Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIII (1951)
- Issue
- 7 (Julio, 1951)
- Date
- 1951-07-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Julio, 1961 BOLETIN INFORMATIVO 5 Herzls Briefe. Manchmal hat man den Eindruck, dass der Schreiber ein General ist, der seine Solda. ten fuehrt. In einem Wort, die Briefe Herzls kann man als eine Art Kristallisierung seines Willens ansehen, jenes selbstsicheren Willens, der ein neues Phaenomen im juedischen Leben war und das Geheimnis von Herzls Erfolg, wenn er sich mit Anderen traf. In einem seiner Aufsaetze aus der Zeit, bevor er Zionist wurde, schrieb Herzl, “Genie” sei, wer anderen neue Experimente und Ideen auf. zwinge und sie dabei glauben lasse, dass diese Experimente und Ideen ihre eigenen sind, In diesem Sinne wurden spae. ter fuer ihn seine zionistischen Briefe zum wichtigsten Instrument, seine neue Konzeption vom Judenproblem und seiner Loesung zu ver. breiten und um es aus dem Himmelreich des Gedankens auf den Boden der Handlung zu projizieren. “Diese Briefe —schreibt Franz Kobler, eine Autoritaet in epistolarer Literatur— sind eine Neuerung' (Von Seite 1) zu entdecken und sogar zu erregen —zumindest in der Form eines geheimen Sehnens—, wo immer auch er mit Menschen in Kontakt kam. Und es war in diesen Trieb und nicht in niedrigere Instinkte, in den er vertraute, wenn er sich mitels seiner Briefe anstrengte, die Menschen zur Aktion anzuspornen. Nun, worin besteht das Geheimnis dieser Aktion, oder besser gesagt, all der vielen Aktionen zur Erreichung des Ziels? Wie strengt er sich an, um jede Moeglichkeit auszunuetzen, die ihn diesem naeher bringen kann? All diese Fragen finden ihre Antwort in seinen Briefen. Diese zeigen uns ausserdem, mit welcher Geschicklichkeit sich Herzl den Menschen; und den Umstaenden anpasst, um aus ihnen soviel wie moeglich herauszuholen, und es der Zionistischen Bewegung zu geben. Der erste Band seiner Brie. 1 fe reicht vom Fruehjahr 1985 i^nm W 11 Vi1 «äast I in der juedischen epistolaren ¡^¡Geschichte”. ■J Abgesehen von dem Roman “Alt-Neuland”, hat Herzl nie etwas Langes geschrieben. Die begrenzte und kondensierte Form zeichnet seine Gedanken und Schriften aus, ebenso wie seine Theaterstuecke, die eine Welt von Gefuehlen und Gedanken in spitzem und markvollem Dialog enthalten; das philosophische Feuilleton, in dem er auf wenigen Seiten eine Fuelle von Inhalt und Tiefe des Gedankens vorbringt, die sich leicht zum Roman ausdehnen Hessen; das "bon-mot”, das ihn als Huelle seiner Gedanken in Unterhaltung und Schrift entzueckte: dies waren die literarischen Formen, welche der Schriftsteller und der Mensch Herzl vorzog. Alles war durchdrungen von der unleugbaren Wiener Grazie und dem franzoesischen “esprit”, ebenso wie von dem scharfen und wohlgeordneten juedischen Intellekt. Auf diesem Grund und Boden baute Herzl seinen Feuilleton-Stil im allgemeinen und seine Feuilleton-Kunst im besonderen auf. All das laesst sich ebenso leicht in Herzls Briefwechsel feststellen. Neben diesen Zuegen muss man noch den Zug des Mann von Welt sehen, der mit Menschen umzugehen verstand und ihre Schwaechen zu entdecken verstand, ihre Eitelkeit und ganz besonders den Wunsch, fuer ihre grossen Taten gelobt zu werden. Herzl verstand es, diesen Wunsch Die Heimkehr des Propheten: Herzls Reste werden in Jerusalem —45 Jahre nach seinem Tode— beigesetzt. Vertreter aller Siedlungen des Landes sind anwesend, um etwas Erde von ihrem Flekken in sein Grab zu streuen. bis zum August 1897, d.h. die Periode, in der die Grundlage kuenftiger Arbeit gelegt wurde. In diesen zwei Jahren, angefangen mit dem ersten Appell Herzls an den Baron Hirsch, mit der seine zionistische Taetigkeit begann, bis zur Durchfuehrung des Basler Kongress’, wo das Geniest der Organisation gebaut wurde, lief er einen langen Weg zurueck. Seine Entwicklung kann in mehrere Phasen eingeteilt werden. Sie beginnt mit dem schwaermerischen