Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 8 (Agosto, 1925)
- Date
- 1952-08-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Agosto, 1952 ¡BOLETIN INFORMATIVO 17 Me/i ocbneidm wi atvt r/ GESPENSTISCHE GEGENWART Man spricht zuweilen von Gespenstern der Vergangen, heit, die mit reaktionaeren Auffassungen eine heranwachsende Generation beun. ruhigen. Uns erscheint die Gegenwart von bizarrer Gespenstigkeit. Wie soll man es anders nennen, wenn dem bayerischen Justizminister, waeh. rend das Land noch von amerikanischen Truppen besetzt und von einer Hohen Kommission kontrolliert wird, ein Vorwurf daraus gemacht wird, dass er den Zeitpunkt des deutschen Einfalls in die neutralen Staaten Belgien und Holland “verraten” haben soll? Es ist in der Tat ein furchtbarer Vor. wurf in diesen Tagen, mit den Vereinten Nationen zusam. mengearbeitet zu haben und dem Dritten Reich schmaehlich in den Ruecken gefallen zu sein. So geschehen im bayerischen Parlament 195?. Noch bedrueckender ist es, dass der Minister es fuer erforderlich hielt, auf diesen Vorwurf ueber. haupt einzugehen, zum Beweise seines guten Gewissens in sein Amt zurueckzukehren, und dass die Kritik von einer Partei kam, die in einer Anzahl von Landern Westdeutschlands zur Regierungskoalition gehoert. Diese Episode duerfte weit ernsthafter und bedrohlicher fuer die Beurteilung der gegenwaertägen Situation sein, als die allerdings ueblen Geldaffaeren von Politikern und die neu-bayerischen Gerichtssaalholzereien, die zum Gaudi der illustrierten und sonstigen Presse in Zusammenhang mit einem Prozess ueber die Buehne gehen, der allerdings von tiefer Tragik erfuellt ist. Ist es etwa nicht tragisch, wenn um die Wiedergutmachung und das Leiden von Millionen in Muenchen ein juristisches und finanzielles Marionettentheater veranstaltet wird, bei dem der Zuschauer das Raetsel su loesen hat, wer der Drahtzieher und wer die Marionette ist? Die Eingeweihten duerften hierueber allerdings keinen Zweifel haben. Gleichzeitig wird in Niedersachsen, einem Lande mit sozialdemokratischem Ministerpraesidenten, ein Gesetz vom Landtag angenommen, das es zulaesst, rechtskraeftig erlassene Sondershilfsrentenbescheide wieder aufzuheben. Das bestehende wird weiter dahin geaendert, dass nunmehr auch fruehere Mitglieder der NSDAP als Vorsitzende der Sonderhilfsausschuesse ueber die Wiedergutmachungsansprueche der Opfer ihrer eigenen Weltanschauung entscheiden koennen. Auch dieser unerhoerte und Widerwillen erregende Skandal geht nahezu widerspruchslos vor sich. Man hat es in Deutschland weit gebracht. In einer Art von “Torschlusspanik” werden die Augen vor den Tatsachen verschlossen und alle Hindernisse beiseitegeschoben, die der Remilitarisierung entgegenstehen. Man spricht von einer Generalamnestie der Kriegsverbrecher, was eine vornehmere Bezeichnung fuer Massenmoer. der ist. Die Landsknechte stellen ihre Bedingungen. Bereits einmal hat ein deutscher Landsknechtshaufen mit der Anlegung von Feuersbrunst gedroht, wenn ihm seine Bedingungen nicht erfuellt wurden. Von allem anderen ganz abgesehen wird die Remilitarisierung eine psychologische Schockwirkung haben, die alle demokratischen Errungenschaften in Frage stellt. Die Heiss-Kalt-Behandlung, die innerhalb eines kurzen Zeitraumes von fuenf Jahren uen Geist der Wehrhaftigkeit als das hoechste Uebel und als Bollwerk der Zivilisation hinstellt, vertraegt keine gesunde Nation, geschweige denn ein dem Gift des Nationalsozialismus fuer mehr als ein Jahrzehnt ausgesetztes Volk. Man erwartet von dem Landser, der noch vor wenigen Jahren als uniformierte Masse Mensch nach dem Zusammenbruch seiner Ideale durch die grauen Lager der Entbehrungen geschleust wurde, wiederum eine begeisterte Rueckkehr zur Fahne. Zu welcher Fahne? Jedenfalls unter den Klaengen des Deutschlandliedes. Eine Heilung des von Ekstase zu Ekstase, von Panik zu Panik getriebenen Deutschen, vielleicht des europaeischen Menschen, ist nur durch eine Ruhepause von laengerer Dauer zu erwarten. Man gebe sich keinep Illusionen hin. Die Demokratie und der demokratische Geist in Deutschland, die am Beginn ihrer Entwicklung stehen, sind in ernstester Gefahr... BMMBBBil Es gellt schon wieder los in Wien AUFBAU PffONSTEUCTIEN «N AMERICAN WEEKEY PU8LI5HED IN NEW YORK