Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XVI (1954)
- Issue
- 5 (Mayo, 1954)
- Date
- 1954-05-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Mayo, 1964 BOLETIN INFORMATIVO 7 Am 10, Mai v. Js. landen wir uns ln unserer Synagoge zusammen, um eines unserer treuesten Mitarbeiter unserer Gemeinde zu gedenken, der fuer immer von uns gegangen Ist, unseres lieben Freundes Dr. Alfred May. Wir alle wissen, was er uns und unserer Gemeinde bedeutet hat. Aber Niemand haette es besser zum Ausdruck bringen koennen, als Herr Alfred Feldmann in seiner Gedaechtnisrede, in der er sich mit Alfred May als Mensch und Juden beschaeftigte. Wir werden das Andenken an Alfred May in unserer Gemeinde stets in Ehren halten. «j'l V. K. u 11 u s Auf dem Gebiete des Kultus glaube ich von einer erfolgreichen Taetigkeit berichten zu duerfen. Unsere Gottesdienste haben wir in der ueblichen Form wuerdig durchgefuehrt. Wir haben auch im vergangenen Jahre an den Hohen - Feiertagen wieder an drei Stellen Andachten abgehalten, um die Beteiligung unseren Mitgliedern je nach ihrem Wohnsitz zu erleichtern. Die Onege-Schabbat, die wir im vorigen Jahre im Anschluss an die Schabbat- Morgen-Gottesdienste eingefuehrt haben, erfreuen sich eines immer groesseren Zuspruchs. Die Vortraege, die unsere Herren Rabbiner bei dieser Gelegenheit hielten, standen auf hohem Niveau und trugen zur Belehrung der Anwesenden bei. Wir werden uns bemuehen, die Schaffung eines staendigen Maennerchors fuer die Gottesdienste am Schabbat und den Feiertagen durchzufuehren, wenn auch die Schwierigkeiten, wie wir wissen, grosse sind. Es muss aber nach unserer Ansicht der Verschoenerung des Gottesdienstes die volle Aufmerksamkeit unserer Gemeinde gewidmet werden, damit er allen Besuchern, und nicht nur den in der hebraeischen Sprache gut bewanderten, etwas bietet, sie erhebt und in der Lage ist, die Gedanken der Zuhoerer auf unsere so schoenen, inhaltsvollen Gebete zu konzentrieren. 'Es ist beasichtigt, unter der Leitung unserer Herren Rabbiner wieder Sehiurim abzuhalten, an denen nach unserem Vorhaben auch die Damen unserer Mitglieder teilnehmen sollen, wir waeren ausserordentlich dankbar, wenn diese neuerlichen Bemuehungen seitens unserer Mitglieder durch zahlreichen Besuch belohnt wuerden. Trotz nicht unerheblicher, zum Teil auf die schweren Verkehrsmoeglichkeiten zurueckzufuehrenden Schwierigkeiten haben wir unser taegliches Minjan aufrechterhalten u. z. auch waehrend der Sommer - Monate. Eine juedische Gemeinde unseres Umfangs muss ihren Mitgliedern Gelegenheit geben, im Trauerjahr und an Jahrzeiten das Kaddischgebet sprechen zu koennen. Das ist eine der Hauptaufgaben einer Gemeinde, die eine Religionsgemeinde ist. Wir werden auch in diesem Jahr am ersten Tag Pessacb einen Gemeinde Seder veranstalten und hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung seitens unserer Freunde. Wir werden den Preis fuer das Gedeck durch eine Subvention aus dem Gemeinde-Etat so zu bemessen uns bemuehen, dass die finanzielle Belastung kein Grund fuer eine Nichtteilnahme an dem Seder sein kann. Es bedarf keiner Erwaehnung, dass alle Antraege auf Preisermaessigung oder voelligen Preiserlass ohne jede Diskussion beruecksichtigt werden. Helfen Sie bitte allen denjenigen, die sich um die Durchfuehrung des Abends bemuehen, unseren Gemeindeseder zu einem Erfolg zu gestalten. VI. Im Rahmen des «Jischuavs Unsere Beziehungen zu den Institutionen des Jischuw von Chile sind zu unserer Freude besonders intime und freundschaftliche. Dies kommt am besten dadurch zum Ausdruck, dass wir