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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-03-01 · 3 (Marzo, 1953) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
3 (Marzo, 1953)
Date
1953-03-01
Page
Seite 17 (sequence 19)
Language
German
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Abril, 1953 17 BOLETIN INFORMATIVO ZWEI WELTEN An jedem Tage liest der juedische Mensch im Morgengebet ueber die Dinge, von welchen der Mensch den Zinsgenuss hät in dieser Welt uiui welche das Fundament bilden fuer die kuenftige Welt. Es sind dies: Die Ehrfurcht vor Vater und Mutter, die Uebung von Liebeswerken, der Besuch des Lehrhauses. Krankenbesuche. Ausstattung von Braeuten, die letzte Ehre gegen die Toten, die Gastlichkeit gegen Fremde die Andacht beim Gebet und Friedensstiftung zwischen den Menschen; die Beschaeftigung mit unserer Torah aber wiegt dies alles auf. Unsere Grossen in Israel betrachteten es stets als ihre heiligste Aufgabe die Kenntnis der Gotteslehre zu verbreiten und fest zu gruenden, weil der Mensch ohne Torahkenntnisse sein ganzes Wirken und Schaffen nur dem Materiellen in dieser Welt zuwendet als ob er ewig in ihr leben werde. Es gehoert dies zu den menschlichen Schwaechen; ein ganzer Jude kann man daher nur sein, wenn irtan die Torah kennt und mit ihr lebt ued so muss der juedische Mansch bestrebt sein in die Tiefen unserer Torah (eiazudtringen und Zelten fuer ihr Studium festzulegen. Diese Welt, die “dam hase”, ist nur Vorhalle der kuenftigen Welt, “Olam haba”. Der juedische Mensch, der das Torah-Studium vernachlaessigt hat, kann das wieder gutmachen, indem er mit Betaetigung des Torah- Studiums beginnt, wie es in unseren Schriften so schoen heisst: “Hell dem Erdensohne. der aus eigenem Antriebe sich zur Umkehr anschickt und nicht wartet, bis die allgewaltige Hand des Lenkers ueber den Sternen ihn dazu aufruettelt. Torah-Lernen erzeugt die rechte Tat, nur wenn wir uns bemuehen den Geist der Wahrheit und Weisheit aus ihr zu schoepfen, sind wir die geistigen Erben unserer Vaeter. In allen Anspruechen soll der juedische Mensch bescheiden und genuegsam sein, nur nicht in seinem Forschen in der Torah. Entgegengesetzt handeln wir: Fast alle Energie und Geist widmen wir der “Olam hase”. von der Koenig Salomo sagt “alles nur ein Haschen nach Wind”, jedoch zur Vorbereitung fuer die Welt der Ewigkeit haben wir keine Zeit. Der Mensch und seine Zeit sind in Gottes Hand, ein Wink und die Zeit endet, gerade darum sollte es dem juedischen Menschen nicht schwer fallen, gewisse Stunden dem Torah-Studium zu widmen und soviel Zeit wir unseren irdischen Beduerfnissen entziehen koennen, zu unserer geistigen Vorbereitung zu verwenden. Durch unsere Lehrvortraege bietet sich Gelegenheit juedisches Wissen anzueignen Mim schneiden wfa auo Juedischkeit beÿinïit r/ zu Haus Dr. Imanuel Levy So abweichend auch die Schattierungen und Stroemungen des modernen Judentums voneinander sein moegen. so gibt es doch eine gemeinsame Ueberzeugung, naemlich die, dass 'die Fortexistenz und Erneuerung des Judentums im juedischen Haus, in der juedischen Familie beginnen muss. Interesse an juedischen Gedanken und Braeuchen kann nur in einem Hause wachsen und gedeihen, das juedische Angelegenheiten und Probleme liebt und eine juedische Atmosphaere entwickelt. So lange wie die Juden in ihrem eigenen Land oder in juedischen Bezirken wie z.B. in Osteuropa lebten, war es relativ leicht, den juedischen Charakter eines Heimes zu wahren und zu pflegen. Die Schwierigkeiten begannen, als die juedische Familie unter Nicht - juedischen Nachbarn lebte. Da die ueberwiegende Mehrheit des juedischen Volkes nicht zu verschieden von denen, die um sie herum leben, sein will, versuchen Eltern wie Kinder ihr Bestes, um ihre Gedanken und Praxis so weit als moeglich denen der Umgebung anzugleichen. Alt und jung lesen dieselben Neuigkeiten unct Meinungen, hoeren dieselben