Die oesterreichische Regierung hat damit begonnen, um die Gunst der ehemaligen Nazis zu buhlen. Nach einem Bericht der “New York Times” aus Wien hat die Regierung gegen die “Emigranten” protestiert, die im Buero des amerikanischen Hochkommissars beschaeftigt sind und bei der Formulierung der amerikanischen Politik in Oesterreich ihren Einfluss geltend machen. Unter “Emigranten” sind naturalisierte Amerikaner oesterreichischjuedischer Herkunft gemeint. Diese nach bewaehrten deutschen Vorbildern veruebte Brunnenvergiftung, nach der man allgemein “die Emigranten”, lies “die Juden”, beschuldigt, statt Namen zu nennen, wurde durch die Wut hervorgerufen, die das Veto des Amerikanischen Hochkommissars gegen eine Amnestie ehemaliger Nationalsozialisten ausgeloest hat, die erst in den letz. Oferla alemana BONN, 1.7.— Alemania Occidental ha aumentado su oferta a Israel para compensar a ese país por la persecución sufrida por los judíos durante la dominación nazi. Esta oferta, según se dijo en fuentes generalmente bien Informadas de esta capital, fué alzada desde 3.000 mlUones de marcos en mercaderías, a 3.400 mUlones de marcos. La nueva oferta fué presentada en la conferencia que están realizando representantes de Alemania Occidental e Israel en La Haya. Shareti se encueníra con el Presidente Truman WASHINGTON, 4.7.— El Ministro de Relaciones Exteriores de Israel, Moshe Sharett, se encontró por primera vez con el Presidente Truman, expresando “la profunda gratitud del pueblo judío por el constante apoyo” ofrecido por el Presidente de los Estados Unidos. Dijo el Presidente que esperaba que Israel tendría ocasión de jusifflcar su confianza. Sharett declaró que la conversación giró en torno al futuro dé la democracia en el Cercano Orlente y al logro de un mejor nivel de vida en dicha zona. El Presidente expresó la esperanza dé que reinaría la paz en dicha zona y que se lograrla la consolidación de las fuerzas de la democracia. El cambio de billetes se llevó a cabo con tranquilidad JERÜSALEN, 6.7.— El Ministerio de Finanzas Informó a la Kneset que el cambio de los billetes emitidos por el Banco Anglo-Palestlno, por los del nuevo Bank Leumí (Banco Nacional de Israel), que terminó el 23 de junio último, se llevó a cabo con tranquilidad. El Ministro de Finanzas informó al Parlamento que todavía no se disponía dp las cifras finales referentes al monto total de los billetes canjeados, pero se creía que el total llega a IL. 116.467.000, del cual el Gobierno descontó el 10% en préstamo. Rabino Irving Miller, Presidente de la Z.O.A. NUEVA YORK, 20.7,— El Ra. bino Irving Miller, apoyado por el Dr. Abba Ilillel Silver y por Emanuel Neumann, fué electo Presidente de la Organización Sionista de América, por 654 votos contra 371, derrotando da éste modo la candidatura de Abraharo Redelhelm, candidato de los progresistas y del grupo de Benjamín Browdy. Ley de Registro del Oro r JERUSALEN, 7.7,— La Kneset acaba de autorizar al Ministro de Finanzas, señor Lev! Eshkol, para ordenar el registro del oro. El Gobierno comprará el oro con la LEVI ESCHKOL El nuevo Ministro de Finanzas aprobación del Comité Parlamentario de Finanzas. Durante el debate, el Mapam (partido izquierdista de oposición), que fué el que propuso primero la medida, defendió el control del oro con las mismas medidas que se aplican ahora a las divisas extranjeras. Los Partidos Sionista General y Progresista sugirieron que se diesen concesiones a los propietarios del metal. Tales medidas Incluirían el permiso para usar oro para la compra de materias primas en el extranjero, préstamos al Gobierno y el pago de gastos de viaje en el extranjero. Dos mil inmigrantes LONDRES, 20.7.