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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-08-01 · 8 (Agosto, 1925) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
8 (Agosto, 1925)
Date
1952-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION. S.C. I. B'NE JISROEL AV. PORTOGAU 810. TEL. 33096 BOLETIN INFORMATIVO CASILLA 2487, SANTIAGO * CHI LB M 1 T T E 1 L U N G S B L A T T 1 s O C 1 E D A D C ULT U RALI SR AELITA " B * N E J 1 S R O E & I Año XIV — N.o 8 SANTIAGO DE CHILE Agosto, 1952 TISCHA i’AW IM JAHRE 149 Von unserem Mitarbeiter CURT WILK (Buenos Aires) i Tischa b’Aw an der Klagemauer: Starke Menschen muessen es gewesen sein, die solche Steine fuegten. DER national - religioese ■i rauertag des 9. Aw ist auch aut besondere weise mit der Sehic&oaktragoeuie der spanischen Juden. neit verbunden, die niemals des Heiligen Landes vergessen hattfc. An jenem TLcha oAw, so w.rü berichtet, pfleg, ten die Juden der iberischen Halbinsel, sich in ihren Sy. nagogen zu versammeln, um der jahrhundertealten Trauer um Zion und Jeruscna.ajim Ausurucn zu ver- .einen. Doch am Morgen des 9. Aw im Jahre 1492 erhoben ■le sich zu irueher Morgenstunde, nicht um die Got- GcsnaeuSer aufzusuchen, sondern um den Weg ins Ungewissen anzutreten. Als alle Bemuohungen der kirchlichen Behoerden, das Judentum des Irrtums zu ueberfuehren und die Neucliri. sten (Marannen) durch Milde und Ueberredungskunst von d,er Wahrheit ihres neuen Bekenntnisses zu uebarziu. gen, gescheitert waren, hatte man den Augenblick fuer gekommen erachtet, die Maran nen als der Ketzerei ver. daeehtig auszurotten. Viele von ihnen, unter irgend einem Vorwände den Haesehern der Inquisition gemeldet, hatten schon im Jahre 1481 einen schrecklichen Maertyrertcd gefunden. Ihr Schicksal musste die dem Ju dentum Treugebliebenen frue. her oder spaeter in Mitleiden cehaft ziehen. Sie hatten den Zorn der Kirche dadurch auf sich gezogen, dass sie die heimlichen Glaubensgenossen in der Ausuebung religioessr Vorschriften unterstuetzten So begann die Inquisition, sich mit den Juden selbst zu befassen, und man glaubte. die “ungetauften Unglaeubi *en” rücne im Lande dulden zu duerfen, wen man —mit ¿ause.ua Martern— die Getauften, die Marannen, zur xieue gegen d.e Kirche zwingen Weine. Doch d.e weitli. che Behoerde, an ihrer Spitze uas Kcenigspaar Ferdinand von Aragonien und isabeila von Kasüiiien, musste fuer aen P.an noch gewonnen werden, was erst gelang, als das letzte Bollwerk der Araber auf der pyrenaeisenen naioinsel, Granada, von den vereinten Streitaraeften Aragomens und Kastiliens erooert worden war. Am 30. Maerz Unterzeichnete Ferdinand den Ausweisungsbefehl iuer die Juden ¿eines Reiches. A.s Termin wurde der 9. Aw angegeben. Ein edler Jude. Finanz oer ater des Koenigs, Don Isaak Abarbanel, war sofort zum Koenige geeilt, uncerstuetzt von angesehenen Glaubens- und Schicksalsgenossen, um unter leidenschaftlichen Eeschwoerungsu nen Monarchen zur Ruecknahme des verhaengnisvollen SaiKtes zu bew-.gen. Drehs gr,ausend Dukaten boten die Juden a’s Loesegeld an, bereit, alle schweren Verlegungen auf sich