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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1952-03-01 · 3 (Marzo, 1952) · p. Seite 11

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIV (1952)
Issue
3 (Marzo, 1952)
Date
1952-03-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Marzo, 1952 BOLETIN INFOBMATIVO 11 Zu Arnold Toynbee’s Werk: Juden im Geschichtsbild Fuer die Bildungswelt des englischen Sprachgebiets ist Arnold Toynbee heute mehr als der Name eines bedeuten, den britischen Historikers. Eilst ein Begriff geworden, nicht unmittelbar durch sein gross angelegtes noch heute unabgeschlossenes Hauptwerk “A Study of History” (seit 1933), vielmehr dank einer durch D. C. Sommervell gekürzten einbaendigen Ausgabe der ersten sechs Baende. Sie liegt nunmehr auch deutsch vor.*). Aehnlich wie Jacob Burck. hardt in den "Weltgeschichtlichen Betrachtungen” schreibt T. hier nicht Geschichte, sondern spuert den Normen ihres Ablaufs nach. Sinnvoller Gegenstand histo. rischer Forschung koennen, ihm zufolge, weder der Nationalstaat noch die Mensch, heit sein, nur bestimmte Gruppen, die er bald ‘-Gesellschaften” (Ges.), bald beinah gleichbedeutend “Zivilisationen” (Ziv.) nennt. “Kultur" und “Zivilisation” bilden fuer Ihn verschiedene Fassetten eines Spiegels. Toynbee unterscheidet vier Stadien, naehmlich Ursprung, Werden, Stillstand und Zer. fall der Zivilisation. Kenn, zeichnend fuer T. ist ferner eine Betrachtungsweise, wie sie das Begriffspaar “challen. ge and response” (Herausfor. derung und Antwort) umschreibt: das Verhalten einer Gruppe stellt sich dar als Re. aktion auf eine ihr von den Umstaenden (auch von anderen Gruppen) gestellte Auf. gäbe, Forderung, Herausforderung. Das tritt hervor bei der Untersuchung des Ur. sprungs von Zivilisation. Er setzt einen Anstoss voraus, damit aus einem Zustand der Verharrung (chinesisch: Yin) neue Bewegung e i n s e t z t (Yang). T. vermeidet hierdurch die Einseitigkeit aller Theorien, die den Anstoss nur (objektiv) einer bestimmten Umwelt, oder gar nur —was T. geistvoll verspottet— (subjektiv) einer bestimmten Rasse zuschreiben. Massgebend ist die Wechselwirkung zwischen den bereits entwickelten Eigenschaften einer Gruppe und den Umstaenden, denen sie begegnet. In mancher Hinsicht dient Toynbee die Geschichte der Juden (J.) als Beleg fuer seine Thesen, namentlich in den Abschnitten ueber den Ursprung und ueber den Zerfall von Zivilisation. Natuerlich darf man eins nicht uebersehen: T. ist protestantischer Englaender, glaeubiger Christ. Als solcher steht er zwar den Juden, Volk der Bibel, sichtlich mit Wohlwollen ge. §enueber, auch strebt er ue. erall nach hoechster Gerechtigkeit, doch stets im Rahmen fuer ihn unantastbarer Glaubenssaetze. Toynbee kennt 21 teils heutige, teils fruehere Menschheits-Zivilisationen, die zu vergleichen er als seine Aufgabe betrachtet. Hingegen zaehlt man allein an primitiven Gesellschaften mehr als 650. Sie sind von den Zivilisationen nicht der Art nach unterschieden, nur nach Um. fang und Bedeutung. Nur '/ (*) “Studie' zur Weltgeschich. te”, uebersetzt und bearbeitet von Dr. F. W. Pick, Europa.Verlag, Zuerich/ Wien. Von HUGO STRIEMER Zivilisationen bestehen noch, 14 sind erloschen, von ihnen gehen drei zurueck in die frueheste Morgendaemme. rung der Geschichte. Den Einwand, es gaebe heute in Wahrheit nur