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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-12-01 · 12 (Diciembre, 1951) · p. Seite 17

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
12 (Diciembre, 1951)
Date
1951-12-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Diciembre, 1951 BOLETIN INFORMATIVO 17 VON DER ERSTEN ZUR ZWEITEN Es ist eine unleugbare Tatsache, aaes Vit.ce iviibgueaei Unseres deui/Senspraemgei» bextors der KoneXcmtaet, trotz jahrelanger Ansaessig. keit iiii Lame, za inren einheimischen ivaenbarn nocn immer nicht den richtigen Kpntaxt gefunuen h a o e n. Vvenn wir aucn in Betracht, zienen, dass aie dem jueuiscnen Vom angeborene Kesi. stenz gegen aie Assimilation fuer, uns vonTebenswicmiget. Beaeutung war und ist, so duerfen wir doch anderseits nicht verkennen, dass wir nur zu leicht geneigt sind, ins andere Extrem zu veriailen und so in eine Isolierung geraten, die unseren eigenen Interessen zuwiderlaeuit. Wir sind auf dem Wege, in dieses andere Extrem dadurch zu geraten, dass wir uns selber in eine Art soziales Ghetto sperren: Die wenigsten von uns unterhalten gesellschaftlichen Verkehr oder naehere Beziehungen zu unseren nichtjuedisChen Mitbuergern oder nehmen Anteil am kulturellen Leben des Landes. Geben wir es nur ehrlich zu: Wieviele von uns kennen die Museen Santiagos oder die Neuerscheinungen der chilenischen Literatur und Kunst, oder die kulturelle und politische Entwicklungs-Geschichte des Landes? Vielleicht die Jugend, die naturgemaess im chilenischen Kulturkreis aufwaechst und durch Schule und Umgebung beeinflusst und beeindruckt wird. Aber die aeltere Generation bewegt sich fast ausschliesslich in ihrem eigenen aus Europa HEIMAT mitgebrachten Freundes, und '■uiocresscn-JireiS, oune Viet miuercn ais rem beruxsmacsoigcii Kontaxü mit uer fremd, ¡^unebenen' Umweit. Diese ¡semsiasouerung geht sogar SoWtit, aass inueriiaiu der eigenen Koirextivioact aie Bezieuungen zu den anaeren öextoren nur senr iose sind una seiten ueber DeruLicnen oder offiziei-en Uharaxeer hinausgenen. Eine beiostisoiierung muss man diese Er. scneinung desnaib nennen, wen dar uer keinerlei Tendenz von seiten der Umwelt vorliegt: Unser chilenischen Mitbuerger, Juden oaer Niclujuden (mit wenigen Ausnanmen) sind uns im taegiichen Leoen und Umgang immer freundlich entgegengekommen und man kann keinesfalls behaupten, dass von lh. rer Seite eine Absonderung gegenueoer den deuts'chsprachigen Immigranten beabsichtigt ist. Aber dennoch sind die meisten von uns Im. migranten geblieben, die die euroapeischen oder speziell deutschen Fesseln der Vergangenheit noch immer schwer an den Fuessen tragen. Wir muessen einmal daran, gehen, die Gruende dafuer zu suchen. Da finden wir vorerst den Hinweis, den viele unserer aelteren Generation immer bei der Hand haben: Die Sprache. Es ist richtig, dass fuer aeltere Leute der taegliche Gebrauch einer anderen als der Muttersprache auf Schwierigkeiten stcesst. Aber diese koennen nach zwoelfjaehriger Ansaessigkeit im Lande nicht mehr so gross sein, dass sie eine Seibstisoüerung rechtfertigen; oeson. üers wenn man in Betracnt zient, dass unsere chilenischen Mitouerger auf Grund inrer angeborenen Gutmuetigxeit una inres Taktgei ueh. les niemals an einem spreehfenler Anstoss nenmen (.senr im Gegensatz zu unseren frueheren deutschen Nachbarn, die oft einen fehlerhaf. ten sprachlichen Ausdruck eines Ausiaenders mit Spott korrigierten). Und ueberdies sollten wir verstehen, dass die caste.lani. schen Hemmungen vieler von uns gerade auf aie mangelnde Uebung im Gebrauch der spanischen Sprache zurueckgehen und wir dadurch in jenen Kreislauf geraten, wo aie Ursache zur Wirxung wird: mangelnder Kontakt mit der chilenischen Umwelt' wegen sprachlicher Hemmungen und ewige sprachliche Mangelhaf. tigkeit infolge fehlenden Kontaxts