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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-09-01 · 9 (Septiembre, 1953) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
9 (Septiembre, 1953)
Date
1953-09-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Septiembre, 1Ö8S 11 '■BÚIÍIlü INFORMATIVO” .Nationalhymne 1 w i in n innnn HEBR.: Kol od balewaw p’nima —Nefesch Jehudi homilía; Ul’pha’atej misrach kadima — AJin lezion zo- (phija; Od lo awda tikwatenu— hatikwa mischnot alpa- (jim; Lihejot am chofschi b’arzenu, Erez Zljon wi- (rueschalajim! ,19’ib 3^3 iiy ^jrnin Hin’ wpi nnia -n;Bis i’v .u’ni¡rn rn^K K7 -ny ,o:s7i< nippn oy jVpjiV p’y ¡p* DEUTSCH: I Solange noch drinnen j im Herzen eine juedi- | (sehe Seele sich regt, Und ostwaerts nach i Zion das Auge ausi (schaut; So lange ist unsere Hoffnung nicht verloren, 1 Die Hoffnung von zweij tausend Jahren:! Ein freies Volk in un- (serm Land zu sein! In Zion und in Jerusa- 1 (lern! i Gleich den Namen der Verfasser anderer Nationalhymnen ist auch der des Dichters der Hatikwa weithin unbekannt, Es sei hier einiges ueber sein Leben berichtet. Naphtali Herz Imber wurde im Jahre 1856 in einem kleinen galizischen Dorf geboren. Seine geistige Entwicklung glich der vieler “Bocherim”, die die Fesseln des Cheders sprengten und sich dem Strom westeuropaeischer Bildung anvertrauten nach des Vaters fruehem Tode verliess er das Elternhaus und fand Aufnahme in einer Rabbinerfamilie zu Brody. Bald bemaechtigte sich des Jungen ein unbezaehmbarer Wandertrieb; er machte sich auf den Weg, der ihn in die Judenzentren Oesterreich . Ungarns, Beessarabiens und Rumaeniens fuehrte. In Jassy beschaeftigte ihn ein frommer Gelehrter als Hauslehrer. Hier hat er vermutlich die Hatikwa verfasst und nicht in Rischon- Lezion, wie dort Lokalpatrioten behauptet haben. Als infolge der Entrechtungen und Progrome die grosse Wanderbewegung der russischen und rumaenischen Juden einsetz. te, nahm Imbe regen Anteil an der Betreuung der Fluecht linge. Im Hilfskomitee auf dem Bahnhof zu Lemberg lernte er den englischen Edelmann Sir Laurence Oliphant Von Dr. Siegfried Braun, (Ma’yan-Zwi) und dessen Gattin kennen, die sich selbstlos und unermuedlich um die Durchwanderermassen bemuehten. Als in Oliphant die Idee heranreifte, Palaestina auf diplomatischem Wege, fuer die Juden als Heimat zurueckzugewinnen, nahm er Imber als seinen Privatsekretaer i n Dienst. Die wenigen Jahre, die er in dem gastlichen Hause dieser wahrhaften Aristokraten auf dem Karmel arbeitete, waren die gluecklichste11 seines bewegten Lebens. Als Mrs. Oliphant starb und ihr Gatte nach England zurueck- 'kehrte, .begannen schlimme Zeiten fuer den brotlos gewordenen Sekretaer. Wieder bemächtigte sich seiner die Wanderleidenschaft und trieb ihn fort. Er sah Aegypten, Nordafrika, Frankreich, Deutschland, Osteuropa; er fuhr nach London, wo Israel Zangwill sich seiner annahm und ihm englischen Unterricht erteilte. Aber auch dort hielt es ihn nicht lange; er ging nach den Vereinigten Staaten, reiste von einer Stadt zur andern und schlug sich kuemmerlich, hausierend, schriftstellernd, unterrichtend durchs Leben. 1903 heiratete Imber die schoene und! geistvolle englische Christin Dr. Amanda Katey. Aber schon nach wenigen Monaten trennte er sich von ihr, da er seine aeussere und innere Unabhaengigkeit nicht opfern wollte. In St. Louis nahm sich des unruhvollen Mannes der Richter Sulzberger an und versuchte, ihm moralischen und wirtschaftlichen Halt zu geben. Die Beziehungen zwischen den beiden sonst in voellig ungleichen gesellschaftlichen Sphaeren lebenden Maennern gestalteten sich im Bereich des Geistigen guenstig, waren aber nicht von Dauer. Imber verliess St. Louis und siedelte nach New York ueber. Wie er sich dort ernaehrt hat, das moegen die Goetter wissen. Er fuehrte ein wildes Bohemeleben, war Tag- und Nachtgast in Cafehaeusem, rauchte unaufhoerlich und trank wohl auch ohne Mass, bis er schwer erkrankte und im Moriahospital sein Dasein beschloss. Von Imbers schriftstellerischen Leistungen als hebraeischer Dichter und als englisch und hebraeisch schreibender Publizist ist nicht viel erhalten. Die Hatikwa erschien in einem Gedichtband, den Imber unter dem Titel “Bar. kai” (Morgenlicht) herausbrachte. Eine Auswahl der ESROGIM VOR SUKKAUS Von Dr. SILVIO STOESSL Da ist in Tel Aviv ein Markt, ein Unikum, der in der Welt kaum seinesgleichen haben duerfte, ueber Nacht entstanden; genau praezisiert: am Morgen nach Jom Kippur. 