Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIV (1952)
- Issue
- 2 (Febrero, 1952)
- Date
- 1952-02-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Febrero, 1952 BOLETIN INFORMATIVO 15 Zar Knesseth-Debatte ueber die Todesstrafe EHRFURCHT VOR DEN LEREN Wieder steht die Abschaffung der Todesstrafe in der Knesseth zur Diskussion. Wieder werden fuer die Abschaffung u. fuer die Beibehaltung der Todesstrafe alle Argumente aus der Philosophie, der Religion, aus der Erfahrung, aus Erziehung und Psychologie herangezo. gen werden. Vom Konflikt zwischen Privatmoral und oeffentlicher Moral bis zur Sicherung der Gesellschaft durch aeussere und innere Angriffe, von der Verbesserungstheorie bis zur Abschreckungstheorie werden den Abgeordneten alle Fakto. ren vor Augen gefuehrt werden. Letzten Endes allerdings, darueber muss man sich klar sein, koennen weder die Abschreckungstheorie noch der gegenteilige Standpunkt restlos bewiesen wer. den. Bleiben Gewalttaten wirklich ungeschehen, weil der Galgen droht? Werden wiederum in manchen Faellen nicht auch perverse Naturen gerade dadurch aufgestachelt, dass Todesgefahr droht? Wahrscheinlich trifft ln einzelnen Faellen beides gelegentlich zu. Fuer Vertreter einer liberalen Weltanschauung besteht kein Zweifel, dass sie sich grundsaetzlich fuer die Abschaffung der Todesstrafe auszusprechen haben. Ein Argument gibt es nur, dass viele von uns vielleicht ernst, haft fragen lassen koennte, ob der augenblickliche Zeitpunkt wirklich der gegebene sei, die Todesstrafe in Israel abzuschaffen. Koennen sich einen solchen einschneidenden Schritt in der Erleichterung der Strafandrohung fuer die allerschwersten Verbrechen nicht nur solche Laender lei. sten (und ein grosser Teil der Kulturstaaten hat ihn sich geleistet), bei denen die Bevoelkerung kulturell und auch sozial wesentlich homo. gener zusammengesetzt ist als die unsrige? Muessen es nicht Voelker sein, bei denen durch gemeinsame Erziehung und durch das Aufwachsen unter den gleichen Bedingungen der Begriff von Verbrechen u. Strafe bei allen Teilen der Bevoelkerung den gleichen Sinn und die gleiche Bedeutung hat? Schon die Kommission der Sachverstaendigen (bestehend aus Richtern, Anwaelten und Leuten mit besonderer strafrechtlicher Erfahrung), die die Regierung vor der Einreichung des Gesetzesentwurfs in der Ersten Knesseth gehoert hatte, haben diesen Einwand erhoben. Gewiss, Von D unser Land hat heute seine besonderen Bedingungen. Einwanderer aus allen Teilen der Welt sind hier zusammengekommen. Die Moralbegriffe, die Begriffe darueber, was strafbar ist und was nicht, sind zum Teil verschie. den bei den Einwanderern aus Mitteleuropa und, sagen wir, bei denen aus Nordafrika. Aber bedingt diese Verschiedenheit nicht auch andererseits, die Vergroesserung der Gefahr des Justizirrtums? In seiner Rede bei der Vorlage des Gesetzesentwurfs in der Ersten Knesseth hat Herr Pinchas Rosen, der damalige Justizminister, darauf hingewiesen, dass die Gefahr des Justizirrtums, der im Falle ei. nes vollstreckten Todesurteils nie wieder gutzumachen ist, groesser ist, je weniger der Riemer die Umgebung und die Geistesrichtung des Angeklagten kennt u. versteht, je verschiedener die Lebensum. staende und Lebensauffassungen zwischen ihnen sind. Auch die besonderen Umstaende unseres heutigen Lebens sollten uns nicht davor abschrecken fuer die Abschaffung der Todesstrafe einzutreten, vor allem auch deshalb, weil jeder von uns, selbst derjenige, der den Sinn der Strafe in der Abschrekkung der anderen sieht, davon ueberzeugt sein muss, dass nicht der Grad und die Grausamkeit der Strafe, sondern andere Ursachen sozialer