eine, die westliche Kultur, behandelt er als eine Selbsttaeuschung wie die der Juden, sie seien “das” auserwaehlte Volk. Zwilling der westlichen Ges. nennt Toynbee die christL.oi-thodoxe; sie ist in eine byzantinische und eine russische gespalten. Die heutige mohammedanische Ge. seüschaft iuehrt er auf die arabische zurueck (die mit aer persischen verschwisiert war, sie jedoch verschlungen hat), weiterhin jedoch in verwickelten Untersacnongen aux eine noch fruehere Gesellschaft, die “syrische’. Ihr gehoerten auch die Juden ur. spruenglich an. Die heutigen juuen tund die Parsen innerhaio der gegenwaertigen indischen Gesellschaft) erscheinen Toynbee “als Versteine. rungen der syrischen Ges., wie sie vor dem hellenischen Einfall in die syrische We.t bestand”, doch haben sie sich gruppenweise heutigen Gesellschaften eingefuegt. wei. ter zurueckgehend, findet T. die ‘'Minos-Kultur”, die von Kreta aus, mit einem von der See gepraegten allumfassenden ötaatswesen, die Herrschaft ueber das Aegaeische Meer ausuebte. Er betrachtet sie als Vorgaengerin sowohl der hellenischen, wie z. T. auch der syrischen Zivilisation: “Die Philister, Fluechtlinge der Welt von Minos, tra. fen auf die hebraeischen Nomaden, die selbst in die syrischen Kolonialgebiete Aegyptens aus dem Niemandsland Arabiens eingewandert waren. Die Phoenizier an der Kueste hielten dem Ansturm der Philister stand. Aus diesen drei Bestandteilen erwuchs die neue syrische Zivilisation. Die sumerische und die ba. byIonische Gesellschaften behandelt er als Vorgaenger der indischen. Eine gruendliche liehe Studie widmet er der Jahrtausende waehrenden aegyptischen Zivilisation, kurze Betrachtungen den Gesellschaften der Anden, von Yukatan, Mexiko und Maya sowie der chinesisch-japanischen. Nach diesem einleitenden Abschnitt fuehrt er im zweiten, ueber den Ursprung der Zivilisationen, aus: Sowohl die aegyptische wie die sume. rische seien infolge der Trokkenheit entstanden, die vor rund 6000 Jahren, nach der Eiszeit, Afr.asien ueberkam. Sie zwang die Menschen, in den Dschungelsumpf des unteren Stromes —von Nil, Euphrat und Tigris— auszuwandern, um dies Land der Wildnis zu entreissen. Gleiches galt in China fuer den Gelben Fluss. Die Kultur der Maya war die Antwort auf die ueberschaeumende Ueppigkeit des tropischen Urwalds, die dauernd in Schach gehalten werden musste. Die von Minos erhielt ihre Aufgabe von Meer. Im Hochland von Anden Hessen sich die Bergwäende nur durch muehseligen Ter. rasenbau nutzbar machen. Alle anderen Zivilisationen knuepfen an fruehere an.Ue. berwiegend geht die Herausforderung von Menschen, seltener von der Natur aus. Unter den Beispielen fuer die Entstehung der Zivilisat. durch schwere Umweltbedingungen —vorzueglich in “harten Laendern", in “Neuland" und unter besonderen ‘Be. schraenkungen”— nimmt Judentum einen den Platz ein. Neuland regt schon als solches zu schoepferischen Lei. * ♦ r* Wen, icbneidm wn (uw MORD Aus blossem Hass gegen die jüdische Nation haben ehe irakischen Behörden Shalom Sahervorragenleh Shalom und Yous.ef Ibrahim Basri gehaengt —nach einem “Prozess”, der, anstatt , die Anschuldigungen gegen stungen an. Das “zeigen be. die Angeklagten, nur die reits biblische Erzaehiungen: Laecheruchkeit, Lügenhaftig- Die Vertreibung aus dem Pa. keit und voeliige Grunalo&igradies fuehrt von der Wirt.! keit eben diesei