Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXII (1970)
- Issue
- 3 (Marzo, 1970)
- Date
- 1970-03-01
- Page
- Seite 25 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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MARZO 1970 BOLETIN INFORMATIVO 25 DIR STREIT UM DIE T AUS ALLER WELT SOWJETUNION In der Provinz Buchara in der zentralasiatischen Sowjetrepublik Usbekistan leben Juden seit dem 13. Jahrhundert. Die Beziehungen mit der mohammedanisc hcn Bevoelkerung waren durchwegs freundlich. Wie aber nun bekannt wird, wurden kuerzlich Hakenkreuze auf die Synagoge von Buchara gemalt. Diese antisemitische Manifestation wurde offenbar durch die zuegellose “antizionistische” Propaganda, die auch in der lokalen Presse betrieben wird, ausgeloest. Die Zahl der in Buchara lebenden Juden wird auf etwa 50.000 geschaetzt. o—O—o Einem offiziellen Katalog von in der Sowjetunion erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften zufolge gibt es in Taschkent, der Hauptstadt von Uzbekistan, eine Tageszeitung in griechischer Sprache, “Neos Dromos” (“Der neue Pfad”). In Uzbekistan leben nicht einmal 50.000 Grie chen, waehrend nach der letzten Volkszaehlung die Zahl der dort lebenden Juden sich auf 94.000 belaeuft, von denen 25.000 Jiddisch und 19.000 das Idiom der bocharischen Juden (Juedisch-Tadschikisch) als Muttersprache angegeben haben, die uebrigen Russisch. Verglichen mit der offiziellen Gesamtzahl der Juden in der USRR, die sich bei der Volkszaehlung im Jahre 1959 auf 2.268.000 belief, stellen die Griechen eine zahnmal kleinere Minderheit dar, von der ausserdem weniger als die Haelfte Griechisch spricht. Waehrend fuer sie eine Tageszeitung besteht, ist dies den Juden, abgesehen von einem geringfuegigen Lokalblatt in Birobidschan, verwehrt. Die einzige nennenswerte jid dische Publikation ist das Moskauer Monatsblatt “Sowje tisch Heimland”. Im Ringen um die Zulassung von Fernsehen am Freitagabend gab es eine dramatisch anmutende Zuspitzung vor dem Obersten Gericht Israels. Nachdem Oberrichter Berenson durch eine einstweilige Verfügung die Durchführung der Programme zugelassen hatte, legte der Rechtsberater der Regierung, Generalstaatsanwalt Schamgar, beim Obersten Gericht Einspruch ein und verlangte die Aufhebung der einstweiligen Verfügung. In der juristisch sehr interessanten Verhandlung vor dem Obersten Gericht versuchte der Generalsieatsanwelt darzulegen, dass eine am Schabbat erlassene Verfügung (sie war am Freitagnachmittag erlassen worden) gründsaetzlich ungültig sei. Die Mitglieder des Obersten Gerichtes Hessen jedoch sofort erkennen, dass ihnen dieses Argument nicht stichhaltig erschien. Einen Tag spaeter lehnte das Oberste Gericht den Antrag des Rechtsberaters einstimmig ab und bürdete der Staatskasse noch 300 Pfund Kosten für das Verfahren auf. Der ganze Komplex kommt nochmals vor dem Obersten Gericht zur Sprache, wenn — ausser der einstweiligen Verfügung — ein grundsaetzlicher Prozess über die Fernsehangelegenheit ausgefoch ten wird. Inzwischen hatte ein orthodoxer Einwohner Tel Avivs seinerseits auch eine einstweilige Verfügung beantragt, mittels der er Einstellung der Fernsehsendungen von seiner Sicht aus beantragen wollte. Er verlangte eine Verfügung, weil der Arbeitsminister eine Arbeitserlaubnis (die nach dem Gesetz notwendig ist) für das Fernsehen für Schabbat gewaehrt hatte. Er erklaerte in seiner Eingabe, er als technischer Fachmann habe beabsichtigt, im Fernsehen zu arbeiten. Da das Fernsehen am Schabbat taetig sei, sei ihm als orthodoxen Juden diese Taetigkeit verschlossen; er fühle sich dadurch in seinen