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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-06-01 · 6 (Junio, 1953) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
6 (Junio, 1953)
Date
1953-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Junio, 1953 BOLETIN INFORMATIVO /i “Durch Arbeit erhalten, was erworben ward!” RECHENSCHAFTSBERICHT DES PRAESIDENTEN, DR. SIEGFRIED LANDAU Wenn ich Ihnen heute zum ersten Mal im Namen des Direktoriums einen Rechenschaftsbericht ueber unsere Arbeit im abgelaufenen Geschaeftsjahr erstatte, ist es mir ein wahres Beduerfnis, Herrn Dr. Hischberg, der ueber ein Jahrzehnt unsere Gemeinde in hervorragender Weise geleitet hat, unsere Gruesse zu senden und ihm und seiner Familie Glueck in der neuen Heimat zu wuenschen. Worauf wir bauen, I. Unsere Jugend Durchdrungen von der Ueberzeugung, dass das Hauptziel jeder Gemeindetaetigkeit die Erfassung unserer Jugend sein muss, die berufen sein wird, Fortbestand unseres Volkes zu sichern, haben wir den groessten Wert darauf gelegt, Mittel zu suchen, um diese jungen Menschen, soweit sie nicht in chaluzischen Jugendbewegungen organisiert sind, unserem Judentum zu erhalten, bezw, sie wieder fuer juedische Ideale zu interessieren. Wir koennen zu unserer Genugtuung feststellen, dass diese Bemuehungen erfolgreich gewesen sind. So hat sich in dankenswerter Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Loge Bene Berith, unter der Leitung von Herrn Siegfried Hanff, dem ganz besonderer Dank gebuehrt, ein Jugendkreis “Degel Israel” gebildet, in dem ca. 50 Kinder im Alter von 5 bis 13 Jahren erfasst sind. Es ist ein eigenes Haus in der Vic. Mackenna 175 gemietet worden, damit die Kinder ihre eigenen Reaume zur Verlegung haben, in denen sie, wie es bei Kindern natuerlich ist, nach Herzenslust spielen und sich an juedischen Taenzen erfreuen koennen. Sie werden von geschulten Kraeften auf modernste Weise unterrichtet und lernen, worauf es uns ankommt, im Spiel was Juedischkeit, juedische Sitten und juedische Gebraeuche sind, weiter waren wir bemueht, die erwachsene Jugend im Alter von 18 Jahren aufwaerts fuer unsere Arbeiten zu gewinnen. Da wir wussten dass es nicht leicht sein werde, diese jungen Menschen lediglich durch Kulturvortraege an uns heranzuziehen, haben wir den Weg gewaehlt, sie durch gemuetliche Zusammenkuenfte an unser Haus und an unsere juedische Gemeinschaft zu gewoehnen. Solche Veranstaltungen erfolgten in regelmaessi- ■ gen monatlichen Abstaenden und waren sehr gut besucht.' Es ist uns dies ein Beweis dafuer, dass der eingeschlagene 1 Weg der richtige war, um diese Jugend ueber den Weg der Geselligkeit fuer ernste juedische Arbeit zu gewinnen. Es soll an dieser Stelle Herrn Rabbiner Loewenstein sowie unseren Mitgliedern Eugenio Fresco, Helmut Herzfeld, Werner Rubens und Walter Schüeftan^ fuer ihre wertvolle Mitarbeit auf diesem Gebiet unser herzlichster Dank ausgesprochen werden. Dankbar erkennen wir die rege Mitarbeit von Frl. Ursula Cohn und Hannerose Rosenbaum, der Herren Zwi Awner, Arie Baron, Ernst Fleischmann, Werner Freundlich, Josef Hollaender, Juergen Lewin und anderer Jugendlicher an, die regelmaessig an den Vorbereitungen der Veranstaltungen mitgewirkt haben. XI. Unsere Kinder BERICHT UEBER DIE OR¬ DENTLICHE GENERALVER¬ SAMMLUNG Unsere Religionsschule hat im vergangenen Jahre 150 Kinder im schulpflichtigen Alter in den Raeumen der Gemeinde, i,n der Schule des Vaad Hajinuj in Macul, und in Privatstunden unterrichtet. Wenn man beruecksichtigt, dass eine Anzahl Kinder durch die juedische Schule des Vaad Hajinuj juedische Bildung erhalten, kann man feststellen, dass fast alle in Frage kommenden Kinder unserer Mitglieder juedischen Unterricht geniessen. Der in Los Leones im vorigen Jahr eroeffnete juedische Kindergarten, an dessen Zustandekommen unsere Gemeinde starken Anteil hatte, hat leider nicht den Erfolg gehabt, den wir erhofft hatten. Die Anmeldung der Kinder im laufenden Schuljahre ist, insbesondere aus unserem Sektor, sehr spaerlich, sodass noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden kann, ob dieser Kindergarten, der grosse Unkosten verursacht, wird aufrecht erhalten werden koennen. Da es von groesstem Wert ist, dass unsere Kinder bereits von fruehester Jugend an in juedischer Atmosphaere erzogen werden, bitten wir die Eltern, sich fuer dieses Erziehungsinstitut waermstens zu interessieren. Es soll von uns aus alles geschehen, um den Wuenschen der Eltern, soweit sie einigermassen erfuellbar sind, gerecht zu werden, auch wenn es fuer die Gemeinde mit finanziellen Opfern ver. bunden sein sollte, denn fuer die Erziehung unserer Kinder muessen die Mittel vorhanden sein, die benoetigt werden. Dafuer muss eine juedische Gemeinde sorgen. Zu unserer grossen Freude koennen wir feststellen, dass von den chaluzischen Jugendorganisationen, insbesondere von der Gordonia, fast alle Feiern in unserem Hause veranstaltet wurden. (Fortsetzung S. 7) Die diesjaehrige ordentliche , Generalversammlung fand am 1 26. April 1953 statt. Den Vorsitz fuehrte der Praesident der Gemeinde, Herr Dr. Siegfried Landau. Da um 15 Uhr, dem festgesetzten Termin, die erforderliche Zahl von mindestens 20% der Mitglieder nicht anwesend war, wurde die Versammlung eine Stunde spaeter, also um 16 Uhr eroeffnet. Der Vorsitzende begruesste die Erschienenen und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemaess einberufen worden ist. Alsdann verlas er die Namen der im vergangenen Jahr Dahingeschiedenen, zu deren Ehren sich die Anwesenden von ihren Plaetzen erhoben. Er gedachte insbesondere des kuerzlich verstorbenen Mitbegruenders der Gemeinde, Herrn Dr. Alfred May, und forderte die Anwesenden auf, an der am Sonntag, den 10. Mai ds. Js. vormittags 11.30 Uhr stattfindenden Trauereier teilzunehmen. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Vorsitzende den Vorschlag, die Herren Profesor Dr. Simon, Willy Rosenbusch und Hugo Rosenstein damit zu beauftragen, das Protokoll dieser Generalversammlung zu unterschreiben. Der Vorschlag wurde angenommen. Auf die Verlesung des Protokolls der Generalversammlung vom 20. April 1952 wurde einstimmig verzichtet und das Protokoll fuer genehmigt erklaert. Aldsdann erstattete Hen Dr.. Landau den Rechenschaftsbericht ueber das abgelaufene Jahr, dem die Erstattung des Finanzberichts durch den Schatzmeister der Gemeinde, Herrn Dr. Boris Levy, folgte. In Verfolg dieses Kassenberichts stellte Herr Levy im Namen des Vorstandes und der Repraesentanz folgenden Antrag: * Die Generalversammlung wolle beschliessen: 1) dass der Mindestmitgliedsbeitrag ab 1. Mai 1953 um $ 40 auf $ 160 erhoeht wird, und dass um Zahlung dieser Erhoehung auch diejenigen Mitglieder 'gebeten werden, die bisher freiwillig einen hoeheren Betrag als den bisherigen Mindestbeitrag gezahlt haben; 2) dass der in der Generalversammlung vom 24. April 1949 beschlossene Dringlichkeitsbeitrag von $ 60, fuer ein weiteres Jahr, also bis zum 30. April 1954 in Kraft bleibt; 3.) dass begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung wohlwollende Beruecksichtigung finden sollen. Herr Levy verlas nunmehr den von den Kassenpruefern, den Herren Herbert Frohmann und Samuel Oettinger erstatteten Bericht, wonach die Buecher und der Kassenabschluss der Gemeinde geprueft und in Ordnung befunden sind. Saemtliche Berichte sind diesem Protokoll als Anlage beigefuegt. Nachdem Herr Dr. Landau Herrn Dr. Levy fuer seine Taetigkeit als Schatzmeister und fuer den erstatteten Kassenbericht gedankt hat, eroeffnet er die Generaldebatte . Da keine Wortmeldungen erfolgten, beantragte Herr Pablo Gompertz die Entlastung des Vorstands, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde Nach erfolgter Entlastung dankt der Vorsitzende des Repraesentanten Kollegiums, Herr Alfred Feldmann dem Praesidenten der Gemeinde, Herrn Dr. Siegfried Landau, fuer die von ihm in selbstloser und hervorragender Weise zum Wohl der Gemeinde geleisteten Arbeit, insbesondere auf dem Gebiete des Beerdigungswesens und der Campaña Unificada und stellt den Antrag, die