueftan, Ismar Kiwi, Benno Dr. Sklarz, Max Hollaender, Siegfried Schueftan, Walter Nebenschoss, Nuta Isaac, Kurt Rothschild, Ricardo Katz, Bernardo Will, Juan Reichmann, Ernesto Sender, Berthold mit selbstverstaendlicher , tion eine nur allzuberechtigte Freiwilligkeit bewirkt wird. Bitte: Ueberweisen Sie die Wir haben, meine Damen | ~ ' ..._j und Herren, kein Recht, irgend einen auszulassen, der in der Lage ist, sich zu bej noch teiligen. Wir haben auch kein airio r? gezeichneten Betraege so schnell es Ihnen moeglich ist, damit sie nioht -v—--- --- ¿lAVCgilUJ damit sie nicht spaeter nur noch einen Bruchteil de» Wertes darstellen, den sie bei _ .... umwvu AUUI1 ÜtilXi . Util S16 De Recht, eine Zeichnung entge. der Zeichnung hatten. Begenzunehmen, die der Wirttrachten Sie bitte die Magbit schaftslage des Zeichners, in als Ihre ~ ’ keiner Weise entspricht. Jeder soll seine Zeiftt>»*VDT so bemjg&pm Gewissen bestehen kann. Mehr wollen wir nicht, wissen wir doch, dass dann der Erfolg der Campaña gesichert ist. Und noch eins, meine verehrten Freunde: Sie alle wol-- len, dass mit dem von Ihnen bestimmten Betrag eine wirk, liehe Hilfe geleistet werden kann. Es ist daher bei der leider fortschreitenden Inflaeigene Sach» •«**■ i schuetzpjn.^-wie' öle es in Ihrem wirtschaftlichen Leben sich zu tun bemuehen. Helfen Sie uns zu einem raschen Abschluss der Magbit, indem Sie in Ihrem Freundeskreis darauf hinwirken, dass die noch’ saeumigen Zeichner schnellstens ihre Pflicht erfuellen. Dann wird unsere Gemeinde auch auf diesem Gebiete so ehrenvoll dastehen, wie es fuer sie mein herzlichster Wunsch ist. diesem Jahr wieder seine segensreiche Taetigkeit entfaltet. Es sind im Laufe, des Jahres eine Reihe von Faellen anhaengig gemacht worden. Erfreulicherweise konnte der groesste Teil der Streitigkeiten, von denen einige fuer die Parteien von wirtschaftlich weitgehender Bedeutung waren, durch Vergleich erledigt werden. Nur STATISTIK Der effektive Mitgliederbestand war am 1. April dieses Jahres 1533 Mitglieder.Famillen. Dies bedeutet leider einen Verlust von lo Mitgliedern im abgelaufenen Ge. schaeftsjahr, sodass auf dem Gebiete der Mitglieder sind im Laufe des Jahres neu aufgenommen worden, 48 Mitglieder durch Ableben oder Austritt ausgeschieden. TäUtS HUimH' Urteil gefaellt werden. Bei einigen Streitfaellen genuegte die Klagzustellung, um freund schaftliche Erledigung der Sachen herbelzufuehren. Den Obmaennern und Schiedsrichtern spreche ich fuer ihre zeitraubende verantwortungsvolle Taetigkeit den besonderen Dank unserer Gemeinde aus. Die Zahl der Geburten betrug 52, erfreulicherweise 10 mehr als im vorigen Jahre, die Zahl der Sterbefaelle 53. Es fanden 22 Trauungen und 17 Barmizwahfeiern in unser em Mitgliederkreise statt. Es wurden 41 Sitzungen des Direktoriums und 8 Sitzungen des Repraesentanten - Kollegiums abgehalten, abgesehen von den zahlreichen Sitzungen der einzelnen Kommissionen. Frieden ist erforderlich Ebenso wie ein Staat sich i hat ihr Ende dadurch gefunnur entwickeln kann, wenn er in Frieden lebt, kann auch ei. ne Gemeinde nur auf bauen, ihre Ziele verfolgen und den Mitgliedern dienen, wenn innerer Frieden herrscht. Wir haben uns bemueht, diesen Inneren Frieden zu wahren und ein wahrhaft freundschaftliches Verhaeltnis zu jedem unserer Mitglieder zu suchen und glücklicherweise zu finden. Wir haben ln Frieden gearbeitet. Ein einziger Schatten schwebte seit laengerer Zelt ueber unserem Gemeindeleben. Verantwortungslose, anonyme Briefschreiber hatten vrsucht, Unruhe und Zwietracht ln unsere Gemeinde hineinzutragen. Diese so trau, rige, beschaemetuie Episode den, dass die Verfasser dieser Briefe, Herr Harry Aronsohn und Herr Guenter Rosenkranz durch Ehrengerichtchsurteil erster Instanz gemaess Par 9. unserer Satzungen aus der S. C. I. ausgeschlossen worden sind, womit die Angelegenheit als erledigt angesehen werden muss. Gegen den Mitverfasser der Briefe, Herrn Luz Silberstein, konnte ein ehrengerichtliches Verfahren nicht eingeleitet werden, da dieser nicht Mitglied unserer Gemeinde ist. Wir wollen dieses Kapitel damit schllessen und unserer Gemeinde fuer alle Zukunft ein friedliches, harmonisches Zusammenleben al ler ihrer Mitglieder wuen sehen. (Schluss auf Seite 9>