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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1953-02-01 · 2 (Febrero, 1953) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XV (1953)
Issue
2 (Febrero, 1953)
Date
1953-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Febrero 1953 'BOLETIN INFORMATIVO” Keine juedische Erziehun, ohne juedische Schule! (AUS EINEM INTERVIEW MIT M. SHAPIRO, PRAESIDENT DES VAAD HACHINUCH) Seit wann gibt es eine juedische Erziehung in Santiago? Wie war die Entwicklung, die zu|r Errichtung einer regulaeren Schule brachte? Der hebraeische Kindergarten Die juedische Erziehung in Chile kann auf eine Geschichte von 38 Jahren zurueckblicken. Im Jahre 1914 begannen die ersten organisierten Religionskurse, in denen Hie Jugend in den Nachmittagsstunden mit den Elementen des Alt-Hebraeischen, der Gebete, der Juedischen Geschichte und der Bibel vertraut gemacht wurden. Diese Kurse wurden im Laufe der Jahre von den verschiedensten O r g a n i sationen und einem wechselnden Lehrer- (gtab aufrecht erhalten. Im Jahre 1927 wurden Dr. Aron Joel und seine Frau durch die Zionistische O r g a n i sation kontrahiert und ihnen, die aus Erez Israel mit neuen paedagogischen Vorstellungen hierher kamen, gelang es nach einigen Fehlschlaegen eine Integralschule zu errichten. Im Jahre 1944 wurde unter Beihilfe des KKL-Emmissaers, des bekannten Poeten und Schriftstellers Nathan Bistritzky, der Vaad Hachinuch unter Vorsitz Eduardo Flataus gegruendet, dessen Aufgabe es war, das begonnene Erziehungswerk zu stabilisieren und zu erweitern. Wie ist die Zusammensetzung dieses Vaad Hachinuch? Wieweit hat er die sich gestellten Aufgaben erfuellt? Der Vaad Hachinuch ist die offizielle Koerperschaft fuer Erziehung der juedischen Kollektivitaet in Chile. Sein Direktorium wird auf dem alljaehrl i c h stattfindenden ‘Kinus’, der Generalversammlung, gewaehlt. Zu diesem Kinus schicken saemtliche Jued ische Organisationen, Parteien und Vereine ihre Vertreter. Der Vaad Hachinuch hat in den verhaeltnismaessig kurzen Jahren seiner Existenz neue Schulen in der Provinz gegruendet, n e u e Schulgebaeude in Santiago erworben oder gemietet. Die Zahl der Schueler, die das "Institute Hebreo”, die juedische Schule Santiagos, besuchen, betrug im Jahre 1944, 230. Im vergangenen Jahr zaehlte die juedische Schule 770 Schueler. Fuer das kommende Jahr ist mit weiterem Anwachsen der Schuelerzahl zu rechnen. Das Institute Hebreo umfasst 4 Kindergaerten, 2 Volksschulen und ein Gymmnasium. Liegt nicht in einer gesonderten juedischen Schule die Gefahr der Absonderung unserer Kinder? Koennen nicht ‘Galut- Komplexe’ in dem Kind entwickelt werden? Tatsaechlich koennen aehnliche BefuerchtungSn nur bei voelliger Unkenntnis der Kindesseele gehegt werden. Denn was bei der grossen Empfindlichkeit eines Kindes vor allem vermieden werden muss, ist ein vorzeitigesZusammentreffen mit dem Galut-Problem, dass einen unverwischbaren Eindruck und Schaden bei dem Kind hinterlassen kann. Wenn das Kind dank der__ juedischen Schule in seinem Judentum sicher und seelisch gefestigt ist, vermag es spaeter unserem Problem ohne Komplexe gegenueber zu treten. Was ist die Zielsetzung des judaischen Lehrplans? Welches juedische Wissen wird den Kindern vermittelt? Es ist uns gelungen, modernes und ueberaus geeignetes Lehrpersonal aus Israel und Europa fuer den juedischen Unterricht zu engagieren. Das Kind erhaelt bei uns nicht nur Unterricht in Biblischer und Juedischer Geschichte, oder Erklaerung unserer Feste und Braeuche, sondern es lebt mit seinen Kameraden und dem Lehrer in einer national-juedischen Atmosphaere. Im Lernen, Spiel und Sport, Auffuehrungen, Tanz und Gesang, werden dem Kind unsere spezifisch juedischen Kulturwerte lieb und vertraut gemacht. Dem Unterricht des Hebraeischen als moderne Sprache fehlt noch die Tradition; gerade die Schueler der unteren Klassen aber beweisen es, dass bei konsequentem Unterricht im Laufe der Schuljahre erreicht werden kann, dass ein Schueler beim Verlassen der Schule das Hebraeische perfekt beherrrscht. Genuegt die juedische Schule in ihrem allgemeinen Lehrplan den ueblichen Anforderungen? Besitzt die von ihr vermittelte Ausbildung offiziell-anerkannten Wert? Das Instituto Hebreo ist ein staatlich anerkanntes Unterrichtsinstitut, in dem folglich nach staatlichem Lehrplan unterrichtet wird. Schueler, die aus irgend einem Grunde in Staatsschulen hinueberwechselten, waren