Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XV (1953)
- Issue
- 4 (Abril, 1953)
- Date
- 1953-04-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 5 Abril, 1963 Unser Hilfswerk ruft! Seit mehr als einem Jahrzehnt erfuellt unser “Hilfswerk fuer die Judennot in der Welt”, die wichtige soziale Aufgabe, Armen und Kranken. Alten und Schwachen, Betraengten und Entwurzelten in Israel und der Galuth Rettung aus Not und Elend zu bringen. Zu Fortbestand und Gedeihen dieses Werkes nach Kraeften beizutragen, ist unsere menschliche und juedische Pflicht! DESHALB: Bemesse Deine Spende bei den monatlichen Sonntagssammlungen NACH DEN HEUTIGEN WERTVER- | HAELTNISSEN und ¡belasse es nicht bei Betraegen, die Du schon seit Jahren zahlst; j Erleichtere die hingebungsvolle Taetigkeit unserer ] jugendlichen Sammler, indem Du Deine Spende bereit j haeltst und die Sammler freundlich empfaengst! i Denke auch sonst bei jeder Gelegenheit daran, un- I ser Hilfswerk nach Kraeften zu unterstuetzen und seine Fonds zu mehren! I DIREKTORIUM DER SOCIEDAD CULTURAL ISRAEi LITA “B‘NE JISROEL”! Pesaj para la juventud ¡ i Se comunica a nuestra Juventud que el MIERCOLES j l.o DE ABRIL, se efectuará un 3 “Seder”, preparado I por la Comisión de Juventud de nuestra Comunidad, i Se tratará el tema: “EL DESTINO DEL JUDAISMO ¡ DE HOY ENTRE ESTE Y OESTE”. Entrada libre. DOMINGO 5 DE ABRIL DE 1953, dentro del Servi - ci!o Religioso de Pesaj se dará un SERMON EN CAS¬ TELLANO, para la Juventud. Se invita a los dos actos, a toad nuestra Juventud Zur Generalversammlung am 26. April Antrag auf Beitragserhoehung Seit April 1951, also seit 2 Jahren ist der Mitgliedsbeitrag unserer Gemeinde unveraendert geblieben. Veraendert und zwar sehr erheblich veraendert haben sich aber m der Zwischenzeit alle Kosten des taeglichen Lebens. Dem Prozess dieser umfassenden und unaufhoerlichen Steigeirung ist selbstverstaendlich auch die Gemeinde auf saemtlichen ihrer zahlreichen Aufgabengebiete unterworfen. Direktorium und Repr-aesentanten-Kollegium unserer Gemeinde haben daher nach eingehender Pruefung beschlossen, der am 26 April 1953 stattfindenden Ordentlichen Generalversammlung folgende Antraege vorzulegen: Die Generalversammlung wolle beschliessen: t). dass der Mindestmitgliedsbeitrag ab 1. Mai 1953 um $40.— auf $ 160,— erhoeht wird, 2.) dass der in der Generalver-; Sammlung vom 24. April ' 1949 beschlossene Dringlichkeitsbeitrag von $ 60, fuer ein weiteres Jahr, also bis zum 30. April 1954, ln Kraft bleibt, B). dass begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung wohlwollende Beruecksichtigung finden sollen. Wir sind sicher, dass unsere Mitglieder bei Wuerdigung der zwangslaeufig gegebenen Umstaende fuer diesen Antrag Verstaendnis haben und durch die Genehmigung desselben der Gemeinde die •Moeglichkeit geben werden, trotz der erhoehten finanziellen Anforderungen ihre umfangreichen Aufgaben auf ¡religioesem, kulturellem und sozialem Gebiete zu erfuellen. Gemeinde Bibliothek Mit Ruecksicht darauf, dass wir im Begriff sind unsere Bibliothek neu zu ordnen und zu katalogisieren, bitten wir alle Gemeindemitglieder, die jm Besitz entliehener Buecher sind, diese innerhalb der naechsten Woche zurueckzugeben. Gleichzeitig teilen wir mit dass wegen der Neuordnung der Bibliothek eine Ausgabe von Buechern im Monat April nicht erfolgen kann. Kindergarten Mit Unterstuetzung unserer Gemeinde hat der Vaad Hajinuj im vergangenen Jahr in der Calle Lota 2858 einen Kindergarten eroeffnet, der unter Leitung von Frau Ursel Nathan de Horenczyk und einer Assistentin fungierte, und als ein voller Erfolg betrachtet werden kann. Etwa 20 Kinder haben in ihm im vergangenen Jahr schoene Stunden mit Gesang und Spiel verbracht. Es ist unser aller Wunsch, dass dieser Kindergarten auch weiterhin bestehen bleibt da er als