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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1971-01-01 · 1 (Enero, 1971) · p. Seite 10

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXIII (1971)
Issue
1 (Enero, 1971)
Date
1971-01-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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10 BOLETIN INFORMATIVO ENERO 1971 “UNSER BESTER FREUND IST CHINA“ 38 PROZENT FUER Ergebnisse einer demoskopischen Umfrage in der Bundesrepublik Eine demoskopische Umfrage unter einem repraesentativen Querschnitt der ueber 50 Millionen Deutschen in der Bundesrepublik hat ergeben, dass 48 Prozent der Befragten eine neutrale Haltung im Nahostkonflikt einne h m e n. Daneben wussten acht Prozent keinerlei Antwort zu geben. Die Sympathien der verbleibenden 44 Prozent gehoerten zu 38 Prozent Israel, waehrend nur sechs Prozent fuer die arabische Seite votierten. In den Altersgruppen der Bundesbuerger sind die Ergebnisse verschieden. Bei den 16- bis 18 jaehrigen jungen Deutschen votierten 54 Prozent fuer Israel, fuenf Prozent fuer die Araber, waehrend nur 34 Prozent eine neutrale Haltung einnahmen und sieben Prozent keine Antwort wussten. Bei den 18 bis 21 jaehrigen und 21- bis 30 jaehrigen lagen die Sympathien fuer Israel bei 43 Prozent, vier bzw. fuenf Prozent waren fuer die arabischen Staaten, waehrend jeweils der Rest eine neutrale Haltung einnahm oder keine Antwort gab. Bei den 50- bis 65 jaehrigen waren 34 Prozent mit ihren Sympathien bei Israel, acht Prozent bei den Arabern, 52 Prozent verhielten sich neutral, sechs Prozent wussten keine Antwort. Schluesselt man die Antworten nach Schulbildung auf, so gab es die hoechste Sympathiequote fuer Israel bei den Deutschen mit hoeherer Schulbildung, naemlich 55 Prozent. Hier lagen die Sympathien fuer die Araber bei fuenf Prozent, waehrend 35 Prozent eine neutrale Haltung einnahmen und fuenf Prozent keine Antwort wussten. Bei den Deutschen mit Volksschulbildung waren 35 Prozent fuer Israel, sechs Prozent fuer die Araber, 51 Prozent blieben neutral, acht Prozent wussten keine Antwort. Bei allen maennlichen Befragten ergaben sich im Querschnitt 41 Prozent der Sympathien fuer Israel, acht Prozent fuer die Araber, 46 Prozent blieben neutral, fuenf Prozent wussten keine Antwort. Bei den Frauen waren 36 Prozent mit ihren Sympathien bei Israel, vier Prozent bei den arabischen Staaten, 50 Prozent nahmen eine neutrale Haltung ein, zehn Prozent wussten keine Antwort. Ein aehnliches Bild zeigte sich, wenn man die parteipolitische Bindung der Befragten zum Schluessel macht. Die Hoechstquote der Sympathien fuer Israel lag bei dieser Umfrage bei den CDU/CSU- Anhaegern mit 44 Prozent (fuer die Araber sieben Prozent). Von den SPD-Anhaengern sprachen sich 42 Prozent fuer Israel aus und nur vier Prozent fuer die Araber. Von den Freien Demokraten waren 40 Prozent auf der Seite Israels, sieben Prozent auf der Zum 25. Todestag von Felix Sailen Der am 8. Oktober 1945 in Zuerich verstorbene Schriftsteller Felix Salten (mit eigentlichem Namen Siegmund Salzmann) hatte ein Alter von 76 Jahren erreicht. Er war in Budapest am 6. September 1869 zur Welt gekommen, hatte sich in jungen Jahren in Wien niedergelassen und hier seinen festen Wohnsitz, eine jahrzehntelange fruchtb a r e, schriftstellerische Taetigk eit gefunden, bis ihn die Nationalsozialisten vertrieben; seit 1939 lebte er im Exil in Zuerich. Salten, beliebter Theaterkritiker der “Neuen Freien Presse”, fuehlte sich dem um neun Jahre aelteren Dr. Theodor Herzl, dem glanzvollen Feuilletonisten dieses Blattes, menschlich tief verbunden, und, als Herzls Zionsidee an die Oeffentlichkeit gelangte, gehoerte Salten zu den ersten Juden, die sich zutiefst ergriffen