Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIII (1951)
- Issue
- 10 (Octubre, 1951)
- Date
- 1951-10-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Octubre, 1851 BOLETIN INFORMATIVO 21 NACH DEN KONGRESS Der 23. Kongress ist beendet. Beschluesse sind gefasst und Resolutionen angenom men worden. Die zionistische Weltorganisation hat fuer di' naechsten drei Jahre, da in Zukunft der Kongress nur in dreijaehrigem Abstand zusammentreten soll, eine neue Leitung. Die Debatten aller, dings, die auf dem Kongress in Jerusalem ueber die Grund, fragen des juedischen Volkes soweit es sich zur zionistischen Lehre bekennt, gefuehri wurden, sind nicht zum Ab- Beschluessen Aus den Kongress- Im Folgenden geben wir einige der bedeutendsten Re. solutionen des 23. Zionisten. Kongress wieder, der vom 14.-30. August in Jerusalem stattfand: Fs ist die Aufgabe des Zio. nismus, den Staat Israel in Erez Israel zu staerken, die Zerstreuten zu vereinigen und die Einheit des juedischen Volkes zu erhaerten. Die Arbeitsgebiete waeh rend der kommenden Periode werden u. a. folgende sein: Organisation der Einwan. derung und Ueberfuehrung der Immigranten und ihres Eigentums nach Israel; Teilnahme an der F.inord. nung der Immigranten; Jugend-Alijah; Entwicklung der landwirt. schaftlichen Siedlungen; Erwerbung und Entwicklung des Bodens durch de’- Juedischen National Fond (K.K.L.); Teilnahme an den allge. meinen Erschliessungs— und Entwicklungs.Projekten. Der Kongress erklaert, dass das von der Zionistischen Welt-Organisation und ihren Agenturen entwickelte prak. tische Programm in Erfuel. lung ihrer geschichtlichen Aufgaben in Erez Israel ei. nen maximalen Grad von Zusammenarbeit und Koordi. nation mit dem Staat Israel und seiner Regierung er for, dert, im Einklang mit den Gesetzen des Landes. Der Kongress erachtet es als wesentlich, dass der Staat, durch eine geeignete Gesetzgebung der Zionistischen Weltorganisation innerhalb seiner Grenzen einen Status einraeumt, der die Erfuellung dieser Aufgaben erleichtert und foerdert. Das vom Kongress ange. nommene Budget belaeuft sich auf insgesamt £1 74 Mil. lionen. Schluss gekommen. Dieser Kongress hat sich, “um die Einheit zu wahren”, mit der Festlegung der Aufgaben der Zionistischen Organisation be. gnuegt und hat ausdruecklich auf eine neue programmatische Erklaerung ueber die Ziele des Zionismus in unserer Zeit verzichtet. Das kann PRAESIDENT Dr. HEUSS ZUR JUDENFRAGE Wir bringen nachstehend einen Auszug aus dem Interview, das der Praesident der westdeutschen Bundesrepublik Dr. Heuss dem Chefre. dakteur des “Aufbau”, Dr. Manfred George, vor Kurzem gegeben hat. Frage: Wie sehen Sie einen Ausweg aus der durch 31ick in den Sitzungssaal des neuen Kongress-Gebaeudes : Die Eroeffnung des 23. Zionisten-Kongress’._ ils ein Zeichen politischer , als Aufgabe der zionistischen teife der Bewegung angespro hen werden, denn wenn das 3asler Programm wirklich so :twas wie die Grundverfasung des modernen Zionismus md damit des juedischen /olkes darstellt, steht es keirerlei, noch so umfassender praktischer Arbeit im Wege. Die Verfechter des neuen Programms, die gegenueber lern Basler ein “Jerusalem Programm” schaffen wollten, connten aber aus mehr als lur formalen Gruenden den Kongress nicht bewegen, die 3asler Formulierung schon reute aufzugeben. Eine gevichtige Rolle gerade in der Debatte ueber das Programm ipielte die Auslegung des Beiriffes Galuth. Dabei geht er m Grunde weniger um die Frage, ob Amerika z. B. als Galuth anzusprechen sei oder rieht besser ais juedlsche Diaspora bezeichnet werden polle, als vielmehr um den der Formel Kibbutz Galujoth zu Grunde liegenden Sinn. Soll