Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 10 (Octubre, 1952)
- Date
- 1952-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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REDACCION: S. C. 1. B’NE JISROEL AV. PORTUGAL 810. TEL. 33096 CASILLA 2487. SANTIAGO-CHILE BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT SOCIEDAD CU LTU RAL ISRAELITA " B ' N E JISRO EL" Año XIV — N.o 10 SANTIAGO DE CHILE Octubre, 1952 ESTRECHANSE RELACIONES ENTRE CHILE E ISRAEL In der Zeit vom 6. bis 8. September 1952 fand in Buenos Aires die Sitzung der Latein-Amerikanischen Sektion des Juedischen Weltkongresses statt, an dem ich die Ehre hatte, in meiner Eigenschaft als 1. Vizepresident des Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile gemeinsam mit dem Generalsekretaer des Comités, Don Robert Levy. den Jischuv von Chile zu vertreten. Wenn ich mir vorher ueber den politischen Einfluss des Weltkongresses nicht klar war, so habe ich waehrend und nach dieser Tagung die Ueberzeugung gewonnen, dass der Weltkongress die einzig wirkliche Organisation ist, die das Galuth-Judentum wirksam und tatkraoStig nach aussen El ministro de Chile en Israel, señor Jorge Barriga Errázurlz, despullasen vertritldns ist nicht mO€g_ Tagung des Weltkongress de presentar sus credenciales al Presidente Interino, señor Joseph' Sprlnzak. Asisten a la recepción, el Director General del Ministerio de Relaciones Exteriores, Dr. Walter Eytan, y el Director del Departamento Latinoamericano de la Cancillería, señor Abraham Darom (Drapkln). El jueves II del presente, el representante diplomático de Israel, señor Samuel Goren, visitó en su residencia al Presidente electo, don Carlos Ibáñez del Campo. Después de felicitarlo, le transmitió los saludos del Gobierno y pueblo de Israel. El señor Ibáñez se interesó por conocer la población y extensión de Israel, su desarrollo y la forma cómo resolvía sus problemas de Inmigración, colonización, construcción, etc. La entrevista se desarrolló en un tono muy cordial, manifestando el Presidente Electo sus deseos de que, durante su Gobierno, se intensifiquen aún más las buenas relaciones existentes entre Chile e Israel. EMBAJADA ESPECIAL A LA TRANSMISION DEL MANDO Estamos en condiciones de informar a nuestros lectores que la Cancillería de Israel ha designado una Embajada Especial que representará al Estado de Israel, en la próxima Transmisión del Mando Supremo en Chile, y en la cual asumirá la Primera Magistratura de la Nación el Presidente Electo, Exorno. Sr. Carlos Ibáñez del Campo. Presidirá dicha Delegación, con rango de Ministro Plenipotenciario y Embajador Especial, el Exorno. Sr. Jacobo Tzur, y la Integrará el Consejero de la Legación de Israel en Chile, don Samuel Goren. lieh, in wenigen Zeilen ueber alle positiven Arbeiten dieser Weltorganisation zu berichten und ich will nur die wesentlichsten Punkte der Tagung und seine politische Auswirkung kurz erwaehnen. Die Sitzung begann am 6. September unter Anwesenheit von Delegierten aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Chile, Bolivien und Paraguay. Nach kurzer Begruessungsansprache seitens verschiedener Organisationen und nachdem zunaecjist der verstorbenen Gattin des Prae. sidenten von Argentinien, Doña Eva Perón, sowie des verstorbenen Leiters der Sektion;d,es Latein-Amerikani. sehen Weltkongresses, Dr. Jacob Hellmann, gedacht wurde, nahm Dr. Arieh Tarta. kower das Wort zu einem sehr int^ggsanten und aufschlussrei wrn Vortrag ueber das Thema: “El pueblo judío en la hora actual”. Alsdann wurde das Praesl. dium fuer die Konferenz zusammengestellt, in dem ich die Ehre hatte, die Vizeprae. sidentschaft zu uebernehmen. Don Robert Levy wurde als Mitglied der “Comisión Permanente” bestellt. Es folgte der Bericht der einzelnen Laender, den fuer Chile in vorbildlichster Form Robert Levy abgab und da. fuer auch besonderen Applaus erntete. (Schluss auf Seite 13) JOSEF HIRSGHRERG GEHT NACH ISRAEL Das