Geschichten, sehen dieselben Vorstellung und erfreuen sich an denselben Spielen und Filmen. Der Spielraum fuer eine andersartige traditionelle Kultur schrumpft und zieht sich mehr und mehr in dieser Schmelztopfatmosphaere zusammen. Die Kommerzialisierung und Industrialisierung unserer Informationen und der Vergnügungen fuehren naturgemaess zu einer zunehmenden Vereinheitlichung. wir lernen aus der Presse, Radio, Television und Kino wie man isst, trinkt, denkt, wohnt und sich vergnuegt. Koennen wird ln einer solchen Welt der zunehmenden materiellen und geistigen Vereinheitlichung erwarten, unserem Haus und unserem Leben einen juedischen Charak- und jeder, der sich zu dieser heiligen Pflicht durchgerungen hat, wird bald das Glueckseligkeitsgefuehl empfinden, nicht nur in der vergaenglichen, materiellen weit zu leben sondern gleichzeitig in Vorbereitung fuer die Welt der Ewigkeit. HEIMANN ABRAMCZYK ter geben zu koennen? Dies und nichts anderes ist, nach meiner Ansicht, das grundlegende Problem des Judentums in unserer Zeit in der Galut. (In Israel existieren natuerlich Hoffnungen und Moeglichkeiten fuer eine authentische uneingeschraenkte juedische Zivilisation). Glücklicherweise hat der Prozess der Vereinheitlichung seine Grenzen und seine Luecken. Wir koennen in unseren Buecherschrank Werke juedischen Inhalts neben Buecher allgemeinen Charakters und der Weltliteratur stellen. Wir koennen die Waende unserer Wohnung mit Gemaelden juedischer Persoenlichkeiten und Bildern juedischer Maler schmuecken. Es gibt juedische Vorstellungen, Vortraege, Diskussionen, Zeitungen, Ausstellungen und Musik juedischen Inhalts. Wir koennen juedische Platten ebenso wie andere spielen. Ausserdem koennen wir in unserer Freizeit juedische Meisterwerke und Werke ueber juedische Themen studieren. Wir koennen unsere Kinder juedische Gebete. Snie’e. Lieder und auch Taenze lehren. Vor allem koennen wir unsere Feiertage in unserem Hause schoen und ausdrucksvoll feiern. Auch jene, die bei einer dieser Gelegenheiten gezwungen sind, zu arbeiten, haben freie Zeit zu ihrer Verlegung, um am Abend euer am Wochenende ihrem H°im einen festlichen juedischen Charakter zu geben. Sie können irgendeine Dichtung oder Erzaehhmg aus der juedischen Veraangenhe’t od,m aus dem modernen Leben Vorfragen. Sie sind in der J,a™ luetische Gelehrte. Aut,hören Kuenstl&r, Studenten und 7ii ff»st1*'»*'0*! Mahle einzuladen. Her kann, wenn wir jemanden aufferdern. der es v°rct.e>ht ihn iu+e-essant und farbig zu g°stait,en. zum Hoehenunkt eines echt iuedis^hen Fo,c”- fau-es werden. Ahor auch die anderen Fe,Q,'taee m'° Scbawuo+h <das Wo^himfpet-o oder Rukkot idas F°st, der Laubh"etteo) knQu,no« lich gefeiert weiter» TVe Rabbiner koennen behilflich sQ,n um geefumete T.evtnere fuer solche Gelegenheiten vorzuschlagen . Dies ist nichts Neues. Bereits die Tora schaerft uns ein: “Du sollst Dich freuen vor dem Ewigen Deinem Gott, Du, Dein Sohn, Deine Tochter, Dein Knecht und Deine Magd, der Levi frueher (Lehrer, Schueler der Lehre), der Fremde, die Waise und die Witwe”. Die Verordnung wurde fuer die grossen Feiertage und fuer den Schabbat gegeben. Der Beginn und der Ausgang des Schabbat soll auf festliche,Weise in jedem juedischen Hause mit hebraeischen und jiddischen Liedern im Orginal oder in der Landessprache begangen werden. Ausserdem sollen wichtige Abschnitte aus der Tora und der spaeteren juedischen Literatur gelesen werden. Eine Diskussion mag die Lektuere interessanter und aktueller gestalten. Die kleinen Kinder sollten irgendeinen aktiven Anteil, so wie auch beim Sedermahl haben, damit sie interessiert werden und Fragen stellen. Kinder sollen sich nach dem Freitagabend die ganze Woche sehnen. Sie sollen selbst etwas dafuer vorbereiten: Sie koennen irgendwelche juedischen Verse vortragen, eine juedische Geschichte erzaehlen, einen schoenen Midrasch zum Besten geben, ein Lied singen, ein Bild oder eine Zeichnung