in den beiden Spitzenorganisätionen unserer Colectivitaet vertreten sind. Herr Leon Rosenthal ist Vicepraesident des Comité Representativo und die Herren Dr. Hermann Lehmann und Dr. Egon Rosenfeld gehoeren seinem Direktorium an und leisten dort ueberaus wertvolle Arbeit. In der Federación Sionista habe ich die Ehre, Vicepraesident zu sein, die Herren Nebenschoss und Rabbiner Lo,ewenstein gehoeren dem Direktorium und die Herren Feldmann und Ebstein dem Consejo an. Wir duerfen zu unserem Stolze sagen, dass in beiden Organisationen unser Wort gehoert wird, und es wird gehoert, weil wir die SCI. “B’ne Jisroel” vertreten, die ein wichtiges Glied in der Kette der juedischen Organisationen Chiles ist, und die ein besonderes Ansehen geniesst. Dieses Ansehen geniesst sie, wen unsere Freunde der alteingesessenen Kollektivitaet wissen, dass wir mit ihnen fuer unsere gemeinsamen Interessen arbeiten, sei es in der Kulturkommission oder im Consejo Diretivo der Federación der neu gegruendet wurde, um das Verhaeltnis von Federación zu den angeiciüossenen Gemeinden enger zu gestalten, sei es in der jaehrlichen Convención des chilenischen Jischuws, im 'Departamento K. K. L. und im Vaad Hajinuj, wo wir durch Herrn Nebenschoss als Vice-Praesidenten und die Herren Rabbiner Loewenstein, Dr. Reich und Dr. Sklarz als Mitglieder des Direktoriums vertreten sind. Unsere Gemeinde hat sich an der Eintragung des verdienten Praesidenten des Comité Representativo, Herrn Isidoro Dimant, in das Goldene Buch anlaesslich seines 50. Geburtstages beteiligt und ihm die Glueckwuensche unserer Gemeinde durch das gesamte Direktorium ueberbracht. Gemeinsam mit allen anderen juedischen Organisationen Santiagos haben sich unsere Mitglieder an der Hilfe fuer die von dem fuerchterlichen Unwetter Betroffenen beteiligt. Es ist Ihnen aus den Pressemitteilungen bekannt, welche Anerkennung seitens der Regierungsstellen diese fuer uns selbstverstaendliche Hilfsaktion gefunden hat. Unsere Beziehungen zu der Jevra Kedischa sind zu unserer Freude sehr freundschaftliche. Die Verhandlungen, die wir bei den leider so zahlreichen Todesfaellen, die wir im letzten Geschaeftsjahr zu betrauern hatten, fuehren mussten, sind ohne jede Schwierigkeiten verlaufen. Ich benutze die Gelegenheit um auch von dieser Stelle aus fuer das frosse Verstaendnis, das wir stets bei den Dezernenten der Jevra Kedischa gefunden haben, unseren besten Dank auszusprechen. Es ist fuer uns eine Ehrenpflicht, Grabsteine aus Gemeindemitteln zu setzen, falls Angehoerige von Verstorbenen hierzu nicht ln der Lage oder falls (Verwandte nicht vorhanden sind. VII. Unser Blatt Unser Boletin Lnformativo ist der Stolz der Gemeinde geblieben. Das Blatt kann sich mit Recht der beste Freund unserer Mitglieder nennen. Es ist eine wesentliche Verbindung zwischen Gemeinde und Mitglied, es ist unser Blatt, auf dessen Erscheinen alle unsere Freunde warten und das gelesen wird, wie wohl kaum ein an deres Presseorgan, Wort fuer Wort mit groesstem Interesse. Unser neuer Redakteur hat die in ihn gesetzten Hoffnungen erfuellt. Die Zeitung hat kulturelles Niveau. Wir haben unser Boletin, wie Ihnen bekannt ist, um eine Seite fuer unsere Kinder vermehrt und dies ist als ein besonderer Erfolg zu werten. Unsere juengsten Kinder arbeiten interessiert mit, senden se'lbstverfässte Artikel, beteiligen sich eifrig an den Preisausschreibungen und betrachten sich als persoenliche Freunde von Bat Sheva, die es versteht, psychologisch auf ihre Kinder einzuwirken. In den letzten Monaten haben wir auf Anregung der Jugehdkommission auch