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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-09-01 · 9 (Septiembre, 1957) · p. Seite 25

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
9 (Septiembre, 1957)
Date
1957-09-01
Page
Seite 25 (sequence 29)
Language
German
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Septiembre 1957 BOLETIN INFORMATIVO 25 ) EINE STILLE REVOLUTION Von HERBERT FREEDEN Urbarmachung von Land ist eine Art von stiller Revolution. Sie verändert die Grundlage des Staates — den Boden; sie verwandelt Felshänge in Fruchtland, Fiebersümpfe in Felder, Wüsten in Wohnstätten. Wäre mehr bekannt über diese Tätigkeit, so dürfte der arabischen Propagandavon Israels “Expansionspolitik” der Wind aus den Segeln genommen sein: Israel ist auf Eroberungen aus — das stimmt: auf Eroberungen innerhalb seit ner eigenen Staatsgrenzen, nämlich mehr Land den Klauen der Wildnis zu entreissen. Abgesehen von den weiten Strecken des Negew gibt es noch schätzungsweise eine Million Dunam, vor allem im Bergland, die heute Einöde sind, aber deren Bereitstellung für Anbau möglich ist. Zehntausende Familien könnten auf einer solchen Fläche angesiedelt werden. Auf dieses Ziel sind die Anstrengungen des KKL gerichtet. Es ist dies ein mühseliges Werk, das Geduld, Ausdauer und — Mittel erfordert. Im vergangenen Jahre hat der KKL 23.607 Dunam Boden — fast zur Gänze im Bergland gelegen — urbar gemacht, und dafür IL 3,352.000 aufgewendet. Das bedeutet eine Ausgabe von IL 142 pro neugeschaffenem Dunam Land. Selbstverständlich verteilt sich diese Ziffer nicht einheitlich. Man unterscheidet zwischen leichter, mittlerer und schwerer Urbarmachung. In die “leichte” Kategorie enttaellt gemeinhin Absammeln von über den Boden verstreuten Steinen; für den “mittleren” Typ ist bereits Beihilfe von Maschinen erforderlich, während “schwere” Urbarmachung Entfernung von tief verankerten grossen Felsblökken vermittels Presshammern und Traktoren einschliesst. Die Unterschiede in den benötigten Ausgaben sind ausserordentlich Ein Dunam “leichter” Landgewinnung kostet durchschnittlich IL 48-, bei “mittlerer” Urbarmachung stellt sich die Ziffer bereits auf IL 166-, während der “schwere” Arbeitstyp über IL 400.— pro Dunam kostet. Im judäischen Bergland nahm die “schwere” Urbarmachung den breitesten Raum ein —über die Hälfte der dort zu landwirtschaftlicher Bearbeitung zugeführten Fläche. Die neugewonnenen Böden Galiläas haben die grösste Ausdehnung — über 13.000 Dunam, und daher wurden dort auch die meisten Arbeitstage fuer dieses Werk vergeben. Dabei ist aber folgender Vergleich aufschlussreich: 9000 Dunam “leichte” Urbarmachung erforderten 36.000 Arbeitstage, während für die “schwere” Urbarmachung von nur 2000 Dunam 71.000 Tage aufgewendet werden mussten. So ist es nicht verwunderlich, dass der Etat für schwere Urbarmachung das Dreifache der Summe ausmachte, die für die flächenmaessig weit grössere leichte Landgewinnung ausgegeben wurde. Im ganzen wurden IL 238.000 für Aufseher und Vorarbeiter, IL 1.870.000 für Arbeitslöhne und über 1,000.000 für Traktoren und Presshammer (einschliesslich der Traktorenlöhne) ausgegeben. Rechnet man die Kosten des Sprengstoffes und kleinere Auslagen hinzu, kommt man auf die obige Gesamtsumme von IL 3,352.100. Eine weitere wichtige Tätigkeit des KKL war die Anlage von Zufahrtsstrassen. Im vergangenen Jahre wurden über 66 km solcher Chausseen und Wege gebaut, die bei einer Geldaufwendung von IL 142.829 die Vergebung von 26.399 Arbeitstagen ermöglichten. Dazu kamen 15.831 Arbeitsstunden von Traktoren und Bulldozern hinzu, die noch einmal IL 124.829 kosteten. Ueber die Hälfte dieser Strassen wurden im judäischen Bergland angelegt: an zweiter Stelle kam das Entwicklungsgebiet von Lachisch. Die Gesamtkosten des Strassenbauprograpimes im vergangenen Jahre stellten sich auf IL 340.879, somit