Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIX (1957)
- Issue
- 10 (Octubre, 1957)
- Date
- 1957-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Octubre 1957 BOLETIN INFORMATIVO 15 ffl 80 JAM Am 29. Oktober begeht Salman Schocken den 80. Geburtstag, und dieses Geschehnis sollte von der gesamten juedischen Welt in Dankbarkeit fuer das von dem Jubilar Geleistete mitgeieiert werden. Auch er ist, was an dieser Stelle von Albert Ballin gesagt wurde, ein “koeniglicher Kaufmann” geblieben, aber ein Jude, der tief in juedischer Kultur wurzelt und sich zugleich der gesamten Menschheitskultur verbunden fuehlt, und dessen tiefste Liebe —etwas ungewoehnlich fuer einen Geschaeftsmann— dem Buche im allgemeinen und dem juedischen Buche im besonderen gehoert. In Ostdeutschland, 1877, erblickte Salman Schocken das Licht der Welt. Urspruenglich wollte er sich ganz den Wissenschaften widmen, die akademische Laufbahn einschlagen, doch aeussere Umstaende zwangen ihn, Kaufmann zu werden. Er begruendete im Jahre 190i zusammen mit seinem Bruder Simon das erste “Schocfcen- Warenhaus” zu Zwickau in Sachsen, von dem in den folgenden drei Jahrzehnten die Zweigniederlassungen in etwa 20 groesseren und mittleren Staedten ihren Ausgang nahmen. Der Konzern wuchs maechtig an und soll um das Jahr 1930 mehr als 6000 Angestellte beschaeftigt haben. Obwohl mit geschaeftlicher Verantwortung ueberhaeuft, fand Schocken Müsse, seinen wissenschaftlichen Neigungen nachzugehen, sie noch mehr zu vertiefen. Er befasste sich intensiv mit der hebraeischen Sprache, wurde noch vor 1914 aktives Mitglied der “Zionistischen Vereinigung fuer Deutschland”, in deren Mitte er gemeinsam mit Martin Buber, Hugo Bergman u.a. zwei Jahre spaeter ein “Literatur und Kulturcomitö” schuf. Bald nach Kriegsende besuchte Salman Schocken Erez Israel, von wo er mit einer Fuelle von An- "‘p.’r^er. zumenkkehrte. Man waehlte ihn in den Obersten Zionistischen Finanz —und Wirtsrhaftsrat sowie in das Direktorium des Keren Kajemet Lejisrael. Ueberall spendete er seinen klugen Rat und seine bedeutenden materiellen Beitraege. Besonders gluecklich war seine Anregung, einen Streifen Landes um die Haifa- Bucht im nationalen Interesse zu erwerben; dieses Gebiet, Von KURT WILK das fuer landwirtschaftliche Zwecke wenig geeignet schien, zeigte spaeterhin seinen hohen Wert fuer die industrielle Entwicklung des Landes. Da die zionistischen Mittel fuer Kulturausgaben den Wuenschen und Bestrebungen Schocken’s nicht genuegen konnten, gruendete er im Jahre 1931 den spaeter so beruehmt gewordenen Schocken- Verlag, dessen ganze grosse Bedeutung sich freilich erst drei Jahre danach, bei Beginn des “Dritten Reiches” erweisen sollte. Er selbst siedelte bereits im Jahre 1933 nach Erez Israel ueber und entfaltete von Jerusalem aus eine hoechst intensive kulturelle, literarische, Taetigkeit. Von 1935 bis 1945 ist er Vorsitzender des Exekutivcömites der Hebraeischen Universitaet gewesen, welcher immer seine besondere Zuneigung gehoerte. Fuer eine Rei he von Jahren uebernahm er auch die Leitung der ueberparteilichen Zeitung “Haaretz”, die dann sein aelterer Sohn redigierte. Was die Nazis in Deutschland verhindern konnten, naemlich die Aktivitaet des “Schocken- Verlages”, nahm bald darauf von Palaestina aus eine bluehende Entwicklung. In den er, sten sechs Jahren des Bestehens des Verlages duerften etwa 200 Baende publiziert worden sein, die einen ungeheuren Kulturfaktor