Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XV (1953)
- Issue
- 10 (Octubre, 1953)
- Date
- 1953-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Octubre, 1953 BOLETIN INFORMATIVO 15 PIONERAS DE CHILE Pioneras de Chile ist die Organisation welche mit Moazat Hapoalot kooperiert fuer die soziale Gleichberechtigung und den oekonomischen Wohlstand der Frau in Israel. Mit Begeisterung wurde das Programm fuer den Aufenthalt in Chile Chaja Sluzkys, Schlichah der Moazat Hapoalot, vorbereitet. Spaeter werden wir ueber die ver. schiedenen Taetigkeiten berichten. Pioneras de Chile gibt bekannt, dass jeden Mittwoch um 4 Uhr ein Vortrag von Chawerah Amelia Fliman ueber “Geschichte des Zionismus” in unserem, Lokal, Serrano 225, stattfindet, wozu wir herzlichst alle interessierten Damen einladen. Andere Taetigkeiten werden jeden Sonntag in “Hora Hebrea, Espacio Jeladim” foekanntgegeben. Ein Hauptzweig unserer Arbeit gilt dem KKL unter Leitung von Chawerall Frida Gomberoff, welphe diesen Posten meisterhaft bekleidet. Der 34. Zionistenkongress in Chile kannte ihre Ueberlegenheit als Subdirectora del Keren Kajemet de la Federación Sionista an und schrieb sie ins goldene Buch ein. Vor einigen Wpchen wurde eine unserer Kisten nach Israel verschickt, worin sich Waesche und Kleidung aller Art. groesstenteils von den Chawerot hergestellt, befanden. Einige Damen aus dem deutschsprechenden Sektor haben uns schon ihre Hilfe versprochen, sei es in Anfertigung von Waeschestuecken, Stricksachen und Stickereien. Wir danken herzlich fuer diese Iniciative und bitten um Nachahmung. “Jeladim” wird jeden Mittwoch nachmittag von 1/2 4 bis 7 Uhr geoeffnet und ladet alle Interessenten zur Besichtigung ein. "Alle sind berufen" Gin Brief von Rachel Janait (Frau des Presidenten von Israel, Jizchak Ben Zwi) an “Pioneer Women”. So wie ich Euch schirieb am Abend der Praesiden. tenwahl, will ich auch jetzt wieder einmal meine Gedanken mit Euch teilen ueber alles, was in unserem kleinen Heim geschah, seit die Knesset die Wahl des neuen Presidenten bestaetigte. Wie Ihr wisst, ist ein Departamenthaus errichtet worden, wo unser “Zrif” (Huette), frueher stand, bis es nach Bet Keschet gebracht wurde; jenem Kibbuz, in welchem unser geliebter Sohn arbeitete, bis er in unserem Befreiungskrieg fiel. Wir haben in diesem neuen Hause eine kleine Wohnung von drei Zimmern. Hunderte von Freunden und viele Delegationen von allen Teilen Jerusalems und Vorstaedten, Kibbuzim und Maabarot kommen hierher, um den Presidenten zu begrueggen. Erinnert Ihr Euch, dass mir eine unserer Chawerot der Moazat Hapoalot sagte, auch sie habe das Ge. fuehl, erwaehlt worden zu sein. Und so fuehlten wir beide, der Praesident und ich, dass alle unser» mitarbeitenden Chawerim der ganzen Welt berufen worden sind, um gemeinsam der grossen und historischen Aufgabe entgegenzusehen. Wir wollen fortsetzen in dem Geist unserer Karne, raden, der in der Arbeit des Landes und in der Haganah verwurzelt ist. Wir werden fortsetzen in dem Geist unserer Jugend, die ihr Leben fuer die Errichtung des Staates geopfert hat. Werden wir faehig sein, diese Aufgabe zu loesen? —Es ist abhaengig von uns in Israel und von Euch allen ausserhalb. Ich werde mich bemuehen, dem hoechsten Symbol des Staates Ausdruck zugeben indem die Noete der Kinder gelindert werden, in der Verwirklichung von Kibbuz Galujot und Misug Galujot (Einordnung der Einwanderer), und durch Foerderung der Schaffung einer juedischen, arbeitenden Nation in Erfuellung der Worte unserer Propheten. Herzlichst Eure Chawerah. RACHEL ' EIN BESUCH IN "JELADIM“ Schon seit einiger Zeit hatten wir den Wunsch, das bekanijte Geschaeft fuer Geschenkartikel, “Jeladim” genannt, in Serrano 225, aufzusuchen. Mit eigenen Augen wollten wir das sehen, worueber soviel erzaehlt wurde. Ein Geschaeft gefuehrt von Chaweroth! Wie mag das sein?! , Ich war erfreut, als ich in “Jeladim” einige