vorfuehren. Chanuka und Purim sollen den Charakter von Volksfesten haben. Aber auch sie sollten im Haus durch echt juedische Braeuche gefeiert werden. Dies sehliesst die Kombination eines guten Essens mit geistiger Erhebung ein und die Teilnahme von wuerdigen oder beduerftigen Gaesten. Die Geschichte des Wiederstandes der Makkabaer und die Geschichte der Esterrolle sollten entweder gelesen oder erzaehlt, oder auch dargestellt, gesungen oder gespielt werden. Im Judentum ist der Respekt vor den Eltern immer mit liebender Fuersorge fuer die Kinder verknuepft gewesen, d'ie Aufrechterhaltung der Familie mit der Sorge fuer die Beduerftigen, der irdische Genuss waehrend der Feiertage mit der Freude am Lernen und an geistigen Werten. Dieses —unser heiliges Erbe unseren Kindern weiterzugeben, in einer Zeit und in einem Land, im dem die Kraefte, die nach Vereinheitlichung streben, oft erniedrigen, was tief und erhaben ist, das ist die Aufgabe eines juedischen Hauses und einer juedischen Familie in unseren Tagen. Auf diesem Gebiet koennen wir alle Zusammenarbeiten als juedische Maenner und Frauen der Gegenwart, die an eine juedische Zukunf Erlauben. (Ufbecsetet aus der nordamer’kaniichen Zeitschrift “National Jewlsh Monthly” durch E. Loewensteln). Eine kleine Anzeigeein grosser Erfolg HAROFE IIAIVRI (Hebräische Medizinzeitschrift) Eine in ihrer Art einzigartige Veroeffentlichung feiert ihr 25-jaehriges Jubilaeum. Seit dem Jahre 1927 erscheint regelmaessig halbjaehrlich eine von juedischen Aerzten in den Vereinigten Staaten redigierte und veroeffentlichte Zeitschrift, deren Aufgabe es ist, in hebraeischer Sprache den Fortschritt der modernen Medizin zu interpretieren. Eine Hauptaufgabe der Zeitschrift war .die Schaffung einer medizinischen Terminologie im Hebräischen und somit wurde ihr eine wichtige Rolle bei der Entstehung der medizinischen Literatur im Neuhebraeischen zuteil. Ausserdem gab sie wiederholt wichtige und interessante Originalbeitraege ueber wissenschaftlich aerztliche Probleme wieder, veroeffentlichte auch Artikel ueber die Medizin in Bibel, Mischna und Talmud. FUER MENSCHENRECHT Die juedische Kollektivitaet hat mit besonderer Dankbarkeit und Interesse von der Erklaerung Kenntnis genommen, die der Aussenminister von Chile, señor Dr. A. Olavarria, an den Legationsrat von Israel, Herrn S. Goren, abgab, in welcher er die antisemitischen Charakter tragenden Vorkommnisse in Osteuropa aufs Schaerfste verurteilt. Vertreter der juedischen Spitzenorganisationen brachtem dem Aussenminister ihren Dank fuer diese Erklaerung zum Ausdruck wie sie auch dem argentinischen '•StaatschW. General ,T. Perón, anlaesslich seines Besuches in Chile fuer seine, dieselbe Einstellung audrueckende, Erklaerung, dankten. (Fortsetzung von Seite 15) Eilath zuruecklegte. Er gruppierte die Behaelter im Halbkreis um den Tisch, mit den haeufigst gebrauchten Chemikalien zunaechst der Waage, und schaltete damit unnoetige Bewegungen aus. Ohne dass der Lagerverwalter eine groessere Anstrengung als bisher zu machen braucht, hat sich die Norm der gelieferten Auftraege von 18 auf 36 verdoppelt. Der Ingenieur wird jetzt eine Abteilung nach der anderen durchgehen, um zum Schluss die Verwaltung zu ‘stromlinieren’. Die Arbeiter verlangen dies besonders. “Es hat keinen Sinn, dass wir mehr leisten, wenn das Alles im Buero verloren geht, “betont ein Arbeiter. Die grosse Steigerung der Produktion in den zwei Abteilungen allein, hat schon ihre guten Folgen: Der Betrieb konnte seine Preise trotz gesteigerter Loehne und Ausgaben auf dem Niveau von Januar 1952 halten und hat weit verbesserte Export-Chan, cen. (Jerusalem Post) HOERT DIE SENDUNG HORA HEBREA SONNTAGS VON 12.30 — 13.45 UND FREITAGS VON 21.30 — 22 h. AUF WELLE CB 130. RADIO AMERICANA Musik — Nachrichten — Kommentare Anfragen tur propagando: Huérfanos 757, OL 214, T«L 31920 — Santiago

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