eine wertvolle Bereicherung auf dem Gebiete der juedischen Erziehung zu betrachten ist. Leider muss festgestellt werden, dass im Augenblick seine Existenz fuer das laufende Schuljahr noch nicht gesichert erscheint, da ke’ne genuegende Anzahl von Anmeldungen bisher erfolgt i«t. Wir richten daher an die Mitglieder unser°r Gemeinde, vor allem die. die im Fvrio Golf, Los T-eones wohnen, und die Kinder im Altev«n 4-6 Jahren haben die Bitte, diese in unseren Kindergarten zu schicken. Wir sind sicher dass auch sie do-t Re>ioene V!t",uden i^er Kindheit, verbringen werden und eine juedische Erziehung genieß sen! Anmeldungen koennen erfioluen im Buero des Vaad Hailnuj, Senra.no 811 oder im PnW-o der Gemeinde, SFono 33096, An die Eltern In diesem Jahre kehrt nun schon zum 11. Mal der Tag wieder, an dem an einem Sonntag unsere Jungens und Maedels in die Haeuser unserer Glaubensgenossen gingen, um den Wert eines Mittagessens fuer unser “Hilfswerk fuer die Judennot in der Welt” zu erbitten. Grossen Segen hat dieses Werk seitdem gestiftet, betraechtliche Summen sind in den Jahren seines Bestehens gesammelt worden und haben zur Linderung von Not und Elend -Tausender unserer Brueder und Schwestern in Israel und den Laendern der Galuth beigetragen. Viele Jugendliche, darunter auch zahlreiche reiferen Alters, also solche bis zu 25 Jahren und sogar darueber hinaus, haben sich mit Eifer und Hingabe der ihnen anvertrauten Sammelaufgabe gewidmet. Wir waren stolz auf sie und die soziale Arbeit, die mit unserem Hilfswerk geleistet wurde und ueber die Grenzen Chiles hinaus Anerkennung gefunden hat. Nun stehen wir vor der ebenso betruebenden wie beschaemenden Tatsache, das es uns schon seit einiger Zeit an Sammlern mangelt, dass also bei jeder Sammlung eine grosse Anzahl von Sammelbezirken unbearbeitet bleibt und damit Manchem, dem in Erfuellung edelster Menschenpflicht geholfen werden muesste, mangels erforderlicher Mittel nicht geholfen werden kann. Dabei ist es ein wirklich nur bescheidenes Opfer das unsere Kinder bringen sollen, wenn sie einmal im Monat einige Wege zur Einholung von Spenden machen. Weder die nach dem Schulbesuch noch nach werktaeglicher Berufstaetigkeit erforderliche Sonntags - Erholung wird durch diesen kurzen monatlichen Zeitaufwand eine nennenswerte Beeintraechtigung erfahren. Andererseits bedeutet es Freude und innere Befriedigung, pflichtbewusst und erfolgreich zur Linderung juedischer Not beigetragen zu haben. Unsere Kinder fruehzeitig mit dieser Not und damit auch mit dem besonderen Schicksal unseres Volkes vertraut zu machen, schon fruahzeitig ihr soziales Empfinden zu wecken und durch Moeglichkeiten praktischer Betaetigung zu vertiefen, bedeutet schliesslich auch einen nicht zu unterschaetzenden Faktor juedischer Erziehung. Wir bitten deshalb alle Eltern, ihre Kinder ueber die Bedeutung unseres Hilfswerks aufzuklaeren und sie zur Mitarbeit hieran anzuhalten. Wir hoffen bestimmt, dass unser Ruf nicht ungehoert verhallt und uns moeglichst bald recht zahlreiche Anmeldungen von Jugendlichen, die sich nunmehr ebenfalls als Sammler fuer unser Hilfswerk zur Verfuegung stel'en, zugehen werden (Casilla 2487 oder Fono: 33096). Siandesregisler Wir machen unsere Mitglieder nochmals darauf aufmerksam, dass wir die Namen und Geburtsdaten unserer Kinder fuer das Standesregister der Gemeinde benoetigen. Wir bitten deshalb erneut bei Gebürt eines! Kindes eine entsprei chende Mitteilung an i das Gemeinde-Sekretariat (Telefon 33096), zu I erstatten. Tag der Proklamation des Staates Israel Am 5. Iyar, dem 20. April dieses Jahr, feiert die juedische Welt zum 5. Mal den Tag, an dem zum ersten Mal nach beinahe zweitausend! aehriger Geschichte das juedische Volk wieder an den Bau eines eigenen Staatswesens gehen konnte. Wir haben in diesen 5 Jahren oft um unsere Medinat