Kibbutz Galujoth als Programm der zionistischen Bewegung die totale Aufhebung 3er gesamten Galuth heissen, und ist eine solche Auslegung unter den heutigen politischen Bedingungen der Welt tragbar oder gar gefaehrlich fuer zumindest grosse Teile der juedischen Galuth? Trotzdem haben die Amerikaner der Formel Kibbutz Galujoth DIE NEUE EXEKUTIVE Die Zusammensetzung der neuen, auf dem 23. Kongress gewaehlten Exekutive ist wie folgt: Co-Praesidenten: Berl Locker und Nahum Goldmann; Mitglieder: Eshkol (Mapai), Balginsky (Mapam), Gold (Misrachi), Dobkin (Mapai), Herman (Progressiver), Tal (Mapai), Kol (Klali), Raphael (Hapoel Hamisrachi), Shazar (Mapai). Ersatzmitglieder: Noy (Mapai), Nir-Rafalkes (Mapam). Amerikanische Mitglieder: Browdy, Goldstein, Halprin, Greenberg, Lurle, Zuckerman. Bewegung, wenn auch nicht als Ziel zugestimmt. Die Beziehungen der zionistischen Bewegung zum Staate mussten sich natuerlich auch in der Frage des “Charters”, des gesetzlichen Status der zionistischen Bewegung, auswirken. Die Vertreter des Gedankens der vollen Souveraenitaet des Staates ueber alle Gebiete juedischen Daseins, auch in der Galuth, haben die Anerkennung und Vertretung aller politischen Entschluesse der Jisrael-Regierung durch die zionistische Bewegung gefordert. Auch hier kam es zu einem Kompromiss, vor allem durch den Einfluss der “auslaendischen” Zionisten. Es ist selbstverstaendiieh, dass in jeder Kooperation formal Konfliktstoffe vorhanden sein koennen oder auch muessen, die nur durch den Geist der Auslegung zu umgenen sind. Die Ausrichtung der zionistischen Organisation auf die Bedürfnisse und politischen Gegebenheiten des Staates auf der einen Seite und die Abhaengigkeit Jisraels von dem guten Willen der zionistischen Koerperschaften zu Zusammenarbeit und Kooperation auf allen Gebieten ist eine Tatsache, die beiden Seiten stets bewusst sein muss. Der Kongress hat viele Pro.; bleme des heutigen zionistischen Daseins aufgeworfen. Die Zionistische Organisation hat sich bemueht, ihrer Arbeit unter den Juden in der Welt eine neue Grundlage zu geben. Das kann, wie vielfach in den Debatten zum Ausdruck kam, nicht nur in rein aeusserem, organisatorischem ^inne verstanden werden. Die zionistische Bewegung hatte -ich die Umerziehung des lue fischen Menschen zur Aufgabe gemacht. Der 23. Zionisten-Kongress in Jerusalem die Ereignisse eingetretenen Spannung zwischen Deutsehen und Juden? Antwort: In der Erkenntnis, dass wir aus der globalen Wertung des Menschen herauskommen muessen. Ein Franzose, ein Jude, en Deutscher — das sagt an sich uQber r,or' TraHividu11™ | ueber den Menschen. Wir j muessen im Verhaeltnis Mensch zu Mensch eine freie | Bewertung des Menschentums wieder gewinnen. Das geht alle Voelker an. Ich moechte es den “Mut zur Liebe” nen.! nen. Freilich, Liebe ist immer ein Wagnis. Der Hass folgt I der Traegheit des Herzens: er ist bilig und bequem. Nur im Wagnis der Liebe kann die Welt gewinnen. Frage: Es bleibt jedoch schade, dass, von einzelnen Sonderkundgebungen abgesehen, eine allgemeine oeffentliche Erklaerung der Regierung zu der juedischen Frage, die eigentlich eine Selbstverstaendlichkeit haette sein sollen, bisher gefehlt hat. Warum ist sie nicht erfolgt? Antwort: Ich weiss, dass man eine solche Erklaerung vermisst hat. Vielleicht haet. te die Regierung ihre Schuldauffassung in der juedischen Frage staerker betonen sollen, aber ich kann Ihnen nur versichern, dass Regierung und Parteien ein tiefes Ge. fuehl fuer das unerhoerte an den Juden begangene Un. recht haben und dass die alten Nazi-Ideen ueber die Juden (etwa die so sinnlose ueber ihren “schaedlichen Kultureinfluss”) auch in der