— Dos mil inmigrantes llegaron a Israel durante el mes pasado, declaró la oficina londinense de la Agencia ■India. Mil quinientos de éstos son oriundos de Túnez, Marruecos, y Argelia, y los restantes quinientos vienen de Persla. La Agencia reveló que se espera la llegada de trescientos judíos de Yugoeslavia, en agosto, y la Inmigración de Bulgaria continúa en un promedio de sesenta a cien por mes. ten Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurueckgekehrt sind. Walter J. Donnelly, der amerikanische Hochkommissar, hatte sein Veto gegen die beabsichtigte Amnestie damit begruendet, dass er “enttaeuscht sei, dass die Wiedergutmachung an Ex.Nazis der ihrer Opfer vorangestellt werde”. In ihrem Bestreben, den ehemaligen Nazis um des lieben Burgfriedens willen entgegenzukommen, ist die oesterreichische Regierung jedoch zu weit gegangen. Nicht nur, dass es unseren Informationen nach keinen amerikanischen Beamten im Buero des Hochkommissars in Wien gibt, auf den die Bezeichnung “Emigrant” passt, hat die oesterreichische Regierung auch das Gesetz uebersehen, nach dem kein naturalisierter Amerikaner, der nicht mindestens zehn Jahre Buerger ist, vom State Department fuer den Auslandsdienst eingestellt werden kann. Parallel zu dem Protest der oesterreichischen Regierung, die — im Gegensatz zu den Erklaerungen, die ihr Chef, Bundeskanzler Leopold Figl, erst vor kurzem in einem Sonderinterview des “Aufbau” abgegeben hat — nichts aus der dunklen Vergangenheit gelernt zu haben scheint, steht das von dem neonazistischen “Verband der Unabhaengigen” an Praesident Truman gerichtete Ersuchen, den Hochkommissar Donnelly abzuberufen, weil er “den “Aufbau” eines neuen Europa sabotiert”. Der V.d.U. ist im Wiener Parlament mit 14 von 165 Abgeordneten vertreten. Wir glauben nicht, dass wir viele weitere Symptome eines wiedererwachenden Antisemitismus in Oesterreich — wie z. B. “Emigranten”-feindliche Reden von Julius Raab, des Vorsitzenden der groessten Partei, der Volkspartei; das “jue. dische Emigranten”‘beschimpfende Blatt “Wiener Montag” und das gegen die Kranzniederlegung Bundeskanzlers Figl am Grab von Praesident Roosevelt ln Hyde Park protestierende Organ des V.d.U., “Die Arbeiterfront” — zitieren mues. sen, um den augenblicklichen Tiefstand politischer Moral in Oesterreich deutlich zu machen. Convenio Belga-Israelí TEL AVIV, 11.7.— Se firmó Un convenio aéreo entre Israel y Bélgica esta mañana, en Hakyrla. Según este convenio, las líneas aéreas Sabena y El Al recibirán privilegios especiales en los aeródromos israelíes y belgas, respectivamente. Falleció Eliezer Kaplan TEL-AVIV, 13.7.— Eliezer Kaplan, ex Ministro de Finanzas de Israel^ falleció hoy en, Genova, Italia. Un avión especial de El Al fué fletado por el Gobierno para traer los restos mortales de Kaplan a Jerusalén. Legislan sobre el Petróleo JERUSALEN) 7.7.— El proyecto de ley del Gobierno referente al petróleo, largamente esperado, fué presentado en el Parlamento por el Ministro de Finanzas, Eshfeol, quien explicó en breves palabras la medida tomada. Solicitó que el proyecto sea adoptado antes del receso del Parlamento, debido a las vacaciones de verano. Distinción confieren a la esposa del Presidente de Israel ZURICH, 15.7.— La Cruz Dorada del Mérito de la Unión Internacional para el Bienestar del Niño, fué otorgada a la señora Vera Weizmann, esposa del Presidente de Israel, por su trabajo en favor de la aúá juvenil. I Bevorzugen Sie unsere Inserenten! Israels Auszug aus Aegypien... (Von Seite 15) aehnlicher Begebenheiten. Der Vorfall wurde symbolisch, charakteristisch und typisch fuer die guetige Macht, welche Israel aus an. deren Katastrophen, von den Philistern,^ Assyrern, Babyloniern, Griechen, Roemern und anderen Bedrueckern und Verfolgern befreit hat. Wie oft lebten unsere Vorfahren in Angst und erwarteten das Schlimmste? Wie oft jedoch blieben sie verschont? Die Erfahrung gab ihnen die Sicherheit, das inmitten des Weltalls eine guetige Macht existiert, die Kraft der Befreiung und Erloesung. Der Auszug: Legende oder Geschichte? Die Antwort ist: Der Bericht vom Hause der Knechtschaft in Aegypten und unsere Befreiung ist Geschichte. Die Dramatisierung und plastische Ausgestaltung dieser Tatsache ist Poesie. Wenn wir Pessach feiern, gedenken wir all der wunderba. ren Ereignisse in unserer langen Geschichte, bei denen wir zwar dachten, verdammt zu werden, aber doch von einer guetigen Macht errettet worden sind. Solange wir die. sen Glauben nicht verlieren, werden wir ueberleben. Die Geschichte vom brennenden Busch ist eine wunderbare poetische Dramati. sierung dieses Glaubensphae. nomens. Wer immer es erlebt und erdacht hat —sei es Mose, sei es der prophetische Au. tor, der es Mose zuschreibt— hat die Menschheit um einen ihrer schoensten Juwelen bereichert. Sinai oder Horeb, oder von wo es zuerst berichtet wurde, ist heiliger Boden.