Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1952)
- Date
- 1952-09-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 11 Kommission fuer Atom-Energie ernannt Aus der Landwirtschaft Daemme zum Auffangen des Regenwassers :-r- Der Ministerpraesident hat eine Kommission fuer Erforschung der Atomenergie ernannt, deren Vorsitzender Dr. E. D. Bergmann ist. In der amtlichen Mitteilung ueber die Berufung der Kommission heisst es. dass in der Planung der nationalen Wirtschaft die Versorgung mit Atomenergie ein Grundproblem darstellt. Aus der Erkenntnis heraus, dass der Atomkern eine wichtige Ener. giequelle fuer konstruktive Zwecke sein kann, ergibt sich die Notwendigkeit der Erforschung dieser Moeglichkeiten. Es ist wuenschenswert, dass die israelische Wissenschaft in ihrer Arbeit auch diese modernste Forschung der Physik umfassen soll. Eine Uebersicht ueber die Naturschaetze des Staates zeigte, dass auch in der Erde des Landes gewisse Mengen radioaktiver Grundstoffe enthalten sind. Studium der Probleme der Atomenergie ist deswegen geeignet, konkrete Ergebnisse zu erzielen. , Aus diesem Grunde beschloss der Ministerpraesident eine Kommission fuer Atomenergie zu ernennen, die alle Arten der Atomforschung —physikalische, geologische, industrielle usw.— konzentrieren soll. Die Kommission steht mit aehnlichen Koer. perschaften in anderen Laendern in Verbindung. Ausser dem Vorsitzenden Dr. E. D. Bergmann gehoeren der Kommission an: Dr. I. Dostrowski (Weizmann Insti tut), Raw Aluf Dori (Leiter der Wissenschafts-Sektion im Amte des Ministerpraesidenten), Dr. S. Cohen (von der Hebraeischen Universitaet). Prof. Samburski (Leiter de? Wissenschaftsrates), Prof. 1. Rakach (von der Hebraei. sehen Universitaet). I 10 neue Moschawim Mit Hilfe der Mittel des Entwicklungsbudgets, das sechs Millionen IL fuer neue landwirtschaftliche Siedlungen vorsieht, werden in naechster Zeit u.a. 10 neue Moschawim (1) gegruendet, werden. In den Maabarot (2) gibt es schon ganze Gruppen von Kandidaten fuer landwirtschaftliche Ansiedlung. Weiter haben sich im Rahmen der Land-Aktion der HL stadrut (3) Interessenten ge. meldet und schliesslich gibt es eine Reihe von Kibbuz- Mitgliedern, die aus politischen oder persoenlichen Gruenden Kibbuzim verlassen und an der Siedlung in Moschawim interessiert sind. In der letzten Zeit macht sich besonders die Erscheinung bemerkbar, dass Personen, die aus Kibbuzim ausscheiden, nicht die Tendenz haben, sich in der Stadt eine Beschaeftigung zu suchen, sondern dass sie auf dem Lande bleiben wollen und es vorziehen Selbstaendige in Moschawim zu werden. (“Yedioth Hayom”) (1) Genossenschaftliche Siedlungen auf der Basis Individueller Arbeit; (2; Arbeits-Siedlungen fuer Neuem Wanderer, provisorischen Charakters; (3) Allgem. Gewerkschaft. Nach vorlaeufigen Schaetzungen wird die Zitrusernte in der kommenden Saison nicht jene des Vorjahres ueberstelgen und sie duerfte etwa 8 Millionen Kisten betragen. Man rechnet jedoch in Kreisen der Zitruspflanzerdamit, dass in diesem Jahre etwa 500,000 bis 1.000.000 Kisten mehr Zitrusfruechte exportiert werden als im Vorjahre. Im Vorjahre gelangten nur 47% der Ernte zum Ex port, was als ein Rekordtiefstand zu bezeichnen ist. Normal muessten etwa 60% der Ernte exportiert werden. (“Hakidma”) Industrie Die Autoreifenfabrik “General Tyres” bei Petach Tikwah hat Anfang dieses Monates mit der planmaessigen Produktion begonnen. Bis zu Ende dieses Monats soll die Tagesproduktion bereits 100 Reifen betragen — 1|3 der Kapazitaet der Fabrik. Ihi Falle, dass Rohmaterialien zeitgerecht zur Verfuegung stehen werden, wird bereits im August die volle Produktionskapazitaet des Werkes ausgehuetzt werden. Heute arbeiten in der Fabrik 150 Arbeiter, wovon 10 amerikanische Fachleute sind. Die Preise fuer die Reifen sind noch nicht festgesetzt worden. Erhoehte Produktiviiaei Es besteht nicht eine einzige Fabrik im