Israel gebangt und an ihren Sorgen und Problemen Anteil genommen. Und wir wissen auch, dass die Schwierigkeiten, die zu besiegen sind, nicht ueber Nacht geloest werden koennen. Aber an diesem Tag wollen wir uns ueber das groesste Ereignis in der Geschichte der letzten zweitausend Jahre unseres Volkes freuen. Viele Institutionen werden diesen Tag feiern und ein jeder hat Gelegenheit, sowohl in seinem eigenen Hause wie auch in der Gemeinschaft, diesen Tag zu einem wirklichen Feiertag werden zu lassen. Die S.C.I. “B’ne Jisroel”, vereinigt sich am Sohabbat, vormittags den 18. April 9 Uhr frueh in der Synagoge um dort im Rahmen unseres Gottesdienstes, den wuerdigen Ausdruck unserer Freude und Dank zu geben. Mit unseren Kindern feiern wir am Freitag Abend, den 17. April im Rahmen des Oneg Schabbat, der im Anschluss an den Gottesdienst um 18.15 Uhr stattfindet und durch unsere Freunde von der Jugendbewegung Bene Akiba vorbereitet wird. UNSERE JUGEND-OHNE HEIM Zu den interessanten Ausfuehrungen von Herrn Rabb. Loewenstein in einer der letzten Nummern des “Boletín Informativo” ueber das Jugendproblem moechte ich einige Bemerkungen hinzufuegen. Das Jugendproblem der Juden im Ausland ist ein Teilproblem des Judentums im allgemeinen, aber in vielen Aspekten viel akuter und heilbeduerftiger als das der Erwachsenen . .. .Die Jugend in der Golah leidet an einem geistigen und weltanschaulichen, aber noch mehr an einem gesellschaftlichen Problem. Das geistige Problem ist sehr schwierig zu loesen, wird wohl der Zeit und dem Einfluss das Staates Israel auf die gestige Bildung des jungen Juden ueberlassen bleiben muessen. Vor allem aber sollte schon heute die Jugend juedisch-national erzogen werden, sie sollten sich als Juden nicht zurueckgesetzt fuehlen und sollten bewusste Juden sein. Das gesellschaftliche Problem ist jedoch akuter als das geistige und kann nicht der Zeit ueberlassen bleiben. Die juedische Jugend sollte ein Heim, ein Haus haben. Das Gemeindehaus muesste das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der juedfschen Jugend sein. Fuer Unterhaltung und Zusammenkuenfte muesste gesorgt werden. Auch beruflich» Hilfe, Anleitung oder Anregung waere zu geben. Die Bibliothek muesste reichhaltiger gestaltet und auch liberaler gehandhabt werden. Es muesste dort die Moeglichkeit geboten werden, etwas nachlesen und Zeitungen erhalten zu koennen. Ein Gesellschaftsraum mit den entsprechenden Einrichtungen (Wandzeitungen, Ping-Pongspiele, Schach, Radio, etc.) muesste zu Verfuegung stehen. Im Gemeindehaus koennte alle 2-3 Wochen eine “gesprochene Zeitung” gebracht werden, wo zu den aktuellen juedischen und allgemeinen Fragen Stellung genommen wird. Dies alles wuerde zu einem aktiven Gemeindeleben fuehren und eine Teilloesung des Jugendproblems bedeuten. ZWI AWNER ¿WIE KOMMT MAN HIN? “...wenn der Kindergarten in Calle Lota so geringe Beteiligung aufweist, so liegt der Grund wohl hauptsaechlich in seiner unguenstigen Lage. Man kann kaum einer Mutter mit ihrem kleinen Kind zumuten in den einzigen, zu, diesen Stunden reichlich ueberfuellten Autobus zu steigen, der am Canal vorbeifaehrt. Meistens muss man auch noch umsteigen und schliesslich nach 3 Std. wieder da sein, um sein Kind abzuholen. Diese Unmoeglichkeit muesstem doch die zustaendigen Instanzen einsehen und einen Ausweg finden, der auch Kindern, die nicht in allernaechster Naehe wohnen, den Besuch des Kindergartens ermoeglicht. ■ Meiner Ansicht nach, muesste die Gemeinde den Versuch riskieren und ein Taxi mieten, dass die Kinder von Hause abholt und wieder zurueckbringt, wie es in den an-; deren jued. Schulen ueblich ist. Ich glaube bestimmt, dass, sich innerhalb eines Monats genuegend Eltern melden wer?' den die ihre Kinder nach Lota schicken und die Finan-■ zierung des Taxis tragen werden. S3NB ■MUTTER*.