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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1955-02-01 · 2 (Febrero, 1955) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XVII (1955)
Issue
2 (Febrero, 1955)
Date
1955-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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i 11 REOACCtONi S.O. I. B’NE J1SROEL AV. PORTUGAL 810. TEL. 33096 CASILLA 2407. SANTIAGO'CHILE BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT S O C I E D A D CULTURAL I SRAE LITA " B * N E J I S R O E L" Año XVII — 2 BOLETIN INFORMATIVO Febrero, 1955 Ist es zu verstehen, dass trotz wiederholter Aufforderungen immer noch ein grosser Teil unserer Mitglieder sich nicht zur Magbit gemeldet hat? Muessten nicht gerade die Menschen unseres Sektors, die das grosse Unglueck in Europa miterlebt haben und wissen, was Not und Angst um das Leben bedeuten, Verstaendnis dafuer haben, dass man seinen Naechsten schnell helfen muss, wenn sie auf unsere Hilfe angewiesen sind? Koennen wir einen Genuss an unseren Ferien haben, wenn wir wissen, das wir unsere Pflicht noch nicht erfuellt haben? Denken Sie darueber nach, melden Sie sich zur Magbit und stellen Sie sich damit in die Reihe derer, die ihre juedisehe Pflicht erfuellen! Ein Heiterer Philosoph Sammy Gronemann Von SCHALOM BENCHORIN Kurz vor Vollendung seines 77. Lebensjahres ist in Tel Aviv vor drei Jahren Sammy Gronemann von uns gegangen. Am Purim ist er geooren kurz vor Purim ist er gestorben: im Zeichen dieses volkstuemliehcten juedischen Festes stand sein Leben. Purim ist fuer das juedische Volksbewusstsein das Fest der Freude und des Witzes, des Humors und der Satire, aber zugleich das Fest der grossen Errettung Israels. Und das ist es, genau das was aas Leben unseres Sammy Gronemann formte. Er war der Kcenig des Humors und der Satire und er stellte diese grosse und koestliche Gabe in den Dienst des politischen Zionismus. Aus einem frommen, aber zugleich weltzugewanaten aeutscn - jueaischen Rabblnerhatuse stammend, nahm Gronemann schon in seiner Jugend die Werte juedischer Tradition ln sich auf. Und diesen Werten ist er treu geblieben. “Ich kann meine Gewohnheiten nicht alle zweitausend Jahre aendern”, meinte er scherzhaft, wenn er manchmal ueber seine streng-religioese Lebensfuehrung befragt wurde, befragt von Leuten, die dieses Festhalten an Brauch und Form bei einem Manne verwunderte, der der Zeit und ihren Problemen, der heiteren Muse und insbesondere dem Theater so enthusiastisch zugetan war. Wer das grosse .Glueck 1 ntte, Grcnemann persoenlich zu kennen, stand immer wieder vor einem Raetsel: wie war es moeglich, dass dieser Mann all das leistete, was er tatsaechlich geleistet hat— und zugleich niemals etwas von der beruechtigten “juedischen Hast” an sich hatt°. '■ordern sonnig - hesinnilich plauderte in seinen Stamm-Cafes mit Freunden zusammen war, keine Premiere, keinen ihn interessierenden Vortrag versaeumte... und immer voll neuer Piaene und Einfaelle steckte— bis in die allerletzten 'rage seines erfuellten Lebens hinein. Gronemann uebte drei Berufe aus und jeden so vollkommen, daser allein im Sinne des “Dajenn”. Libdes vollauf genuegt haette. Er war ein vielbeschaeftigter, erfolgreicher und weithin bekannter Anwalt, er war ein zionistischer Redner und Funkticnaer von hoechsten Graden und er