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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-05-01 · 5 (Mayo, 1955) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
5 (Mayo, 1955)
Date
1955-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Mayo, 1906 Kulturarbeit und Echo —PLETIN INPORMATIVÔ Auf kulturellem Gebiete haben wir uns bemueht, allen unseren Mitgliedern etwas Interessantes zu bieten Es wurden folgende Vortraege gehalten: Vortragsreihe “der Moderne Jude Der askenasische und seiardische Jud6 — 2 WGgR Rabbiner Loewenstein askenasische -sehe Jud im Judentum. Rabbiner Lubliner: Der Jude der Emanzipation und das Ringen um die Welt. Rabbiner Loewenstein: Der orthodoxe Jude Dr. Reichmann: Der liberale Jude. Hans Kaufmann; Der zionistische Jude Hans Jonas.- Rembrandt Dr. Boris Levy: Reforma tributaria. José Tschornitzky : Magbit 5715. Dr, Hardi Swarsensky: riiw* i2? {l®m Zweiggottes-, dienst im Marcorii den Da i Sum h°h'l ^ch eIn Harmu-! i begleiten liessen. Wir! glauben nach den uebereln- Aeusserungen nfi«^.esu*her dieses Gottesfeststellen zu koen-. Zweck aSS dei ,e.ben skizziert weihevoll War WUerdlR und —^*uviicü cureute Der fjÄ dasu sich die Gottesdienstbesucher zusammenfin- Chanukah. zeit. Symbol unsprpv Leider muessen wir auch in diesem Bericht die geringe Beteiligung seitens unserer Freunde bedauern. Die Vorbereitungen dieser Vortraege, die Gewinnung der Redner erfordern viel Muehe und Arbeit. Die Vortragenden selbst Sich die erdenklichsl,e Muehe um Referate von hotenmwÄaU 2U halten- Soll- DanlTLJhner!, nicht «"seren Dank dafuer durch unser Interesse und unseren zahlreichen Besuch bekunden? Erheben wir uns nicht selbst ueber den Alltag, wenn wir uns f£rto2r?em Abend zusammen, tinden. um uns rein eeisti- ,gen Interessen zu widmen? wrli JJ;rden den Mut nicht arhiff f m unsere Kulturarbeit fortzusetzen, bitten Sie Gnterstuetzung und Ihr Interesse. Die Feier des Jaum Haaz- I maut am 7. Mai, die Herzl- Bialik-Gedenkstunde am 22 Juli, bei der Herr Dr. Aron Cahan ueber “die Vision Herzls und die Realitaet Israels , Herr Isaac Drapkin ueber “die Eindrücke meiner dritten Reise nach Israel” sprachen und der argentini. mi«M?nor David Hickkopf mitwirkte und die Erinnerung an den 9. November auf dem Friedhof in Conchaii in Verbindung mit einer Werbung vofrri5ne-AiCiion Yad Vashem wurden in der bei uns ueblichen Form von Gottesdiensten und Kulturveranstaltungenducrhgefuehrt. Am 15. Au. gust fand ein Wohltaetigkeitskonzert zu Gunsten des juedischen Blindenheims in Jerusalem unter Mitwirkung von Raquel Barros Aldunate. Rose Dahl, Ruth Weissenberg David Goldstern, Luis Munoz,' «ans Stein und dem Damen waec- Mittraeger im Mit den uebrigen Institu. tionen des Jischuvs von Chile, insbesondere mit der Federation Sionista und dem Comité Representativo ist die Zusammenarbeit eine sehr intime. Wir sind in beiden Spitzenorganisationen unse. rer Kollektivitaet vertreten f\ T1 f~9«vH 1 A ■__ _ . Im Anschluss an den Sonnabend - Morgengottesdipn«t- 1 7.''^ .—luaci, VCitreten fand fast regelmaessie ein! ~ J?esetzen Je einen Posten Oneg . Schabbath statt der ni! Yl.cfePr^fsident und zwei sich eines immer groesseren w Mitglieder des Direkto- Zuspruches erfreute Der nums- In der Federación sind jny. -,-rzusammenfin den, um sich dem Studium wSen Lebre zu widmen! wurde durch die Vortraege zur 6Rpri?6rren Rabbiner> le 5” \ *hriing der Anwesena“ beitrugen, voll erfuellt. ■auch im vergangenen Jahre sind mehrere Schiurim unter Leitung unserer Herren Rabbiner abgehalten worden. Die Kultus-Komission hat, um eii!fi«Jr°esfren Besuch dieser “A® sa”ten Lehrabende zu auüh l/iCnen' anseregt, dass auch die Damen unserer Mit glieder an ihnen teilnehm crxllöv» TTTi— ._ - worauf wir stolz sind Die S. C. I. "B’ne Jisroel” ist ein wichtiges Glied in der Kette der juedischen Organisatio. nen Chiles, nicht etwa nur, weil wir eine der groessten Organisationen sind, sondern weil man unsere juedische Arbeit schaetzt und anerkent zwei ^t,it, ^osser Freude haben zwei wir feststellen koennen, dass unser Haus auch im letzten Jahre ein Gemeindehaus im fitnna Jan TTr_j. _ , -- * vwvtWViUU ÖWJU ausserdem zwei Herren unse. sinnp aoc 1111 Sii«. 