IL 5142 pro Kilometer. In Urbarmachung und Strassenbau zusammengenommen investierte der Keren Kayemeth im vergangenen Jahre IL 3,692.929 und vergab 304.513 Arbeitstage. Es ist schliesslich interessant festzustellen, dass diese Arbeit viele landwirtschaftliche Sektoren des Yischuw umfasste und dass nicht weniger als 130 Siedlungen aus dieser Tätigkeit. Nutzen zogen und ziehen. Entsteinung mit Hilfe moderner Maschinen EMPFANG... DIE ROLLEN VOM TOTEN MEER (Fortsetzung von Seite 7) (Fortsetzung von Seite 5) franzoesischen Regierung Tribut fuer ihr Verstaendnis dafuer, dass die Unterstuetzung Israels gegen die ungeheure arabische Aufruestung ein neues Muenchen vermaidet. Zum Schluss seiner Ansprache erinnerte er an den Gewinn, den die Leistungen des Staates Israel auch fuer die Juden, in der Welt darstellt, indem er in erster Linie sagte, dass jede politische, journalistische oder kulturelle Delegation, die begeistert in ihr Heimatland zurueckkehrt, den guten Namen der dort lebenden Juden festige. Abschliessend erinnerte er die Anwesenden in ihrer Eigenschaft als deutsche Juden an die Evian-Konferenz und die Politik der verschlossenen Pforte, die das Entrinnen aus (Hitler-Deutschland so erschwerte und verglich diese Situation mit der Tragoedie der ungarischen Juden, von denen alle Welt mit Recht annimmt, dass sie selbstverstaendlich in Israel Zuflucht und Obdach finden. len sei ein richtiger “bargain” (welches Wort am besten mit Gelegenheit übersetzt werden kann). Er fügte noch geistreich hinzu: “Vielleicht hat man es der Propaganda des Prof. Zeitlin, der das hohe Alter der Rollen bezweifelt, zu verdanken, dass die Handschriften so billig erstanden werden konnten!” Damit war aber die Angelegenheit noch nicht zu Ende, war doch das nötige Geld nicht vorhanden. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass die Beschaffung der materiellen Mittel viel glatter vor sich ging, als man gedacht hatte. Der zur Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen in Israel dienende Normanfonds und Samuel Gottesmann, der bekannte New Yorker Philantrop und seine Frau, die Israel bereist hatten und mit grosser Begeisterung über das Gesehene nach Amerika zurückkehrten, haben die Erlösung des alten nationalen Schatzes ermöglicht. Durch die Grosszügigkeit des Ehepaares Gottesmann ist überdies ein eigener Fonds, der den Namen “Keren Hechal Hassefer” (Fonds der Bücherhalle) gestiftet worden, der einen integrierenden Teil der Universitätsbibliotek bilden wird. So sind nach langen Irrfahrten und Abenteuern uralte geistige Schätze unseres Volkes dorthin zurückgekehrt, wo sie zu Hause sind: nach dem Lande Israel. (“La Semana Israelita”). LEBENSMITTELPAKETE VON ISRAEL NACH AMERIKA Von MOSCHE MEISELS Der Titel klingt zwar etwas phantastisch, aber er beruht auf Tatsachen. Onkel Sam wird sicher grosse Augen machen, wenn er in nicht allzu langer Zeit in seinen grossen Stores israelische Standard - Pakete, darunter auch Lebensmittel- Pakete, verkaufen wird, Ja, die Zeiten, in denen grosse Schlangen von Israelis in der Paketpost oder den verschiedenen Lebensmittelpaketen — Import Gesellschaften angestellt standen, um die Konservenbüchsen von ihren Verwandten aus Amerika in Empfang zu nehmen, scheinen vorüber zu sein. In Kürze wird es einen Export in umgekehrter Richtung geben ... Der Vater dieses neuen revolutionären Planes ist der Handels und Industrieminister Pinchas Sapir. Er errichtete in seinem Ministerium eine Sonderabteilung für “Export'für den kleinen Mann” (“Minhal Lejezu Amami”). Der Plan Sapirs besteht darin, den Export israelischer Produkte erheblich zu vergrössern u. zw. durch die Errichtung von Abonnenten Verbände für israelische Produkte in Amerika, Südamerika, Westeuropa und Südafrika. Die Verbände werden in Zusammenarbeit mit der Sochnuth und den zionistischen und anderen jüdischen Organisationen