Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-11-01 · 11 (Noviembre, 1953) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
11 (Noviembre, 1953)
Date
1953-11-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/8553624-8556331-9194024--1241-8556534
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Noviembre, 1953 BOLETIN INFORMATIVO 15 Tramp nach, Eilath Von Theodor F. Meysels Die junge Dame hinter dem Intormations _ Scnaneihatte mir autoritativ mitge. teilt, dass der Autobus von Tel Aviv nach Eiiath am Montag und Donnerstag verkehre. Als ich aber zur Station in Beer Sheba kam, erfuhr ich, dass Sonntag der Tag fuer Eilath ist! Nicht gerade in bester Laune ging ich auf dem Platz auf und ab, als zwei Lastautos mit singenden Soldaten bei der Benzinpumpe stoppten. Ich erfuhr, dass sie aus erzieherischen Gruen. den nach Eilath unterwegs waren, stellte mich dem Kommandanten vor und durfte mich der Gesellschaft anschliessen. ren) Reisenden zugewiesen war. An der Wegsperre teilte man mir mit, dass kein Auto nach Eilath mehr zu er. warten sei, und das die Chancen fuer morgen — neun Leute warteten schon — keineswegs rosig seien. Ich fand müch ausgesetzt, mitten in der Wueste Ins Café zurueekgekehrt. fand ich, dass die Gaeste, welche ich fuer Touristen gehalten hatte, in Wirklichkeit Tramper waren. Sie alle waren Arbeitslose, die ent. taeuscht in Beer Sheba, der Fatamorgana von Arbeitsplaetzen in die suedlichste Stadt Israel folgten. Da gab *57? Nachrichten mit letzter Post “Der Kommandant nahm micht mit... Auf dem Gipfel angekommen, wurde uns befohlen, auszusteigen und aus erzieherischen Gruenden zu Tal zu wandern. Ich schaute in das ungeheure Tal hinab, des. sen Konturen in der Mittags. glut verschimmerten. “Welch troestlicher Gedanke”, rief ich aus, dass es da unten, inmitten heulender Wueste, kal. tes Bier im Cafe von Ein Hat. seva gibt!” — “Wir sind nicht hier, um Bier zu trinken, sondern um uns zu bilden”, wies mich der Herr Oberst strenge zu recht. Den noch, als wir die Oase von Ein Hatseva erreichten, war die Versuchung zu stark. Nachdem ich die Zeit des Aufbruches festgestelh. hatte, eilte ich zur Bierquelle. Als ich puenktllch zurueck. kehrte, fand ich meinen Rucksack im Sand und wur. de informiert, dass mein Platz einem anderen (wuerdigees einen jungen Elektriker einen Schlosser, einen Kriegs, invaliden und ein paar Neueinwanderer, die, da sie sich den Autobus, der zweimal in der Woche Ein Hatseva'passiert, nicht leisten konnten, schon den dritten Tag auf ei. nen Lift warteten. Tagsue. ber schwitzend, nachts frierend, warteten sie unter den Palmen von Ein Hatseva. Reichliches Wasser und auspavair'.vmotes. laecherhch billiges Essen sind die Vorzuege <- oi'e a'"n Kreuzweg des Wadi Araber Das sogenannte “Hotel” aber, ein paar Zelte imit Betten, ist unglaublich dreckig. “Die M°trotzen sind festgebunden, “lachte einer der Wanderer, “sonst haetten sie die Wanzen laengst weggetragen”. Dann Hessen wir uns um ein - knisterndes Dornenfeiipr nieder. Geschichten wurden da erzaeh't. die “Hey Daro. ma„ Hey Eilath” ganz anders Ililiiaer Hochschule GEPLANT Stabschef Rav-Aluf Mcrdechai Makleff erklaerte gestern, dass im naechsten Finanzjahre wahrscheinlich eine militaerische Hochschule fuer Stabsarbeit geschaffen werden wuerde. Er wies auf den grossen Fortschritt in der Ausbildung der Offiziere hin und besonders auf die von Fachleuten die teilweise im Ausland in die Lehre gegangen sind. Jugendalija Im naechsten Jahr feiert die Jugendalija ihr zwanzigiaehriges Jubilaeum, 62,000 Kinder und Jugendliche wur. den durch die Jugendalija bisher eingeordnet. In diesem Jahr wurden 400—450 aufgenommen, davon die Haelfte aus dem Ausland, Im Ganzen waren es 13,500 Jugendliche, die i,n 240 Auffangzentren “ingeordnet wurden, davon 57% in landwirtschaftlichen Siedlungen, 43% in Erziehungs . Institutionen und in Doerfern, und ein kleiner Teil auch in den Staedten. ISRAELISCHE ROHRE NACH AMERIKA Eine erste Probesendung von Stahlrohren, deren Durchmesser vier und sechs Zoll ist, die in der “Middle East Tube Co.” Fabrik in Akko hergestellt wurden, wird heute auf dem Frachtschiff “Tamar” von Haifa nach Amerika gesandt werden. Dies ist die erste Exportsendung dieser Art nach den USA. Es handelt sich um einen Auftrag einer New Yorker Handelsfirma und man hofft auf weiteren Export dieser Rohre. Die ‘ Middle East Tube Co.” wurde gemeinsam von “Solei Bone” und einem amerikanischen Industriellen gegruendet. Aufbau der Tel Aviver Universiiaei DER AELTESTE ARBEITER TEL-AVIVS IM FEST¬ MARSCH l Fuer Beginn des Aufbaus einer Universitaet in Tel Aviv ■setzte sich energisch Buerger. meister Lewanon ein, der mitteilte, dass zunaechst die naturwissenschaftliche Fakultaet eroeffnet werden