war ein Erzaehler und Dramatiker, der wie kein anderer in unserer Zeit, den juedisch-satirischen Roman und die juedische Komoedie zu wahrhaft literarischem Rang erhob. Zu seinem siebzigsten Geburt tag hatte ich Sammy Gronemann den “Seholem Aleichem der Jekkes” genannt. Er wurde dies iri seinen letzten Lebensjahren immer mehr und mehr, ein wahrhafter Klassiker des westjuedischen Humors, der den ostjuedischen Humor ergaenzend, viel beitrug zur Erschliessung des hebraeischen Theaters fuer das heitere Genre. Ueber den Anwalt — er war ein Koenig der Advokaten in Berlin! — werden andere und Berufenere zu schreiben haben. Von dem zionistischen Redner und Organisator, dem Kongress-Anwalt und Vorkaempfer gegen die Assimilation meldet bereits die Geschichte. — Die eriten Jahre des politischen Zionismus sind seine romantische E röche genannt worden. Man koennte sie auch seine pathetische Eoo,'he nennen. Fs war die Zeit der grossen Rhetoren, Max Nordau an ihrer Spitze. Gronemann fuegte der romar'ii°ch-^athei!s''>iRn No- (Fortsetzung Seite 2) Zum 70. Geburtstage von Alfred Feldmann Es klingt kaum glaubhaft, dass ein Mann von der Vitalitaet Alfred Feldmanns sein 70. Lebensjahr vollendet. Aber er selbst hat es uns bestaetigt und an seinem Worte ist nicht zu zweifeln. Darum ist es uns ein Herzensbednerfnis. ihm auch von dieser Stelle aus, die d’e Tribuene unserer Gemeinde fuer unsere Mitglieder ist, unsere herzlichsten Glueck- und Sefenswuensche an diesem seinen Ehrentage zum Ausdruck zu bringen. Die Entwicklung unserer “B’ne Jisroe1” ist-, mh seinem Namen und seinem Wirken auf das Innigste verbunden. Jahrelang als Repraesentant und seit d°m Ableben unseres unvergesslichen Alfred May als Vorsitzender des Renraesentanten - Kollegiums hat er mit seinem durch das Leben gereiften Rat und mit seiner aus guetigen Herzen stroemenden Ausgeglichenheit an den Geschicken unserer Gemeinde tiefen Anteil genommen. In Stunden weltanschaulicher und sachlicher Diskussion wirkte Feldmann stets vermittelnd. Wie oft hat sein bekannt humorvolles, geistreiches Wort geholfen, ueber manche schwere I Kliope hinwegzukommen. Er! ist fuer unsere Gemeinde zum Symbol der fuer uns charakteristischen und in uns lebendigen Tradition geworden. Sein Judesein ist identisch rrdt Meos-b sein. Seine Guete. seine Friedensliebe, seine Klugheit, seine stete Hilfsbereitschaft - sie hohen ihn zu dem sremaoht, was er uns ist: unser VOR¬ BILD. Nicht nur innerhalb unserer Gemeinde wirkt er als hervorragender Repraesentant. Er nimmt mit regstem Interesse an allen Problemen des Gesamtiischuws, unseres Volkes und unserer Medina, wo er das Glueck hatte, kuerzlieh zu weilen, Anteil. Wenn Alfred Feldmann seinen 70. Geburtstag feiert, vereinen sich Directorium und Repraesentantenkollegium und mit ihnen die gesamte Gemeinde, in der er nur Freunde hat, um ihm, seiner verehrten Gattin und seiner Familie ihre herzlichsten Wuensche fuer eine gesunde, glueckliche und segensreiche Zukunft in nie erlahmender Regsamkeit im Dienste fuer unsere Gemeinde und das juedisehe Volk zum Ausdruck zu bringen. Ad mea weesrim schana! ’Jjä-P-if: ¡msn® ÉiHÉi 1ti®§ Éis&Éisi Sf&w? .aí-íi-i SSfím ¡pipi ■HMM ssgppp mmusam aSMWíiSBPS HSMMftMl sni ¡«iimgiisäß pjsággg i1: í*3í£5f*»¿í¿i «nSsnyiSi Bitti - ■/ y *£_• ERNTE IN ISRAEL

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