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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-12-01 · 12 (Diciembre, 1951) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
12 (Diciembre, 1951)
Date
1951-12-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Diciembre, 1951 BOLETIN INFORMATIVO 3 □□asara, iáéi MAIMONIDtS UND JEHUDA HAIEVI CISHOCO W t™101* SI0NISTA Vortrag von Herrn Babb. Manfred Lubliner im Rahmen der Reihe: Juedische Denker. Der Referent begann, aus Gruenden, die wir als paeda. gogischer Natur bezeichnen I wollen, mit der Lehre des| Maimonides, um dann mit, der weniger komplizierten des | aelteren Jehuda Halevi fortzusetzen. Maimonides wurde zunaechst als der vielseitige Ge. lehrte und Wissenschaftler gekennzeichnet, in dessen geistiger Arbeit das Religionsphilosophische (Thema des Abends) nur einen Asoekt sei. ner Taetigkeit darstellt. Deri Redner hob klar die Tatsache! hervor, dass das Denken Mai- , monides durchaus in der phi-1 losophischen Tradition der aelteren mohammedanischen | und juedischen Aristotelik wurzelt. Diese Tradition, die auch neuplatonischen Einfluessen ausgesetzt war.brachte die Lehre von einer hierarchisch geordneten Weltord. nung mit sich, deren Spitze Gott selbst-der erste Bewe. ger-steht. In dieser Ordnung ist deshalb des Menschengeschlechts die Gattungsvernunft befindlich, das heisst, der Ort, an dem sich die der Menschheit gemeinsamen Vernunftskenntnisse befinden. Obwohl Maimonides in seinen 13 Glaubenslehren die persoenliche Unsterblichkeit durchaus anerkennt, ist in seinem Hauptwerk More Ne. wuchim (Fuehrer der Verirrten) doch die Ansicht enthal. ten, dass ein Mensch nur soweit unsterblich ist, als er Anteil an dieser Gattungsvernunft hat. Der Referent kritisierte diese aus dem griechi. sehen Denken stammende geistesaristokratische Auffassung. Er fuehrte fernerhin aus, dass nach Maimonides eins der Hauptmerkmale des Vernunftmenschen gegenue. ber dem Verirrten (glaeubigen aber unwissenden Menschen) darin besteht, dass nur der unphilosophische Mensch die in der Bibel erwaehnten Eigenschaften Gottes woertlich nimmt. Die Bibel ist fuer alle geschrieben, nur erklärt sie der philosophisch Denkende derart, dass der goettlichen Ehre durch die Eigenschaften (Attribute) kein Abbruch geschieht. Der vernuenftige Mensch also legt die Bibel im Sinne der Attributenlehre aus, d. h., er betrachtet die' Attribute, von denen die Bibel spricht, wie das Herz Gottes, die Hand Gottes usw. als im uebertragenen Sinne gebrauchte Wendungen, waehrend wir in Wirklichkeit an Gott keine Attribute erkennen, also gewissermassen nur Negatives von Gott aussagen koennen. Herr Rabb. Lubliner wies auch darauf hin, dass Maimo. nides sonst am Inhalt der biblischen Lehren durchaus festhaelt, also im Gegensatz zu den arabischen Aristotelikern die Ewigkeit der Welt ab lehnt und die Weltschoepfungslehre anerkennt. Dies sind etwa die Grundthesen der Auszehrungen IInlaeoeoBoeoeoeeoaeaooBOBloaoBoooooooooooooBoer^ Donnerstag, den 15. Dezember, abends jj 9 Uhr Av. PORTUGAL 810 | Vortrag des Herrn Rabb. E. Loewenstein fj ueber das Thema: § "Der Einfluss des juedischen j 1 Denkens au! die nichljuedische | | Umwelt". 