Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIX (1957)
- Issue
- 10 (Octubre, 1957)
- Date
- 1957-10-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Octubre 1957 BOLETIN INFORMATIVO 17 w! NACHRICHTEN DER W.I.Z.O. Der Wizo Henrietta Szold war es gelungen, drei Redner zu gewinnen, die das Thema: “Der Mensch im 20. Jahrhunr dert” unter politischem, medizinischem und kulturellem Aspekt einer eingehenden Betrachtung unterzogen. Herr Makari zeigte in fesselnder Form “Das doppelte Gesicht der Demokratie” auf, der die in sie gesetzten Hoffnungen von “Freiheit, Gleichheit, Bruederlichkeit” noch sehr weit von ihrer Verwirklichung entfernt sind. “Die Angst, ein zentrales Problem des Individiums” bildete den Inhalt des zweiten Abends. Herrn Dr. Kernberg gelang es ausgezeichnet, die verschiedensten Formen dieser Erkrankung, an der ein grosser Teil der “europaeisch-amerikanischen Betriebsmenschheit” (Theodor Lessing) leidet, und deren Ursachen findung auch noch fuer den Facharzt ihrer letzten Klaerung harrt, in einer fuer den Laien verstaendlichen Form zu entwickeln. Den Abschlussvortrag hielt Herr Aufrichtig ueber die Frage: “Ist die heutige Gesellschaft gesund?”. Er beantwortete sie, indem er, unter hauptsaechlicher Bezugnahme auf die Situation in den U.S.A. viel Negatives in der modernen Gesellschaft darlegte. Sein Rednertalent und sein Humor machten es ihm moeglich, sogar dann unterhaltend zu bleiben, wenn er, zum Beweis seiner Ausfuehrungen, Statistiken vorlesen musste. Das Erfreulichste an diesem Zyklus, der die sehr unerfreuliche Tatsache der “Dekadenz der Kultur” aufwies, ueber die bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert Nietzsche zu sprechen begann, war die von Vortrag zu Vortrag wachsende Zahl von Zuhoerern, deren Anteilnahme an den aufgeworfenen Problemen so gross war, dass rege Diskussionen die Abende abschlossen. _ Unser Dank gilt den Damen der Wizo, die die Initiative auf bringen, derartige Veranstaltungen zu arrangieren, und die es verstehen, die an ihnen interessierten Menschen aufzufinden und an sich zu ziehen. INDISKRETIONEN Als ich neulich etwas zu frueh zu einer Sitzung ins Gemeindehaus kam, geriet ich versehentlich in ein Zimmer, in dem eine Probe fuer die Veranstaltung im Teatro Lux am 24. Oktober abgehalten wurde und will unseren Lesern etwas darueber berichten. Es wurden gerade die letzten Szenen eines Einakters von Arthur Schnitzler “Literatur” geprobt, in dem Lilianette sowohl die Hauptrolle spielt als auch Regie fuehrt. Sie lag gerade in den Armen von Siegmund Geminder, der einen Bohemien darstellt, worueber der in diesem Moment auftretende Walter Tobias garnicht entzueckt war. Die amuesante und heitere Loesung des amouroesen Konfliktes darf ich auf Wunsch der Mitwirkenden nicht verraten. In der darauf folgenden Pause diskutierte Guenther Mosse, der wieder die Organisation dieser Veranstaltung uebernommen hat, mit Lilianette ueber die Dekorationen. Die Regisseurin legt natuerlich Wert auf ein nettes Buehnenbild, aber die Veranstalter wollen wie immer sparen. Sie kamen dann zu einer fuer alle befriedigenden Loesung. Dann erschien ploetzlich Pablo Krön, der mit Lilianette gemeinsam den Kabaret-Teil bestreitet, um mit ihr zu proben; denn als besondere Ueberraschung werden beide Kuenstler zusammen zum ersten Mal ein aktuelles Duett bringen, dessen Autor Krön ist. Ausserdem tritt er unter dem Titel “Symphonie-Konzert” in einer Solo-Scene auf die er in seiner bekannt geistreich-satyri,- schen