der fuehren. den Frauen von “Fioneras de Chile” vorfand, die mich ueber den Gang dieses Geschaeftes unterrichteten, und ueber den Nutzen, den es fuer unsere gemeinsamen Ziele leistet. Wir waren ueberrascht und tief beeindruckt von der grossen Anstrengung, die “Jeladim” bedeutet und von dem Prestige, das solch grosse Arbeit und Aufopferung seitens der “Pioneer Wo_ men” hervorruft. Wir konnten dort herrliche Strickereien, Kinderkleider und besonders wundervolle Stickereien und Babywaesche bewundern, die alle mit der groessten Sorgfalt und Geschick- | Gruppe Golda Meiersohn: Montag 19. Okt. “Emigration der deutschen Juden” (Hans Aufrichtig). Montag 2. Novb. “Reisebericht aus Israel” (Kaethe Herzfeld). Gruppe Hannah Meisel: Dienstag 20. Okt. “Emigration der deutschen Juden” (Hans Aufrichtig), gemeinsam mit Gruppe Herietta Szold. Dienstag 3. Novb. “Die orientalischen Juden” (Kaethe Loewenstein). Gruppe Vera Weizman: Mittwoch 28. Okt. Vorfuehrung des Israel-Films, gemeinsamer Tee-Nachmittag fuer alle Gruppen. Mittwoch 11. Nov. “Die polit. Structur des Knesseth”. (Lola Roesler). Gruppe Henriette Szold: ausnahmsweise: Dienstag 20. Okt Geimeisam mit Gruppe Hannah Meisel: “Emigration der deutschen Juden”. (Hans Aufrichtig). Donnerstag 5. Novb. “Der Aufstand Absalon”, (Roma Steiner). W.I.Z.O. LIEBE WIZOSCHWESTERN, LIEBE WIZOFREUNDE Wir danken Ihnen Allen fuer Ihr reges Interesse, das Sie an unserer Buecher. und Spielzeugaktion bewiesen ha. ben. Wir sind dadurch wieder einmal in der Lage, unseren Kindern in Ramleh in den Anforderungen des Lebens ein Stueck weiterzuhelfen. Diese Aktion, die von unserer eben aus Israel zurueckgekehrten Wizoschwester, Frau Kaethe Herzfeld, angeregt und zum; Abschluss gefuehrt wurde, fand ihre Vollendung in dem gluecklichen Zufall, dass eine Gruppe junger Menschen aus unserer “Kolektividad” eben zur Maccabiade nach Israel reiste. Dadurch hattten wir die Moeglichkeit, einen grossen Teil unserer Sendug sicher nach Israel weiterzubefoerdern. Bei dieser Gelegenheit danken wir nochmals Herrn Hel. muth und Frau Kaethe Herz., feld fuer die Vorfuehrung ihres schoenen Israel-Filmes. Der Film fand bei dem zahl, reich erschienenen Publikum so ungeteilten Beifall, dass wir uns veranlasst sehen, am Mittwoch den 28. Oktober, 5 h. Nachm., die Wiederholung der Vorfuehrung dieses Films fuer alle unsere Gruppen vor. zunehmen. Es sind daher alle Gruppen eingeladen, an dieser Vorfuehrung teilzuneh. nfen. Infolge der Dringlichkeit unseres Aufrufes bezgl. dieser Buecher und Spielzeugaktion und des sehr beschraenkten Raumes in unserer kleinen Rubrik, war es uns bisher lei. der nicht moeglich, eine uns sehr liebe Ehrenpflicht zu erfuellen und zwar: in erster Linie Herrn IMO MOSCHKO. WITZ zu danken fuer seine grossartige Leistung im Hoer. spiel “Jaacobs Traum”, die die restlose Begeisterung unseres gesamten Publikums fand. Wir danken auch den Herren: Dr. Walter Tobias, Herbert Brueck und Gerhard Werner, sowie den Damen: Kaethe Loewenstein, Alice Wertheim, Hilla Heymann, Marianne Boehm und Margot Gellerstein, sowie den Damen des Chors fuer ihre ausgezeichnete Mitarbeit. Wir bitten Sie Alle, uns auch weiterhin in unseren Bemuehun. gen zu unterstuetzen. UNION SIONISTA Im Berichtsmonat hatte die Unión Sionista zwei sehr in. teressante Mitgliederver. Sammlungen zu verzeichnen. Am Montag, d. 24. August, sprach Chawer Dr. Abraham Salomón, Leiter der suedamerikanischen Abteilung der Weltfederation der Allgemeinen Zionisten ueber das The. ma: “Sozialismus und Liberalismus”. Der Redner fuehrte aus, warumi die Allgemeinen Zionisten in dieser Epoche des Kampfes zwischen liberalen und sozialistischen Tendenzen immer die These verfochten haben, dass wir uns erst unseren Staat erkaemp. fen muessen und dann erst die soziale Struktur dieses Staates bestimmen koennen. Nachdem er die Schwaechen des Sozialismus aufzeigte, der Wir verausgabten im