1 jj Die Kulturkommission 8 neeeeseeeeegeeoegeeeeeooeeeeseeeoeeeeeeeQeQdj ueber Maimonides, ohne dass hier der Anspruch auf eine komplette Wiedergabe aller Aspekte der Vortrags erhoben werden soll. Die Ausführungen selbst waren durchaus allgemein verstaendlich, ohne dabei in populaere Oberflaechlichkeit zu verfallen. Die notwendige Folge einer nach solchen Bedingungen durchgefuehrte Exposition ist die Laenge des Vortrags. So kam es, dass die Zeit nur noch zu einer kurzen Besprechung Jehuda Halevis reichte. Der Referent charakterisier. . te Jehuda Halevi als den Denker, bei dem das Gefuehl, und nicht, wie bei Maimonides, der Verstand die ausschlaggebende Rolle spielt. Jehuda Halevi war in erster Linie ein streng an der Tradition haengender glaeubiger Mensch, der dem gelehrten Wissen, obwohl selbst Arzt, skeptisch gegenueber stand. Sein Hauptinteresse galt dem juedischen Volke. Er glaubte, dass dieses besondere natuer. liehe Faehigkeiten auf dem religioesen Gebiet haette. Der Redner kritisierte den extremen Nationalismus Jehuda Halevis, hob aber hervor, dass dieser Denker ein Prophet unserer nationalen Wiederherstellung gewesen, also gewissermassen heute noch von Aktualitaet ist. GEMEINDE - BALL / Am 27. Oktober fand der traditionelle Simchath-Torah- Ball der S.C.I. statt. In den huebsch ausgestatteten Raeu. men des Gemeindehauses wa. ren wieder Bars, Buffets, Kaf. fee-Stube. Tómbola und als Neuheit Gluecksbuden aufgebaut, die besonders regen Zuspruch hatten. Fuer stimmungsvolle Tanz-Musik sorgte Jaime Ceitel. In einer Ball. Zeitung wurden in humoristischer Weise die neuesten Nachrichten bekannt gegeben. Wenn auch der Besuch des Balles —wahrscheinlich infolge der Fuelle der Veranstaltungen in den letzten Wochen— etwas zu wuenschen uebrig liess, so kann doch das Ergebnis als recht befriedigend angesehen werden. Dafuer danken wir in erster Linie unseren tatkraeftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Firmen und Gemeinde - Mitgliedern, die uns durch Spenden fuer Tómbola usw. unterstuetzt haben. Redaktionsschluss am Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzt—, Arznei—, und Krankenihauskosten. Sohul- und Berufsauebildiungsbeihllfen. sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 347.157,11 W. I. z. o. Wenn man -aus Israel einen Brief bekommt, der sagt: ‘‘wir danken ihnen allen so ■ sehr fuer Ihre Hilfe; Ihre Gabe Ist gerade im I rechten Moment gekommen, be- | vor der strenge Winter beginnt...”. dann ist man fuer alle verganre- : ne Muehe 'belohnt. Aber nicht allein das! Man schoepft neue Kraft aus diesen Worten, sie geben uns Wizo-Frauen auch neue Initiative. Wir nehmen unij vor. alle etwaigen Hindernisse ganz einfach zu ueberwinden und das zu tun, was uns unsere Pflicht denen ln Israel gegenueber gebietet. Wir wollen nicht daran denken, dass diese kleinen Pflichten manchmal mit pefsoenlioben Opfern verbunden sind, wir gehen unseren Weg weiter und wollen nur daran denken. dass wir mit unseren Immer noch zu geringen Leistungen gebraucht werden. Und nun ist es wieder einmal so weit: wir -planen eine sehr -huebsehe Veranstaltung, die d~n Gaest.en der Wizo wie Immer sehr viel Vergnuegen bereiten und uns Wizo-Frauen die stets beduerffge Kasse fuellen soll. Am 16. Dezember. einem Sonntag - Nachmittag, hoffen wir in der g-pflerten Quinta ‘‘Tronío”, Av-dñ. Irarräz-'val (nae-h-eres s'°he Eintrittskarten) rocht viele Gaeste zu einem T~e- Na~hmittag bei uns zu sehen. Es wird eine ganz neuartige ‘‘show” geboten: hinge Mae-dchen fuebren e‘ne Re'fae von Nationaltrachten, alles nur Orignal-Kortueme. vor; etwas, dias