Traeumer, der keine Ahnung vom juedischen Volk hat und gipfelt in einem Herzl als Fuehrer und Organisator eines Volkes auf Grund moderner demokratischer Prinzipien. Der erste Teil spiegelt seine Entwicklung bis zur Veroeffentlichung des “Judenstaats”. Die waehrend die- DE LA COLECTIVIDAD ISRAELITA^ y CASILLA 984 - VALPARAISO f CELEBRACION DE LA FIESTA DE SHAVUOT en las aulas del Colegio Hebreo y en la Sinagoga de Valparaíso Rabi Gamliel, uno de los más grandes doctos del judaismo, decía que el pueblo judío se ha mantenido tantos años gracias a sus fiestas. Durante los últimos dos mil años de dispersión y persecución, los judíos encontraron un consuelo en los momentos de sus sábados y fiestas. Eran estos días no solamente de descanso para el cuerpo, sino también un día de descanso espiritual y satisfacción sublime. Tomemos por ejemplo la fiesta de Shavuot, en la cual se recordaba el otorgamiento de la ley en el Monte Sinay. En estos dos días, los judíos parecían como si ellos mismos estuvieran presentes al lado de aquel monte y escuchaban los diez mandamientos, base de toda la cultura universal Nuestros abuelos estaban absorbidos en el estudio de la torá en las noches de Shavuot, que las pasaban en vela sin sentir la llegada del alba. _ Sin embargo, hacían solamente una fase de estas fiestas, o sea la fase de carácter espiritual; mas en su forma práctica no lo han llevado a cabo. Shavuot festejaba, por ejemplo, solamente por su carácter religioso, pero de su carácter agrícola, como es Shavuot fiesta de las primicias, casi nadie se ha acordado, y es porque los judíos desarraigados de su tierra no han podido llevar a cabo esta segunda fase de las fiestas. Con el renacimiento de) nuevo Estado de Israel, todas las fiestas han recordado su carácter práctico, y especialmente Shavuot tomó su sentido campestre en Israel, donde la vida del judío gira alrededor del cultivo del suelo También nosotros, aunque estamos todavía dispersos, nos sentimos emancipados y prestos a llevar a cabo todas las acciones y fiestas en forma práctica, tal como se hace ahora en Israel. Y es así có mo nuestro Colegio Hebreo de Valparaíso se enorgullece de haber llevado a cabo por primera vez en Chile la festivi dad práctica del Shavuot. Con una semana de anticipación, los alumnos, en un ajetreo de ir y venir, empezaron a adornar las salas con ramas, esperando ansiosos el día Domingo 10 de Junio, día de Shavuot. Por fin llegó aquel día tan anhelado; a las 10 de la mañana, llegaban trayendo sus primicias. En el patio del Colegio sp formaron en este orden: A la cabeza iban doce niños, vis tiendo trajes típicos israelís, portando canastillos de frutas y flores; detrás de ellos se guían todos los alumnos de) Colegio, vistiendo el uniforme escolar y llevando cada uno sus canastillos. En este orden se inició el desfile ha cia la Sinagoga. "En la Sinagoga se hallab' ktf> todo el público, donde se ha W bía congregado para rezar *' recibir a los alumnos Junto con este público estaba un alumno adulto, quien al ver llegar el desfile, lo re cibió con las famosas frases de bienvenida que se acostumbraba decir antiguamente en el Templo de Jerusalén. Otro alumno explicaba cómo antaño se traían las primicias. Cuando el Jazan em pezó a leer la torah, las alum. nos se pusieron de pie, escuchando respetuosamente la ser Epoche verfassten Briefe sind meistens ausfuehrlich und wenig praktisch. Man spuert in ihnen die Wehen des inneren Kampfes, der dauerte, bis er dem Plan eine endgueltige Fassung gab, dem er —nach seinen eigenen Worten “wie einem gluehenden Vulkan entgegentrat”. Mit dem Erscheinen des “Judenstaat” beginnt ein neuer Abschnitt in seinem Leben. Von der Unterstuetzung der Studenten und der juedischen Massen angespornt, ueberwindet er seine eigenen Zweifel und beginnt, an der Ausfuehrung des Plans zu arbeiten. Noch hat er die Hoffnung, das Ziel zu erreichen, ohne notwendigerweise eine