vo. rigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Bueroun. kosten notwendig zur Buerokratie und zur Diktatur fuehren muesse, legte er die Grundla. gen des Liberalismus dar, dem das Wertvollste die Freiheit des Individuums sei. Me. dinat Israel gehoere dem ganzen juedischen Volk und nicht nur den Juden in Israel. Die Mehrheit der Judenheitgehoere jedoch der Mittelklasse an. Der Redner betonte, das die Allgemeinen Zionisten fuer soziale Gerechtigkeit eintreten, die ihre Grundlage schon im Tenach habe, aber den Import fremder Ideologien ablehne. Er zeigte diese Probleme auch an verschiendenen Fragen des Wirtschaftsaufbaus Israels auf. Eine sehr lebhafte Diskussion beschloss diesen inte, ressanten Abend. Am Montag, den 7 September, sprach Chawer Chajim CISROCO Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzt, Arznei —und Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten. $ 243.375,74 Chermesch, Chawer des Kibbuz Kfar Glikson des Hanoar Hazioni. Einleitend erzaehlte er von seinen Erlebnissen waehrend des Weltkrieges in der CSR, Jugoslawien und Ungarn als Mitglied der Fallschirmtruppe der Hagana, um dann auf die Struktur' der zentraleuropaeischen Ju. den im soziaen und politischen Aufbau der Medinat Israel einzugehen, Israel sei ein Land, in das jeder der Staem. me des juedischen Volkes seinen Beitrag mitgebracht habe. Das zentraleuropaeische Judentum sei heute in allen Schichten des Volkslebens vertreten, habe jedoch seine spezifischen Probleme, die sich aus seiner Kultur und Erziehung ergeben. Die Alija Chadascha sei zunaechst eine reine Interessenvertretung gewesen, aber gemeinsame Interessen und Ideale haben zur Schaffung einer neuen Partei in Israel gefuehrt der Progressiven Partei. Sie versuche die Probleme ohne Schlagworte und mit Ehrlichkeit zu loesen und sei da. rum keine populaere Partei. Ein freies Spiel der Kraefte sei in der Wirtschaft nicht moeglich, so muesse sowohl der privatwirtschaftliche als auch der kollektive Sektor als ' existenzberechtigt anerkannt I werden. Die Progressive Partei betone die Bedeutung der Chaluziut fuer den Aufbau des Staates. Sie bemuehe sich eine saubere Partei zu sein und auch den kulturellen Problemen ihr Augenmerk zu zuwenden. Nachdem Chawer Rabb. Loewenstein dem Redner den Dank der Anwesenden fuer seine interessanten und aufklaerenden Ausfuehrungen ausgesprochen hatte, beantwortete Chawer Cher, mesch Fragen, die der Klarstellung der von ihm angeschnittenen Probleme dien, ten. Wir weisen schon heute daraufhin, dass die Union gionista fuer Mitte November einen Kinus (Arbeitstagung) vorbereitet, der der Klaerung wesentlicher Fragen der zionistischen Bewegung gewid- I met sein wird. COMITÉ DE PROTECCION wir suchen die Adressen von Ganz, Joseph, geboren 27.XII-1927 in Wiso (Rumaenien), in Chile seit 1952. Shidersky, Sommer, geboren in Sheratz (Polen), ca. 80 Jahre alt, in Chile seit 50 Jahren. Schmidt, Schloime, geboren in Lubaczaw, ca. 40 Jahre alt, in Chile seit 1935. Yurik (toder Zurik), Leon, geboren in Vaslui Rumaenien), in Chile seit ca. 30 Jahren. Feitier, Rubi, geboren 1910, oder 1911 in Czernowitz, in Chile seit 1937 oder 1938. Etwaige Zuschriften erbeten an Casilla 11196, Santiago. LIGA DE DAMAS $ 118.573,06 lichkeit von den Chawerot dieser Bewegung ausgefuehrt werden, welche keinerlei Anstrengungen ungetan lassen fuer den Erfolg dieses Geschaeftes, welches —auch mit Recht— als wirklicher Stolz fuer die ganze Kollektivitaet betrachtet wer. den kann. “Jeladim” ist schon sehr bekannt, und die Zahl der Kaeufer vergroessert sich mehr und mehr, da ihre Artikel immer neuartig und preiswert sind. “Jeladim” ist nicht nur ein materieller Beitrag, sondern auch ein wirkliches Symbol, was “Pioneer Women” bedeutet. Beim Verabschieden drueckten wir unsere Begeisterung au,s und wuenschten “Jeladim” einen grossen Erfolg und beglueckwuenschten aufrichtig ihre leitenden Frauen. * BAT AMI