fuehlten. Er machte in spaeteren Jahren eine Palaestinareise, die in dem wunderbaren Buch “Neue Menschen auf alter Erde” (1925) ihren Niederschlag fand. Sein grosser “Simson-Roman”, drei Jahre danach erschienen, zeigte gleichfalls Saltens Verbundenheit mit dem alten Volk der Bibel. Insbesondere durch seine von Walt Disney angeregten Tiergeschichten hatte sich Sal ten ein bleibendes Denkmal gesetzt, vor allem bei denen, die als Kinder den “Bambi”- Film erlebten; doch auch sehr viele Erwachsene hatten ihre Freunde an dieser Tiergestalt. Schon frueher hatte er ein reizvolles Tierbuch Verfasst: “Florian, das Pferd des Kaisers”. Hier wird die Lebensgeschichte des Lipizzanerhengstes Florian erzaehlt, der, von einem treuen Stallknecht umhegt, eines Tages zur Spanischen Hofreitschule nach Wien gebracht wird und in mehrender Weise von seinen Betreuern Abschied nehmen muss. Es ist eine liebenswerte Geschichte schon durch die Art, wie Salten die auf so raetselhafte Weise miteinander verbundenen Kreaturen, Mensch und Pferd, zu schildern vermochte. “Bambi” erschien schon 1922: Eine Rehfamilie fuehrt in dieser reizvollen Erzaehlung ein Leben der Freundschaft mit allen gesitteten Tieren des Waldes, erfaehrt Freund und Leid der wechselnden Jahreszeiten, besteht so manches Abenteuer und weiss, dass “Bambi”, das Familienoberhaupt, immer zur Stelle ist, ISRAEL Seite der arabischen Staaten. Bei den befragten NPD-Anhaengern lag die Sympathie fuer Israel immer noch bei 25 Prozent, waehrend fuer die Araber bei diesen Parteianhaengern 45 Prozent votierten. Eine weitere Umfrage sollte zeigen, was die Bundesdeutschen von den Attentaten und Anschlaegen gegen Flugzeuge mit Kurs auf Israel wussten und wie sie diese beurteilten. 89 Prozent der Befragten erklaerten, dass sie darueber informiert seien. Neun Prozent antworteten, sie seien nicht interessiert, zwei Prozent enthielten sich jeder Aeusserung. Auf die Frage, was fnit den Attentaetern geschehen solle, forderten 46 Prozent schaerfste Bestrafung, 14 Prozent meinten, man muesse sie bestrafen und dann ausweisen, zehn Prozent wollten die Attentaeter nach deutschem Recht bestraft sehen. Weitere zehn Prozent der Befragten meinten, man solle diese Verbrechen auch aburteilen. Ein Prozent sprach sich fuer ein internationales Gericht aus, ein weiteres Prozent fuer ein Sondergesetz fuer politische Verbrechen. Ein Prozent der Befragten forderte schaerfere Kontrollen, Einwanderungsbeschraenkung und Bewachungsvorkehrungen. Elf Prozent gaben keine Antwort oder wussten nichts zur Sache zu sagen. R. V. Dr. George Habbasch wünscht sich den dritten Weltkrieg Der Chef der “Volksfront für die Befreiung Palaestinas”, George Habbasch, würde notfalls den dritten Weltkrieg riskieren, wenn damit der Zionismus und die arabische Reaktion vernichtet würden. In einem Interview des Hamburger Magazins “Stern” sagte Habbasch woertlich aufs die Frage, ob er sich darüber im klaren sei, dass die Aktionen seiner Organisationen irgendwann die Initialzündung zum dritten Weltkrieg liefern koennten: “O ja, aber ich darf Ihnen versichern: Das beunruhigt uns nicht. Die ganze Welt) hat etwas dabei zu verlieren — nur wir nicht. Wenn das die einzige Moeglichkeit sein sollte, Israel, Zionismus und arabische Reaktion zu vernichten, dann wünschen wir uns den dritten Weltkrieg geradezu herbei”. Habbasch zaehlt zur “arabischen Reak tion” die Millionaere der arabischen Welt und ist der Ansicht, dass praktisch jede arabische Regierung auf der Seite Israels steht. Auf Seiten der “Volksfront” steht nach den Worten Habbaschs “beispielsweise der Irak. Unser bester Freund aber ist die Volksrepublik China. China sagt, Israel müsse ausradiert werden”. Flugzeugentführungen dienen nach den Worten Habbaschs