Weise selbst verfasst hat. Leider durfte ich der Probe von Lilianette, die dann mit dem Pianisten David Goldstein studierte, nicht beiwohnen. Sie verriet mir aber liebenswuerdigerweise einige Titel aus ihrem Programm: “Die Manager-Krankheit”, “Verwandtschaf tsverhaeltnisse” “Die Arbeit in Chile”, “Kampf dem Mann”, “Der Nowak laesst mich nicht verkommen” usw. Alles sind vollkommen neue Chansons, die hier nie gebracht wurden. Ausserdem erfuhr ‘ich auch, dass Hans Loewe den Abend durch einige Vortraege auf dem Cello einleiten wird und im zweiten Teil wieder ein junger Kuenstler, Marcos Wisch, zum ersten Mal auf einer Buehne auftreten und heitere Weisen auf dem Acordeón spielen wird. Es ist anzunehmen, dass auch diese Veranstaltung den Zuschauern wieder fuer 2 Stunden gute Laune, Humor und Unterhaltung und dem Cisroco einen neuen Erfolg bringen wird. CURIOSO KEREN KAÏEKET LEISRaEL Wie und was schafft E. K. L. ENTSTEINUNG: ..Was bedeutet das? Die einst fruchtbaren Huegel von Erez Israel sind durch die Naturerscheinungen und die Nachlaessigkeit der Menschen kahl und ausgehoelt geblieben. Felsbioecke bedecken die Schluchten, wo nur Dornen und Unkraut wachsen. Die kahlen Abhaenge erwarten Ihre Wiederbelebung, denn nur Steine bedecken die einst fruchtbare Erde. Was tut der K. K. L. dazu? Er entfernt die Steine und Felsen, zerkleinert die Feisbloekke, beseitigt Unkraut und Gestraeuch und schafft dadurch fruchtbaren Boden fuer die Landbevoelkerung Nach der Entsteinung muessen Stufen an den Abhaengen der Berge konstruiert werden ohne welche die Kultivierung nicht begonnen werden kann. Man baut die Stufen mit Steinwaenden, Indem man sich der Bodenform anpasst, um zu vermeiden, dass die gute Erde waehrend der Regenzeit ins Tal gefegt wird. Dieser Terrassenbau stellt ein altes System der Landwirtschaft dar. BEWALDUNG: Was bedeutet das? Durch jahrhundertelange Vernachlaessigung hat man die Berge Israels ihrer dichten Waelder beraubt. Baeume sind sowohl aesthetisch wie auch nuetzlich und verhueten, dass die Oberflaeche der Erde ausgehoehit wird. Sie erhalten die Feuchtigkeit des Bodens, geben Schatten und sind ein wichtiger Bestandteil der Verteidigung. Aus den Staemmen der Baeume gewinnt man Rohmaterial. Was tut der K. K. L.? In den Baumschulen des K. K. L. werden Setzlinge gezuechtet und Tausende von Einwanderern sind damit beschaeftigt, diese Setzlinge zu verpflanzen. TELEGRAFISCHE NACHRICHT AUS JERUSALEM James Rothschild, vor kurzem gestorben, hinterliess testamentarisch dem Keren Kayemeth Laendereien im Ausmasse von 130.000 Dunam. Ein Teil derselben war schon seit einiger Zeit a<: den K. <1. L. verpachtet, fuer den anderer: Teil muss die Urne ^relbung noch vorgenommen werden. Ausserdem bestimmte James Rothschild den Betrag von IL 6.000.000.— fuer die Errichtung eines neuen Parlamentsgebaeudes James Rothschild tritt damit In die Fusstapfen seines verstorbenen Vaters des Barons Egmund Rothschild. Beim Lesen dieser Zeilen wird sich der Leser daran erinnern, dass ein Theodor Herzl der Familie Rothschild die Leitung der von ihm geschaffenen zionistischen Bewegung antrug und auch ueber die Verfuegungstellung der notwendigen Gelder verhandelte. Der damalige Baron Rothschild lehnte das Angebot Herzls ab. Wir sehen, wie im Laufe der Jahre sich die Einstellung des Hauses Rothschild aenderte, sodass der Name James Rothschild als treuer Sohn seines Volkes und seines Staates In die Geschichte elngehen wird. et l* MU«t(VlDAO «Ml&f* CASILLA «»t-PAftAlte