und erzieherischer Natur Verbrechen verhindern. Vor allem ist es die Leistungsfae. higkeit und die Schlagkraft der Polizei, die das Verbrechen eindaemmt. Hierauf hat man auch bei der Unterhausdebatte ueber die Abschaffung der Todesstrafe in England im Jahre 1948 entscheidendes Gewicht gelegt. Man hat dort ferner das Argument sehr ernst genommen, dass gerade in Zeiten, in welchen das Leben billig geworden ist. mit der Hochschaetzung und der Achtung vor dem Leben Ernst gemacht werden muss —und der Staat dazu berufen ist, hierbei den Anfang zu machen. Beide Argumente sollten auch bei uns zu denken geben. In diesen Tagen soll der Jalameh. Bericht vor der Knesseth zur Sprache kommen. Die Abgeordneten sollten die Debatte ueber die Todesstrafe und die Diskussion ueber diesen Bericht nicht als zwei Themen betrachten, die sich zufaellig auf der Tagesordnung der Knesseth begegnen. Das The. ma Polizei ist ein ernstes The. \ ILSE LINDEN STR AU SS ma in diesem jungen Staat. Wir brauchen eine Polizei, die imstande ist, die wirksamen Vorkehrungen zur Erhaltung der oeffentlichen Sicherheit zu treffen. Dazu muesste der Beamtenstab dieser Polizei nicht nur zahlenmaessig son. dern auch qualitativ verbessert werden. Die Polizei muss ein Instrument sein, zu der der einzelne gesetzestreue Buerger volles und unbedingtes Vertrauen hat. Heuie hat das Publikum dieses Zutrauen keineswegs in vollem Umfang, und solange hier keine befriedigende Loesung ge troffen wird, wird die Polizei auch ihrer speziellen Aufga be der Verbrechensvorbeugung nicht voll gerecht werden koennen. Es ist ein schoener Gedanke, wenn, wie es in England betont worden ist, der Staat die Todesstrafe auch schon deshalb aufheben will, weil er beginnen sollte, mit der Hochschaetzung und Achtung vor dem Leben des Einzelnen Ernst zu machen. Die Einwanderer, die aus Laendern mit niedrigerer Kulturstufe hierher kommen, werden bei aller Unzufriedenheit oft mit bewundernder Ehrfurcht daneben stehen, wenn die Kinderpflegerin und der Arzt in der Maabarah mit aller Kraftanstrengung um das Leben eines einzigen kleinen Kindes ringen. Diese Kinderpflegerin, dieser Arzt, sie sind es, die helfen, die Achtung vor dem Leben zu ver. staerken, die in diesen letzten Jahrzehnten mit ihren Kriegsereignissen und Unruhen so grausam und stark ge. litten hat. Nicht nun. die Einwanderer, auch die Jugend unseres Landes, hat in den letzten Jahren durch die Ereignisse verlernt, das Leben so heilig ein. zuschaetzen wie sie es einschaetzen sollte. Ihre Einstei. lung zur Ehrfurcht vor dem Leben ist gefaehrdet. Lesen wir z. B. nicht wie selbstverstaendlich Woche fuer Woche, dass eine grosse Zahl von Infiltranten an den Landesgrenzen getoetet wurde, ohne dass eine Erklaerung gegeben wird, dass es jedesmal noetlg war zur Schusswaffe zu greifen und der Eindringling nicht gefangen genommen werden konnte. Aus dieser Atmosphaere erwaechst im mer wieder Missachtung vor dem Leben der anderen. Denken wir daran, unser Volk zur Achtung vor dem Leben zu erziehen. (“Hakldmah”) ANZEIGENPREISE nnr fuer Mitglieder: Vz Kaesichen 4cm hoch.. $ 120.— 1 Kaesichen 4cm hoch .. . 200.— 1 Doppelkaesichen 4cm hoch 2 spaliig. 340.— Familien Anzeigen 2cm hoch 2 spaliig. 295.— Familien Anzeigen 3cm hoch 2 spaliig. 420.