Massenbewegung ins Leben zu rufen. Bekanntlich war es sein Ziel, Politik von oben her zu machen und er hoffte, die Sympathie und aktive Unterstuetzung der bekannten Volksfuehrer, Philanthropen und Millionaere fuer seine Idee zu gewinnen, besonders die des Baron Edmond de Rothschild, den bekannten Wohltaeter, mit dessen Geld die Mehrzahl der Kolonien im Lande Israel gegruendet und erhalten worden waren. Das Zusammentreffen Herzls mit dem Baron Rothschild am 18. Juli 1896 war demzufolge auch einer der entscheidenen Augenblicke seiner Karriere. Wie bekannt, lehnte es Rothschild ab, Herzls Plaene zu unterstuetzen oder selbst, wie dieser es selbst vorschlug, den Plan des politischen Zionismus unter der Bedingung zu untersutetzen, dass dieser die Leitung der Bewegung auf gae. be. Aufgrund dieser Absage sah sich Herzl gezwungen, den zweiten Plan zu waehlen. den er bereits fuer den Fall vorbereitet hatte, dass der erste scheitere, Jetzt wandte er sich den Massen zu. Und so beginnt eine dritte Phase in Herzls zionistischer Entwicklung und in den Briefen, die waehrend dieser Wandlung geschrieben wurden. Sofort nach dem entscheidenen Treffen mit Baron Rothschild verschickt er einen Aufruf an seine Freunde in verschiedenen Laendern. Sein Hauptzweck bestand darin aufzuzeigen, dass es trotz der Zweifel des Barons und jener, die ihm in Ansichten und Reichtum nahestanden , moeglich war, die Massen zu organisieren. Ausserdem wollte Herzl ihnen zeigen, dass Mn juedisches Proletariat existierte und dass es gefaehrlich fuer sie, die ehrenwerte Ober- Mitteilungen des Vorstands Verkuendung des Neumondes Samstag den 28. Juli: AV Neumondstag: Freitag, den 8. August. Gottesdienst fuer Tischa Be ’Av. Samstag, den 11. August. abends 19 Uhr. Sonntag, den 12 August, vormittags 8 Uhr. Sonntag, den 12. August, nachmittags 17.15 Uhr. lectura de los 10 mandamientos. Más tarde fué llamado a la toráh un alumno mayor de 13 años, quien hizo un Mi Sheberaj a nombre de todos los alumnos del Colegio, donando en esta ocasión $ 100 para el Keren Kayemet. Esta donación representaba las primicias que el Colegio entrega a Israel. Finalizó este acto en las aulas del Colegio, donde los ni¬ ños se sirvieron frutas y golo. sinas al son de melodías alegres. El público que presenció este acto muy emocionado, se fué llevando una grata impresión de esta novedad, poi primera vez implantada aquí en Valparaíso. ISAAC BERGSTEIN dreatetor del Colegio Hebreo •; kaltbluetig darpVC -xn Menschenstaub riu meinsamen Willen J§1Í;2I51 ein Volk zu schmieden, diesem Volk ein Land zu gewinnen, ohne Heer, ohne Flotte, ohne Finanzen, von Regierungen, die nur mit diesen Faktoren rechnen, Zugestaendnisse zu erlangen. Das war ein Unternehmen, vor dem der Kuehnste zurueckgeschreckt waere”. MAX NORDAU Schicht der Nation war, sorglos und geduldig das bittere Schicksal ihrer unterdrückten Brueder als Zuschauer zu betrachten. Es ist kein reiner Zufall, dass Herzl bereits in seinem ersten Brief nach der Unterhaltung mit dem Baron Rothschild den Plan erwaehnt, einen zionistischen Kongress einzuberufen. Es vergingen jedoch neun Monate mit Versuchen, Berechnungen und Anstrengungen, bis die geeign e t e Organisationsmethode gefunden war. Diese experimentale Periode muendet in der Konvention der Zionisten von Wien, Berlin und Galizien, die am 6. Maerz 1897 in Wien stattfand und die beschloss, einen Zionistischen Kongress einzuberufen. Nun beginnt der Kampf um die Durchfuehrung des Kongress’ selbst und die Gestalt, die er annehmen sollte. Mehr als je, ist es in den verschiedenen Etappen und Entwicklungsphasen der Kongress-Idee, wenn Herzl, der Mensch, der Fuehrer und der Schoepfer, sich in seiner ganzen Glorie offenbart. Wir i sehen ihn, wie er das Vorstellungsvermoegen der Massen entzuendet und zie zu einen selbstbewussten Volke schweisst, beseelt von einem unbeugsamen Willen zu einer unabhaengigen Existenz. (“Israel y América Latina”)