gebildet werden. Die Mitglieder (Abonnenten) werden für verhältnismaessig geringe Summen Coupons der israelischen Regierung kaufen, die ihnen ermöglichen, israelische Produkte — besonders Lebensmittel, Wein Obst, Textilien, “Bezaiel”-Arbeiten und Ziergeräte für ihre Wohnungen — in besonderen Geschäften in ihren Wohnorten zu erwerben. Die Coupons werden im Gegenwert-von 25, 50, 75 und 100 Dollar sein, damit auch der kleine Mann an dieser Aktion teilnehmen kann. Die Aktion soll im nächsten Jahr, dem zehnten Gründungsjahr des Staates Israel ihren Höhepunkt erreichen, wo man annehmen kann, dass eine günstige Atmosphäre dafür vorherrschen wird und zehntausende Juden bereit sein werden, israelische Produkte zu kaufen. Um die Qualität und Preislage der in Frage kommenden Produkte zu kontrollieren, beabsichtigt die Regierung eine neue Regierungs - Export Gesellschaft zu gründen, die u. a. auch die für die verschiedenen Länder passende Verpackung bestimmen wird. Diese Gesellschaft soll die Produkte an kaufen, sie in grossen Magazinen lagern und für die Verschickung sorgen. Bis jetzt werden drei verschiedene Wege bzgl. des Verkaufs der Waren im Ausland erörtert: 1) Der Verkauf von Coupon-Heften, die einem jeden Abonnenten ermöglichen in bestimmten in der Nähe seines Wohnplatzes gelegenen Geschäften je nach seinem Gutdünken verschiedene israelische Produkte zu kaufen. 2) Sogenannte “Mail Orders”, Bestellungen per Post, die von Privatgesellschaften in den verschiedenen Ländern übernommen und durchgeführt werden. 3) Herstellung von verschiedenen Standard-Paketen mit israelischen Produkten im Lande in verschiedener Preislage nach der Art des “Care” - Pakete - Systems. Zu diesem Zwecke wird die israelische Gesellschaft Sonderkataloge in verschiedenen Sprachen herausgeben, die den Käufern ermöglichen die Zusammensetzung und Preislage der verschiedenen Pakete a priori zu prüfen und zu bestimmen. Die Wirtschaftsexperten setzen grosse Hoffnungen in die Durchführung dieser Aktion und sind der Ansicht, dass auf diesem Wege israelische Produkte für 50 Millionen Dollar und mehr im Jahr exportiert werden können. Die Aussichten für “Export für den kleinen Mann” sind bereits in verschiedenen Ländern geprüft worden und haben ein wohlwollendes Echo gefunden. “Auch der kleine Mann in der Gola will etwas für Israel nach seinen finanziellen Möglichkeiten tun”, erklären die Experten. “Aber langsam hat er den Schnorr satt bekommen und will irgendetwas für seine Summen, auch wenn sie noch so klein sind, bekommen. Und besonders irgendetwas aus Israel für sein Haus und für seine Küche”. Die Experten erklären, dass die Aktion im Anfangsstadium die Form von “aid by trade” annehmen, aber in nicht allzulanger Zeit zu ‘trade by aid” und schliesslich zu “trade” werden wird. Die Regierung beabsichtigt einen öffentlichen Beirat einzusetzen, in dem sämtliche Faktoren vertreten sein sollen, die an der Durchführung der Aktion teilnehmen, wie z. B. Produzenten, Exporteure usw. Hauptziel der Aktion ist die dringende Notwendigkeit zur Erweiterung der lokalen Produktion zwecks Absorbierung der neuen Alijah, die zum Grossteil aus Industrieexperten besteht. Der Handels- und Industrieminister hat einen Plan zur Absorption von ca. 30.000 Neueinwanderern in der lokalen Industrie im Laufe der nächsten zwei Jahre ausgearbeitet. Einen der Hauptpunkte in diesem Plan nimmt die Förderung des “Exports für den kleinen Mann” ein. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass unsere Lebensmittelpakete von den Arne rikanern mit dem gleichen Wohlwollen und Begeisterung aufgenommen werden, wie die amerikanischen anno dazumal und sogar noch heute von uns. (“HAKIDMAH”) DIE ANZEIGEN ANNAHME FUER DAS BOLETIN INFORMATIVO ist taeglich von 9-1 u. 5 - 7 geoeffnet. NUEVA YORK 52 Oficina 605 — Teléfono 86603

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