grossen Mehrheit des Volkes) keinen Boden mehr haben.1 Fra<re: Wie denken Sie sich nun den praktischen Weg zu einer Aussprache zwischen Deutschen und Juden? Antwort: Leider konnten wir bisher dazu keinen offiziellen juedischen Ge. spraechspartner finden. Als wir eine spezielle Stelle fuer die Behandlung juedischer Probleme aber Art einrichten wollten, wurde das von juedischer Seite abgelehnt, weil es zu unangenehme Erinnerungen an die Vergangenheit wachriefe. Es ist mir klar, dass im Bereich ausserper. soenlicher Beziehungen -—die persoenlichen sind ja nie abgerissen— alles nur sehr behutsam angegangen werden ks» ■-> v i' eiT’d jedenfalls sowohl den Juden in Deutschland wie dem Staat Israel gegenueber zur Aussprache und Diskussion aller schwe. benden Fragen bereit. Frei, lieh vermissen wir auf juedischer Seite eine gewisse Einheitlichkeit der gesamtjuedi. schen Repraesentanz, was die praktische Durchfuehrung einer Annaeherung sehr erschwert. Unberuehrt davon ist freilich die Aussprache und Annaeherung auf dem religioesen Feld, auf der Bahn des Inneren Zusammenhangs zwischen Christentum und Judentum, der dem deutschen Volk solange unterschlagen worden ist. Es ""ird zwar eine geraume Zeit dauern, aber mir scheint sicher: die Liebe von Mensch zu Mensch wird auch hier die sicherste Bruecke sein, um zwei durch so schreckliche Jahre entfremdete Gruppen wieder zusammenzufuehren. ZWISCHEN EEN ZEILEN So, da waeren wir wieder. Ehrlich gesagt, bin ich dar. ueber mindestens ebenso erstaunt wie Sie, denn ich erwartete absolut nicht, dass die Schriftleitung des “Bole. tin Informativo” mir gestatten wuerde, noch einmal in Erscheinung zu treten. Nach all’ dem Mjist, den ich bei meinem Debüt verzapft habe! Aber vielleicht denkt sie sich, dass in einer solch ver. rueckten Zeit dies die geeig. nete Art und Weise ist, Journalismus zu machen. Wenn man bedenkt, dass in Trans. jordanien jetzt ein Koenig gekroent wurde, der ganz duht unter de* Krone ri'-ht ganz, wie sagten wir noch, ja nicht ganz dicht ist: ja Du lieber Gott, dann komm4 es bei einem armseligen Amateur-Journalisten doch wirklich nicht so drauf an. Also sehen wir mal in die Zeitung: Buenos Aires, 22.8: Frente a Ia muititud que eegufa con creclente emocidn sus palahat die Groesse der Aufgaben, die noch zu bewaeltigen sind, ins Licht gestellt. E? wird viel Kraft, Anstrengung und guter Wille notwendig sein, um diese Aufgaben in der Zukunft zu erfuellen. (“M. B.”) bras. dijo la señora Perón, dirigiéndose al Presidente: “Mi General: Aaul, en este magnifico espectáculo, vuelve a darse el milagro de hace dos mH años. Ko fueron los sabios, ni los ricos, ni los poderosos los nue creyeron: fueron los humildes”. Das klingt nicht gerade bescheiden, Maria Magdalena (ohne Absicht, das Gleichnis zu weit zu fuehren). Weiter im Text: ■R^rn.?n n ■ ri Cancll’er Adenauer ha dictado una deposición, según la cual se prohíben las antiguas canciones nazis, entre otras el Horst -Wessel - Li ed, en lo3 balnearios y lugares de recro. Ja. Pu heiliger Bimban: wie und wo sollen sich denn dann die armen Nazis erho. len? Lima, 4.9: El Cardenal-Arzrtblspo del Perú, entre otras medidas tendientes a solemnizar la ceremonia nupcial, ha prohibido nue se-tooue en las Iglesias la ‘‘Marcha Nnnclail’’ de M«”ndel',rov>1,, Es spricht wohl anch etwas MitgefuehI fuer manche Onferlaemmer in dieser An. Ordnung, die (stimmungsge. maess nicht mehr in der Lage sl”d. zum Traualtar zu marschieren. Ausgerechnet, marschieren. Washington. 6.9: Portugal otorgó a Estados Unidos el derer.no die establecer bases en Ins Azor-1«. Und ich war ueberzeugt, dass die Amerikaner schon genuga Zores hat***n. TUNICHTGUT