mit aen anderssprechenden Mitbuergern. Viel entseneidender als sprachliche Schwierigkeiten wird wohi ein anderer Grunu sein: die Bequemlichkeit und das physikalische B e h a rrungsvermoegen, auf soziales Gebiet uebertragen, aas ein staendiges FortDewegen im eigenen Umgangskreis gleichsam von selbst bewirkt. Um ueber diesen Kreis hinauszukommen, bedarf es gewisser Energie und einer Initiative, die meistens gescheut wird. Dieser Zustand fuehrt im weiteren Verlauf zu einer Art Uninteressiertheit gegenueber uns nicht direkt angehenden Erscheinungen des kulturel. len und oeffentlichen Lebens des Landes. Auf einem Gebiet gelangen wir dadurch sogar so weit, dass wir eine Bürgerpflicht verabsaeumen, die' jeaer einzelne zu erfueilen nat: Die Wahl der Vertreter1 oeff entneher Koerperschaften. | Jeder von uns, der mehr als fuenf Jahre im Lande ansaes. I sig und ueoer ZI Jahre alt ist! (aucn Frauen!), ist verpiiicn-' tet, sich ins Wahiregister der Munizipamaet eintragen zu lassen sowie das Wanirecht auszuueben; und alle von uns, die die Einbuergerung erlangten, muessen dasselbe auch in Bezug auf die Parlamentswanien tun. (Articuio 23 de la Ley de Registro Electoral). Die Nichterfuellung dieser Pflicht wird nach Artixei 64 des genannten Gesetzes (und Ari. 66 de la Ley! de Municipalidades) mit Geld, strafen und zwangsweiser Eintragung ins Register geahndet. Es ist daher auf diesem Gebiet eine gewisse Initiative jedes einze.nen unbedingt erforderlich, um der Buergerpf licht nachzukom.; men und Verstoesse gegen die Gesetze zu vermeiden. Auch bei der Behandlung! von Ansuchen um Nationalisierung kann die mangelhafte j Kenntnis von Sprache und Geschichte des Lanaes sowie, die fehlende Verbundenheit mit. der nationalen Umwelt gewisse Schwierigkeiten ergeben, was in der Praxis in einzelnen Faellen schon zu Unstimmigkeiten mit behoerdlichen Funktionaeren gefuehr. hat. Ebenso wie frueher bereits vom aufdringlichen Gebrauch der deutschen Sprache in der Oeffentlichkeit eingehend ab geraten wurde, waere auch weiterhin hier wichtige Auf-! klaerungsarbeit zu leisten und in Betracht zu ziehen, ob nicht Instruktions-Kurse fuer sprachliche Vervollkommnung, Geschichte und Kultur des Lanaes sowie allgemeine Orientierung von grossem Wert waeren, um eine engere soziale Fueniungnahme zu erleichtern Daoei muessen wir jedoch streng auseinanderhaiten, dass hier weaer eine Ari Assimilation angestreot noch aucn unsere innige nationale Verbundenheit mit der Meüinat Israel bedntraeentigt werden soll: Was erreient werden muesste, ist nicht mehr und nicht weniger als jene Annaeherung an den Kulturkreis der zweiten Heimat, wie sie uns mit unserer ersten in der Vergangenheit —ohne Aufgeben unserer religicesen und nationalen Besonderheiten --- verbunden hat. Gewiss kommen wir bei solchen Betrachtungen auf das schwere Kollektiv . Problem des Fortbestandes der Galuth in unserer Zeit, aas seiner Loesung noch ferne ist; aber dessenungeachtet und waehrend aie Loesung dieses Problems aussteht, muessen wir die reale Not-wendigxeit erkennen, dass wir nicht im luftleeren Raum leben koen. nen und dass die Gastfreundschaft, die das juedische Volk in den Laenaern der Galuth geniesst, ueberall gewisse lokale Verpflichtungen mit sich bringt, denen zu entgehen nicht nur Undank am Gastland, sondern auch Unverstaendnis wichtiger eigener Interessen und Bürgerrechte bedeuten wuerde. Aus diesen Gruenden erscheint es nuetzlich, das Thema einma: zur Diskussion zu stellen, was durch diese Zellein geschehen soll. Egon Rosenfeld IMACO Sit. Ltdi. MODAS PARA SEÑORAS Ultimos modelos en ABRIGOS - VESTIDOS TRAJES SASTRE GRAN SURTIDO 4 Av. Irarrázaval 2541, Esq. Pedro de Valdivia Die fuehrende Marke der feinsten Bonbons. Immer frisch.- bestens sortiert sind sie das erfreuende Geschenk. 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