darstellten. Namentlich die kleinen Buechlein in ihrer ansprechenden aeusseren Gestaltung begleiteten die aus Deutschland emigrierenden Juden und bildeten vielfach den Grundstock einer neuen Buecherei, die sich juedische Menschen irgendwo in der Welt errichteten, nachdem sie FuSs fassen konnten. Unmoeglich, an dieser Stelle sie alle aufzuzaehlen, die in rascher Folge erschienen und als ein gutes Stueck juedischen Gedankengutes bezeichnet werden duerfen. In allmaehlichem Aufbau 'erstand aus dem fast unuebersehbaren juedischen Schrifttum in sorgfaeltiger Auswahl und ir cinnvollejj . Aus- .zuegen einederarug versucht worden, auf amerikanischem Boden das Verlagshaus neu entstehen zu lassen, doch scheint der Erfolg kein starker zu sein. Inwieweit Neuauflagen in deutscher Sprache zweckmaessig waeren, soll hier nicht untersucht werden. Doch die Weiterfuehrung des grossen Kulturwerkes von Salman Schocken ,dem die herzlichsten Wuensche aus allen juedischen Kreisen zustroemen werden, duerfte eine Sache der Ehre und des Gewissens sein. Nicht zuletzt werden dem Jubilar danken ehemalige Angestellte, denen er half, nach 1933 Deutschland zu verlassen und sich in Erez Israel ein neues Leben aufzubauen. ADRESSEN AENDERUNGEN Da in der letzten Zeit wiederholt die nicht erfolgte Zustellung der Zeitung von einzelnen Mitgliedern reklamiert wurde, bitten wir alle unsere Mitglieder, welche die Rosch Haschono-Nummer mit dem Luach bis heute nicht erhalten haben, uns die genaue jetzige Adresse schriftlich mitzuteilen. Die prompte Zustellung der Zeitung kann nur dann ge waehrleistet werden, wenn jede Aenderung der Adresse uns sofort schriftlich mitgeteilt wird. Sociedad CulturaJ Israelita “B’ne Jisroel” Casiila 2487 BILANZ Wie im Wirtschaftsleben all jaehrlich Bilanz gezogen wird, sollen die ehrfurchtgebietenden Tage dem juedischen Menschen Veranlassung geben eine Lebensbilanz zu ziehen um die Hoehe des ideellen Gewinnes festzustellen. Die Rentabilitaet haengt in erster Reihe von dem Umfange der Bereicherung am juedischen Wissen ab. Dieses Wissen wiederum fuehrt zur Erfuellung der goettlichen Gebote. Unsere Weisen erklaeren, dass der eigentliche Beruf des Menschen hier auf Erden ist —die Gebote Gottes zu erfuellen und seine Pruefun zu bestehen; Die Genuesse dieser Welt sind nur Hilfsmittel sein Gemuet zu erfreuen und seinem Geist Erholung zu geben und bei allem was der Mensch tut muss ihm als Ziel vor Augen schweben: “die Naehe Gottes zu suchen”. Unsere Grossen sagen: (wehofto u.s.w. taegliches Gebet) “Suche die Gottesnaehe mit Dahingebung deines ganzen Herzens, deiner ganzen Seele und deines ganzen Vermoegens”. Koenig David sagt im Psalm 75 “Mir ist die Naehe Gottes das Glueck”. Die Naehe Gottes will durch Werke errungen sein, durch die Befolgung der Gebote, denn was sie uns geben, das ist die wahre Vollendung und von ewigem Werte, der nicht zu ueberbieten ist. Und ferner heisst es: Beschaeftige dich so oft du kannst mit der goettlichen Lehre, und zwar um sie auszuueben; schliesst du das Buch so sieh ob in dem gelernten sich etwas findet was du ausueben kannst. Jeden Abend und jeden Morgen untersuche deine Handlungen so wird dein ganzes Leben eine Erhebung zu Gott sein. Unser grosser Lehrer Mosche sagte u. a. in seiner Rede (5 Buch Mose) “Die Gesetze und Rechtsnormen die ich heute fuer eure Auffassung und euer Verstaendnis vortrage, das ist die Summe dessen was das Gesetz von uns fordert, das Gehoerte bis zum vollen