Beschuldischaftsform des Fruechte. gungen unter Beweis gestellt sammelns zur Kultur des hat. Landbaus und der Weidewirtin echt nazistischer Reichsschaft. Der Auszug aus Ae. : tagsbrand-Manier hatte man gypten brachte ein Geschlecht ein Bombenattentat konstruhervor, das die Grundlagen zur syrischen Kultur legte. Aus dem erst kuerzlich gewonnenen Galilaea kam Jesus von Nazareth; da die Juden diesen ihren Messias ablehnten, eroberten seine Nachfolger ganze Weltteile fuer das Christentum". Zu den harten Laendern ge. iert und daraufhin die beiden “Attentaeter” verhaftet. Und in ebenso echter nazistischer —■ und neuerdings a u c n bekannter kommunistischer— Marner, wurde-i d.e Verhafteten physisch und psychisch gefo.tert und gepeimgo, um aus ihnen ein Gest-e-idnis. zu erpressen. Erschwerend mag hoerte z. T. auch Syrien. Die hier noch hinzukomm.n, dass Minos, die irakischen Moerder nicht Zeit teils dorthin vordrangen,1 einmal auch nur versuchten, teils sich dort behaupteten, diese Folterungen zu verhinzeichneten sich spaeter jedem, sondern sie, im Geü.®f1: genteil, sogar biiigten und Schwierigkeiten aus, die ihoeffentlich anerkannten, nen von ihren Siedlungsge- Die israeiische Regierung hat bieten geboten wurden... Die'sich bemüht, die beiden zum syrische Zivilisation kann Tode Veru. teilten zu retten ^eiecr, ^osser Taten sie hat auf dem Weg über die ^Äen-Ö?ie er&ntLdasJA1' UNO versucht, die Hmrichphabet. Sie entdeckte den tung aufzuschieben. Und zu Atlantik. Und sie errang eine Ehren der UNO mag gesagt Gottesvorstellung, die dem werden, dass ihr PraesLent ■^en-i“m, dem Buddhismus, Paol la Nervo, wirklich alles Islmn^gemein4^? Und dem tat* was ln selber Macht lag. Fuer die Auswirkung von Beschraenkungen einzelner Gruppen durch andere dienen Toynbee wieder die Juden als Hauptbeleg. Der hoechst bemerkenswerte Ab- Machtergreifung, Taess^sich “EMETH”, Organ der Allgemeinen Zionisten Dass all dies nicht viel war, und dass es nicht zur Rettung genügte — das ist die Schuld der ganzen freien Welt, die heute immer noch kein Mittel gefunden hat, um sich gegen solche totalitaeren Auswüchse und krassen Verletzungen l der Menschenrechte wirksam zu schützen. Was hilft da schon die beste Konvention , über die Verhinderung von; Voelkermord, wenn der E.nzelne hingemordet wird, ohne dass es jemand verhindern kann! Dass der Irak auf die UNO- Demarche erst nach der Hinrichtung antwortete, zeugt von einer unerhoerten Nicht- Respektierung dieser hoechsten internationalen Koerper-; schaft. Und es ist eine Ohrfeige ins Gesicht eines jeden freien und anstaendigen I Menschen in der ganzen Welt. | Die Hinrichtung in Bagdad war kein Justizmord. Denn ein Justizmord schliesst einen Irrtum in sich ein. Hier aber lag kein Irrtum vor. Hier gab es nur masslosen Hass gegen die Angehoerigen eines Volkes — Hass, der zu einem kaltblü- . 11 g überlegten, gemeinen Mord geführt hat. fg. Hacia el Feudalismo En el balneario de Zapallar nur stark verkuerzt hier wie. dergeben. Er untersucht, ob die allgemein bekannten “kennzeichnenden Eigenheiten der Juden” sich, wie gewoehnllch angenommen wird, durch das “Juedische der Juden - gleichgueltig, ob dies rassisch oder religioes verstanden wird - erklaeren lassen, oder ob sie... die Antwort auf die ihnen auf erlegten Beschraenkungen sind”. Das sei zu pruefen, indem man die Haltung der unter. drueckten Juden