Bürgerrechten beeintraechtigt.. Oberrichter Sussman, der als diensthabender Richter zustaendig war, erliess eine Verfügung gegen den Arbeitsminister, der sich innerhalb von dreissig Tagen zur Frage der Arbeitserlaubsnis für das Fei nsehen zu aeussern hat. ] )ie einstweilige Anordnung, j;emass der die Fernsehsendungen ab sofort zu unterbleiben haetten, lehnte er jedoch;,b. In der ersten Gerichtsverhandlung hatte der Vertreter des Sende-Direktoriums, das an sich als autonome Stelle gilt, die Erklaerung abgegeben, das Direktorium be; bsichtige, die Sendungen fortzusetzen, wenn kein Hinderungsbeschluss des Obersten Gerichts vorliege. Bei der Religiös-Nationalen Partei rief das Urteil des Obersten Gerichts gro: se Erregung hervor. Ihre Fühl er versuchten, auf die Regierung Druck auszuüben. Nach d< m Beschluss des Obersten Gerichts wird jedoch ein best nderer neuer Regierungsbeschluss oder sogar ein Gesotz erforderlich sein, um die Fernsehsendungen am Frei lag zu inhibieren. "Israeliiisches Wochenbla i", Zuerih. POLEN Das in Warschau veröffentlichte Wochenblatt “Folks- Sztyme” ist bisher ausschliesslich in jiddischer Sprache erschienen; es war nur einmal im Monat eine polnische Beilage angeschlossen. Nun wird OESTERREICH Emern Bericht der Wiener Tageszeitung “Die Presse” zufolge, wurden gegen den Leiter ctes Juedischen Dokumentationszentrums, Diplomingenieur Simon Wissenihal, gerichtliche Vorerhebungen wegen “Verdachtes der Verleitung zum Amtsmissbrauch” eingeleitet. Wiesenthal soll nach diesen Berichten vom BUNDESREPUBLIK Im Gemeindehaus der Juedischen Gemeinde von Berlin wurde eine Zeitbombe gefunden, die in einen alten Regenmantel eingewickelt war. Sie wurde von der Berliner Polizei unschaedlich gemacht. Offenbar haette die Bombe waehrend der Gedenkfeierlichkeiten, die anlaesslich der Wiederkehr der “Kristallnacht” stattfanden, explodieren sollen. Die Gedenkstaetten der ehemaligen Synagoge in Berlin- Schoeneberg und fuer die Na- FRANKREICH General Pierre Koenig hat in seiner Eigenschaft als Praesident des franzoesischen Solidaritaetskomitees mit Israel gegen eine Erklaerung des Unterstaatssekre t a e r s fuer auswaertige Angelegenheiten. Jean de Lipkovsky, protestiert, Frankreich unterstuetze die arabische Sache. Lipkovsky hatte dies bei der Eroeffnung ARGENTINIEN Im Hauptpostamt von Buenos Aires wurde ein grosses Plakat angebracht, das Instruktionen ueber die Absendung von Briefen nach “Palaestina” enthaelt. In juedischen Kreisen wird daran Anstoss genommen, da “Palaestina” keine postalische Einheit es allwoechentlich auf zwei Seiten Artikel und Nachrichten in Polnisch bringen und damit die Polonisierung des noch mit dem Jiddischen verbundenen Teiles des polnischen Judentums foerdern. frueheren Staatspolizisten und spaeteren Privatdetektiv Johann Ableitinger Kopien von amtlichen Dokumenten beschatt haben. Ableitinger wurde im Vorjahr wegen einer Spionageaffaere, in die eine F.eihe von Polizeifunktionaeren verwickelt waren, zu einer Kerkerstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. ziopfer in Charlottenb u r g wurden mit Inschriften wie “El Fatah”, “Napalm — Schalem” beschmiert. Die Art dieser Vorfaelle deutet darauf hin, dass es sich bei den Taetern moeglicherweise nicht um “Unverbesserliche” einer alten Gesinnung, sondern um Elemente handelt, die die antisemitischen Grundlagen ihrer “antizionistischen” Gesinnung nicht verbergen. Bürgermeister Schuetz hat die Vorfaelle scharf kritisiert. Berlin werde eine Wiederbelebung des alten Ungeistes nicht dulden. einer franzoesischen Industrieausstellung in Jeddah erklaert. General Koenig verwies