1S Se‘nÄÄS ws veranstalten, unser Gemeindere Anerkennung, dass wir vom Instituto Chileno Israeli ein Schreiben erhalten haben, in welchem dieses die von unserer S. C. I. geleistete kulturelle Arbeit besonders hervorhebt. U1UC“ tennenmen sollen. Wir waeren besonder* dankbar, wenn diese neuerlichen Bemuehungen seitens unserer Mitglieder durch zahlreichen Besuch belohnt werden. Unser taegliches Minjan, das insbesondere Gelegenheit bieten soll, im Trauerjahr und an Jahrzeiten Kaddisch sagen zu koennen, ist trotz nicht unerheblicher Schwierigkeiten (besonders waeh- GEDENKEN1 Am 27. April fanden wir uns in unserer Synagoge zusammen, um unseres lieben Freundes Dr. Josef Hirschberg zu gedenken, der wie kaum ein anderer mit unserer S. C I. verbunden war, der ihr Mit begruender war, der sie aus kleinsten Anfaengen heraus zu ihrer jetzigen Groesse entwickelt, der sein ganzes grosses Koennen, der seine ganze Liebe, seine ganze Energie, sein ganzes Leben ihr, dieser Gemeinde, gewidmet hat. Er ist in unserem Lande Israel nach kurzem schweren Leiden am 11. April vorigen Jahres fuer immer von uns gegangen. Die Trauer unserer Gemeinde war eine allgemeine, wissen wir doch, was Josef Hirschberg uns und unserer Gemeinde bedeutet hat. Als aeusseres Zeichen der tiefen Trauer hatte unser Direktorium saemtliche kulturellen und sozialen Veranstaltungen auf die Dauer von 30. Tagen suspendiert und beschlossen, im Andenken an den teuren Verstorbenen eine Josef Hirsehberg Baumpflanzung in Israel vorzunehmen, um so seinen Namen ln dem Lande zu verewigen, fuer das er gelebt gekaempft hat. In den Gedenkreden, die Herr Rabbiner Lubliner und ich hielten, wurden die Verdienste Josef Hirschbergs, soweit Menschenworte sie zum Ausdruck bringen konnten, gewuerdigt. Vertreter aller Institutionen unserer Kollektivitaet nahmen an dieser Trauerfeier tiefbeweg teil. Fuer uns alle bleibt es unfassbar, dass Josef Hirschberg nicht mehr unter uns weilt. Zu sehr war er mit unserer Gemeinde verbunden. Wir. werden sein Andenken stets in hoechsten Ehren halten. KULTUS Auf dem Gebiete des Kultus glaube ich von einer erfolgreichen Taetigkeit berichten zu duerfen. Unsere Gottesdienste ha. ben wir in der ueblichen Form wuerdig durchgefuehrt. Auch im vergangenen Jahre haben wir zu den Hohen- Feiertagen wieder an drei Stellen Andachten abgehalten, um unseren Mitgliedern je nach ihrem Wohnsitz die Beteiligung zu erleichtern. Wenn ich gelegentlich des Geschaeftsberichts des vorigen Jahres namens des Direk. toriums zum Ausdruck brach te, dass nach unserer Ansicht die Gottesdienste allen Besuchern und nicht nur denen, die in der hebraeischen Spra che gut bewandert sind, etwas bieten muessen, sie erheben und sie in die Lage versetzen sollen, die Getjanken auf unsere so schoenen inhaltsvollen Gebete zu konzentrieren, muss in diesem Zusammenhang erwaehnt werden, dass wir zum ersten se unserer Gemeinde und ihrer Natur als Religionsgemeinde, dass ein derartiges Minjan aufrechterhalten bleibt. Es wird Sie interessieren, dass in unserem Altersheim seit kurzer Zeit ein staendiges Minjan eingerichtet worden ist. Unsere Gemeinde hat diesem Minjan zwei Thorarollen und andere notwendige Kultusgegenstaende zur Verlegung gestellt, da sie von der Notwendigkeit gerade dieses Minjan fuer die Insassen unseres Altersheims üsberzeugt ist. Der Gemeindeseder war iu diesem Jahre erfreulicherweise ausserordentlich gut besucht. Die allgemeine Anerkennung, die diese Veranstaltung bei allen Beteiligten fand, war die beste Belohnung fuer alle diejenigen, die sich um die Vorbereitung und die Durchfuehrung dieses Abends bemueht haben. CBEVRA Unsere Beziehungen zu der Jevra Kedischa sind zu unserer Freude nach wie vor besonders freundschaftlich. Bei den leider so zahlreichen Beerdigungen, die wir im vergangenen Geschaeftsjahr durchfuehren mussten, sind die Verhandlungen ohne jede Schwierigkeit verlaufen. Fuer das Verstaendnis, das wir bei den Dezernenten der Jevra Kedischa stets gefunden haben, soll dieser Institution an dieser Stelle der Dank unserer Gemeinde ausgesprochen sein. Wir haben auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Grabsteine fuer Verstorbene gesetzt, die keine Angehoerlge hatten oder deren Hinterbliebene zur Erfuellung dieser Ehrenpflicht nicht in der Lage gewesen sind. íñ j —,, "***“«***6 zrwiscneii Federación und angeschlossenen Institutionen besonders eng zu gestalten. Wir arbeiten aktiv mit in dem Departamento de Organisation (Shekel - Aktion, in der Kultur - Kommission der Federación, im Departamento des K. K. L., im lokalen Zionistenkongress, bei der Werbung fuer den Yaad Vaschem, der zur Aufgabe hat, die Namen unserer Maertyrer in Registern, die in t..