mit ihrer Haltung in einer Gesellschaft vergleicht, die sie wenig oder que pone de manifiesto por una parte, el espíritu de “élite" de la mayoría de sus veraneantes y, por otra, las costumbres cavernarias de ese grupo prepotente que se estima a sí mismo como secta privilegiada. Zapallar es una de las tantas playas chilenas que pertenecen, sin excepción a todos los habitantes del país y a los extranjeros residentes o turistas que nos visitan. En consecuencia, dicho sitio de recreo no puede ser, en ningún momento patrimonio de unas cuantas familias por muy aristócratas que se siengar nicht unterdrueckt, oder tan o por muy ligadas que se mit der Haltung freier, nie encuentren a los partidos de unterdrueckt gewesener Juden. Die “juedlschen” Eigenheiten zeigten sich am staerk- ,sten bei den J. in Rumaenien und angrenzenden Teilen des Zarenreiches, wo sie im Ghet. to lebten. Weib weniger eigen waren sie den “befreiten” Juden des Westens; sogar erstaunlich wenig, wenn man die Kuerze der Zeit seit ihrer —ueberdies noch bei weitem nicht echten— Gleichstellung in Betracht zieht. Ferner wirkten die Sephardim bei weitem weniger “juedisch” als die Aschkenasim. Dies er. klaert sich aus der Verschie- Derecha que hoy tratan de reconquistar el poder. Es desde todo punto de vista denigrante para nuestra democracia el hecho de que ciertos círculos que frecuentan el mencionado balneario, se hayan dado a la tarea de vejar y expulsar con modales, que no guardan ninguna relación al rango La 3 ra de La hora Santiago de Chile que pretenden, a unos cuantos veraneantes que, por su raza, no contaban con las simpatías de los reyes de Zapállar. Estos veraneantes fueron apedreados, se les deterioraron sus bienes y automóviles e incluso se les fustigó con toda suerte de denuestos que avergüenzan a la tolerancia humana y muy especialmente, se contradicen con los sentimientos democráticos de toda nuestra ciudadanía. El grupo selecto de los llamados “zapallarinos", ya ha brindado en otras oportunidades espectáculos deprimentes como el que comentamos, y que, estamos ciertos, no contarán con ia aprobación de todos los habitantes de dicho balneario, los cuales, sin lugar a dudas, reaccionarán para dar las satisfacciones que correspondan y para evitar que se sigan sucediendo en lo futuro. tragen, dass ein Fremdling... abgesondert lebt und aus Geschaeften seinen Gewinn J zieht, zu deren Ausfuehrung denheit ihrer Geschichte. Die. | ihm seibst die Geschickiiehse stammten von Juden, die, keit fehlt”. Deshalb legte im Gefolge der Roemer den man ihnen Beschraenkungen Handel mit den barbarischen auf, solange man sie brauchr» .. . j untj sogai^ Sie njCht mehr Provinzen aufnahmen, dann aber staendig “unter der Glaubenswut der christlichen Kirche und dem Hass der Barbaren” zu leiden hatten. “Ein Barbar kann nicht er. unabdinglich noetig schienen, vertrieb man sie. Die Ausdeh. nung des Christentums wurde darum von einer gleichlaeufigen Ostbewegung der Juden begleitet, vom Rheinland bis nach Russland. Hier kamen sie zu einem schmerzlichen Stillstand: zwischen westlicher und orthodoxer Christenheit wurden die Juden wie “zwischen zwei Muehlsteinen zermahlen”. Zum Glueck hatten die fuehrenden Westlaender indes ei. nen Wirtschaftsstand erreicht, der ihnen die Wieder. (Schluss auf Seite 13)

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