Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-09-01 · 9 (Septiembre, 1952) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
9 (Septiembre, 1952)
Date
1952-09-01
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/8553624-8556124-9192758--0963-8556267
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Septiembre, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 13 Alijalb aus England Von E. Li SIMON Vom Olympischen Schach-Turnier “Sie sind wohl nicht ganz in Ordnung?”, begruesste mich ein alter Bekannter. den ich einige Tage nach meiner Einwanderung auf der Strasse traf. “Nicht ganz in Ordnung?”. “Nun ja, das muessen Sie doch sein, wenn Sie England verlassen haben, um sich in Israel niederzulassen” Nicht ganz so krass, aber aehnlich begruesste mich mancher, den ich von frue. heren Besuchen im Lande kannte. Schon auf der Schiffs, reise nach Haifa hatten viele der Passagiere ihr Erstaunen und ihre Verwunderung darueber ausgedrueckt. dass es ueberhaupt eine Alijah aus England gibt. Immer wieder kam die gedehnte Frage “Aber warum?” Und es wa. ren nicht die Sabres, die nach den Gruenden meines Kom. mens tragen, sondern gerade die Leute, die selbst einmal aus der Galut gekommen wa. ren. Aber es scheint, dass sie. die in Israel leben, vergessen haben, was es bedeutet, Jude ausserhalb Israels zu sein — selbst in einem so liberalen Land wie England. Wirschaftlich sind die Tn England lebenden Juden, ob dort gebuertig oder in den dreissiger Jahren eingewan. dert, zum grosssten Teil gut eingeordnet — trotzdem man auch da oft das Gefuehl hat. dass z. B. ein juedischer Angestellter immer ein klein wenig tuechtiger sein muss, als sein christlicher Kollege, um das ' “Manko seiner Geburt" wettzumachen. Aber gesellschaftlich leben sie fast alle in einem Vakuum, einem sozialen Ghetto, von dem aus es nur wenige Verbindungsstras. sen in d,ie christliche Umwelt gibt. Sie verbringen die Bue. rostunden und die Mittags, pause mit ihren christlichen Kollegen, vielleicht jahrzehn. telang, aber wieviele von ih. nen sind jemals in das Haus dieser Kollegen eingeladen worden? Und wie oft passiert es ihnen, dass einer der Mitarbeiter ploetzlich eine ariti semitische Bemerkung macht, von der er erst nachher merkt, dass sie verletzt hat? Bestimmt ist diese Art von Bemerkung meistens nicht persoenlich gemeint — dafuer ist der Englaender zu taktvoll — aber sie ist trotzdem bezeichnend und verletzt ge nau so. als ob sie als persoen. liehe Attacke lanciert worden waere. Zumeist bleiben diese antisemitischen Stroemungen auch unterirdisch, aber selbst im kosmopolitischen London gibt es Hauswirte, die nicht an Juden vermieten und sich nicht genieren, dies zu inserieren. Ein doppeltes Problem be. steht fuer die in den dreissiger Jahren aus Mitteleuropa nach England Eingewanderten — das des Juedisch- und Auslaenderseins. Wie lange Sie auch in England leben und wie stolz Sie auch auf Ihren englischen Pass oder Ihre Kriegsdienst - Auszeichnungen sein moegen — fuer einen Englaender bleiben Sie immer ein Auslaender. Wenn er ue. ber Sie mit Bekannten spricht, so wird er Sie natuerlicherweise als “der Deutsche” oder “der oesterreicher” bezeich nen, genau so. wie die Tatsa. che, dass Sie Jude sind, in einer Unterhaltung ueber Sie immer als das treffendste Merkmal angefuehrt werden wird. Auch wirtschaftlich gese hen, haben es diejenigen schwerer, '.che in der Hitlerzeit nach England gekommen sind, besonders alle, die im Alter von ueber 30 kamen. Noch heute gibt es qualif zier. &e Zahnaerzte aus Deutschland, die ihren Beruf nicht ausueben koennen, Rechtsan. waelte, die als kleinste Bueroangestellte arbeiten, und Familien, die es in 15 Jahren noch zu keiner eigenen Wohnung gebracht haben. Die juengere Generation, diejenigen, die im Alter von 15 25 Jahren nach England gekommen sind, haben sich berueflich gut eingeordnet und sind loyale Staatsbürger geworden. Aber es ist bezeichnend, dass gerade aus diesen Kreisen, die im Kriege Soldaten, Krankenschwestern und Munitionsarbeiter waren und die sich immer schroff dagegen wehrten, irgendeiner Art von “Refugee”-Organisa. tionen beizutreten, vor drei Jahren ein Klub entstand, der sich “Hyphen” nennt. Dieser Hyphen oder, auf Deutsch ue. bersetzt, “Bindestrich”, symbolisiert, dass sie, so gut sie auch im englischen Berufsleben eingeordnet sein moegen. im persoenlichen Leben doch ihre Befriedigung hauptsaech. lieh unter Gleichartigen finden. Es