ganzen Land, in der die Produktivitaet durch Vinfuehrung von technischen Neuerungen und durch Zusammenarbeiten zwischen len Leitungen derselben und len Arbeitern nicht vergroessert werden koennte, erklaer. te vor Pressevertretern der Berater der Israelischen Regierung Prof. Hy Fisch, vom Roosevelt College in Chicago, der durch das International Labour Off’ce der UN nach Israel gesandt wurde. Diese Verstaerkung der Produktivitaet ist ohne Ausgabe von Devisen moeglich, fuegte er hinzu, nur bei minimalen Aenderungen und wenigen Neu-Einstellungen von Arbeitern. Bei den Pflueckarbeiten in den Orangenpflanzungen kann nach Meinung des gemeinsamen Instituts fuer Produktivitaet der Histadrut, der Regierung, des Industriellenverbandes und des Verbandes der Ingenieure eine um 35-50 Prozent verstaerkte Produktivitaet erzielt werden, waehrend diejenige in der Diamantenindustrie um 30- 35 Prozent gesteigert werden kann. Waehrend in der Fabrik Amcor, die Frigidaires erzeugt. bis vor kurzem nur 28 Eisschraenke in einem Tag zusammengestellt wurden, werden nach Einfuehrung neuer Methoden jetzt 65 pro Tag zusammengesetzt. Die Untersuchungen des Instituts in den Werkstaetten der Eisenbahn haben ergeben, dass die Moeglichkeit be. Im Negew werden jetzt drei grosse Staudaemme gebaut, in denen das Regenwasser im Winter angesammelt werden soll, wie der Korrespondent des “Hador” berichtet. Die Daemme werden durch das staatliche Wasseramt in verschiedenen Bezirken des Negew angelegt. Die Arbeit soll innerhalb von vier Monaten noch vor Einsetzen cier Regenzeit abgeschlossen werden. Millionen von Kubikmetern Wasser, die bisher ungenutzt blieben, werden dann fuer die Entwicklung der Landwirtschaft verwendet werden koennen. Eine der Stauwehren bei Schubal wurde schon im vorigen Jahre gebaut, jetzt wird der Damm erhoeht, um mehr Wasser auffangen zu koennen. Der zweite Damm wird im Wadi Saria angelegt der entstehende Stausee wird Millionen vbn Kubikmetern Wasser aufnehmen koennen. Der dritte Damm, dessen Bau vor wenigen Tagen begann, wurde bei Tel Jerucham 40 km. suedlich Beerschewa angelegt. Bei diesen Arbeiten werden jetzt 150 Arbeiter beschaeftigt und ihre Zahl wird in den naechsten Wochen noch erhoeht werden. Bereits im vorigen Jahre waren zwei Daemme angelegt worden, und diese er. fuellten ihre Aufgabe zufriedenstellend. Ein grosser Teil des Wassers in den Stauseen versickerte, aber Sachverstaendige erklaeren, dass mit dieser Erscheinung in kuenst. lichen Stauseen immer in den ersten Jahren zu rechnen sei. Wenn die Erde ge nuegend Wasser aufgesaugt habe, dann werde kein Wasser mehr einsickern und dies werde im Stausee stehen bleiben. Man rechnet damit dass schon in diesem oder im naechsten Jahr der groessere Teil des Wassers stehen blei ben und fuer landwirtschaftliche Bewaesserung verwendet werden wird. Falls die Versuche mit den Staudaemmen Erfolg haben werden, dann sollen in der Naehe derselben neue landwirtschaftliche Siedlungen angelegt werden. (“Yedioth Hayom”) ilisÄ Junges Land und junge Menschen: Kinder im Negew WIEDERAUFNAHME DER POTASH-PRODUKTION steht, den “Overhaul” von je einer Lokomotive pro Monat, auf 1,6 pro Monat und spaeter sogar auf 2,4 Lokomotiven zu erhoehen, wenn die Vorschlaege des Instituts angenommen werden. Wie gross das Interesse unter den leitenden Ingenieuren und Besitzern von Fabriken ist, neue Methoden zu lernen geht aus den Ziffern von Kandidaten hervor, die sich fuer entsprechende Seminare gemeldet hatten. In wenigen Tagen Hessen sich in Haifa 130 Personen registrieren und die Registrierung musste geschlossen werden, waehrend in Tel Aviv 73 Personen die Anmeldung Vornahmen, ohne dass die geringste Propaganda dafuer gemacht worden war. In Kuerze werden aehnliche Kurse fuer Fabriksbesitzer und fuer Leiter von Histadrut — Konzernen und leitende Ingenieure abgehalten werden. (“Yedioth Hayom”) Von der Leitung der “Mifa. lej Jam -Hamelach”, der neuen Jisrael Gesellschaft zur Gewinnung der Mineralschaetze am Suedende des Toten Meeres, verlautet, dass in nicht mehr allzuferner Zeit mit dem Beginn von Verhandlungen zwischen der Po. tash-Gesellschaft in London und der jordanischen Regie rung zu rechnen ist. Man nimmt an, dass die Verhandlungen sich um eine Abfindung fuer die der Potash Gesellschaft seinerzeit gewaehr. ten Konzessionsrechte und ihrer Vermoegensanlagen auf jordanischem Gebiet sowie ueber die Entschaedigung fuer die seit 1948 erlittenen Verluste drehen werden. Die ersten Schritte zur Wie deraufnahme der Arbeiten in den Potash.Werken auf jisraelischem Gebiet werden in diesen Tagen unternommen. Als erste begibt sich eine Gruppe von Elektro.Mechanlkern und Zimmerleuten nach S’dom um zunaechst die Ba. racken fuer die Arbeiter wieder instandzusetzen. Das ge. samte dafuer benoetigte Ma terial wurde bereits an Ort und Stelle geschafft. Der näechste Schritt ist dann die Sicherung einer ausreichenden und regelmaessigen Zufuhr von frischen Wasser fuer Arbeiter und Werkanlage. Die Anlegung einer Wasserleitung ist vorerst nur geplant, und es ist daher noe. tig das Wasser ih Tankwagen htranzuschaffen. Obwohl die se wassermengen nicht ausreichen werden, um die Salz, ablagerungs Bassins zu saeu. bern, wird man doch auch an diese Arbeit herangehen. und nach Ansicht von Experten kann man dazu auch Salzwasser verwenden, wenn es auch viel mehr Arbeit erfordert. Auch bei Beginn der Taetigkeit der Potash-Werke am Toten Meer hat man zunaechst nur mit Salzwasser gearbeitet. Nach einem neuen Plan soll dann spaeter ein riesiges Bassin fuer Salzablagerung gebaut werden, das nur einmal in 20 bis 30 Jahren gesaeubert zu werden braucht, doch ist die Voraussetzung fuer den Bau eines solchen Bassins eine Jahresproduktion von mehreren hunderttausend to Pottasche. In der Werkanlage selbst muessen zunaechst einmal die vorhandenen Maschinen repariert werden. Sobald die neue Strasse Beerschewa — S’dom fertig ist, wird das seit 1947 in Haifa eingelagerte Material dorthin transportiert und installiert werden. Erst spaeter werden neue Maschinen und Ersatzteile aus dem Aus. land kommen. Die Experten arbeiten bereits an der Aufstellung von Listen fuer Aus. ruestungsgegenstaende, die eine weitgehende Modernisie. rung der Produktionsmethoden ermoeglichen werden. Wie verlautet, wird auch die neue Gesellschaft der Jisrael - Regierung Tantiemen nach dem Vorbild der von der Potash Company der Mandatsregierung gezahlten Tantiemen zahlen. Lord Gienconner, der Praesident der Palestine Potash und die Mitglieder des Direktoriums, die zum Abschluss des Vertrages zwischen der Jisrael-Regierung und der neuen Dead Sea Works Ltd., nach Jisrael gekommen waren haben das Land wieder verlassen. Lord Glenconner erklaerte, seiner Ansicht nach sei das neue Abkommen fair. Andere Staaten, wie Persien und Aegypten, koennten eine Men. ge von Jisrael lernen. wie man derartige Verhandlungen fuehrt. (“Yedioth Chadaschoth”) 114.000 OHNE BERUF Von den 173.000 Olim. des Jahres 1951 waren nicht weniger als 114.000 ohne Beruf. Die Berufslosen sind Frauen, aeltere Personen und Kinder. 12.500 Olim scheinen Berufe zu haben, machten ueber diese aber keine naeheren Angaben. Einzelheiten ueber Berufe berichteten nur 47.000 Einwanderer. Von ihnen waren —bei den Maennern— 6,3% Freiberufler, 14,8% Beamte und Angestellte 25,5% Kaufleute, 5 8% Landwirte, 28,6% Handwerker, 2,8% Transportarbeiter, 2 5% Bauarbeiter, 3,3% Angestellte oeffentlicher Dienste 10,4% Schwarzarbeiter — bei den Frauen: 16,7% Freiberufler, 11,3% Angestellte. 2,2% kaufmaennisch taetig, 4,8% Landwirtschaft 45% handwerklich vorgebildet, 8,9% arbeiteten in oeffentliehen Diensten und 10,8% leisteten einfache Arbeit. 114.000 ohne Beruf — diese Ziffer spricht Baende und zeigt, welch grosse Einordnungsschwierigkeiten ueber. wunden werden muessen. (“Yedioth Hayom”)