soll. Der Buergermeister erklaerte, er habe mit verschiedenen stellen und auch mit der Universitaet Beratungen gehabt, und er bezeichnete es als ein Unding, dass es in Tel Aviv kein Institut fuer hoehere Bildung gaebe. Es sei nicht moeghch, die Lernwilligen aus Tel Aviv immer nach Jerusalem oder Haifa zu schicken.! klingen Hessen, als wenn cs von wandernden Soldaten oder Kibbutzniks gesungen wird. Die Maenner unter dem Baum hatte die harte Not in den Sueden getrieben, genau so, wie jene Pioniere, die Amerikas Westen besiedelten, dies nicht aus ideologischen Gruen den unternahmen. Sie hatten V.?n den unbe-cb.raenkten Moeglichkeiten des Fernen Suedens gehoert und gelesen. Da kamen sie nun, bereit in harter Arbeit ihr Brot zu ver. dienen. Es waere schade, nicht nur fuer ‘die Leute selbst, wenn sie enttaeuscht wuerden. Morgengrauen. Ein Last, auto sollte nach Eilath abgehen: Unser Fuhrwerk war mit einem alten Riesenfrigidaire fuér die Fischstation in Eilath beladen, der von Dieseloel-Faessern umgeben war. Welche die unbequemsten Sitzgelegenheiten der Welt darstellen. Der “neuen” Stras. se folgend, die fuer paar Kilometer zweihundert Meter westlich parallel zur “alten” verlaeuft, sahen wir, jenseits im Osten, die schwarze SiL houtte eines zerschossenen Panzerwagens der Legión als Erinnerungsmal des beruehmten Zwischenfalles. In Ein Menuhe, wo neue Brunnen gebohrt werden, wurden wir unser Diseloel_ los, inso. ferne es von unseren Kleidern noch nicht aufgesogen war. Wir waren so praechtige Erscheinungen, ,dass unser Haeuptling uns alle unter die Dechen schickte. Und wer kein reines Hemd bei der Hand hatte, musste sein Hemd sofort aus waschen. Dieser neue Ueberfluss an Wasser im Wadi Raba, wo die Sonne einen Mann und eines Mannes Waesche in fuenf Minuten trocknet, ist eine ganz be. sondere Eigenschaft dieser ganz besonderen Wueste. Der freundliche Lagerkoch hatte inzwischen fuer uns Kaffee gekocht In froehlicherer Stirn, mung erkletterten wir unser Lorry. Unsere naechste Station war Ejn.Iradian, wo eine dringende Reparatur vorgenommen wurde, Fuer eine Stunde hatte es den Anschein, als wuerden wir heute nicht mehr nach Eilath kommen. Ejn-Iradian ist aber ein wirklich interessanter Platz. Beine neuen Ibunnen werden in kurzer Zeit Eilath mit allem benoetigten Wasser ver. sorgen, sodass die Quellen von Ber Ora, die schon Zeichen von Erschoepfung zeigen, dem Lokalbedarf dienen werden. Dann wird es moeglich sein, die von der Gadna bestellten Gemuesegaerten Beer Oras auf 70 Dunam zu vergroessern, sodass sie alles Gemuese liefern koennen, das Eilath braucht. Eine neue Rohrleitung wird “von Ejn-Iradian nach Eilath gelegt. An ihr entlang zu fahren, ist wie ein technischer Film. Alle Phasen der Arbeit koennen im Zeitraff-Tempo studiert werden. Schliesslich nahm unser Wagen doch Vernunft an, zur Freude meiner Reisekameraden, die es nun auf einmal eilig hatten. Sie hatten sich alle rasiert und “landfein” ge. macht. Nun leerten sie den groessten Wert darauf, Eilath zu erreichen, bevor das Arbeitsamt fuer den Tag sperr, te. Derart, als wir zwei Stunden spaeter, vor dem Fischdepot hielten dessen Duft die Dringlichkeit eines Frigidaires laut proklamierte, war der Abschied kurz Meine Wandergenossen waren nicht nach Eilath gekommen, um es zu besichtigen. Sie hatten Arbeit zu finden... Soler Bone baut in der Tuerkei Israel kennte diese Woche leinen wichtigen wirtschaftlichen Erfolg buchen, da Solei Bone in der Tuerkei einen Kontrakt Unterzeichnete, laut dem er fuer die tuerkische Re gi^rung Bauarbeiten fuer 15 Millionen Dollar durchfuehren wird. Nach einem Konkurs, an dem sich auch deutsche u. firanzoesische Firmen beteiligt hatten, wurde der Auftrag fuer den Bau von drei Fiugplaetzen d. israelischen Gesellschaft erteilt. Die Arbeiten werden ca. ein Jahr lang dauern und eine Gesellschaft wurde gebildet, an der sich auch tuer klsches und amerikanisches Kapital beteiligen, bei der aber Solei Bone ausschlagebend sein wird. Die Arbeiten werden von israelischen Spezialisten geleitet u. Maseninen aus dem Lande wer den hierfuer verwendet weiden. JUGEND - AKTIONEN ,1120 Lehrer und Jugendfuehrer, davon 870 durch die verschiedenen Aktionen der Jugend- und Chaluz-Abteilung, 180 von der Erziehungs. und Kultur . Abteilung fuer diw Golah und 70 fuer die Seminare der religicesen Erziehungs-Abteilung in der Go. lah, kamen im letzten Jahre zu len verschiedenen Seminaren nach Israel zur Ausbildung Grosse publizistische Pr--jfkte wurden vom Bialik- In-tltut fuer die naechsten Ja^re vorbereitet Eine Erziehtigs-Encyklopaedie unter M! arbeit der Professoren Dr. Mti-ddn Buber und Dr. E. Sim<-i ist in Arbeit, deren erste»' Teil in 2 Jahren erschei. nen tsoll.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.