70 bis 80 Verkaufsstaende haben sich um die grosse Synagoge in der Alleubystrasse (natuerlich, wo denn, sonst sollte wohl so ein Markt sein?!) “tabliert” und halten die pflanzlich - religioesen Reouisiten fuer das Laubhuettenfest feil. Aber hier geht es keineswegs so zu wie auf einem beliebigen profanen Markt. Keine laute Anpreisung der Wa. re, kein “Anreisser”, der etwa (selbstredend in Iwrith) rufen wuerde: “Leute, kauft hier prima Essrogim, erstklassige Lulowim samt bestem Zubehoer!” — nein: Verkauf und Erwerb gehen in feierlicher Ruhe vor sich, gleichen schon einer halb religioesen Handlung und die Verkaeufer — neben maennlichen und ju. gendlichen jemenitischen Ty. pen mit Schlaefenlocken, patriarchalische Erscheinungen mit schwarzen, grauen und; weissen Baerten — halben Priestern. Und da liegt die sympathische Ware ausgebreitet und laedt magnetisch von selbst zum Kauf ein: In grauem Flachs, der sich wie weiches Tierhaar anfuehlt, sorgsamer als rohe Eier gebettet, der duftende Essrog, in hunder. ten Exemplaren, in hunderten Farbnuancen, vom zarten zum saftigen, satten Gruen, steingruen, meergruen, zinnobergruen, vom zarten Flaumgelb des Kanarienvogels ueber singendes Chormgelb bis zum freudigen Neapler Gelb. Der Zauber aber, den diese Zitrusfrucht, die sowohl von der Grapfruit, wie von der Orange und der Zitrone etwas an sich hat, ausstrahlt, beruht in seinem wunderbaren, trotz seiner Intensität nicht aufdringlichen, sondern delikaten, einzigartigen Duft. Du brauchst ihn nur fuer einen Moment in die Hand zu nehmen und diese duftet lange wie fein parfuemiert... Und dann dieses wunder, same, gleich Vogelfedern zusammengefaltete, einer Gerte gleichende Stueck Palme, das, nimmt man es in die Hand, zu winken, wippen, federn beginnt, als waere es ein Lebewesen! In reicher Auswahl bieten sich alle Groessen Lulowin d)ar: fast zwei Meter hohe Lulow - Athleten, die der Schuettelung durch eine ganze Gemeinde oder viele Familien standhalten koennten, ohne zu zerfransen; mittlere und kleine Miniaturlulowchen nach der Groesse schwankt auch der Preis von 40 Piastern bis zu 2 Pfund. Die ersten Kunden scheinen Vorsichtige, “Liebhaber” oder ganz Fromme zu sein, die sich das Beste und Schoenste amssuchen wollen; schlaue, oekonomisch Denkende, warten bis zum letzten Tag, das heisst bis Erew Sukkoth. wenn der Rest der Ware fuer diese Saison zu Ausverkaufspreisen losgeschlagen wird. Das ist etwa so, wie wenn auf europaelschen Weihnachtsmaerkten die letzten, duerftigsten Christbaeumchen verramscht werden; denn was dem Katholiken sein Christbaum, das ist dem Juden sein Lulow. Die meisten Kaeufer aehneln seltsam den Verkaeufern; auch sie baertig und —zum Unterschied von den anderen Passanten— trotz der Schriften des Dichters nebst kurzer Biographie hat J. Radler-Feldmann 1929 herausgegeben. Das Manuskript zur Hatikwa sah der Verfasser dieses Aufsatzes anlaesslieh seines Besuches bei dem hochbetagten Bruder Imbers in Jerusalem. Auch dieser weit ueber 80 Jahre alte Mann ist mittlerweile heimgegangen. Aus seinem Munde hoerte der Verfasser folgendes ueber die Melodie der Israelhymne: In den Jahren, da die erste Alija ins Land kam, es war 1882. 83 und 84, fehlte es den Siedlern an geeigneten Liedern in hebraeischer Sprache Manch gut gemeintes Versehen wurde verfasst dem man Melodien aus der Diaspora beigab. So sang man in Jerusalem ein Lied auf die Melodie “Es braust ein Ruf wie Donnerhall”. Ein musik. beflissener Jude aus Rumaenien las in Rischon-Lezion das Imbersche Gedicht und fand heraus, dass die Strophen sich nach einer alten bessarabischen Volksweise singen liessen, deren. Motive auch Smetana in der “Moldawa” verwendet hat. Naphtali Herz Imber war eine jener tragischen Persoen. lichkeiten, auf die Goethes Worte passen, mit denen er den Dichter Christian Guenther charakterisiert hat: “Er wusste sich nicht zu zaeh- ¡.men, so zerrann ihm sein Leben wie sein Dichten”. Dieser hagere Mann, von dessen Haupt die dunklen Haare dicht herabwallten, in dessen Augen die Melancholie wohnte, und dessen Mund in seiner Zusammengepresstheit Bitternis und Groll gegen Welt und Mensch kuendete. kannte keine Ausgeglichenheit. Er