«,; a,ngelpff* vruiuen, zu verewigen, unserer Maertyrer, denen die Israelische Staatsangehoerigkeit post mortem verliehen wird. Wir haben Vertreter des deutschsprachigen Sektors in der Cámara de Comercio Chileno Israelita. Wir arbeiten durc-h unsere Delegierten interessiert im Vaad Hajinuj Gerade in diesem Jahre ist diese Taetigkeit von ausserordentlicher Bedeutung, da der bereits in Arbeit und es ist damit zu rechnen, dass zu Beginn des naechsten Schuljahres das Gebaeude bereits bezogen werden kann und unseren Kindern endlich moderne, gesunde Schulraeume fuer den Unterricht zur Verlegung stehen. Wir haben in unseren Etat einen Fond zur Unterstuezung dieses so notwendigen Baus aufgenommen. Die Tatsache, dass wir mit allen anderen Institutionen fuer unsere gemeinsamen Interessen arbeiten, dass wir zur Verfuegung stehen wo immer man uns auch braucht, hat dazu gefuehrt, dass unsere Gemeinde in der gesamten Kollektivitaet e i n besonderes Ansehen geniesst, Wenn wir Ihnen, meine Damen und Herren, in der Generalversammlung des vorigen Jahres berichtet haben, dass wir uns mit der Frage des Baues einer Synagoge auf dem uns gehoerigen Terrain in der Verlaengerung der Cöpiapo befasst haben und dass sich das entsprechende Bauprojekt im Stadium der Voreroerterungen befinde, so muessen wirHhnen heute berichten, dass es sich bei der Ausarbeitung der Plaene als zweckmaessig herausgestellt hat, einen kleinen Teil von Gelaende zuzukaufen, um den beabsichtigten Bau in der vorgesehenen Weise zur Durchfuehrung bringen zu koennen. Da die Verhandlungen mit den benachbarten Grundstuecks - Eigentümern vorlaeufig zu keinem Ergebnis gefuehrt Aaben. sind wir in der Angelegenheit noch nicht weitergekommen und bleiben . bemueht, einen gegebenen V, , ’ uememdeball, der schon traditionell geworden ist, wurde dank dieses Milieus zu einem grossen Erfolg. Unser Haus wurde naeufig von unseren Freunden der anderen Colectivitaeten in Anspruch genommen, Es wurden zahlreiche Hochzeiten bei uns abgehalten und vor allem Festlichkeiten, dip zufolge des wu amwitnre juedische Feiern waren.- Es fand eine Veranstaltung zu Ehren von Frau Vera Weizmann, der Gattin unseres ersten Staatspraesidenten statt. Die Loge veranstaltete anlaesslich der Anw es e n h e it des frueheren Praesidenten der Grossloge einen Cocktail in unserem Hause. In der Zeit vom 1. bis 15. September fand der suedamerikanische Kongress der allgemeinen Zionisten statt, unseres Hauses gerade fuer derartige grosse Veranstaltungen war allgemein und hat unserer- SCI. viel Ehra eingebracht. Seit kurzer Zeit tagt in unserem Hause die Kommission der URO, die sieh auf Veranlassung de3 Weltkongresses mit der Verfolgung der Wiedergutmachmngsansprueche gegen Deutschland befasst. Wir haben unser Haus gern fuer diesen Zweck zur Verfuegung gestellt, um unseren Mitgliedern und allen Interessenten alle Erleichterungen zu bieten, um ihre berechtigten Ansprueche geltend zu machen. Diese Kommission wird in dankenswerter Weise von drei Mitgliedern unserer Gemeinde geleitet. Augenblick abzuwarten, ln dem wir die Moeglichkeit haben, die notwendigen Gelaendeteile zu erwerben. Sollte das Projekt spruchreif werden, werden wir es einer ausserordentlichen Generalversammlung zur Entschlussfassung vorlegen. Restauration Der Vertrag mit unserem bisherigen Oekonom, Herrn Kurt Leitner, ist auf dessen Wunsch geloest worden, da er die Absicht hat, Chile zu verlassen. Wir haben einen neuen Vertrag mit dem Ehepaar Wilhelm und Sldonie Weschler abgeschlossen und hoffen, dass die Erwartungen, die wir in den neuen Oekonom setzen, erfuellt werden und dass wir mit der Auswahl dem Geschmack unserer Mit. glieder gerecht geworden sind. (Fortsetzung auf Seite 7) . -iw..

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