in den meisten Faellen dem Niveau der dortigen Parallelklassen ueberlegen. Am Ende jedes Jahres nimmt eine staatliche Kommission die Pruefungen der Gymnasiasten ab, wobei die Kommissionsmitglieder bisher jedes Jahr ihre ausserordentliche Befriedigung ueber das Wissen der Schueler ausgedruckt haben. Zwei Jahrgaenge haben bereits im Institut das sechste Gymnasialjahr abgechlossen und ihr “bachillerato’’ erfolgreich bestanden. Die Lehrarbeit in den Volksschulen wiederum wird von unseren Humanidades Lehrern u e berwacht. Zusammenfassend, die Ausbildung, die wir unseren Kindern geben, ist gut; unsere Zeugnisse und Examen sind offiziell anerkannt. Welches sind die Zukunftsplaene des Vaad Hachinuch? Viel Arbeit ist noch auf dem Gebiet der Erziehung zu tun. Ein modernes Gebaeude fuer eine Modellschule soll auf dem erworbenen Grundstueck in Macul errichtet werden; die Schuelerzahl soll vermehrt, ihre Ausbidungsmoeglichkeiten noch verbessert werden. Dazu braucht man die finanzielle und moralische Unterstuetzung der gesamten Kollektivitaet. In erster Linie aber richtet sich unser Apell an die juedischen Eltern: Schickt uns eure Kinder! Die geplante Modellschule Feier der Unión Sionista Am Donnerstag, den 18. Dezember hielt man die traditionelle Chanukafeier ab, an der zahlreiche Mitglieder und Freunde teilnahmen. Nachdem Chawer Berthold Sender die Lichter entzuendet hatte, nahm Chawer Rabbiner Loewenstein das Wort. In seinen Ausführungen verglich er die Situation der zionistischen Bewegung mit den Ereignissen nach den Kaempfen der Makkabaer. wir sind gleichfalls in der Gefahr, das grosse Ziel aus den Augen zu verlieren und muessen versuchen, dem Zionismus seine dynamische Kraft zurueckzuerobern, die ihn waehrend der Epoche des Kampfes zu grossen Taten befaehigt hat. Frau Ruth Weissenberg sang wie immer mit klangvoller Stimme, aus dem Oratorium von Haendel “Jehuda Makkabaeus” und zwei moderne hebraeische Lieder. Im Anschluss daran erfreuten Mitglieder der Jugendbewegung “Gordonia” die Anwesenden mit Israeli-Taenzen, die von der Schelicha Batja Neeman einstudiert wurden, und sich durch rythmische Schoenheit auszeichneten. So vereinigte das Chanukafest unsere Mitglieder und Freunde zu einer Feierstunde,, die bei allen Anwesenden das Gefuehl der Zusammengehoerigkeit hinterliess. Redaktionsschluss u Nachmittag, in Israel” (FESTAKT DES “NOAR JALUTZI) Einen grossen Erfolg hatte die Mesiba (Festakt), die die Jugendorganisation Gordonia - Makabi - Hazair unter dem Titel “Einen Nachmittag in Israel” aus Anlass ihres 2jaehrigen Bestehens in Chile veranstaltete. Ein zahlreiches Publikum fuellte den Saal der S.C.I. “B’ne Jisroel” am Sonntag, den 21. Dezember, um an dem Jubel und der jugendlichen Freude teilzunehmen und dem Programm zuzuschauen, das ihnen geboten wurde. Schon der Saal selbst mit seinen schoenen Dekorationen und Kiosken, in denen Chawerim des “Centro de padres” Gegenstaende aus Israel verkauften, bot ein typisch israelisches Bild. Eroeffnet wurde das Programm mit ebnem Aufmarsch von Fahnen, die Mitglieder der Juengerenschaft hereintrugen und von dem Gesang des Liedes “Schir Hahagana” durch den Chor begleitet wurden. Inmitten eines tiefen Schweigens sang ein Chawer ein Jiskor im Gedenken an die Maertyrer und Helden des juedischen Volkes. Mosche Hasön proklamierte offiziell die Namensaenderung der Organisation und erklaerte, dass aus Anlass des Zusammenschlusses zwischen Gordonia - Makabi - Hazair und der Schwesternorganisation Dror - Habonim sich der Jjud Hanoar Hajalutzi (Union der Chaluzischen Jugend) konstituiert hat. Diese Vereinigung hat in den wahren Werten des sozialistischen Zionismus der Arbeiterbewegung in Israel ihre Grundlage. Dann wurde die Hatikwa angestimmt. Nach den Festreden sang der Chor 5 Lieder des modernen Israel, die vom Publikum mit grossem Beifall aufgenommen wurden. Der unzweifelhaft interessanteste Teil war eine Auffuehrung, die von Juengeren der Bewegung vollkommen in Hebraeisch vorgefuehrt wurde. Hakufza Hakjula (Die blaue Buechse). Darin wurde die Bedeutung des Keren Kajemet Lejisrael dargestellt. Mit der Vorfuehrung von Israel - Taenzen durch den Chug Rikudim (Tanzgruppe) wurde dieser Festakt beschlossen, d. sicher in allen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat und ein gutes Bild von der intensiven Arbeit des Jjud Hanoar Hajalutzi gab. Die blaue Büchse erzaehlt

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