ist typisch, dass der Hyphen statutenmaessig zwar weder konfessionell, nochher. kunftsmaessig gebunden isi. tatsaechlich aber nur ein einziges englisch-christliches Mitglied hat, und nicht ein englischj uedisches. So wie die englischen Juden isoliert von ihrer eng. lisch-christlichen Umwelt leben (und selbst unter den englischen Juden gibt es eine scharfe Trennungslinie zwischen den alteingesessenen sephardischen Familien und der russisch-polnischen Immi. gration von 1895 bis 1914), so halten sie sich auch streng getrennt von der letzten jue. dischen Immigrationswelle aus Mitteleuropa. Nicht etwa, dass es in diesem Punkte keine Ausnahmen gibt. Natuerüch besteht in manchen Fael. len Kontakt zwischen Familien aus den verschiedenen juedfschen Gruppen, ebenso wie berufliche und freundschaftliche Beziehungen zwi. sehen Juden und Nichtjuden bestehen. Aber statistisch gesehen sind das doch — die Ausnahmen. Und dies gibt ein Gefuehl von luftleerem Raum, ein Gefuehl, das umso schwerer ertragen werden kann, je kraef. tiger und energischer der Einzelne ist. Wenn es sich um einen na. turalisierten Auslaender handelt, mit Verstaendnis fuer die englische Lebensform und mit Interesse fuer Politik z.B., so weiss er. dass er seiner Sache am meisten nuetzt, wenn er seinen Mund nicht aufmacht und nur seinen Beitrag leistet. Denn nichts irritiert einen “waschechten” Englaender mehr, als von einem naturalisierten “Briten” (nicht Englaender!) in nicht akzentfreiem Englisch gesagt zu bekommen, wie “we” es besser machen koennen. Dieses spezifische Problem besteht natuerlich nicht fuer den in England geborenen Ju. Bei dem in Helsinki stattgefundenen Olympischen Schach-Turnier besetzte die israelische Mannschaft, bestehend aus Aloni, Oren, Porath, Scherf und Mandelbaum, am Ende des Monats August einen ehrenvollen Platz in der Gruppe “B”. An erster Stelle stand Holland mit 17.1|2 Punkten; nach Israel, mit 15.112 kamen: Daenemark, 14.1)2, Cuba 12.1)2, Ostdeutschland 12, Polen 11.1)2. Oesterreich 11, England 8.1)2 und Italien 8 Punkte. » In der Gruppe “A” fuehrte Jugoslawien als starker Anwaerter auf die Mannschafts- Weltmeisterschaft; in der Gruppe “C” Brasilien. Rassenhass in neuer Auflage Rassenhass und Reaktion sind untrennbare Begriffe! Die oesterreichischen Reak. tionaere haben , den Rassenhass so lange gepredigt und gefoerdert, bis er in den Jahren 1938 bis 1945 seine blutigen Orgien feiern konnte. Die Schlote der Verbrennungsofen rauchen nicht mehr: die Schandtaten, begangen an sechs Millionen Menschen sind groesstenteils ungesuehnt geblieben, aber der Rassenhass lebt. In Tirol fuehren Gesang. und Bergvereine wieder den Arierparagraphen ein, und das “Kleine Volksblatt” der OEVP (1) bemueht sich, wieder den “Stuermer”-Jargon erklingen zu lassen. Wenn der Praesident des American Jewish Congress in einem Schreiben an Aussenminister Acheson ueber die oesterreichischen Amnestiegesetze seine Meinung aeussert, wird die Notiz mit “Mr. Goldstein ist besorgt” betitelt. Mit Augenzwinkern und hoerbarem Ruelpsen lallt der oesterreichische Reaktionaer das ewige “der Jud”! — Ja das waren Zeiten, als die Herren Schriftleiter noch froehlich ueber “Israel und Sarah’ Goldstein schreiben duerften. Nicht nur Mr. Goldstein ist besorgt, auch die aufrichtigen Demokraten, die die ueberwiegende Mehrheit des oesterreichischen Volkes bilden, sind besorgt — ueber die unverantwortliche Schreibweise der OEVP.-Presse. (“ArWter.Zeitung”, Wien; 9.8.52). (1) OEVP: Oesterreichische Volks-Partei, Basis der Regierungskoalition. den, der ja auch ohne Schwierigkeiten Parlamentsmitglied werden kann. Aber er ist sieb seines Judeseins, sowohl sei. nes freiwilligen wie unfreiwilligen, bewusst. Und es ist sicher daher kein Zufall, dass in einem Land wie England, wo unter der ganzen Bevoel kerung ein zumindest theore tisches Interesse fuer Auswanderung in “Junge Laender" besteht, dies in juedischer» Kreisen zu einer begrenzten Auswanderung nach Israel fuehrt. (“Juedische Wochenschau’’, Buenos Aires) Ift/ù'cSa* En Septiembre de 1953 se celebrará la cuarta Macabiada TEL AVIV, I.O.8.