Generalversammlung wolle beschliessen Herrn Dr. Landau wegen seiner hervorragenden Verdienste in das Goldene Buch des K.K.L. einzutragen. Der Antrag wurde unter begeistertem Beifall einstimmig von der Versammlung angenommen. Herr Landau dankte mit ergriffenen Worten fuer diese ihn hocherfreuende Ehrung. Nunmehr wurde der von Herrn Dr. Boris Levy gestellte Antrag wegen Beitragserhoehung zur Debatte gestellt. Nachdem die Herren Bruno Goldschmidt und Martin David sich zu dem gestellten Antrag geaeussert und Herr Dr. Landau hierzu nochmals Stellung genommen hat. wird der Antrag einstimmig angenommen. Alsann richtet Herr Rabbiner Loewenstein an die anwesenden Eltern die dringende Bitte dafuer zu sorgen, dass Ihre Kinder die Religionsschule der Gemeinde besuchen und bittet um die Mitarbeit Aller an der Erfueluung der Aufgäbe, die sich die Gemeinde gerade in Bezug auf unsere Jugend gestellt hat. Herr Landau schlaegt nunmehr vor, die Herren Herbert Frohraann und Samuel Oettinger auch fuer das neue Geschaeftsjahr zu Rechnungpruefern zu waehlen und beantragt gleichzeitig die nachfolgenden Herren zu Mitgliedern des Ehrengerichts zu ernennen: II. Instanz: Vorsitzender. Wilhelm Steinberg; Beisitzer: Paul Gompertz; Marcos Kleiner; Vertreter: Willy Rosenbusch (Vors.); Alberto Cohn, Hans Bab. II. Instanz: Vorsitaender. Carlos Lang; Beisitzer: Federico Cahn; Heriberto Frohmann; Werner Rubens; Emilio Weintraub; Vertreter: Erich Bry (Vors.); Dr. Ernst Schlesinger; Prof. Dr, Walter Veit Simón, Diese Antraege wurden einstimmig angenommen. Da weitere Wortmeldungen nicht erfolgen, dankt Herr Landau nochmals den Erschienenen fuer das dem Vorstand und der Repraesentanz ausgesprochene Vertrauen und bittet auch weiterhin um das Interesse der Gemeindemitglieder an der zu leistenden Arbeit. Nachdem er noch allen Herren des Vorstands und der Repraesentanz sowie den ehrenamtlichen Mitarbeitern fuer ihre Taetigkeit in der abgelaufenen Geschaeftsperiode gedankt hat, verliess das Praesidium den Vorstandstisch. Der von der Versammlung gewaehlte Wahlvorstand, bestehend aus den Herren Dr. Hans Bab, Herbert Frohmann und Wilhelm Steinberg uebernfl.hm unter Vorsitz des Herrn Dr. Bab die Leitung des nunmehr stattfindenden Wahlaktes. Herr Dr. Bab stellte zunaechst fest, dass eine einzige Wahlliste eingegangen sei, die er zur Verlesung bringt. Er teilt weiterhin mit. dass der aus den Vorsitzenden des Ehrengerichts I. und 11. Instanz den Herren Dr. Wilhelm Steinberg und Willy Rosenbusch und Herrn Dr Landau als Mitglied des Praesidiums bestehende Wahlpruefungsausschuss, die Liste geprueft und in Uebereinstimmung mit den Vorschriften der Wahlordnung befunden habe. Daraufhin erklaerte er die Wahl fuer eroeffnet Die Abgaben der Stimmen in Form der offiziellen Stimmzettel erfolgte an 10 alphabethisch eingeteilten Tischen. An jedem dieser Tische ueberwachten zwei Gemeindemitglieder an Hand der Mitgliederliste der Gemeinde die Abgabe der Stimmen, und nahmen nach Beendigung der Wahl die Auszaehlung der Stimmen vor. Die einzelnen Zaehllisten wurden dem Wahlvorstand uebergeben, der nunmehr vermittels einer Hauptzaehlliste das Gesamtergebnis feststellte. Daraufhin gab Herr Dr. Bab bekannt, dass in der alphabetisehen Reihenfolge ihrer Nachnamen-folgende Herren gewaehlt seien: A) ZU REPRAESENTAN¬ TEN: 1.) Heimann Abramczyk, 2.) Adolf Ebstein, 3.) Alfred Feldmann, 4.) Fernando O. Friedmann, 5.) Siegfried Hanff, 6.) Kurt A. Hofmann, 7.) Siegfried Hollaender, 8.) Kurt Isaak, 9.) Benno Kiwi, 10.) Siegfried Laudau, 11.) Alejandro Landé, 12. ) Germán Lehmann, 13.) Boris Levy, 14.) Martin Michel, 15.) Nuta Nebenschoss, 16) Rodolfo Pincus, 17.) Hans Reich, 18.) León Rosenthal, 19.) Ismar Schueftan, 20.) Walter Schueftan, 21.) Juan Will, 22.) Luis Windmueller. B) ZU STELLVERTRETERN: 23.) Kurt Freundlich;, 24 ) Helmut Heinemann, 25.) Joaquim Herrmann, 26.) Rodolfo Nossen, 27.) Arturo Roesler, 28.) Ricardo Rothschild, 29.) Luis Simonsohn, 20.) Hugo | Veis. (Schluss Seite 18)

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