eine Seite fuer die dem Kindesalter entwachsene Jugend angegliedert. Wir hoffen sehr, dass diese beiden Einrichtungen den Kontakt zwischen uns und der naechsten Generation im Interesse der Zukunft unserer Gemeinde vertiefen werden. Wenn wir beobachten, dass ein anderes juedisches Presseorgan in Santiago diese Jugendbeilage ebenfalls in juengster Zeit veroeffentlicht hat, so ist dies fuer uns die groesste Genugtuung und ein Beweis dafuer, dass wir etwas geschaffen haben, was allgemeine Anerkennung findet. Ein gutes Beispiel weckt Nacheiferung. Ttedatotim, ff ES IST KE I ]V Liebesbrief Den wir an Sie, verehrter Leser, hier loslassen, immerhin aber ein Brief, der das Gefuehl von Verbundenheit und Verstaendnis zwischen Ihnen und uns, der Redaktion dieses Blattes, staerken soll. Vielleicht haben Sie sich schon manchmal gefragt, . wie denn eigentlich unsere juedische Zeitung in deutscher Sprache auf chilenischem Boden zustande kommt; woher wir das Material schoepfen, duf Grund welcher Erwaegungen die Auswahl getroffen wird und wie der technische Arbeitsverlauf aussieht. Sie haben hier und da einen Artikel interessiert gelesen, einen anderen gelangweilt uebergangen, Sie haben sich ueber Druckfehler gewundert und waren veraergert, wenn ein Klischee auf dem Kopf stand. Je nach Ihrem Interessensgebiet begannen Sie mit der Lektuere bei der Israel-Umschau, dem Gemeindeleben, der Kurzgeschichte oder den Familienanzeigen, blaetterten dann mit mehr oder weniger Geduld die ganze Zeitung durch.- Ihr Gesamturteil war persoenlich und subjektiv und wenn wir Ihnen erzaehlen, dass gerade jene Nummer, die Ihnen besonders missfiel, bei anderen grossen Anklang fand, so halten sie dies wahrscheinlich fuer eine der ueblichen Zeitungsenten. So haben wir also beschlossen, dass SIE uns selbst bei der schwierigen Arbeit der Materialauswahl helfen sollen. Wie emsige Bienen sammeln unsere freiwilligen Mitarbeiter in Israel Argentinien, Bolivien, den USA, Deutschland und Chile fuer uns Material, wo sie es nicht selbst verfassen; zwei internationale Agenturen, in Israel und in der Schweiz, senden uns Zeitungsausschnitte ueber juedische Angelegenheiten aus der Weltpresse; Was soll nun davon veroeffentlicht werden? Die uns zur Verfuegung stehende Seitenanzahl ist, aus öekonomischen Gruenden, stark begrenzt: von 16* Seiten gehen etwa sechs fuer Anzeigen ab, vier fuer Kinder— und Jugendbeilage; weitere drei Seiten werden durch Mitteilungen von lokalem Interesse ausgefuellt! So bleibt ein ueberaus kleiner, deshalb umso wertvollerer Platz zur freien Textgestaltung. Dass wir diesen nun weitgehend nach Ihrem Wunsch gestalten, sollen Sie uns helfen! Nehmen Sie sich die kleine Muehe u. fuellen Sie den nebenstehenden Fragebogen aus (Ihren Namen brauchen Sie nicht anzugeben!) und senden ihn an “BOLETIN INFORMATIVO”, Av. PORTUGAL 810, Casilla 2487, umgehend ein! Sie haben hier eine bequeme Gelegenheit, bei der Gestaltung des Boletins mitzuwirken und erwerben sich den herzlichen Dank der REDAKTION Ich bin der Meinung, dass in unserem Boletín die lokalen Nachrichten —zu viel —zu wenig Platz einnhemen; —zuviel —zu wenig Neuigkeiten aus Israel gebracht werden; —zu selten —zu oft Kostproben aus der neuhebraeischen Literatur geboten werden; —zu viel —zu wenig Seiten fuer die spanisch—sprechende Jugend abgegeben werden; der Monatsspiegel —zu agressiv —zu sanft die Vorkommisse kommentiert; das Material durchschnittlich —zu schwer —zu leicht ist. Im Oebrigen wuerde ich etwas mehr..begruessen und vorschlagen,..... (Bitte abschneiden, ausfuellen und einschicken!)