man in unserer Kolonie noch nie getracht -hat. Aus- R-.rdem eibt es einige Kioske m't Ohanukka-Leuohtern, Kerzen Gebaeok. etc. Der Elntrlttl-prels ist sehr n-'e-drig gehalten: also Ist allen Gelegenheit gehrten, einen angenehmen, vergnoert-’-cheo Se-nmemaehmittaig zu verbringen. Wir Wizo-Frs.uen be-mueben uns schon letzt, daraus einen Erfolg zu me. eben, so ‘dass man snarter —wie schon so oft— s-agm kann* ‘‘e’n gelungenes Fest — typisch Wizoi” WIZO-PROGRAMM FUER MONAT DEZEMBER Centro Henrietta Szold: 1 6.12. Edith Goldschmidt: “Der Glaube, der Berge versetzt”. 20.12. Rosie Rubens: “David Wolfs oha”. Abend-Gruppe Golda Meiersohn: 10.12. Julia Stern: “Bericht ueber den Wdzo-Kongress ln. Jerusalem”. Jugend-Gruppe Vera Welzmann 12.12. Bunter Nachmittag. Der ganze Vortrag, der sich durch Klarheit der Darstellung und angesichts der Schwierigkeiten des Themas groesste Anschaulichkeit kennzeichnete, muss als ein besonders anerkennenswerter Beitrag zur Kenntnis einer der glaenzendsten juedischen Kulturepochen ang e s e h e n werden. Abschliessend sprach Herr Rabb. Loewenstein noch kurz vom Denkmal, das man Maimonides gesetzt hat und auf das eine spaetere Generation den Zusatz geschrieben hat “der grosse Ketzer”. Als schoenstes Denkmal Jehuda Halevis bezeichnete er das Gedicht, das Heinrich Heine ueber Dichterphilosophen geschrieben hat. Q. Leisersohn Dienstag-Gruppe Manna Meisel: 11.12. Dulli Kleiner: “Schmar- Jahu Lewin”. Fuer alle Gruppen: Donnerstag, den 3. Januar: Abschlussnachmittag in Quinta “El Tronío”, Avda. Irarräzaval 2912. Wizo-Ceniro "Henrietta Szold" veranstaltet am Sonntag, d. 16.13. Nachm. 4.30 ln der QUINTA "EL TRONIO" IRARRAZAVAL 3913 einen CHANUKKA - TEE zu Gnnsten des Kinderheim Ramlelt. Kioske mit Chanuka. Geschenken. Vorfuehrung von echten National Trachten. Eintritt, elnscbl. once, 75.— «Kmtmnn»»H»»»H»:»»»»»»»»»w«»»»»ii»»K»»»»»w^ In ihrer bisherigen Arbeit hat die Unión Sionista meist nur Vortragsabende veranstaltet, denen sich Diskussionen 'anschlossen. Am Donnerstag, den 8. November wurde mit Diskussionsabenden ueber die gegenwaertig die zionistische Welt beschaeftigenden Probleme begonnen Chawer Hans Kaufmann gab in seinen einleitenden Worten ein sehr gelungenes Resumé der Gedanken, dio von Dr. Joachim Prinz und Nahum Goldmann waehrend ihres Aufenthaltes in Santiago zum Ausdruck gebracht worden sind. In der Diskussion, an der sieh dlo Anwesenden lebhaft beteiligten, wurde die Krise des Zionismus, die durch die Schaffung der Medinath Israel entstanden Ist. untersucht. Es wurde be~-chlcssen, die aufgeworfenen Probleme In k-uenftigen Mitgliederversammlungen weiter zu klaeren. Chawer Ben Kopfstein wird ueber “Kultur und Erziehung in der Galuth” sprechen. LIGA DE DAMAS Wie alljaehrlloh. vera-nrtaiten wir auch dieses Mal, eine klein* Chanukka-fe-ier fuer die Kinder unseres Helmes, die am Sonntag, den 33. Dezember, abends 7 Uhr in unserem Kinderheim, 'Luis Beiträn 2055, stattfindet. Allunsere Freunde und Goenner laden wir herzliohst dazu ein und freuen uns. wenn auch deren Kinder -an unserer Feier teil nehmen. —:o:— Wir verausgabten lm vorigen Monat fuer Klnderfversorre. und B-srteuuno* alter und k’-anker Frauen und Maedichen. ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 59.336,60 HAUSSAMMLUNG am 16. DEZEMBER AMPARAS REGALOS MONJITAS 756 FACILIDADES DE PAGO'

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