GOTTESDIENST Jeden Freitag Abend um 7. Uhr. Jeden Schabbos Morgen um 9. Uhr, ausserdem an Jahrzeiten, diese Daten bitten wir rechtzeitig an Herrn R. Wolf Teléfono 6240 oder an die Casilla 984. zu melden. GOTTESDIENST FUER SUKKOTH: Erew Sukkoth Mittwoch den 9. Oktober Abends 19. Uhr. I. Tag Sukkoth Donnerstag den 10. Oktober Morgens 9. Uhr Abends 19. Uhr. II. Tag Sukkoth Freitag den 11. Oktober Morgens 9. Uhr. HASCHANO RABBO Abends 19. Uhr, Haschano Rabbo Mittwoch den 16. Oktober Morgens 8 Uhr. Das traditionele Haschano Rabbolernen findet unter Leitung unseres Herrn Rabiner Loewenstein statt. SCHEMINIA ZERETH Erew Scheminia Zereth Mittwoch den 16. Oktober Abends 19. Uhr mit Seelenfeier. Scheminia Zereth Donnerstag den 17. Oktober 9. Uhr Morgens. SIMJAT THORA Donnerstag 17. Oktober Abends 19. Uhr Hierzu laden wir besonders die Jugend ein. Freitag 18. Oktober Morgens 9. Uhr. ROSCH CHODESCH MARSCHESWAAN: Verkuendung des Neumondes Marscheschwan am Schabbos 19. Oktober Schabbos-Bereischiz. I. Tag Rosch Chodesch am Freitag den 25. Oktober. II. Tag Rosch Chodesch am Schabbos den 26 Oktober. Neuaufnahme von Mitglieder: Frau Marta de Frankenberg. Austritt von Mitglieder: Herr Max Frankenberg._ Am 25. August versammelten wir uns in den Raeumen der Sociedad Union Israelita um unsern Freund Herrn Leo Manasse und seine Gattin vor der Uebersiedlung in das Altersheim von Santiago unsere Dankbarkeit zu beweisen fuer viele opfervolle Jahre im Dienste der Habonim und der Chefra. Die zahlreichen Redner dieses Festnachmittags erinnerten uns nochmals in ernsten und humoristischen Worten an die unvergesslichen Verdienste von Herrn Manasse um das Juedische Leben in Valparaiso. Wir wuenschen ihm und seiner Gattin noch viele Jahre ein gesundes und friedliches Leben in ihrer neuen Umgebung. Die Pflichten des Herren Manasse in der Chefra hat Herr Hellman Calle Cumming N.o 70, Valparaiso in dankenswerter Weise uebernommen. AUSSTELLUNG IN JERUSALEM 10 JAHRE STAAT ISRAEL Die grosse Ausstellung in Jerusalem zur 10 Jahresfeier wird alle Gebiete unseres Lebens umfassen, erklaerte auf einer Pressekonferenz In Jerusalem der Leiter des Ausstellungs-kommittees Herr Alexander Eser, und die K > .-er Dr. Paul 'Jakobit stellvertretender Buergermeister Jerusalems .wie Itzschak Rol aus Haifa. Als Muster schwebt dem Ausstellungs-kommittee das British Festival vor, das im Jahre 1951 ein Jahrhundert der Entwicklung englischen Kulturlebens zeigen wollte. So roll auch die Jerusalem Ausstellung alle Zweige unseres i Rurlebens umfassen. Aber die Ausstellung soll nicht ru eckwaerts auf das Erreichte, sondern vorwaerts I auf die geplante Entwicklung gerichtet sein. A.- der Ausstellung fuer die In Einnahmen und Ausgaben e.- Budget ia Hoehe von 1J4 Millionen II, vorgesehen ist, sollen sioh alle Kreise der Oeffentlichkeit beteiligen, Re.iierui-g, Institutionen u. Private. Ein Gelaende von 113.0 '0 (¿„.. ¡ratmeter steht zur Verfuegung, im Mittelpunkt i le Binjai.e Hauma, die von der Regierung mit einem Aufwand von über IL. 1 Million dafuer fertiggestellt werden. 40% der Kosten sollen durch Eintrittsgelder gedeckt werden, 30% durch Vermietung von Staenden, 20% durch Regierungsbeteiligung und 10% durch sonstige Lizenzgebuehren. (JEDIOTH HAYOM). Stefan Laskowitz JOYERO Hechuras, Transformaciones y Composturas 21 DE MAYO 617 Entrepiso, Local 4 Fono: 495476 RUDI LOEWENSTEIN FUSS SPEZIALIST (System Dr. ScholD Pedicuro - Mosa]« EINLAGEN ESTADO 360 (Hotel Splendid) Zo pbo, Of. C — Tel. 324*3