Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIX (1957)
- Issue
- 7 (Julio, 1957)
- Date
- 1957-07-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Julio, 1957, BOLETIN INFORMATIVO 17 Prof. Werner Loewenstein in angeregtem Gespraeche mit Prof Otto Loewi, Nobelpreistraeger der Physiologie, in Woodshole, U. S. A. die Sommer-Residenz vieler bekannter Wissenschaftler Dr. Werner R. Loewenstein zum Professor an der Columbia Universitaet ernannt. Unser Gemeindemitglied Herr Dr. Werner R. Loewenstein wurde an die Columbia- Universitaet in New York als Professor fuer Physiologie berufen. Der junge Gelehrte — jer ist erst 31 Jahre alt — wird sich binnen kurzem nach New York begeben, um seine Lehrtaetigkeit dort aufzunehmen. Die Forschungen des Herrn Dr. Loewenstein, der seit 1955 ausserordentlicher Professor der Physiologie an der hiesigen staatlichen Universitaet ist, fuehrten ihn zu bedeutenden Entdeckungen auf dem Gebiete der Nervenphysiologie. Arbeiten des Herrn Dr. Loewenstein wurden in zahlreichen Fachzeitschriften in aller Welt veroeffentlieht, darunter Journal of Physiology, Journal of Cellular und Comparative Physiology. DIENSTAG, DEN 30. JULI 1957, ABENDS 9 UHR KULTUR - VERANSTALTUNG DER S.C.I. “B’NE JISROEL” RABBINER LOEWENSTEIN: “JUDEN HINTER DEM EISERNEN VORHANG” f Ein Bericht ueber die gegenwcxertige Situation der Juden in den kommunistischen Laendern. EINTRITT FREI! GAESTE WILLKOMMEN! BLINDE KINDER IN ISRAEL beduerfen dauernd Eurer Freundschaft und warten auf Eure Hilfe: Denkt ihrer bei jeder Gelegenheit und tragt nach Kraeften dazu bei, dass das Blindenheim in Jerusalem, ihre einzige Zufluchts und Bildungsstaette, erhalten und —den grossen Erfordernissen entsprechend— erweitert werden kann. Werden Sie Mitglied der ASOCIACION DE LOS AMIGOS DE LOS CIEGOS ISRAELITAS "TORMEI-OR" mit einem Beitrag nach Ihrem Ermessen! Unterstuetzen Sie unserer wichtiges soziales Werk mit einer grosszuegigen Spende! Senden Sie Ihren Scheck an die Order des “Tormei Or’F oder lassen Sie uns telefonisch wissen, wann und wo wir Ihren Beitrag oder Ihre Spende abholen lassen koennen! Av. PORTUGAL 810 — CASILLA 2487 — FONO: 33096 Herzl und die... (Fortsetzung der Nähe Palästinas, Rothschild war einverstanden. Ihre erste Unterhaltung begann mit Spannung und endete im freundlichen Sinne. Sie wurde am 7 Juli fortgesetzt als Herzl als Fachmann der Probleme des jüdischen Volkes vor der königlichen Comission erschien. Er verlas eine lange Aufstellung welche die Ziele des Zionismus, die Lage der Juden und die Notwendigkeit eines jüdischen Staates erklärte. Er wurde dann durch Mitglieder der Comission und natürlich auch durch Lord Rothschild welcher eine Erläuterung der Beziehungen zwischen jüdischer Nation und Zionismus haben wollte, gefragt. Er wollte auch wissen ob ein Schüler Dr. Herzls und ein Zionist gleichzeitig ein guter Engländer oder Amerikaner sein könnte. Lord Rothschilds Fragen waren gut gemeint und gaben Herzl die Gelegenheit zum Antworten und Erklären. Die englische Presse veröffentlichte ganze Berichte von Herzls Aufstellungen die mehrere anzogen und welche mit der zionistischen Idee sympatisierten. Von der Zeit an trafen sich Herzl und Lord Rothschild öfters und ihre Freundschaft beeinflusste den Werdegang des Zionismus. Rothschild war tief beeindruckt von Herzl und wurde nach und nach Zionist, mit dem Vorbehalt, dass der jüdische Staat nicht unter türkischer Oberherrschaft sein durfte. Er betrachtete Herz) nicht mehr als Schwätzer sondern sah in ihm einen ernsten und bestimmten Führer des jüdischen Volkes. Auch