darauf, dass sich Frankreich mit einer derartigen Erklaerung in eines der beiden Lager begebe und sich selbst jegliche Moeglichkeit nehme, als Vermittler oder anderw e i t i g nuetzlich in den Nahostkonflikt einzugreifen. darstellt und die Textierung der oeffentliehen Verlautbarung eine Brueskierung Israels darstellt. In der juedischen Presse wurden scharfe Proteste gegen die Aktion der Postbehoerden veroeffentlicht und die Beseitigung des Plakates gefordert. KURZ BERICHÍET Die neuen Wandteppiche, die Marc Chagall fuer die Knesset ausgefuehrt hat, sind jetzt an der Ostwand dar grossen Empfangshalle aufgehaengt und dem Publikum zur Besichtigung freigegeben worden. Damit ist nun die Empfangshalle der Knesset vollstaendig mit Chagall-Werken ausgestattet; die Westwand mit einem Mosaik der Westmauer Jerusalems, und der Fussboden mit 12 Mosaiken der 12 Staemme. Zum ersten Mal will eine amerikanische Bank, naemlich die “Exchange National Bank” aus Chicago eine Filiale in Tel-Aviv eroeffnen. 52 chassisdische Juden, Maenner und Frauen, haben in New York erfolgreich einen Computer-Kurs beendet, der von einem Geschaeftsmann und einem Philanthropen organisiert war. Fuer den naechsten Kurs werden 180 Schueler erwartet. Gestuetzt auf Frederic Mortons Geschichte der Familie Rothschild soll am Brodway ein Musical aufgefuehrt werden. Die Rothschilds, soweit sie in Amerika leben, sollen sich nicht sehr erfreut gezeigt haben. Wie die vornehmlich in Frankreich und England lebenden Familienmitglieder reagieren, ist noch nicht bekannt. Das neue Luxushotel “Diplomat” in Jerusalem mit 400 Zimmern soll im Fruehjahr 1970 fertiggestellt sein. In das Hotel, das zum Schiffkonzern gehoert, wurden IL 25 Millionen investiert. In dem neuen 14-stoeckigen Bau wird es fuenf Restaurants geben, von denen eines nach amerikanischem Muster 24 Stunden am Tage geoeffnet sein wird. Der Weinumsatz in Israel steigt jaehrlich um etwa 8- 10%. Der Weinverbrauch hetraegt in Israel 4,5 Liter im Jahr, gegenueber 130 Liter kl Frankreich, pro Kopf der Bevoelkerung. In Israel gibt es heute 6.227 zur Praxis zugelassene Aerzte, von denen 5.486 praktizieren; somit kommt ein die Praxis ausuebender Arzt auf je 430 Einwohner. In West-Berlin kommt auf 440 Einwohner ein Arzt, in der Tschechoslowakei auf 550 Einwohner, in Westdeutschland auf 680, in den Vereinigten Staaten auf je 780, in Grossbritannien und Frankreich auf je 910; im Libanon steht fuer je 1.000 Einwohner ein Arzt zur Verlegung, in Aegypten fuer je 2.600 und fuer 6.000 in Jordanien. Saemtliche nichtarabisch an Namen für Firmen, Geschaefte und Kaffeehaeurer in Syrien müssen verschwinden. Das Ministerium für innere Verwaltung hat eine entsprechende Verordnung herausgegeben, die alle mit empfindlichen Strafen bedroht, die weiterhin ausla< ndische Bezeichnungen verwenden. ELISÄ stets groesste Auswahl ln UM1FORMEM fuer Damen und Herren sowie elegante Damen-Unterwaesche San Antonio 65 (zwischen Alameda und Moneda) Fons 381M6 An der Kueste der Sinaihalbinsel zwischen Sharm el- Sheik und Elath sollen in Kuerze mehrere Feriensiedlungen mit “mobilem” Charakter entstehen, d.h. sie werden aus grossrae u m i g e n Wohnwagen mit schnellmontierbaren Fertigba u t e n bestehen, solange die Zukunft dieses Landstriches noch ungewiss ist. Wassersport jeder Art. und Motorboote fuer Ausfluege enlang der Kueste sollen die wachsende Zahl von Besuchern, die durch die Sinaihalbinsel reisen, zu einom laengeren Aufenthalt, verlokken. Die erste Veranstaltung des GOLDEN AGE in diesem Jahre findet statt am: 6 April um 430 in Portugal 810 mit Once und erstklassigem Programm