dazu, “Zeichen” zu setzen und so alle Friedens- Verhandlungen, die von den Amerikanern und den Russen unterstützt werden, zu sabotieren. Da die Volksfront sowohl auf finanziellem als auch auf militaerischem Gebiet, Israel unterlegen sei, koenne sie nur Ziele anvisieren, “bei denen wir keine grossen Geldausgaben haben und bei denen wir mit hundertprozentiger Erfolgschance rechnen: Flugzeugentführungen beispielsweise”. Da die Bundesrepublik und die USA Israel finanziell unterstützten, müssten beide Laender auch in den Kampf einbezogen werden. Me juedischer Antoren deutscher Sprache Buchausstellung der Bnai—Brith—Logen GANZE WELT wenn Gefahr droht. Mit feiner Beobachtungsgabe hat Salten in diesem Buche ur.i noch in einigen anderen, das Leben der Waldtiere seiner oesterreichischen Heimat geschildert. Galsworthy, der be ruehmte englische Erzaehler, sagte einmal: “Bambi” ist ein entzueckendes Buch; es wird nicht nur die Kinder begeistern, sondern auch diejenigen, die nicht mehr so gluecklich sind, Kinder zu sein. Ich ken ne kaum eine Tiererzaehlung, die sich, was empfindsame Beobachtung und innere Wahrhaftigkeit anbelangt, mit dieser Geschichte eines Rehes messen koennte. Felix Salten ist ein Dichter; er fuehlt das Wesen der Natur zutiefst. Eine zauberhafte Wirkung rief auch der “Bambi”-Film hervor, der vor etwa fuenfzehn Jahren herauskam und immer wieder aufgefuehrt wird. Ueber den meisten Buechem von Felix Salten, der auch Ehrenbuerger von Wien geworden war, liegt der etwas melancholisch stimmende Spaetherbstglanz der alten oesterreichischen Monarchie, mit der Salten sich sein ganzes Leben hindurch auf innige Weise verbunden fuehlte. Curt Wilk In Wien, Frankfurt/M., Berlin, Hamburg und Muenchen hatten die Bnai-Brith-Logen die Buchausstellung “Werke juedischer Autoren deutscher Sprache” gezeigt; kuerzlich machte die Franz-Rosenzweig- Loge zu Duesseldorf zwei Wochen lang diese Ausstellung dem Publikum in Nordrhein- Westfalen zugaenglich. Kultusminister Holthoff empfahl allen hoeheren Schulen und Lehrerseminaren des Landes die Besichtigung und der Praesident der Franz-Rosenzweig-Loge, Dr. Leo Adlerstein, erklaerte bei der Eroeffnung: “Wir halten es nicht nur fuer sinnvoll, sondern sogar fuer dringend erforderlich, unsere nicht juedische Umwelt und besonders die Jugend ueber das zu informieren, was Juden und Menschen juedischer Abstammung zur Entwicklung des Geisteslebens, besonders in Deutschland, beigetragen haben”. In der eindrucksvollen, von Ernest Landau (Muenchen) anschaulich arrangierten Ausstellung wurden insgesamt 3500 Baende gezeigt, von der schoengeistigen Literatur bis zum weitverzweigten Gebiet der Wissenschaft. Eine Sonderschau bildeten Werke von nichtjuedischen Autoren, die seit 1945 ueber das Judentum, das juedische Schicksal waehrend der Verfolgung, den Staat Israel und seine Entstehungsgeschichte sowie ueber den christlich-juedtischen Dialog in deutscher Sprache geschrieben haben. Bundespraesident Heinemann hatte die Schirmherrschaft uebernommen. Als Rahmenveranstaltung fuehrte die Loge eine Podiumsdiskussion zu dem Thema des Buches von Bernt Engelmann “Deutschland ohne Juden” durch, die ausserordentlich gut besucht war. Art dem Gespraech unter Leitung von Ernest Landau nahmen ausser dem Autor Engelmann Frau Dr. Eva Reichmann (London), der Schriftsteller Marcel Reich-Ranicki, der Praesident der Israelistischen Kultusgemei n d e Muenchen, Dr. Hans Lamm und Dr. H. G. van Dam teil. "Juedischer Presse-Dienst" UN CUADRO El Regalo Siempre Bienvenido y de Recuerdo Permanente Juan Suter y Cía. Ltda. Elíjalo entre un extenso surtido Hacemos Marcos de todas Clases Moneda 728 Providencia 2309 esq. Suecia Fono 744915 Fono 393411

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