Herzl sah in Rothschild nicht mehr von Seite 5) den reichen Financier sondern betrachtete ihn als Adligen mit grossem Einfluss. Während des Uganda Conflikts arbeitete Herzl weiter für Palästina und hielt seine Verbindung mit der englischen Regierung aufrecht um etwas anderes von ihr zu bekommen. Im April 1904 benachrichtigte er Lord Rothschild, welchen er sprechen wollte, dass er im Juni nach London kommen würde um mit der englischen Regierung einiges in Ordnung zu bringen. Er starb am 3ten Juli 1904. Die Zionistische Organisation veröffentlichte eine Aufforderung für “nationale Schenkung” an die Kinder Dr. Herzls, zu welcher Lord Rothschild beisteuerte. DIE SOEHNE FUEHREN DAS WERK DES VATERS FORT Beim Ausbruch des ersten Weltkriegs sah Lord Rothschild eine neue Möglichkeit Herzls Werk mit Erfolg zu krönen. Während der letzten 6 Monate seines Lebens, war sein jüngerer Sohn Walter ständig mit dem Vater zusammen, wie Lord Rothschild berichtete. Er las die Briefe seines Vaters bezüglich Zionismus und Lord Rothschild betonte, dass er jetzt mit aller Energie im Begriff war der Sache nachzugehen, da es eine Gelegenheit gab ein jüdisches Nationalheim in Palaestina unter englischer Oberherrschaft zu bekommen. Lord Rothschild starb am 31. März 1915. Seine beiden Söhne besonders Walter führten das Werk ihres Vater fort, und halfen die Ziele des Zionismus zu verwirklichen und die Balfour Declaration zu bekommen. Uro —Arbeit im ersten Vierteljahr 1957 Am 15. Mai 1957 hat das deutsche Zentralbuero der United Restitution Organization (URO) fuer die Zeit vom 1. Januar bis 31. Maerz 1957 folgende Zahlen veroeffentlicht: Zahl der durch URO betreuten Antragsteller Zahl der Ansprueche am 31. 12. 1956 79.969 144.742 am 31. 3. 1957 88.521 157.302 Waehrend des ersten Vierteljahres 1957 wurden somit 21.207 Neuantraege registriert. Ueber die Wohnsitzlaender der durch URO betreuten Antragsteller sagt die Statistik folgendes: Es leben In Israel 35.050 In USA rund 27.600 in Grossbritannien und Frankreich rund je 4-700 in Kanada rund 6.000 in Sued-Amerika, d. h. Argentinien, Uruguay, Brasilien und Chile 2.600 Antragsteller mit rund 4.900 Antraegen. URO ist fernerhin in Australien, Belgien, Sued-Afrika und Wien vertreten. In den ersten 3 Monaten dieses Jahres hat die URO 8.647 Antraege erfolgreich abgewickelt. WIEDERGUTMACHUNGS ANTRAEGE Die deutsche Botschaft teilt im Aufträge des Entschaedigungsamts Köln Folgendes mit: Um die vielen dringenden Wiedergutmachungsanträge b eschleunigter bearbeiten zu können, hat es sich als notwendig erwiesen, die Sprechtage einzuschränken. Ab. 1. 3. 1957 können auch auslaendische Besucher bei dem Regierungspräsidenten (Entschädigungsbehörde) in Koeln nur noch Dienstags und Donnerstags in der Zeit von 9-16 Uhr empfangen werden. Ich bitte, diesen Hinweis unter allen Umständen zu beachten, damit vergebliche Reisen nach Köln vermieden werden. Im Interesse der gerechten Bearbeitung der Anträge mache ich darauf aufmerksam, dass Vorsprachen nicht zu einer bevorzugten Erledigung führen. Ich bitte daher, von Vorsprachen abzusehen. Ich darf im Interesse aller Verfolgten um Verständnis für diese Regelung und um unbedingte Einhaltung der amtlich festgesetzten Sprechtage bitten. Die Praxis der letzten Jahre hat gezeigt, dass die dringend notwendige schnelle Bearbeitung der vielen Wiedergutmachungsanträge nicht mehr gewährleistet werden kann, weil die grosse Anzahl der täglich vorsprechenden Besucher den reibungslosen Arbeits- Ablauf hemmt. Je weniger Besucher umsomehr Wiedergutmachungsanträge können bearbeitet werden.