haderte zeit seines Lebens mit dem Schicksal, das ihm Unrast in sein ungestuemes Herz gesenkt und die Not und Entbehrung als Weggenossinnen zugeteilt hat te. Nun, da die Hatikwa neberall, wo Juden leben, gesungen wird mag es als Akt der ausgleichenden Versoehnung erscheinen, dass Imber als einer der Seltenen den Vorzug gehabt, in einem Augenblick das ewige Leben zu erwerben. Hitze mit Rock und Kopfbedeckung bekleidet. Aber auch genug andere Kaeufer ohne “besondere Kennzeichen” kom men heran, vor allen “Jek. kes” Ich hege den Verdacht, dass viele davon “frueher” niemals einen Lulow in der Hand hatten, aber von dem lieblichen Bilde, dem feierlich-freudigen, wie eine Jom. toff-Vorfreude wirkenden oeffentliehen nur von. strahlender Sonne “bedachten” Handel gepackt, ihr Herz einer schoenen Tradition und ihre Tasche einem guten Werk oeffnend, einen edlen “Gelegenheitskauf” taetigen, der ihrem, in der neuen Heimat neu erwachten Judentum, Ihrer “Juedischkeit” Befriedigung schafft. Die schoenste „Besonderheit” dieses Marktes scheint mir zu sein: dass nicht ein Kaeufer sich uebervorteilt fuehlen wird. Denn die vom Schatten des Gotteshauses geweihte “Ware”, die er faechelnd, jegliche Gefaehrdung im Autobus vorsichtig ueberwindend, nach Hause bringt, bedeutet Freude und Poesie fuer acht ganze Tage. Und das ist bestimmt mehr wert als zwei Pfund, meint Ihr nicht auch? El Shofar en la Historia Por Rabino Manfred Lubliner Entre los diferentes instrumentos musicales que se han empleado ya en el antiguo Israel, ocupa el shofar, un lugar especial. Por la primera vez en nuestra sagrada Escritura encontramos el shofar mencionado con motivo del recibimiento de los diez mandamientos y resulta de este texto claramente que se trata de un instrumento de se¬ ñal. Otras indicaciones en el Tenach comprueban la afirmación. Para señalar al pueblo un peligro inminente se tocaba el shofar, para anunciar la subida al trono de un nuevo rey judío se utilizaba también este instrumento Ve mos asi pues, que el shofar fue empleado como instrumento de señal con motivo de acontecimientos importantes sean de un carácter serio o regocijador. Principalmente juega el shofar —elaborado de un cuerno de carnero—, un papel extraordinario en los tiempos de guerra. En estas ocasiones sirve para dar las señales necesarias a los combatientes para el comienzo de agresión como asimismo para la terminación de persecución del enemigo. También para la disilusión del ejército y el regreso a los hogares familiares se hizo sonar el shofar. Fuera de eso se anunciaba el comienzo del nuevo año el primero del Tischri y el principio del año de Jubileo, por el sonido del shofar. En todos los casos mencionados, sin embargo, se trató de ocasiones profanas. Si bien el shofar fué empleado junto con otros instrumentos musicales también el servicio religioso en el Templo de Jerusalén, obtuvo su significación religiosa duradera primeramente en relación del año nuevo judío. En el curso de nuestra historia esta fiesta cambió fundamentalmente de contenido. Aún conocida en nuestra Biblia como Jom Teruah—, día en que se debe hacer sonar el shofar se convierte este día en los tiempos talmúdicos en el día de juicio, “Jom Hadin". Al mismo tiempo claro está se alteró también el significado del tocar del shofar. Significando en el principio solamente el nuevo año, se entienden desde estos tiempos los sonidos del shofar como un llamamiento divino para la penitencia y mejora del hombre, con el andar del tiempo ellos se relacionan más íntimamente con dos acontecimientos de nuestra historia antigua, en los cuales el shofar ha jugado un gran rol. Primero: el recuerdo de revelación de la volun. tad divina en el Monte Sinaí, en el cual los sonidos tan fuertes y largos hicieron temblar los corazones del pueblo, y de año en año el pueblo ju. dio debe hacerse cargo de su responsabilidad como porta ■ dor de las grandes ideas eternas del Sinaí. Segundo: el sacrificio de Isaac. Al tocar shofar, debe ser recordado el hombre judío de la conducta ejemplar de nuestro patriarca Abraham. Un ejemplo tan sobresaliente de una magnitud del alma humana se representa ante nuestros ojos en la figura modesta de núes, tro héroe Abraham, que él ha aprobado con su actitud de (Concl. página 27)

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