zu nehmen, wenn Ihnen wenigstens der \ufenthalt im snanisehen Lande vergoennt seinwuerde, darin ihre Vaeter seit fast ein. einhalb Jahrtausenden gelohnt hatten. Schon war aer Koenig, materiellen Vorteilen nicht abgeneigt, schwankend geworden, als der fanatische ßrossinquisltor herbeiei.te, um weitere Verhandlungen, zu verhindern. Diejenigen fuden, welche sich nicht taufen lassen wollten, mußten das Land bis zum 31. Juli ver. '"So wohnte Israel sicher ein, Einsam der Quell Jaakobs. In ein Land von Korn und Most, Auch traeufelt sein Himmel Tau.” (Deut. 33. 38). Im Monat Aw, zur Zeit dei Weinlese in Rischon le-Zion. “Eine Stimme klagt in Rarna bitterer Trauer K,atr»- es ist Rachels Trauer um ihre Kinder, jedem Trost abhold” (Jer. 31, 14). (Rachels Grab, nicht weit von Bethlehem, ist der Wallfahrtsort juedischer Muetter im Monat vor Rosch Haschana) lassen haben. Ihre beweglL Chen B&snzou-xtu'ör uuxxi.cn sic mitucxuucii und ihre Lid. VcXü.ci'd.bu, QuCtt txoh.vaWcgs raer Uixes Creía, sondern nur gegen Wechsel eu,cr andere enuernbare Ue. g'exiCtaexiixe. tíe-t der Zerstoerung des Zweixen X'imp'cxj, so schrieb Auaruanei,_ natte kein seien" senweres Gtscinca die Juuea ge troll en wie dieser Ausi-rei. oungsoeiehi; aoen d.e ge. rncincanie Not, so fuegte er hinzu, einte die Herzen, das u e i u e n 1 der Bruaerlieoe semess sie zusammen, ln den letzten Tagen vor diesem neuen vernaengnisvol.en TL scha b’Aw zogen sie auf die Friedhoete, um von denGrae. bern ihrer Verewigten Abschied, zu nehmen, und manche dort geweinte Traene soil an das Herz der Andersgläubigen gegriffen haben. Doch war den Christen als Gewissenspflicht eingeschaerft worden, den AOiWanaernaen asi. nerlei Hiiie zu leisten. Troca des Trauertages, so berichtet die Chronm, befahlen aia Kabbinen, dass man die Vertriebenen duch Gesang und Spiel aufrichte und sie so das unsagbare Leid ein wenig vergessen mache. Wie Abarbanei berichtet, betrug die üeelenzahl der Betroffenen dr-eihundtrttausend; nach neueren Forschungen duerfte es sich um etwa fuen-zigtausetid Familien gehandelt haben, die damals Spanien verliessen. Unter den Wandernden in die ungew-sss Zukunft befand sich auch Don Isaak Abarbanel se-bst, und„ wie einst nach der Zerstoerung des Ersten Tempels, der Prophet Jirmijahu dem verzwei. feinden Vo.ke den Weg in die iukunft gewiesen hatte, so var es jetzt Abarbanel, der hm das Panner der Zuver. icht vorantrug. Von diesem Tressen unseres Volkes ken. •.^n w\r Werke lieber die Weltschoepfung, die goettlixhe Vorsehung und die Trundlehren des Judentums. \us allen seinen Schriften spricht ein starker und inni. rer Glaube. In der Zeit der Tot verfasste er drei Werke ■eber den Messias g’auben •xnd kuendete seinem Volke, G.ss seine Leiden nichts anderes als die Geburtswehen ind Vorboten der messiani. -•ho-i Brloesung seien. So wurde er zum Troester der fuden, indem er seinen hei. natíos erewordenen Brueaern md Schwestern voranging, <Jch bemuehend, ihnen die Tore neuer Laender zu oeff. nen. Viel“ jener Opfer des 9. Aw 1492 gingen zugrunde; (Schluss auf Seite 3)

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