Verstaendnis sich aneignen und gewissenhaft ausfuehren. Die Erfuellung ist die Basis des Ganzen. Die Offenbarung am Sinai war ein Akt der Verpflichtung und hat das unaufloesliche Band zwischen Gott und uns geknuepft und daher muss ein jeder von uns an der Verwirklichung des Gesetzes mitarbeiten. Die Festtage enden mit Simjas Torah, mit dem Tage an dem wir uns mit der Torah freuen sollen, die Freude kann nur eine vollstaendige sein wenn wir uns bemuehen die Torahpflichten zu erfuellen. Wie im Wirtschaftsleben die Bilanz nicht nur auf Glueck basiert so hat der Mensch auch den entscheidenden Einfluss bei der Lebensbilanz in welcher das Hauptaktivum ist “Lernen und ausueben”. Der Prophet Maleacki spricht im Namen des Ewigen - “Kehret zu mir zurueck, und ich werde zu Euch zurueckkehren”. Moege das Jahr 5718 ein glueckliches und segensreiches sein fuer unseren Staat und fuer unser Volk. HEI MANN ABRAMCZYK MERCAZ LETARBUT ISRAEL von Buechern belehrenden und erbaulichen poetischen und prosaischen Inhalts, dass der Besitzer einer groesseren Anzahl von “Schocken-Buechern” einen nicht unwesentlichen Teil des juedischen Geisteserbes sein eigen nennen konnte. In den letzten Jahren ist Cursos de hebreo.— Bajo los auspicios de la Central de Cultura Judía funcionan dos cursos de enseñanza de hebreo a cargo de los profesores señores Abraham Sharom y Shmuel Landau. La asistencia ha sido bastante considerable y los cursos se desarrollan con toda regularidad. Funcionan en Serrano 202, local del Círculo Israelita, donde pueden inscribirse los interesados. Suplemento cultural.— Apareció el primer número del FueriS- ^«demento Cultural de “Mundo publicación mensual que sc‘S?Parte gratuitamente a todo el í5huv de Chile y que couHene SJn selecto material de lectura en castellano, con una página en hebreo. Esta publicación mensual aparecerá mensualmente y pueden colaborar en ella todos los interesados; sólo se pide que sean temas culturales. La Dirección del Suplemento se reserva el derecho de calificar las colaboraciones y publicar las que estime conveniente. Los interesados en recibir las ediciones del Suplemento Cultural deben enviar su nombre completo y dirección al Mercaz Letarbut Israel, casilla 5007, Santiago. Conferencias y charlas.— En el presente mes de octubre viajará a Buenos Aires la Presidenta de la Organización Central de Cultura Judía, señora Amelia de Fliman, donde se desarrollará una intensa actividad en pro del organismo. Contratará el traslado a Chile de algunos conferenciantes y ’»-listas destacados para que realice» ciclos de divulgación cultural en el país. Igualmente, adquirirá volúmenes para la Biblioteca del Mercaz, la que empezará a funcionar en breve en una sede central y adecuada. Transformación de Serrano 202.— El viejo hogar societario de Serrano 202, será en breve transformado para que cumpla mejor con las necesidades de nuestro ishuv. Para ello la Federación Sionista de Chile y el Círculo Israelita, propietaria del inmueble, han llegado a un acuerdo y los trabajos se iniciarán en breve. Con las transformaciones que se harán a este local, quedará habilitado para desarrollar todo el intenso plan cultural que auspicia el Mercaz. Será un trabajo muy fructífero para elevar el nivel cultural de nuestra colectividad. EIN RECHENEXEMPEL: HEUTE NOCH koennen 100.000 Juden nach ISRAEL gerettet werden. Jede Rettung und Einordnung kostet US$ 3.000.— WIE GROSS WIRD DEIN ANTEIL DARAN SEIN? MAGBIT 5 718