— | NICHTMITGLIEDER 25% ZUSCHLAG *| Un estilo israelí... (De la página 13) El estilo de los edificios dise¬ ñados por el arquitecto Ca. rrison, del Gobierno mandatario británico, tampoco tuvo éxito y aquél también abandonó sus intentos en esa di. rección. También fueron un fracaso los experimentos efectuados para basar el estilo nacional en el uso de motivos decorativos tradicionales, tales como la estrella de David, la Menora, etc. Una Menora situada sobre la torre de un tanque de agua no convierte en ninguna forma a la estructura de concreto en un ejemplo de un nuevo estilo de arquitectura nacional. ¿Cómo procederemos, entonces? ¿Abandonaremos sim. Dlemente la idea de crear una arquitectura nacional? Hasta ahora creo que la respuesta es afirmativa. Esto no quiere decir que crea que la edificación en Israel deba ser siempre una imitación de la construcción europea. Quiero explicar con mayor detalle mi punto de vista. Hace unos cuantos años, la arquitectura “moderna” mostra. ba diferencias basadas en las características individuales del arquitecto, pero no indicaba cristalización de elemen. tos distintos nacionales o regionales. Ahora se ha efectuado un cambio definido. Una gran región de la zona subtro. pical está comenzando a mostrar una tendencia particular dentro de la arquitectura moderna. Esta región tiene un clima diferente del de Eutopa o Africa del Norte, donde esa arquitectura comenzó a desarrollarse. Sus edificios muestran contrastes con I03 europeos, pero tienden a parecerse entre sí, aún cuando estén situados en países o continentes diferentes: en California, Brasil, Africa del Norte francesa e Indonesia. ' Esta influencia también co. mienza a extenderse a Israel. Lo importante es que existe un camino. Al seguir este camino, la arquitectura de Israel encontrará sus propios problemas: problemas de materiales, artesanía, condiciones sociales, etc. Estos factores tenderán a afectar las formas externas y la distribución general de los planes de edificios o vecindarios, y una fusión de estas influencias puede cristalizar finalmente en un “estilo” especial en este rincón del Mediterráneo, el que será diferente del estilo o de la falta de estilo de los países vecinos. Es difícil predecir cuánto tiempo transcurrirá hasta que se logre un estilo nacional definido. Quizás no lo logremos jamás, como en realidad ningún país logró un estilo nacional en el siglo XIX. (“Israel y América Latina”) Die Welt von gestern (Von Seite n> Ernst Gundolf, Karl Sternheim, Valeriu Marcu, der Biograph Karl Tschuppik, der Essayist Harry Graf Kessler, Arthur Hollitscher (“Reise, buecher” und “Lebensgeschichte eines Rebellen”), der Historiker Veit Valentin, der Lyriker Hans Schiebelhuth, Magnus Hirschfeld und die Kunstkritiker Julius Meier— Graefe und Wilhelm Ude ge. hoeren ebenfalls zu den Opfern der Emigration. Unter den Toten in Deutschland sind Oscar Bie (“Neue Rundschau”), Arthur Eioesser (‘‘Vossische Zeitung”), Ernst Hardt (“Tantris, der Narr”), Paul Kornfeld (“Die Verfuehrung”), Oskar Loerke, der langjaehrige Lektor des S. Fischer Verlages, Ricarda Huch, Herbert Eulenberg (“Schattenbilder”), Bernard Kellermann (“Der Tunnel”) und Ernst Wiechert, dessen Einfluss heute noch in Deutschland moralisch und literarisch stark ist. Ullsteins Kunstkritiger Lothar Brieger starb in Berlin ein paar Tage nach seiner Rueckkehr aus China. In Palaestina starben waeh. rend des Krieges Joseph Kastein und Else Lasker.Schueler. Diese Aufzaehlung macht keinen Anspruch auf Vollstaendigkeit und denncch umfasst sie fast 100 Maen. ner und Frauen. Viele ihrer Werke sind verweht vom grossen Sturm, der ueber die Welt gefahren ist, und die junge Generation kennt nur noch wenige ihrer Namen. Mit ihnen ist mehr gegangen als eine Periode der Literatur, ein Stuecke Menschheitsgeschichte ist zu einem Ala Schluss gekommen. (“Emeth”) ANZEIGEN ANNAHME fuer das BOLETIN INFORMATIVO NUEVA YORK 52, Oí. 611 - Tel 86603 fuer die Maeri Ausgabe bis 13ten Februar Vom 16ten Februar bis 6ten Maerz geschlossen. *