— La Cuarta Macabiada, o Juegos deportivos del Macabí, se efectuará en Israel, en septiembre de 1953, manifestó aquí Lord L. Nathan en vísperas de su partida a Inglaterra. Síntomas de deflación JERUSALEN, 4.8. — El Ministro de Finanzas Levy Esbkol. dijo a la Knesset que el presupuesto de desarrollo de 115.000.oon LI. combatirá tanto la inflación existente como la deflación que está perfilándose. Por primera vez en la historia de cuatro años de Jsrael, hay una amenaza de deflación, debido a la nueva pcUtica económica. Dijo Eshkol que, por primera vez en muchos años, hay pruebas de resistencia de los compradores ante los precios ascendentes. Informó que mientras hace seis meses habla escasez de mano de obra, ahora hay 10.500 desocupados, mientras que los precios aumentaron en un 50%. Entusiasta celebración RISCHON LE ZJON, 5.8.— Esta ciudad, de 30.000 habitantes, celebra con entusiasmo el 70.0 aniversario de su fundación. Más de 20.000 visitantes asisten a los festejos. Yacimientos radioactivos LONDRES, 12.8.—El “Reynolds News” informa que “algunos de los científicos más famosos del mundo probablemente visitarán Israel, como consecuencia del anuncio del descubrimiento de yacimientos radioactivas. Falleció el Ministro David T. Pinkas JEJRUSALEN, 14.8.— David Tzvi Pinkas, Ministro de Comunicado, nes de Israel, fué encontrado muerto en su habitación del hotel. Al parecer, sufrió un ataque al corazón durante la noche. Pinkas era dirigente d«l partido religioso Misrahi, al que representaba en el Gabinete de coalición. Tenia 57 años. Ben Gurión habla de Paz con Egipto JERUSALEN, 18.8. — El Premier David Ben Gurion expreso que Israel está dispuesto a firmar un tratado de paz con el nuevo Gobierno egipcio, y manifestó que Israel desea que Egipto logre éxito en sus reformas sociales. Congreso de Médicos JERUSALEN, 18.8.— El Segundo Congreso Mundial de Médicos Judíos fué inaugurado en presencia de casi 300 médicos del extranjero y 1.000 médicos Israelíes. 1 Ofrecimiento de paz hecho a Egipto será ampliado por Israel JERUSALEM, 20.8_El Ministerio de RR. EE. Israeli está considerando ampliar su ofrecimiento formal de paz a Egipto, según dijeron hoy fuentes fidedignas en esta capital. Se cree ique este movimiento israelí pueda ocurrir como consecuencia de la declaración hecha en el Parlamento, por el Premier David Ben Gurion, en que expresó su beneplácito ante la abdicación de Faronk y declaró que no habla disputas políticas, territoriales o de otra especie entre Israel y üglpto. 71.o Aniversario de Zijron Yaacov TEL AVIV, 20.8.— El Aniversario 71.0 de Zijron Yaakow, la más antigua colonia en Israel, fué celebrado en esta colonia en un festival espeílal, con libre distribución de vino de las famosas bodegas. Temperaturas de 44 grados en Israel JERUSALEN. 24.8.— Israel sufrió la peor onda de calor registrada en una generación, este fin de semana. En Elath, en el Mar Rojo, se registró una temperatura de 44 grados centígrados. En jerusalén alcanzó á 38 grados. Nueva Ley Minera JERUSALEN, 26.8. — Con la aprobación de la Ley de Minas y Petróleo en su tercera y última lectura por la Knesseth, se pueden Iniciar, a partir de hoy, las exploraciones petroleras en el territorio de Israel. Por lo menos cuatro grupos de Inversionistas ya han elevado solicitudes al Gobierno lsraeli para obtener permisos para realizar perforaciones, después de los favorables estudios preliminares hechos en el país por expertos petroleros norteamericanos y suizos. Extensión del Servicio Militar JE2OTSALEN, 26.8.— El Parlamento israelí extendió hoy «1 plazo del servicio militar obligatorio de dos, a dos y medio años para las clases de los 18 a los 26 años. Los ciudadanos entre los 26 y los 29 años de edad, sólo deberán someterse a nn período de adiestramiento militar de dos años. El caso Auerbach MUNICH. 15.8.— Phlllpp Auerbach, ex Presidente de la Oficina de Restitución del Estado de Bavaria, fué condenado a 2 años y medio de prisión por un Tribunal formado por ex nazis. MUNICH, 16.8.—Se anuncia en esta ciudad el suicidio de Phlllpp Auerbach. MUNICH, 18.8.— Manifestante» judíos y pelotones alemanes contra choques, armados de carabl ñas. tuvieron un encuentro hoy en esta ciudad, durante los fuñe-, rales de Phlllpp Auerbach, líder judio bávaro, quien se suicidó después de ser xondenado a dos años y medio de prisión. Entre los miles de asistentes a los funerales. alrededor de 150 Jóvenes que llevaban carteles que protestaban contra el proceso, calificándolo de “otro proceso Dreyfuss”, y contra el magistrado que presidió el Tribunal, calificándolo de nazi, atacaron a un policía vestido de civil que trató de confiscar nno de los letreros. Anzeigenannahme bis zum 24. SEPTEMBER

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.