Praesidentenamt ist schwer; die Tagesereignisse beweisen es. Praesident unserer Gemeinde zu sein, ist noch viel schwerer. Mann laesst an ihm kein gutes Haar. Alles, was er macht, ist falsch. Was er richtig macht, ist selbstverstaendlich und nicht der Rede wert. Ich habe Josef Hirschberg oft bewundert, wenn ich sei. nen Kampf mit den sachlichen Problemen und gegen die persoenlichen Widerstaende sah. Wiederholt habe ich *h™ nahegelegt, “den Zylinder zu nehmen” und mal eine Zeit lang seiner Familie und seiner Existenz zu leben. Er dachte anders. Er hatte sich eine Aufgabe gestellt und erfuellte sie. Fuer ihn ist Gemeindearbeit Tradition. Er sah sie im Eltern, haus und sie ist ihm fuers Leben selbstverstaendliche Pflicht geblieben. Ihn trieb nicht Eitelkeit und nicht Geltungsbeduerfnis, sondern der Gedanke, dass es Juden auf der Welt nirgends ohne Gemeinschaft geben’ duerfe. Er hatte den Ehrgeiz-nicht fuer seine Person—, diese Gemeinschaft hier aufzubauen, wohin ihn das Schicksal verschlagen hatte. Was er vorfand, war ein Verein, der sich gerade anschickte, endgueltig einzuschlafen. Er weckte ihn wieder auf, gestaltete ihn neu, gab ihm Leben. Als die Anderen sahen, dass einer da war, der zur Sammlung rief, kamen sie mitzuhelfen. Aus dem Verein wird eine Gemeinschaft und, aus der Gemeinschaft eine Gemeinde. Sie gestaltet sich in jahrelanger, oft muehseliger Kleinarbeit. Und als der Brand ihr das Dach ueber dem Kopf nimmt, beginnt Josef Hirschberg den Kreuzzug fuer den Tempel, fuer das Gemeindehaus. Mit diesem Bau wird sein Name stets verbunden bleiben. In ihm hat sein schoepferischer Wille Gestalt angenommen. In diesem Haus haben Orthodoxe und Liberale, die Frommen und die 3-Tage-Juden ihren Platz; es ist, wie das sein VERTRAUENS-VOTUM Die Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” gibt bekannt: __ _ In der ausserordentlichen Sitzung des Repraesen. tanten.Kollegiums vom 2. Oktober 1952, die sich in ausfuehriieher Aussprache mit dem unseren Mitgliedern zugegangenen Rundschreiben vom 14, September 1952 befasst hat, ist dem Vorstand nach einge. hender Pruefung aller Vorgaenge einstimmig das vol. le Vertrauen der Versammlung ausgesprochen worden. Wunsch war, das Heim der Einheitsgemeinde geworden. Es wurde ihm nicht immer leicht gemacht und er hat es sich nicht immer leicht gemacht, bis dieses Werk vollendet war. Josef Hirschberg hat einen Fehler, den die, die ihn kennen, an ihm zu schaetzen wissen. Er ist kein Diplomat. Er spricht, wie er denkt, und sagt, was er meint, Meist recht deutlich. Und es gibt Leute, die das nicht gern haben. Er steht zu seinem Wort, gleichviel welche Konsequenz sich daraus ergibt. Und hat er sich geirrt, dann gibt er das offen zu, ohne Umschweif, ohne Deutelei. Ein solcher Charakter schafft sich treue Freunde und boese Feinde. Mancher will es gar nicht so genau wissen und viele lieben den bequemen Kompromiss, den er hasst. Wer seine gesamte Arbeit fuer die Gemeinde leidenschaftslos ueberblickt, wird anerkennen: Er war der rechte Mann am rechten Platz. Jetzt tauscht er die Pflichten, dje er hier hatte, gegen andere neue, lang ersehnte: Israel. Wir wuenschen ihm in seiner Alijah Erfolg und, was mehr ist, Befriedigung. Was die Gemeindearbeit betrifft, schlage ich ihm erneut den “Zylinder” vor. Auch wenn er anders denkt. Denn jeder Mensch hat ein Recht, nicht immer nur fuer andere, sondern auch ein wenig fuer sich selbst zu leben. Wir, seine Freunde, werden ihn vermissen. Er wird uns fehlen. Er ist naemlich nicht von der Sorte, die immer da ist, wenn es etwas zu feiern gibt. Er ist einer der wenigen Freunde, von denen hundert auf ein Lot gehen. Soll gefeiert werden, muss man ihn rufen. Ist aber Not am Mann, kommt er von selbst. Zwischen Chile und Israel liegt viel Land und viel Wasser. Aber die Entfernung ist das geringste, was die Menschen trennt. Wir weiden ihm weiter die Freundschaft halten und er wird sie, dessen sind wir sicher, ebenso erwidern. A.Mi.Go.